Schweiz
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ZUR KANTONALEN ABSTIMMUNG AM 9.2.2020 UEBER DAS ROSENGARTEN-PROJEKT STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG --- Road traffic on Rosengartenstrasse, which parts Zurich's Wipkingen district into two, in Zurich, Switzerland, on February 11, 19. (KEYSTONE/Gaetan Bally)..Strassenverkehr auf der Rosengartenstrasse, die das Zuercher Wipkingen-Quartier in zwei teilt, am 11. Februar 2019 in Zuerich. (KEYSTONE/Gaetan Ball

An der Rosengartenstrasse bleibt alles wie es ist: Die Zürcherinnen und Zürcher sagen Nein zum Milliarden-Tunnel. Bild: KEYSTONE

Ein wuchtiges Nein zum Rosengartentunnel – die Gegner des Projekts sind im Freudentaumel

Im Verlauf des Abstimmungskampfes zeichnete sich ein Nein zum Milliardenprojekt an der Zürcher Rosengartenstrasse immer mehr ab. Dass es die Zürcherinnen und Zürcher so wuchtig verwerfen, ist jedoch überraschend.



Es ist eine herbe Niederlage, die Carmen Walker-Späh an diesem Abstimmungssonntag hinnehmen muss. Für die Zürcher FDP-Regierungsrätin war der Rosengartentunnel ein wichtigstes politisches Projekt. Seit dreissig Jahren kämpft sie für eine Beruhigung des Quartiers in Wipkingen. Jetzt haben die Zürcherinnen und Zürcher das Projekt bachab geschickt. Und dies mit aller Deutlichkeit.

Alle Gemeinden ausser Erlenbach sagen Nein zum Rosengartentunnel

Bild

screenshot: kanton zürich

Zum 2,3 Kilometer langen Strassentunnel und zwei neuen Tramlinien sagt nur eine einzige Zürcher Gemeinde Ja. Abgesehen von Erlenbach herrscht allerdings Einigkeit. Keine der anderen Zürcher Gemeinden befürwortet das 1,1-Milliarden-Franken-Projekt. Der Nein-Anteil liegt bei 62,8 Prozent. Diese wuchtige Ablehnung überrascht, und sorgt entsprechend bei den Gegnern und Befürwortern des Projekts für emotionale Reaktionen.

Im betroffenen Quartier freuen sich die Bewohner über das Nein

Video: kaltura.com

Wie weiter mit der Rosengartenstrasse? Hier ein Vorschlag:

Projekt-Gegner Markus Knauss und Befürworter Peter Anderegg diskutieren, wie das Verkehrsproblem nun gelöst werden kann

Video: kaltura.com

Auch ein Vorschlag: Die Rosengartenseilbahn

Carmen Walker-Späh an der Medienkonferenz: «Es gibt keinen Plan B»

(sar)

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So hätte die Rosengartenstrasse aussehen sollen

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33Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Turicum04 11.02.2020 10:17
    Highlight Highlight Jetzt fordern wir Tempo 30 am Rosengarten! Sofort! Dann gehen Lärm und Abgasen markant zurück! Abwärts muss gesetzlich vorgegeben werden, den Motor abzustellen (Lärm & Schadstoffe = null!). Je eine Spurreduktion für das Tram reservieren.
  • PC Principal 10.02.2020 13:35
    Highlight Highlight Jetzt hoffe ich, dass ein Tunnel für EIN Tram gebaut wird. So könnten die Anwohner weiterhin den Strassenlärm geniessen und wir hätten dennoch mehr ÖV-Kapazität.
  • AfterEightZuHauseUmViertelVorAchtEsser____________ 10.02.2020 11:33
    Highlight Highlight Wollt ihr den Autoverkehr weg von der Oberfläche?
    Zürcher: "Nein!"
    Wollt ihr mehr ÖV?
    Zürcher: "Nein!"
    Was wollt ihr dann?
    Zürcher: "Maoam, Maoam, Maoam!!!" 😂😂😂
  • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 10.02.2020 04:55
    Highlight Highlight Natürlich musste man das Rosengartenprojekt ablehnen. Nun aber so zu feiern, als ob man die Erde gerettet hätte, ist vermessen. Wenn dann in Zürich kein Auto mehr fährt, dann kann man mal eine kleine Party schmeissen.
    • CuJo 10.02.2020 10:18
      Highlight Highlight Wenn Du in einer Stadt mit 420'000 Einwohnern kein Auto mehr fahren lassen willst, kommen aber weitaus höhere Kosten auf Dich zu als der Rosengarten verursacht hätte.
    • CuJo 10.02.2020 15:12
      Highlight Highlight Sinnvoll für wen ? Für das Gewerbe und den Wirtschaftsstandort Zürich oder für Dich als Privatperson ?
    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 11.02.2020 00:59
      Highlight Highlight @Cujo: Es ist längst bekannt, dass Städte, in denen keine Autos unterwegs sind, das Gewerbe floriert. Als bestes Beispiel kann man Tokyo nennen. Kaum noch MIV.
      Wenn das Gewerbe in Städten heute ein Problem hat, dann aufgrund der Konkurrenz aus dem Internet. Autos brauchen nur Platz, und wenn man nicht CHF 100/h Parkgebühren einziehen kann, verursachen sie nur Kosten.
      Wer in die Stadt will, macht das per ÖV.
      Für das Gewerbe ist eine autofreie Stadt ein segen, denn das bringt Laufkundschaft die dort vorbei flanieren und shoppen. Es braucht in Städten keine Autos. Kein einziges.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Maragia 09.02.2020 22:32
    Highlight Highlight Aber das teure und unnötige Überbauen der Autobahneinfahrt in den Schöneich wird realisiert. Wo liegt denn da der Nutzen?
    • roadtoglory 10.02.2020 07:05
      Highlight Highlight Zur Aufwertung des Schwamendingenquartiers. Rosengartenprojekt wäre die logische Lösung gewesen um Wipkingen aufzuwerten, beruhigen und besser zu machen.

      Aber hee, machemer doch e 30er Zone druus. :)
  • PC Principal 09.02.2020 20:13
    Highlight Highlight Besonders stark war das Argument, dass die Mieten steigen, wenn der Verkehrslärm abnimmt. Ich schlage deshalb vor, dass wir den Verkehr möglichst durch alle Wohnquartiere leiten und dort wo es nicht möglich ist können Lautsprecher installiert werden, welche Verkehrslärm simulieren.
    • peeti 09.02.2020 22:06
      Highlight Highlight Günstiger wäre es wohl, wenn vor der nächsten Lärmberuhigung auf Seite der Mieten zuerst geeignete Massnahmen getroffen werden. Aber das will dann die Bevölkerung auch nicht, wie wir heute gesehen haben..
    • Shlomo 09.02.2020 22:35
      Highlight Highlight Ach PC will doch einfach seine Mieter abzocken.
    • Ludwig van 09.02.2020 22:40
      Highlight Highlight @peeti: Wenn man die Mietpreise beeinflussen will, hat man genau zwei Hebel: Angebot und Nachfrage. Es stimmt tatsächlich, dass die Mieten in einer Strasse steigen, wenn der Verkehr beruhigt wird, weil dann die Nachfrage an dieser Strasse zunimmt. Aber die Gesamtmenge an Strassenlärm hat keinen Einfluss auf die Mieten. Wenn man will, dass alle Mieten in der Stadt sinken, muss man mehr Wohnungen bauen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • maylander 09.02.2020 18:33
    Highlight Highlight Die Kosten waren einfach viel zu hoch für den bescheidenen Nutzen. Ausser Baulobby und Immobilenbesitzer haben heute alle gewonnen.
  • Tobias W. 09.02.2020 18:20
    Highlight Highlight Ich finde es gut, dass das Tunnel-Projekt versenkt wurde. Ich mag all diese Tunnel nicht. Auto fahren ist viel schöner wenn man etwas sehen kann ☺️ da stehe ich lieber halt mal im Stau, ist ja meist nicht mehr als 10 Minuten
    • vpsq 10.02.2020 13:22
      Highlight Highlight Die meisten Aufofahrer sehen eh nichts von der Landschaft - die starren auf Ihr Handy während dem Fahren. Ergo merken die gar nicht, dass sie in einem Tunnel sind. Wenn Du die Landschaft geniessen willst rate ich dir aufs Velo umzusteigen!

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