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ZUM THEMA GEBURT STELLEN WIR IHNEN HEUTE , DONNERSTAG, 10. NOVEMBER 2016, FOLGENDES NEUES BILDMATERIAL ZUR VERFUETUNG --- A new mother holds her newborn infant named Julia, to whom she has just given birth, pictured at the maternity unit of the Triemli Hospital in Zurich, Switzerland, on September 27, 2016. Julia was delivered by cesarean section because she was facing the wrong way for a vaginal delivery. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Der Zivilstandsbeamte weist Vornamen zurück, welche die Interessen des Kindes offensichtlich verletzten. Bild: KEYSTONE

«J» als vierter Vorname geht nicht: Zürcher Gericht lehnt «Spielerei» der Eltern ab



Drei gewöhnliche, durchaus übliche Vornamen gaben die Eltern ihrer Tochter – und als vierten Vornamen wollten sie einzig den Buchstaben «J» eintragen lassen. Das zuständige Zivilstandsamt lehnte dies ab. Zurecht, hält nun das Verwaltungsgericht des Kantons Zürich fest.

Grundsätzlich können Eltern den Vornamen ihres Nachwuchses frei wählen und bestimmen. Die eidgenössische Zivilstandsverordnung macht nur eine Einschränkung: «Der Zivilstandsbeamte weist Vornamen zurück, welche die Interessen des Kindes offensichtlich verletzten.»

«Insgesamt erscheint die Wahl eines einzelnen Buchstabens als Vorname als nicht schützenswerte Spielerei der Kindseltern.»

Dazu würden «insbesondere widersinnige oder anstössige Vornamen» zählen, hält das Verwaltungsgericht in einem am Dienstag im Internet veröffentlichten Urteil fest. Das Bundesgericht habe früher etwa Namen wie «Wiesengrund» oder «Djonatan» als phonetische Schreibweise für Jonathan abgelehnt.

Eine Ziffer ist auch kein Name

Den Buchstaben «J» als Vorname lässt das Verwaltungsgericht nun ebenfalls nicht zu: «Ein einzelner Buchstabe ist hierzulande schlicht kein Vorname.» Dies wäre im deutschen Sprachraum ähnlich widersinnig, wie wenn der Kindsname aus Ziffern gebildet würde.

Der gewünschte einzelne Buchstabe dürfte zudem regelmässig dahingehend missverstanden werden, dass es sich um eine Abkürzung handle und einfach der Punkt vergessen worden sei, schreibt das Gericht weiter.

Und schliesslich würde der Name nicht wie von den Eltern beabsichtigt als «Jay» sondern als «Jot» ausgesprochen. Wollten diese ihr Kind «Jay» nennen, müsste der Name zur Klarstellung auch entsprechend geschrieben werden.

Auch der vierte Name zählt

Dass «J» nur als vierter Vorname hätte gelten sollen, vermag für das Gericht nichts zu ändern. Die Vornamen würden zwar in einer bestimmten Reihenfolge, nicht aber in einer Rangfolge ins Personenstandsregister eingetragen, hält es fest. Jeder eingetragene Name, egal an welcher Stelle, sei als Rufnahme zugelassen.

Mit ihrer Namenswahl hätten sie einer Urgrossmutter namens Johanna und einem Urgrossvater namens Josef die Ehre erweisen wollen, begründeten die Eltern. Das Verwaltungsgericht weist dieses Argument zurück: «Wollten sie unbedingt diese beiden Namen in einem vereinen, könnten sie indes auch den Namen Jo wählen, der in der Schweiz mit fast 120 statistisch erfassten Personen durchaus gebräuchlich ist.»

«Insgesamt erscheint die Wahl eines einzelnen Buchstabens als Vorname als nicht schützenswerte Spielerei der Kindseltern», fasst das Verwaltungsgericht zusammen. Es stützte den Entscheid des Zivilstandsamtes, die Eintragung von «J» zu verweigern. Der Entscheid ist noch nicht rechtskräftig. (whr/sda)

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30Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • thefru1 28.03.2017 20:22
    Highlight Highlight Homer J Simpson
    • dintaifung 28.03.2017 21:49
      Highlight Highlight Homer Jay Simpson
  • Thanatos 28.03.2017 17:34
    Highlight Highlight "Jeder eingetragene Name, egal an welcher Stelle, sei als Rufnahme zugelassen."

    Ahhh nehmt doch bitte dieses h weg.
  • Tschaesu 28.03.2017 16:42
    Highlight Highlight Wenn sie einer Johanna und einem Josef gedenken wollen, hätte ich noch eher "Jo" getippt.
  • Yelina 28.03.2017 16:27
    Highlight Highlight Die armen Eltern von Jott tun mir irgendwie leid, wie sollte man sich auch in den anderen drei Vornamen verwirklichen oder die Grosseltern ehren. 😏
  • WolfCayne 28.03.2017 16:00
    Highlight Highlight J Who?
  • Observe 28.03.2017 15:28
    Highlight Highlight …und wenn man Idi vor das J setzen würde?😉
  • Caturix 28.03.2017 15:12
    Highlight Highlight qwertzuiop das wäre lustig und sind mehrere Buchstaben.
    • pedrinho 28.03.2017 21:37
      Highlight Highlight da wird wohl der ami mit bart, den man nicht suchen muss, er findet dich, bei der eingabe des namens etwas nachgeholfen haben und den kopf des schreibers in die tastatur geschmissen haben.
      Benutzer Bild
    • pedrinho 28.03.2017 21:38
      Highlight Highlight caturix
      wuerde mich wundern eine urkunde mit diesem namen zu finden, allerdings waere z mit y getauscht - keyboard und so....
  • pedrinho 28.03.2017 14:29
    Highlight Highlight amigo Méquidonis Zorro Rodriques de Jesus Gonzales
    wuerde sich ganz schoen aergern ueber solche vorschriften.

    Wollte er, bzw. nannte er seine erste tochter "Heidilandia Disnilandia".

    btw:
    was muss man sich eigentlich noch alles verbieten lassen
    • Fabio74 28.03.2017 17:05
      Highlight Highlight Gegen Dummheit der Eltern muss man das Kind schützen
    • pedrinho 28.03.2017 21:31
      Highlight Highlight andere laender andere sitten und gebraeuche und keiner regt sich in suedamerika ueber die namensgebung auf........

      grumpy/fabio
      ist es nicht etwas arrogant von euch kinderschutz, schlimmer noch dummheit der eltern hervorzuheben ? Die seltsamsten namen werden mit viel liebe vergeben. Nun, vielleicht seit ihr auch nie ueber rimini hinweg gekommen, versteh das schon irgendwie.

      heidi (runfname) uebrigens ist gluecklich mit ihrem namen und erzaehlt auch gerne, dass ihre mutter auch heute noch "fan" von heidiland
      und heidibuechern ist. Ihr groisser traum das einmal zu besuchen.
    • Fabio74 29.03.2017 10:47
      Highlight Highlight Wir reden von der Schweiz und nicht Südamerika nicht Afrika und nicht Skandinavien.
      Dass anderswo andere Regeln gelten ist legitim und kritisiert auch keiner.
      Aber J ist kein Vorname hier. Und hier gilt Schweizer Recht
    Weitere Antworten anzeigen
  • Mr. Riös 28.03.2017 14:12
    Highlight Highlight Drei Kommentare und alle sagen das selbe... 😝
  • TanookiStormtrooper 28.03.2017 13:58
    Highlight Highlight Nennt euer Kind einfach Matt-Eagle!
    Benutzer Bild
    • Silberfarn 28.03.2017 14:38
      Highlight Highlight Aha, Solarfried ist genehm, Atomfried hingegen nicht!
    • Pana 28.03.2017 15:40
      Highlight Highlight Herrlich. Wetten, dass Tarzan eines Tages Tim genannt wird.
    • Charlie Brown 28.03.2017 15:47
      Highlight Highlight Energiewende?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Capitan 28.03.2017 12:59
    Highlight Highlight Ganz bestimmt gibt es irgendwo auf der Welt den einen oder anderen Vornamen mit nur einem Buchstaben.
  • dommen 28.03.2017 12:29
    Highlight Highlight Da hat jemand zuviel "Simpsons" geschaut
    • supremewash 28.03.2017 13:26
      Highlight Highlight Und dann das Ende der betreffenden Folge vergessen ;)
    • strieler 28.03.2017 16:57
      Highlight Highlight bin deswegen gekommen. wurde nicht enttäuscht. "j. stands for jay" - d'oh!
  • Sir Affe 28.03.2017 12:28
    Highlight Highlight Ach was, die haben zu viel Simpsons geschaut.. 😀
  • Normi 28.03.2017 12:13
    Highlight Highlight mir fällt da Homer J. Simpon = Homer Jay Simpson ein
    • Baccaralette 28.03.2017 16:08
      Highlight Highlight J. - und die reden alle grässliches Amerikanisch. Wir hier zum Glück nicht und Jot will ja jetzt wirklich niemand heissen (sieht nach Hebräisch aus und das sprechen hierzulande nicht besonders viele Menschen..)

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