Schweiz
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Medienleute stehen vor dem Zuercher Bezirksgericht am Mittwoch, 30. Maerz 2016. Heute Mittwoch steht der Bankangestellte vor dem Zuercher Bezirksgericht, der Ende 2011 die Affaere Hildebrand ins Rollen gebracht hat. Der IT-Mitarbeiter soll die Bankdaten des damaligen Nationalbankpraesidenten Philipp Hildebrand kopiert haben. Vor den Gerichtsschranken steht auch Hermann Lei, der seinem ehemaligen Schulfreund den Kontakt zu verschiedenen Politikern vermittelt haben soll - unter anderem zum damaligen SVP-Nationalrat Christoph Blocher. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Der 34-Jährige musste sich am Dienstag wegen vorsätzlicher Tötung und Störung des Totenfriedens vor dem Bezirksgericht Zürich verantworten. Bild: KEYSTONE

WG-Partnerin erwürgt und geschändet: Kleine Verwahrung für 34-Jährigen 

13.09.18, 16:17 13.09.18, 16:38


Der 34-jährige Mann, der seine Mitbewohnerin erwürgt hat und die Leiche schändete, muss 22 Monate ins Gefängnis. Zudem ordnete das Bezirksgericht Zürich eine stationäre Massnahmen an.

Das Bezirksgericht Zürich veröffentlichte das Urteil am Donnerstag. Das Verhalten des Mannes erfülle den Tatbestand der vorsätzlichen Tötung und der Störung des Totenfriedens, heisst es in der Mitteilung.

Die Vorgehensweise und das Motiv des Beschuldigten seien äusserst verwerflich gewesen. Selektiv sei zu berücksichtigen, dass der Beschuldigte an einer schweren psychischen Krankheit leide und die Tat auch unter Einfluss dieser Störung begangen habe.

Streitereien im Vorfeld

Der Mann hatte die IT-Spezialistin im September 2016 in einem Streit erwürgt. Anschiessend verging er sich sexuell an der Leiche. Der Beschuldigte schilderte die Frau am Prozess am vergangenen Dienstag als unerträglich aggressiv. Sein Verteidiger sagte denn auch, der Beschuldigte habe die Frau gar nicht töten wollen. Er habe sich nur wehren wollen. Der Staatsanwalt hingegen plädierte auf 18 Monate Freiheitsentzug.

Der Beschuldigte zeigte sich am Dienstag teilweise geständig, es kam aber auch zum Eklat. Der Beschuldigte wurde zum Teil aus dem Gericht geschickt, weil er ausfällig geworden war. Die Schwester des Opfers, extra aus Frankreich angereist, bewarf ihn mit einem Schuh.

Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Es kann beim Obergericht des Kantons Zürich angefochten werden. (sda)

Aktuelle Polizeibilder:

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28
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28Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • C-Cello 16.09.2018 13:50
    Highlight 22 Monate Belohnung für einen Mord. Für das Bezirksgericht Zürich scheint ein Menschenleben nichts Wert zu sein. Der Beschuldigte leide an einer schweren psychischen Krankheit und keiner merkt es?
    2 1 Melden
  • John Henry Eden 13.09.2018 22:20
    Highlight Der Fall ist auch ein Behördenskandal. Der psychisch kranke Täter bezog IV-Rente und hatte eine von der Stadt bezahlte Sozialwohnung. Solche Wohnungen dürfen i.d.R nicht untervermietet werden. Das Opfer war nicht illegal hier und hatte sich regulär bei der Gemeinde angemeldet. Dazu gehört die Angabe der Wohnadresse inkl. Wohnverhältnis. Somit wussten die Behörden, dass sie beim dem Mann zur Untermiete wohnte. Doch offensichtlich ist es der Stadt Zürich egal, wenn psychisch Kranke Zimmer vermieten. Wahrscheinlich hätte der Typ zuhause auch eine Kinderspielgruppe eröffnen können.
    12 7 Melden
  • Zappenduster 13.09.2018 19:46
    Highlight Mit Mord und Schändung kommt ein erwachsener Mann im besten Fall (schlechtester Fall trifft es eher) nach 22 Monaten raus? WoW....Zuerst dachte ich Jahre.
    36 10 Melden
    • MetalUpYour 13.09.2018 20:13
      Highlight Nein. Die 22 Monate gab es für die Störung des Totenfriedens in verminderter Schuldfähigkeit (Strafrahmen bis 3 Jahre). Für die Tötung gab es die kleine Verwahrung.
      10 0 Melden
  • Frances Ryder 13.09.2018 19:29
    Highlight Immer diese Rachsüchtigen in den Comments bei jedem Beitrag zu einem Gerichtsentscheid. Jetzt gehts sogar schon soweit, dass die USA, welche das mit Abstand schlechteste Justizsystem der westlichen Welt hat, hochgelobt wird.
    46 13 Melden
    • JaneSoda*NIEwiederFaschismus 13.09.2018 20:36
      Highlight Ja, erstaunt mich auch immer wieder.
      Ich würde es begrüssen, wenn mehr in Bildung investiert werden würde. Viele Menschen haben schlicht keine Ahnung wie unsere Justiz funktioniert und was die Überlegungen dahinter sind.

      25 8 Melden
    • ujay 14.09.2018 05:20
      Highlight @Soda. Jaja, die dummen ungebildeten Kommentatoren, die 22 Monate Gefängnis für Mord nicht ganz OK finden. Tsts.....Mord ist Mord, auch wenn jemand in "unzurechnungsfähigen" Zustand gehandelt hat. Dann will ich diese Person mindestens langjährig verwahrt. Dieses Urteil ist ein Schlag ins Gesicht der Angehörigen der Opfer.
      4 13 Melden
    • mogad 14.09.2018 11:55
      Highlight Rachsüchtig? Wer sich schuldig gemacht hat, muss eine Strafe bekommen, die der Schuld angemessen ist. Das nennt man Sühne, nicht Rache. Wie hoch die Strafe sein soll, hängt nur formal vom Gesetz ab, was wirklich zählt ist das Gerechtigkeitsgefühl der Opfer und der Gesellschaft. Es ist daher legitim, als zu milde empfundene Strafen anzuprangern.
      3 2 Melden
    • Frances Ryder 14.09.2018 13:30
      Highlight @mogad

      Bitte google doch mal Strafzwecktheorie bevor du deinen Senf dazu geben musst. In der Schweiz wird den relativen Straftheorien gefolgt,d.h. das oberste Ziel ist Prävention und Resozialisierung. Das Gerechtigkeitsgefühl der Opfer ist komplett irrelevant. Dasjenige der Gesellschaft minimal, wenn überhaupt. Wenn du ausgleichende Gerechtigkeit willst, dann zieh doch um in ein drittwelt Land wo Auge um Auge herrscht.
      3 4 Melden
    • mogad 15.09.2018 09:30
      Highlight @Frances Ryder.

      "Das Gerechtigkeitsgefühl der Opfer ist komplett irrelevant. Dasjenige der Gesellschaft minimal."

      Wer so denkt kann meinen Kommentar, der sich nicht gegen die Unabängigkeit der Justiz richtig, ja nur als Senf bezeichnen.
      2 0 Melden
  • Hecate 13.09.2018 18:47
    Highlight Habe ich es richtig verstanden - er bekam 22 MONATE für ein MORD?! Und dann erst Hospitalisation? Aber wieso nicht sofort z.B. im Rheinau die ganze Straffe absitzen lassen, anstatt einfach nur 22 Monate und anschliessend Therapie? Wie lange wird er denn therapiert und was geschiet dann? Er hat doch ein Menschenleben ausgelöscht, und wenn er damals frei leben konnte, dann muss er auch zwangsmässig rational denken können, zumindest das meiste Zeit... Unbegreiflich.
    10 19 Melden
    • MetalUpYour 13.09.2018 20:17
      Highlight Er wird einstweilen für 5 Jahre in einer geschlossenen Einrichtung therapiert. Bis Gutachter zum Schluss gelangen, dass er geheilt und nicht mehr gefährlich ist, wird diese Therapie immer verlängert werden. Das kann lange dauern. Deshalb spricht man von der kleinen Verwahrung.
      13 0 Melden
  • N. Y. P. 13.09.2018 18:47
    Highlight Obwohl der Beschuldigte an einer schweren psychischen Krankheit leidet und die Tat auch unter Einfluss dieser Störung begangen hat, war die Vorgehensweise äusserst verwerflich.

    Immer wieder erstaunlich : Psychisch schwer angeschlagen aber für die Tat selber scheint das Hirn immer präzise zu funktionieren.

    Therapie ?
    19 11 Melden
  • MitchMossad 13.09.2018 17:46
    Highlight Mein Beileid an die Hinterbliebenen. Welch Hohn für Sie...
    24 7 Melden
  • MacB 13.09.2018 16:48
    Highlight Was ich schlimm finde bei solchen Urteilen ist ein formeller Teil: Das Wort "schuldunfähig".

    Wer zur Tat fähig ist, soll gefälligst auch zur Schuld fähig sein. Nur weil die Tat grausam ist und er vielleicht nicht alle Tassen am richtigen Ort hat, ist so ein Täter noch lange nicht unzurechnungsfähig. Das Wort "schuldunfähig" gehört einfach gestrichen, es ist ein Hohn gegenüber allen Angehörigen!
    202 70 Melden
    • Garp 13.09.2018 17:22
      Highlight Nein, das Wort gehört nicht gestrichen. Reagiert doch nicht immer so emotional und macht euch sachkundig, wann und warum man zu dem Schluss von schuldunfähig kommt. Damit wird nicht leichtfertig umgegangen, dazu kommt es relativ selten.

      Lange nicht jede psychische oder geistige Störung, kann auch eine Hirnverletzung sein oder sonstige organische Erkrankung, wie ein Tumor, führt zu dem Schluss der Unzurechnungsfähigkeit.

      Sicher ist es für die Angehörigen schwer, so oder so.
      31 7 Melden
    • Knäckebrot 13.09.2018 18:19
      Highlight Ja es ist brutal, wenn mit einzelnen Begriffen alles relativiert wird. Ich habe mit schwer psychisch Kranken gearbeitet, auch mit paranoiden Schizophrenien.

      Eine persönliche Haltung gegenüber anderen hat immer auch einen Einfluss darauf, wie sie sich in einem Wahn verhalten.
      Und daran können sie und sollten sie arbeiten. Das thematisieren wir immer wieder mit ihnen, wenn es ihnen gerade gut geht.

      Die Tatsache, dass er in einer WG leben konnte zeigt, dass er durchaus auch Phasen der Reflexionsfähigkeit hatte.
      17 5 Melden
    • MSpeaker 13.09.2018 18:36
      Highlight Naja leider ist es schon nicht so einfach. Zumindest allgemein betrachtet.
      Vermutlich alle sind sich einig, dass ein Zweijähriger der jemand tötet Schuldunfähig ist (passiert in den USA öffters). Aber wie ist es mit der 7 Jährigen, die es mit absicht macht? Oder dem 13 Jährigen?

      So ist es beim alter aber so ist es eben auch bei psychisch kranken Menschen... Es ist sicher nicht einfach zu beurteilen wie bewust sich der/die Täterin der Tat war. Deshalb gibt es ja auch die Verwahrung, so kann jemand eine sehr geringe Haftstraffe kriegen und ist trotzdem so lange keine Gefahr bis er geheilt ist.
      19 1 Melden
    • Garp 13.09.2018 19:58
      Highlight Meist ist es keine geringe Haftstrafe, @ M.Speaker und wird alle 5 Jahre erneuert.
      5 2 Melden
    • Lienat 14.09.2018 07:47
      Highlight Konsequent weitergedacht wird die Sache aber komplett ad absurdum geführt: Jemand, der einen anderen Menschen vorsätzlicht tötet, hat immer irgend ein psychisches Defizit. Folglich wäre kein solcher Täter jemals voll schuldfähig.

      Das Problem ist, dass die Jusitz die Begriffe "Erklärung" und "Entschuldigung" verwechselt. Wenn der Täter einen psychischen Schaden hat, dann erklärt das die Tat - Es entschuldigt sie aber nicht. Folglich sollte mit der mildernden Wirkung auf die Strafe auch sehr zurückhaltend umgegangen werden (was hier offensichtlich nicht der Fall ist).
      3 7 Melden
    • MacB 14.09.2018 08:13
      Highlight @Lienat: Genau so sehe ich das auch. Du hast es aber besser ausgedrückt :)
      5 6 Melden
    • nakasara 14.09.2018 10:24
      Highlight 22 monate für einen mord? serious??? willkommen in absurdistan! ich glaue eher der richter ist nicht schuldfähig...
      2 4 Melden
  • JOHNNY SlNS 13.09.2018 16:41
    Highlight In den USA würde der einfach lebenslänglich in den Bau wandern...

    Und das wäre auch gut so
    158 63 Melden
    • Silent_Revolution 13.09.2018 17:28
      Highlight Der übliche USA Vergleich, wenn dem besorgten Bürger das Strafmass nicht passt.

      Führen wir noch etwas weiter aus.

      In den USA sind 3% der Bevölkerung inhaftiert im Vergleich zu 0.3% in der Schweiz

      2016 gab es in den USA auf 100`000 Einwohner 386 Fälle von schwerer Gewalt.

      2017 in der Schweiz 1454 auf 8 Millionen. Also 18 Fälle auf 100`000 Einwohner.

      Um die USA mit privatisiertem Gefängnissystem, einer Justiz die nicht mehr nachkommt, wo Inhaftierte nur in Gangs überleben können und Resozialisierung Fremdwort ist als Vorbild zu sehen, muss man den Intellekt schon links liegen lassen.
      51 4 Melden
    • olmabrotwurschtmitbürli 13.09.2018 17:33
      Highlight Gut möglich, dass mit diesem Urteil genau das geschieht. Die stationäre Massnahme heisst ja nicht umsonst "kleine Verwahrung". Möglich, dass die Massnahme immer wieder verlängert wird.
      74 4 Melden
    • Lienat 14.09.2018 07:43
      Highlight @Silent Revolution: Dann ist also die rund 21x höhöhere Anzahl schwerer Gewaltverbrechen eine Folge des schlechten Justizsystems?

      Mag ja sein, dass die USA als Vorbild nicht taugen. Das bedeutet aber nicht zwingend, dass wenn man es umgekehrt macht, es nicht ebenfalls falsch macht. 22 Monate Strafe sind für ein Tötungsdelikt jedenfalls absolut unverhältnismässig.
      2 9 Melden
    • Silent_Revolution 14.09.2018 08:13
      Highlight Lienat

      Nein, nur ein Faktor unter vielen.

      Längere Strafen und eine härtere Gangart innerhalb des Gefängnisses haben null positiven Einfluss auf die Gewaltprävention. Im Gegenteil, wenn die Gewalt hinter Gittern zunimmt, wird sich das auch in die Öffentlichkeit tragen.

      Verhältnismässig ist bei Tötungsdelikten doch sowieso nur Auge um Auge. Man kann das Urteil natürlich kritisieren, aber bitte nicht mit der Verherrlichung des US-Systems.
      8 3 Melden
  • Blackmilk 13.09.2018 16:29
    Highlight broken world :(
    37 28 Melden

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