Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
TEASER_QUIZ_ZH Bahngeleise sowie Buero- und Hoteltuerme in Zuerich West, aufgenommen am Samstag, 2. August 2014, in Zuerich. (KEYSTONE/Steffen Schmidt)

Zürich von oben: In Schweizer Ballungszentren bleibt der Wohnraum weiter knapp, die Mieten hoch und die Tricks der Vermieter immer dreister.  Bild: KEYSTONE

Neue, fiese Mieter-Falle – «das ist an Dreistigkeit fast nicht zu überbieten»

Wer ausserterminlich kündigt, muss dem Vermieter mindestens einen zumutbaren Nachmieter vorschlagen. Michael G.* tat genau dies und erlebte eine böse Überraschung. Laut dem Mieterverband ist er kein Einzelfall. Mehrere Verwaltungen wenden momentan eine neue, hinterlistige Masche an. 



Eigentlich ist alles geritzt: Michael G. findet eine neue Wohnung und kündigt deshalb seine alte in der Stadt Zürich. Weil er am neuen Ort sofort einziehen kann, sucht er per 1. September Nachmieter. 

Er stellt ein Inserat auf Homegate, wo er die 3-Zimmerwohnung für 2210 Franken ausschreibt. 

Zum Besichtigungstermin kommen 15 Interessenten. Von zehn potenziellen Nachmietern schickt er das Bewerbungsformular an die Verwaltung* weiter. «Alle wollten die Wohnung, in der ich drei Jahre lebte, unbedingt haben», sagt Michael G. 

ZUM 100-JAEHRIGEN BESTEHEN DES MIETERVERBANDES STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILD ZUR VERFUEGUNG ---Ein Informationsformular des Mieterinnen- und Mieterverbands liegt in einem Regal beschriftet mit

Laut dem Mieterverband sind viele Mieter schlecht informiert und trauen sich nicht, sich zu wehren.  Bild: KEYSTONE

Wenige Tage später meldet sich die Verwaltung telefonisch und lässt ihn wissen, leider sei niemand bereit, die Wohnung zu übernehmen, er müsse im September weiter Miete zahlen.  

Michael G., der sich vorsorglich die Namen der Interessenten aufgeschrieben hat, fragt bei zweien nach, warum sie plötzlich keine Interesse mehr hätten. Von beiden bekommt er dieselbe Antwort: Sie seien von der Verwaltung kontaktiert worden und diese habe ihnen mitgeteilt, dass sie den Zuschlag für die Wohnung bekommen würden, allerdings koste sie wegen «Marktpreisanpassungen» neu 2910 Franken. Das sind satte 600 Franken mehr als zuvor, Renovationen seien keine vorgesehen. Beide lehnten deshalb dankend ab. watson konnte mit einem der Interessenten sprechen. «2910 Franken für diese 3-Zimmerwohnung ist erstens viel zu viel und übersteigt zweitens mein Budget», sagt Fabienne L.* Wortwörtlich bekommt sie von der Verwaltung folgende Message: 

«Wir beziehen uns auf Ihre Bewerbung und fragen Sie, ob Sie immer noch Interesse am Objekt haben? Wir müssen Ihnen allerdings mitteilen, dass wir den Nettomietzins den Marktmietzinsen anpassen müssen. Der Bruttomietzins beträgt neu 2910 Franken. Wir bitten Sie um Rückruf.»

Michael G. erkundigt sich bei der Verwaltung, was das Problem sei, und diese dreht ihm aus einem Fehler einen Strick. Er habe fälschlicherweise einen Mietpreis von 2210 statt 2310 Franken angegeben und müsse deshalb ein neues Inserat schalten und einen weiteren Besichtigungstermin organisieren, lautet die Antwort. Michael G. gesteht, einen Fehler gemacht zu haben und die Wohnung irrtümlicherweise für 2210 Franken ausgeschrieben zu haben. Allerdings habe er das bei der Besichtigung den Interessenten gesagt, alle hätten diskussionslos 2310 Franken gezahlt. Die Verwaltung akzeptiert das nicht und besteht darauf, dass er die Wohnung noch einmal auf Homegate ausschreibt. Dies tut er mit dem Preis von 2910 Franken – niemand meldet sich. 

«Dass die Verwaltung den Preis derart erhöht und den Mieter nicht aus dem Mietvertrag entlassen will, ja von ihm noch verlangt, dass er Nachmieter zu einem höheren Preis finden müsse, ist an Dreistigkeit fast nicht zu überbieten.»

Michael Töngi, Generalsekretär des Mieterverbandes

Michael Töngi

Michael Töngi. bild: zvg

Langsam reisst bei Michael G. der Geduldsfaden. Jetzt schreibt er einen Brief und gibt ihn bei der Verwaltung ab. Inhalt:

«Die Mieterin Fabienne L. sowie der Mieter Dieter K.* sind bereit, die Wohnung für 2310 Franken zu übernehmen. Allerdings ist beiden nach dem Besichtigungstermin von Ihnen telefonisch mitgeteilt worden, dass der Mietzins neu 2910 Franken koste. Ich habe mir dies von den beiden schriftlich bestätigen lassen. Gemäss Art. 264 OR** sehe ich mich deshalb aus der Verantwortung für die September-Miete aufzukommen. Sie können beide Mieter gerne anrufen.»

Die Antwort der Verwaltung steht immer noch aus.

Michael Töngi, Generalsekretär des Mieterverbandes, sagt: «Dass die Verwaltung den Preis derart erhöht und den Mieter nicht aus dem Mietvertrag entlassen will, ja von ihm noch verlangt, dass er Nachmieter zu einem höheren Preis finden müsse, ist an Dreistigkeit fast nicht zu überbieten.» Es sei völlig klar, dass Michael G. die Septembermiete nicht bezahlen müsse. Töngi kennt die Masche: «Wie viele Fälle es genau sind, kann ich nicht sagen, wir sind jedoch schon mehrmals mit genau dieser Problematik konfrontiert worden.»

Vermieter wollen Zins unbedingt erhöhen

Töngi kennt den Grund: «Bei einer ‹normalen Kündigung› können viele Vermieter bei der heutigen Marktsituation einen höheren Mietzins verlangen.» Bei ausserterminlichen Kündigungen hingegen würden die potenziellen Mieter den aktuellen Preis übernehmen und die Vermieter könnten den Mietzins nicht erhöhen. Deshalb versuchten einige Verwaltungen dies durch Druck auf Mieter wie Michael G. durchzusetzen. 

ARCHIV --- ZUM REFERENZZINSSATZ ALS BERECHNUNG DER MIETEN STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILD ZUR VERFUEGUNG --- View of the residental estate Le Lignon with 2'700 flats in Vernier near Geneva, Switzerland, pictured on October 25, 2013. The estate has a length of more then 1 kilometer and is said to be one of the longest buildings worldwide. Two multistory buildings with 26 and 30 floors are also part of Le Lignon. Designed for 10'000 residents, now approximately 6'000 people live there. The percentage of young residents is much above average, and many inhabitants come from low-income backgrounds. The canton of Geneva plans to put a preservation order and a monumental protection on the architectonic complex. (KEYSTONE/Martial Trezzini) Die Ueberbauung Le Lignon in Vernier bei Genf, aufgenommen am 25. Oktober 2013. Mit ueber einem Kilometer Laenge gilt der Komplex als eines der laengsten Gebaeude der Welt. 2700 Wohnungen gibt es hier, zum Hauptgebaeude gehoeren auch zwei Hochhaeuser, je 26 und 30 Etagen hoch. Konzipiert fuer 10 000 Menschen, wird Le Lignon heute von knapp 6000 Personen bewohnt. Der Anteil der Jungen ist ueberdurchschnittlich hoch, viele Mieter stammen aus sozial schwaecheren Schichten. Jetzt will der Kanton Genf dieses architektonische Ensemble unter Denkmalschutz stellen. (KEYSTONE/Martial Trezzini)

Dicht besiedeltes Gebiet in Vernier bei Genf. Bild: KEYSTONE

Michael G. ist nervlich am Ende. Umziehen alleine sei schon anstrengend genug, dieses ganze Tamtam bringe ihn an den Anschlag. Er ist kurz vor der Kapitulation: «Im schlimmsten Fall zahle ich die Septembermiete halt», sagt er. Er wolle das Ganze einfach hinter sich bringen. 

«Schlichtungsstelle einschalten»

Töngi mahnt, dies auf keinen Fall zu tun, da die Vermieter genau darauf bauten. Er soll sich unbedingt an die Schlichtungsstelle wenden und auf sein Recht pochen.

Nachmietern, die darüber informiert werden, dass sich der Mietzins massiv erhöhe, rät er, die Anfechtung der Anfangsmiete zu prüfen. 

*Alle Namen sind der Redaktion bekannt. watson nennt den Namen der Verwaltung nicht, weil Michael G. Angst hat, die Verwaltung könnte weiter Probleme machen. 

**OR 264 besagt, es müsse ein zumutbarer Nachmieter vorgeschlagen werden. Der Mieterverband empfiehlt aber, dem Vermieter mehrere Nachmieter zu melden. Der Vermieter ist nicht verpflichtet, einen Nachmieter zu akzeptieren. Lehnt er jedoch einen zumutbaren und zahlungsfähigen Nachmieter ab, ist der Mieter von seinen vertraglichen Pflichten befreit. Michael G. ist also aus dem Schneider. 

Echt oder fake? Französischer Künstler verwandelt hässliche Häuser in Kunstwerke

Das könnte dich auch interessieren:

Armuts-Studien: Der Wirtschafts-Nobelpreis geht an ein Trio

Link zum Artikel

«Dort wo ich wohne, braucht man ein Auto» – so denken Erstwähler über Politik

Link zum Artikel

Diese 13 Bücher machen dich schlau(er)

Link zum Artikel

Die 21 Ladys für den Bachelor sind da: Eine von ihnen muss er nehmen ...

Link zum Artikel

Hyvä Suomi! Finnlands Fussballer stehen vor dem ersten Turnier ihrer Geschichte

Link zum Artikel

Wir haben den Wahlplakaten das Sprechen beigebracht – es war wohl ein Fehler 🤣

Link zum Artikel

23 vernichtende Cartoons, die Trumps «Verrat» an den Kurden perfekt auf den Punkt bringen

Link zum Artikel

Der Impeachment-Krieg ist da – so stehen Trumps Chancen

Link zum Artikel

Armer Kanye! Seine Kim ist zu sexy für ihn und seine Seele, er will das alles nicht mehr

Link zum Artikel

Vergewaltigt, gebrochen, erneut vergewaltigt. Harvey Weinsteins sadistisches System

Link zum Artikel

Sportlerpics auf Social Media: Jack Sock hat ein süsses Date

Link zum Artikel

Den Grün-Parteien könnte es ergehen wie der SVP vor vier Jahren

Link zum Artikel

Jetzt kommt die E-ID – und darum laufen Netz-Aktivisten dagegen Sturm

Link zum Artikel

Trumps rechte Hand bestätigt aus Versehen, was nie passiert sein soll

Link zum Artikel

Wohin steuert der Kapitalismus?

Link zum Artikel

Elizabeth Warren landet nächsten Treffer gegen Zuckerberg – mit genialem Facebook-Post

Link zum Artikel

Die chinesische Hype-Firma Xiaomi kommt in die Schweiz – 7 Dinge, die du wissen musst

Link zum Artikel

Noch einmal: Was hat Putin gegen Trump in der Hand?

Link zum Artikel

Die neue Bedrohung – wer sind die Incels und woher kommen sie?

Link zum Artikel

Grüne hinter der CVP: Die «ultimative» Wahlprognose von Claude Longchamp

Link zum Artikel

Stell dir vor, das Bundesliga-Topspiel steht an und es spielen mehr Schweizer als Deutsche

Link zum Artikel

Poulet sollte man waschen? Kaffee ist ungesund? 11 Food-Mythen im Faktencheck

präsentiert vonMarkenlogo
Link zum Artikel

Wie Erdogan innenpolitisch vom Krieg profitiert

Link zum Artikel

Die Wildlife Photographer of the Year Awards wurden vergeben – die Bilder sind DER HAMMER

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

Armuts-Studien: Der Wirtschafts-Nobelpreis geht an ein Trio

17
Link zum Artikel

«Dort wo ich wohne, braucht man ein Auto» – so denken Erstwähler über Politik

150
Link zum Artikel

Diese 13 Bücher machen dich schlau(er)

65
Link zum Artikel

Die 21 Ladys für den Bachelor sind da: Eine von ihnen muss er nehmen ...

79
Link zum Artikel

Hyvä Suomi! Finnlands Fussballer stehen vor dem ersten Turnier ihrer Geschichte

22
Link zum Artikel

Wir haben den Wahlplakaten das Sprechen beigebracht – es war wohl ein Fehler 🤣

28
Link zum Artikel

23 vernichtende Cartoons, die Trumps «Verrat» an den Kurden perfekt auf den Punkt bringen

119
Link zum Artikel

Der Impeachment-Krieg ist da – so stehen Trumps Chancen

67
Link zum Artikel

Armer Kanye! Seine Kim ist zu sexy für ihn und seine Seele, er will das alles nicht mehr

45
Link zum Artikel

Vergewaltigt, gebrochen, erneut vergewaltigt. Harvey Weinsteins sadistisches System

99
Link zum Artikel

Sportlerpics auf Social Media: Jack Sock hat ein süsses Date

321
Link zum Artikel

Den Grün-Parteien könnte es ergehen wie der SVP vor vier Jahren

130
Link zum Artikel

Jetzt kommt die E-ID – und darum laufen Netz-Aktivisten dagegen Sturm

141
Link zum Artikel

Trumps rechte Hand bestätigt aus Versehen, was nie passiert sein soll

91
Link zum Artikel

Wohin steuert der Kapitalismus?

103
Link zum Artikel

Elizabeth Warren landet nächsten Treffer gegen Zuckerberg – mit genialem Facebook-Post

61
Link zum Artikel

Die chinesische Hype-Firma Xiaomi kommt in die Schweiz – 7 Dinge, die du wissen musst

144
Link zum Artikel

Noch einmal: Was hat Putin gegen Trump in der Hand?

215
Link zum Artikel

Die neue Bedrohung – wer sind die Incels und woher kommen sie?

357
Link zum Artikel

Grüne hinter der CVP: Die «ultimative» Wahlprognose von Claude Longchamp

80
Link zum Artikel

Stell dir vor, das Bundesliga-Topspiel steht an und es spielen mehr Schweizer als Deutsche

25
Link zum Artikel

Poulet sollte man waschen? Kaffee ist ungesund? 11 Food-Mythen im Faktencheck

119
Link zum Artikel

Wie Erdogan innenpolitisch vom Krieg profitiert

8
Link zum Artikel

Die Wildlife Photographer of the Year Awards wurden vergeben – die Bilder sind DER HAMMER

41
Link zum Artikel

Das könnte dich auch interessieren:

Armuts-Studien: Der Wirtschafts-Nobelpreis geht an ein Trio

17
Link zum Artikel

«Dort wo ich wohne, braucht man ein Auto» – so denken Erstwähler über Politik

150
Link zum Artikel

Diese 13 Bücher machen dich schlau(er)

65
Link zum Artikel

Die 21 Ladys für den Bachelor sind da: Eine von ihnen muss er nehmen ...

79
Link zum Artikel

Hyvä Suomi! Finnlands Fussballer stehen vor dem ersten Turnier ihrer Geschichte

22
Link zum Artikel

Wir haben den Wahlplakaten das Sprechen beigebracht – es war wohl ein Fehler 🤣

28
Link zum Artikel

23 vernichtende Cartoons, die Trumps «Verrat» an den Kurden perfekt auf den Punkt bringen

119
Link zum Artikel

Der Impeachment-Krieg ist da – so stehen Trumps Chancen

67
Link zum Artikel

Armer Kanye! Seine Kim ist zu sexy für ihn und seine Seele, er will das alles nicht mehr

45
Link zum Artikel

Vergewaltigt, gebrochen, erneut vergewaltigt. Harvey Weinsteins sadistisches System

99
Link zum Artikel

Sportlerpics auf Social Media: Jack Sock hat ein süsses Date

321
Link zum Artikel

Den Grün-Parteien könnte es ergehen wie der SVP vor vier Jahren

130
Link zum Artikel

Jetzt kommt die E-ID – und darum laufen Netz-Aktivisten dagegen Sturm

141
Link zum Artikel

Trumps rechte Hand bestätigt aus Versehen, was nie passiert sein soll

91
Link zum Artikel

Wohin steuert der Kapitalismus?

103
Link zum Artikel

Elizabeth Warren landet nächsten Treffer gegen Zuckerberg – mit genialem Facebook-Post

61
Link zum Artikel

Die chinesische Hype-Firma Xiaomi kommt in die Schweiz – 7 Dinge, die du wissen musst

144
Link zum Artikel

Noch einmal: Was hat Putin gegen Trump in der Hand?

215
Link zum Artikel

Die neue Bedrohung – wer sind die Incels und woher kommen sie?

357
Link zum Artikel

Grüne hinter der CVP: Die «ultimative» Wahlprognose von Claude Longchamp

80
Link zum Artikel

Stell dir vor, das Bundesliga-Topspiel steht an und es spielen mehr Schweizer als Deutsche

25
Link zum Artikel

Poulet sollte man waschen? Kaffee ist ungesund? 11 Food-Mythen im Faktencheck

119
Link zum Artikel

Wie Erdogan innenpolitisch vom Krieg profitiert

8
Link zum Artikel

Die Wildlife Photographer of the Year Awards wurden vergeben – die Bilder sind DER HAMMER

41
Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

58
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
58Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • stadtzuercher 31.08.2016 08:19
    Highlight Highlight Die bürgerliche Politik ermutigt via HEV Hauseigentümerverband Vermieter zu solchem oft kriminellem Vorgehen. Je rechter die Politik, desto mächtiger die Immobilienbesitzer, desto schlechter die Aussichten der Mieter.
  • Pointer 30.08.2016 20:58
    Highlight Highlight Solche Verwaltungen sollte man mit einem Berufsverbot bestrafen und falls die Eigentümer dahinter stecken, die Immobilien in eine Wohnbaugenossenschaft überführen.
  • kliby 30.08.2016 19:36
    Highlight Highlight Es sind ja nicht nur die Verwaltungen, welche so unverschämt sind. Meistens arbeiten auch noch die passenden Leute dort. Jene die dich bescheissen und dir dabei frech ins Gesicht lachen. Bürgerlich, skruppellos. Was für ein unterirdischer Berufsstand, diese Immobilienbewirtschafter.
  • cille-chille 30.08.2016 19:06
    Highlight Highlight Und hier noch meinen Senf:
    2300.-/resp. 2900.- für eine 3 Zimmerwohnung. (OK. ZH ist wohl teurer als Basel). Ich bin Paff.
    Arbeite 70%, mit Studium, betreue ca 40% 2 Kinder als Teilzeitvater (F***, was für ein Wort). Zahle Alimente, kann aber Steuertechnisch nichts abziehen. Also Alleinverdiener. Exkl. KK, Alimente, miete bleiben 1300.- für ALLES!
    Setze ich das in einen Kontext mit dem Beitrag. krieg ich das Tourette-Syndrom.
    Kleiner Ratschlag an alle: Beaobachter abonieren (Kostenlose Rechtsberatung) UND eine Rechtschutzversicherung für ca. 150.-
    Versicherungen&Verkäufer&Verwaltungen: Obacht!
  • Stachanowist 30.08.2016 18:55
    Highlight Highlight Seit langem mal wieder ein richtig informativer, sauber recherchierter Artikel von Watson. Merci.
    • Angelo C. 30.08.2016 21:10
      Highlight Highlight Wurde auch endlich Zeit, nach den einseitig wirkenden Roth ARENA-Berichten und den "spassig" eingefärbten Clickbeiträgen Kians über die ins Auge zu fassenden Verbote rund um die Muslime.

      Man sollte nun wieder sachlicher berichten...

      Also denn : lang lebe Felix 😊!
  • Döst 30.08.2016 18:01
    Highlight Highlight Hört doch endlich mit diesen fixen Kündigungsterminen (2x pro Jahr) in Zürich auf, dann ist das Problem gelöst.
    Das funktioniert nämlich in grossen Teilen der Schweiz so. Dann gibts keine "ausserordentlichen Kündigungen" und somit auch keine Nachmieterpflicht.
    • FrancoL 30.08.2016 18:49
      Highlight Highlight Nein da ist kein Problem gelöst, allerhöchstens ein neues geschaffen! Denn das hat weniger mit den Kündigungsterminen zu tun als mit den Kündigungsfristen von 3 Monaten. Da man häufig erst kündet wenn die neue Mietsituation steht wird man immer bei Kündigungsfristen von 3 Monaten das Problem des Nachmieters haben, ausser man setze die Kündigungsfrist auf einen Monat runter, was dann aber auch für den Vermieter gültig ist und das möchte wohl kaum ein vernünftiger Mieter eingehen.
      Die Termine in Zürich sind zudem 3 und nicht 2 (ausser bei Gewerbeliegenschaften).
    • Fabio74 30.08.2016 21:18
      Highlight Highlight Ich hab hier in Zürich eine Kündigungsfrist von 3 Monaten, kündbar auf jedes Monatsende ausser 31.12.
    • FrancoL 30.08.2016 21:47
      Highlight Highlight @Fabio74; Dein Vertrag ist dann eher ein seltenes Exemplar, denn der Zürcher Mietvertrag sieht grundsätzlich nur die Kündigungstermine 31.3, 30.6 und 30.9 vor.
      Die Suche eines geeigneten Nachmieters ist eher abhängig von der Kündigungsfrist (häufig 3 Monate) und nicht von den möglichen Kündigungsdaten, darum löst sich mit dem Aufheben der Kündigungstermine herzlich wenig, dies war die Entgegnung an Dast S.
  • FrancoL 30.08.2016 17:54
    Highlight Highlight Verwaltungen sind nun mal Verwaltungen und ich mag 90% dieser Verwaltungen wegen eben diesen unfairen Verhalten nicht. Doch Verwaltungen sind nur Ausführende, Ausführende für die eigentlichen Eigentümer und ich frage mich: Wie muss ein Eigentümer "gestrickt" sein, dass er diesen Verwaltungen ein Mandat gibt?
    Und da kommt schon meine Sorge; Als Student wurden wir viel von den Verwaltungen gepiesackt (manchmal auch zu recht) und nun haben etliche meiner MitstudentInnen selber vermietbare Wohnungen und nehmen dieselben Verwaltungen ohne viel Skrupel zu haben. So ändert sich die Perspektive.
  • Señor Ding Dong 30.08.2016 17:18
    Highlight Highlight Also hat jemand im Raum Zürich mal eine Hausverwaltung gehabt, die kein kompletter Sauhaufen war?
    • Louie König 31.08.2016 15:50
      Highlight Highlight @GhettoLeif: Jap, ich habe eine sehr gute Verwaltung, die den Mietzins, aufgrund der Leitzinssenkung, von sich aus gesenkt hat, ohne Aufforderung.
  • Ruffy 30.08.2016 17:00
    Highlight Highlight Teil 2
    Die Verwaltung kann den Interessenten immer noch absagen und die Wohnung zum höheren Mietzins inserieren.
    • FrancoL 30.08.2016 17:34
      Highlight Highlight Dann verliert sie unter Umständen alle Monatsmieten bis bis zum Zuschlag für die höhere Miete, dies wollte die Verwaltung vermeiden und ging diesen unfairen Weg. Bei einer Absage an den Folgemieter übernimmt die Verwaltung das Risiko für den Leerstand und muss vermutlich auch gegenüber dem Hauseigentümer diesen Leerstand dann übernehmen, ausser sie würde sich vom Hauseigentümer für den Leerstand Entlastung geben lassen, da ja eine Mehrmiete angepeilt wird.
    • giandalf the grey 30.08.2016 17:39
      Highlight Highlight Ja, aber der Vormieter muss nicht bezahlend. Und die Vermieter wissen vermutlich genau, dass für 2900 kein Nachmieter zu finden ist. Deshalb werden sie es vermutlich trotzdem günstiger vermieten. Was Michael G. aber egal sein kann, da er dank dem ersten Teil aus dem Schneider ist
    • giandalf the grey 30.08.2016 17:39
      Highlight Highlight Ach dammit, sorry habe nicht genug weit gelesen :)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ruffy 30.08.2016 16:59
    Highlight Highlight Teil 1
    Ich bin Immobilienbewirtschafter und die Gesetzeslage ist ganz klar: DerMieter welcher ausserordentlich kündet muss einen Nachmietet bringen, welcher die Wohnung zu GLEICHEN Konditionen übernimmt. Das bedeutet, keine Instandstellungen und der Mietzins den er zurueit bezahlt. Der Mieter hat dies in diesem Fall erbracht (ob das Inserat anderst war spielt keine Rolle, da die Interessenten die Wohnungen für den korrekten MZ mieten würden). Der Mieter ist aus der Haftung zu entlassen und muss den Mietzins nicht mehr bis Ende der Ordentlichen Kündigungsfrist bezahlen.
    • FrancoL 30.08.2016 17:47
      Highlight Highlight Sehr schön wenn es die meisten Vermieter so sehen würde wie DU das darlegst. Doch eine falsche Ausschreibung, so irre dies tönen mag, ist eine falsche Ausschreibung und kann bei strenger Beurteilung zu einer Neuausschreibung führen, wenn denn die Verwaltung dies will.
      Ich finde dies auch mehr als doof, aber so liegen nun mal die Dinge.
    • Ruffy 30.08.2016 18:37
      Highlight Highlight Grundsätzlich muss man auch immer zwischen Verwaltung und Eigentümer unterscheiden. Die Verwaltungen sind eigentlich nie Eigentümer der Liegenschaften uns setzen grundsätzlich die Vorgaben der Eigentümer um. Als Verwalter bist du grundsätzlich immer das Arschloch, entweder für die eine oder die andere Seite...
    • Ruffy 30.08.2016 18:37
      Highlight Highlight Zum Inserat, nein, dies ist nicht relevant! Der Mieter muss die Wohnung auch nicht ausschreiben wenn er dies nicht für nötig hält, ausschlaggebend in dieser Sache ist einzig und alleine ob der Nachmieter die Wohnung zu gleichen Konditionen übernimmt. Wenn der Interessent dies an der Besichtigung bestätigt (denn da hat der Mieter ja den MZ korrigiert) und diesen natürlich auch bezahlen würde, dann ist das absolut ausreichend (sofern bonität usw. i. O. sind mal vorausgesetzt).
    Weitere Antworten anzeigen
  • Shin Kami 30.08.2016 15:36
    Highlight Highlight Also in Zürich einen Nachmieter zu finden erledigt sich praktisch von selbst, aber mit dieser Masche ist das unmöglich. Im Zweifelsfall sollte man einfach nicht zahlen und umziehen. Wenn dann der (ex)Vermieter weiter streiten will, kann er das ja vor Gericht tun.
    • Charlie Brown 30.08.2016 16:46
      Highlight Highlight Hast du beim dem Tipp an das Mietzinsdepot gedacht?
    • Charlie Brown 31.08.2016 09:51
      Highlight Highlight @Lügensperber: Das ist so weit korrekt. Nur beträgt das Depot oft 3 Mieten. Wenn die dann ein Jahr lang blockiert sind (während für die nächste Wohnung bereits wieder ein Depot hinterlegt werden muss), kann das eng werden. Zudem; wenn der Vermieter gegen den Mieter geklagt oder betrieben hat, fällt auch die automatisch Auflösung nach 1 Jahr dahin.

      Darum kann es sinnvoller sein, die Miete zu bezahlen und danach zu klagen. Wenn du recht bekommst, gibts das Geld zurück und das Depot ist früher verfügbar. Wenn du nicht recht bekommst, kostet es gleich viel aber das Depot war dazwischen blockiert.
  • Fabio74 30.08.2016 15:33
    Highlight Highlight Zeigt wie dreist Mieter über den Tisch gezogen werden. Und wie schlecht man da steht wen man sich nicht um alles kümmert.
    Aber nur due achso bösen Linken kämpfen für einen anständigen Mieterschutz.
    Die Partei des Volkes interessieet den kleinen Mieter nicht. Die FDP sowieso nicht
    • FrancoL 30.08.2016 17:38
      Highlight Highlight @ZaaFee; Die Gesetzeslage ist da nicht ganz so einfach gegeben, da der Mieter den falschen Preis ausgeschrieben hat und daraus, so irre dies klingen mag, lässt sich ein Verstoss basteln, den auch die Schlichtungsstelle nicht einfach übergehen kann.
    • Fabio74 30.08.2016 17:55
      Highlight Highlight Ja aber er ist lausig. Wenn so dreiste Vermieter solch dreckige Spiele apielen dürfen, ohne bestraft zu werden läuft was schief.
      Die rechnen doch damit, dass der grosse Teil nicht reagiert und zahlt. Schon klingelt die Kasse.
      Unter einem scharfen Gesetz versteh mehr als dieses laue Lüftchen
    • FrancoL 30.08.2016 18:00
      Highlight Highlight @ZaaFee; Ich mag mich nicht mit Dir streiten, denn es ist klar; wenn eine Ausschreibung erfolgt so muss diese richtig sein und so sieht es auch eine Schlichtungsinstanz. Bei Deiner Annahme müsste man nachweisen dass der Mieter seinen Nachmieter auf der Strasse rekrutiert hat. Dies macht denn auch Sinn, denn häufig werden Wohnungen zwecks erreichen von höheren Interessentenzahlen bewusst "falsch" ausgeschrieben, und das wiederum soll auch geahndet werden. Wenn auch im vorliegenden Fall dies wohl ein einfacher und nicht schwerwiegender Fahler war, doch die Ausschreibung hat deklaratorischen Wert
  • Iwan THE Zar 30.08.2016 15:01
    Highlight Highlight Machen wir ein Crowdfunding für zwei Monatsmieten, dafür schreibt Ihr, wie die Verwaltung heisst, Deal? Hätte sonst die genau gleich Story auf Lager, würde mich auch nicht wundern, wenns dieselbe Verwaltung ist. Alles prima()?
    • FrancoL 30.08.2016 16:56
      Highlight Highlight Wenn der Sachverhalt nachweislich sich so verhält wie im Artikel beschrieben wäre es Ziel führend wenn Watson sich bei der Verwaltung erkundigt und die Antwort inkl. Nennung der Verwaltung den Usern zugänglich macht.
    • Felix Burch 30.08.2016 17:03
      Highlight Highlight @Iwan: Schreib mir doch auf felix.burch@watson.ch den Namen der Verwaltung und ich antworte dir. Ich schreibe noch so gerne einen Nachfolgeartikel.
  • Pasch 30.08.2016 14:25
    Highlight Highlight Alle Trickser-Verwaltungen sofort an den Pranger stellen und nicht um den heissen Brei reden.
  • pamayer 30.08.2016 14:23
    Highlight Highlight Die meisten vermieter liegen voll im trend: geldgierig bis zum umfallen. Gesetze werden locker umgangen. Die meisten mieter kennen ihe rechte zu wenig.
    Aber auch wenn man seine rechte kennt: die mietgesetze sind s e h r eigentümerfreundlich. Wer hat, dem wird gegeben.
    • Madison Pierce 30.08.2016 14:33
      Highlight Highlight Eigentümerfreundlich sehe ich nicht. Man wird einen Mieter kaum los, weil das Mietrecht Rücksicht darauf nimmt, dass man nicht so schnell eine neue Wohnung findet. Zum Vergleich: Darlehen kann der Anbieter kündigen, Automiete, sogar den Job, meist auf 3 Monate ohne Grund und ohne "Fristerstreckung".

      Das Problem ist doch, dass so viele Leute in der Stadt wohnen wollen. Wenn Angebot und Nachfrage so ungleich verteilt sind, kann es nicht gut gehen. "Motivationsschreiben" für eine Wohnung und solcher Quatsch kommt den Vermietern in Sinn, wenn man nicht mehr Kunde, sondern Bittsteller ist.
    • Der Zahnarzt 30.08.2016 14:45
      Highlight Highlight @Madison Pierce: Die Menschen haben gar keine andere Wahl, also irgendwo zu sein, zu schlafen etc. Da zu sein ist ein Menschenrecht und man sollte sich die Frage stellen, ob man das Recht auf Wohnen überhaupt dem Markt überlassen sollte, ob es überhaupt möglich sein sollte, Boden zu besitzen (Gebäude im Baurecht ja, aber Grund und Boden?)


    • Firefly 30.08.2016 14:51
      Highlight Highlight @Madison Pierce Das Problem ist nicht, dass viele Menschen in der Stadt wohnen wollen, das wäre ökonomisch und ökologisch sogar sinnvoll, das Problem ist, dass es in der Stadt nicht genügend bezahlbare Wohnungen gibt, dafür viel zu viele leerstehende Büros.
    Weitere Antworten anzeigen
  • judge 30.08.2016 14:02
    Highlight Highlight Hatte das gleiche Problem, wollten Fr. 300.- rauf: 1. Als ich erfahren habe, dass der Mietzins hinter meinem Rücken steigen soll: Mit Einschreiben erklärt, dass ein Nachmieter nur unter denselben Konditionen gesucht werden muss, weshalb ich mich als per sofort aus dem Mietverhältnis entlassen betrachte. 2. Kosten für Homegate-Inserat mit Mängeln bei der Abgabe verrechnet. 3. Mit Strafanzeige gedroht, falls die Verwaltung den Nachmietern ein Formular Anfangsmietzins mit falschen Angaben übergeben würden. 4. Depot innert 5 Arbeitstagen rausverlangt. Hat alles geklappt! Man muss isch nur wehren!
    • Fabio74 30.08.2016 15:28
      Highlight Highlight Stimmt. Aber die wenigsten wissen wie uns noch weniger tun es.
      Es wäre eine Kampagne des Mieterverbands angebracht
  • Der Zahnarzt 30.08.2016 13:59
    Highlight Highlight Interessant auch in diesem Zusammenhang auch www.immo-vote.ch. Man ziehe sich dort z. B. mal die Bewertung der Livit AG rein.
    • pamayer 30.08.2016 14:24
      Highlight Highlight Die ist einschlägig bekannt.
    • Charlie B. 30.08.2016 15:07
      Highlight Highlight Auf keinen Fall Livit! Die wollten uns beim Auszug den Service für die Spülmaschine in Rechnung stellen. Laut Mieterverband unzulässig. Beim Kühlschrank mussten wir dann tatsächlich zwei Ablagefächli erneuern lassen. Alter der Ablagefächli: mehr als 10 Jahre!!
    • El Vals del Obrero 30.08.2016 15:30
      Highlight Highlight Mit Livit hatte ich auch eine Erfahrung: Bin ausgezogen unmittelbar vor Totalrenovation. "Total" meint, dass in der Küche alles bis auf den nackten Beton rausgespitzt wird. Entsprechend verzichtete ich natürlich auf eine gründliche Reinigung, landet ja eh alles im Container.
      Hat die aber nicht interessiert und sie wollten einen vierstelligen Betrag für die Küchenreinigung.
      Erst nach einer ziemlich langen Diskussion verzichteten sie darauf.
      Ich vermute mal, dass Handwerker und Reingiungsinstitute den Vermietern hintenrum ein paar Prozent "Kick-Back" zurückzahlen, wenn sie Aufträge bekommen ...
    Weitere Antworten anzeigen
  • guby 30.08.2016 13:49
    Highlight Highlight Zusammen mit einem Freund suchten wir eine Wohnung um eine WG zu gründen. Dabei stiessen wir auf ein Inserat einer älteren Frau, die ihre Wohnung ausserterminlich verlassen wollte. Wir haben uns dann direkt mit ihr zusammen auf der Verwaltung gemeldet, inklusive schriftlicher Bestätigung unterschrieben von allen dreien (Zum Glück!). Einige Tage später fanden wir die Wohnung dann nochmals, aufgeschaltet von der Verwaltung, mit einem höheren Mietpreis. Danach haben wir sofort reagiert und, da die Differenz nicht sehr gross war, uns bereit gezeigt auch mehr zu bezahlen. (1/2)
  • guby 30.08.2016 13:49
    Highlight Highlight So konnten wir die Wohnung dann schliesslich bekommen. Ohne diesen Zettel auf den wir alle bestätigt haben, dass wir die Wohung "zu den selben Konditionen" übernehmen würden hätte die Frau gnadenlos wie im Artikel beschrieben übers Ohr gehauen werden können. Nach dieser Geschichte habe ich mir versprochen, nie mehr irgendwelchen Verwaltungen zu vertrauen und jegliche Kommunikation schriftlich zu führen. (2/2)

Was ein Statistik-Professor über lügnerische Zahlen und falsche Ängste zu sagen hat

Walter Krämer erzählt, wie mit fragwürdigen Studien Panik gemacht wird, während wir uns eigentlich vor ganz anderen Dingen fürchten sollten.

Herr Krämer, Sie sind Professor für Wirtschafts- und Sozialstatistik und entlarven als solcher gern zwielichtige Datenanalysen. Haben Sie derzeit eine Lieblingsstatistik? Walter Krämer: Ja. Das ist die Tabelle der Fussball-Bundesliga. Ich wohne direkt neben dem BVB-Stadion und bin seit mehr als einem Dutzend Jahren BVB-Aktionär.

Sie haben die Deutschen mal als «Volk von Innummeraten» (Zahlen-Analphabeten) bezeichnet und ihre bedauerliche Schwäche Goethe, dem dichtenden …

Artikel lesen
Link zum Artikel