Schweiz
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Kampfzone Strasse: So viele Radarfallen und Parkuhren wurden 2014 in der Stadt Zürich demoliert



Wer es sich nicht leisten kann, sollte aufs Autofahren verzichten. Keine Lösung – und zudem rechtswidrig – ist das Ausschalten von Zusatzkostenverursachern wie Parkuhren und Radarfallen. Dennoch werden jedes Jahr Dutzende von ihnen mutwillig beschädigt. So auch am Wochenende am Hauptbahnhof Zürich (siehe Bild unten). Ob es sich um eine gezielte Attacke oder einen Unfall handelt, ist unklar.

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Entwurzelte Parkuhr am Hauptbahnhof Zürich  bild: watson

Die rund 1340 Parkuhren auf öffentlichem Raum in der Stadt Zürich werden von der Dienstabteilung Verkehr betrieben. Laut Sprecher Heiko Ciceri wurden im vergangenen Jahr acht Fälle von Vandalismus registriert. Die Zahl sei über die Jahre ziemlich konstant.

Darin nicht enthalten sind allerdings Fälle, bei denen Geld entwendet wird und die deshalb als Einbruch in die Statistik eingehen. Von der Dienstabteilung Verkehr ebenfalls nicht erfasst sind Parkuhren auf nicht-öffentlichem Grund (wie im obenstehenden Bild, eine SBB-Parkuhr). Die Gesamtzahl der beschädigten Parkuhren dürfte also höher liegen.

26 Angriffe auf Blechpolizisten

Wesentlich häufiger werden Radarfallen Opfer von Gewaltexzessen. Die Stadtpolizei Zürich zählte im vergangenen Jahr 23 Fälle von leichten Beschädigungen. Darunter fallen etwa Spray-Aktionen, welche die Funktionsweise der Blitzkästen beeinträchtigen. Also nicht bloss auf dem Gehäuse (siehe Bild unten), sondern auf die Kamera- und Messfenster.

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Radarfalle stadteinwärts an der Pfingstweidstrasse. bild: watson

In drei Fällen waren die Beschädigungen schwerwiegend, einer gelangte sogar an die Öffentlichkeit: Im April setzte ein junger Mann den Blitzkasten an der Regensbergstrasse in Brand. Damit wollte er seine Freundin schützen, die zuvor mit 100 km/h erwischt worden war. Auswertungen der zuletzt geblitzten Automobilisten führen die Polizei regelmässig auf die Spur des Vandalen.

Bern, Basel im Vergleich Inseln der Glückseeligkeit

Auch andere Schweizer Städte kennen das Problem, allerdings weniger stark ausgeprägt als in Zürich. Bern verzeichnet jedes Jahr eine niedrige einstellige Anzahl von Angriffen auf Parkuhren. Seit 2011 hat es genau eine Attacke auf eine Radarfalle gegeben. Die Kantonspolizei Basel verzeichnet Spray- und Kleberattacken auf ihre Radarfallen, kann aber keine Zahlen nennen.

Beweisaufnahme

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    Alle Leser-Kommentare
  • luluxiii 12.03.2015 18:48
    Highlight Highlight Wenn die weniger davon aufstellen würden, könnte man auch nicht ganz so viele umfahren.
  • Zappenduster 12.03.2015 13:48
    Highlight Highlight Für 2cm über Blauezone mit Anwohnerparkkarte: 1250CHF


    Und die wundern sich warum man auf Parkuhren und Blitzer losgeht? Solche Bussen die nichts mehr mit Verhältnismässigkeit zu tun haben lassen Aggressionen aufkeimen die ich von mir selbst noch nicht kannte!
    Macht so weiter und ihr könnte pro Politese noch einen Demo-Schmier mitschicken.

    Danke Stadt Zürich!

    • Zern 12.03.2015 14:15
      Highlight Highlight 1250.-?? Was ist da noch alles sonst schiefgegangen?
      Prozessiert bis vor Bundesgericht? Abgeschleppt? Evt. doch nicht nur 2cm und Verkehrsbehinderung?
      Die 1250 sind nicht über Ordnungsbussen erreichbar
    • Zappenduster 12.03.2015 16:30
      Highlight Highlight Mein Auto Stand zwei Tage 2cm (Reifenmitte) über das Parkfeld. 1250.- Busse (700.- + 550 Bearb.-Gebühr)
      2 Tage und länger sind bei mir absolut normal, da ich möglichst versuche das Auto nicht zu benutzen. (Mit Anwohnerparkkarte)
      Wenn du mir bei der Finanzierung hilfst gehe ich gerne prozesieren. Vergleichbare Fälle waren chancenlos gemäss Medienberichten.
  • decay 12.03.2015 12:38
    Highlight Highlight Wow und man wundert sich ernsthaft das sowas passiert...die preise zum parkieren sind ja überall in der stadt so niedrig egal ob parkhaus oder sonst wo und die bussenverteiler/inen sind ja sowiso so gut wie nie unterwegs also warum überhaupt bezahlen.naja was solls..ich freu mich wen die ganze stadt autofrei ist dann kann ich entlich mit dem pferd in die stadt.dann müssen wir uns nicht mehr über böse autos aufregen sondern nur noch über die pferdeschei**e die überall rumliegt.greetings
    • Zappenduster 12.03.2015 13:53
      Highlight Highlight Es arbeiten nicht alle Leute 8-5 im Office, es gibt keinen 24h ÖV in unserer 24h Gesselschafft. Wie stellst du dir das vor ohne Autos? Ich fahre Auto weill ich muss, so wie viele andere in der Stadt! Kapiert das endlich mal!

      Und das es keine Bussen gibt kann wohl nur jemand behaupten der kein Auto besitzt und sich nicht mit den lächerlichkeiten der Bussen herumschlagen muss.




    • Zappenduster 12.03.2015 13:56
      Highlight Highlight Möglicherweise Ironie fail... :) Dan wärs einfach an die "alle Autofahrer sind scheisse" Fraktion gerichtet und nicht an dich.... ;)
    • decay 12.03.2015 15:01
      Highlight Highlight @zappenduster
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