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Blick auf den Autobahnanschluss A3W der Sihlhochstrasse, am Dienstag, 18. Dezember 2018, in Zuerich. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Der Unfall passierte auf dem Autobahn-Stummel, der heute noch von der einstigen Autobahn-Euphorie zeugt. Die im Jahr 1974 eröffnete Sihlhochstrasse sollte den Südast des «Expressstrassen-Ypsilon» bilden, der quer durch die Stadt hätte führen sollen. Bild: KEYSTONE

Gefährlicher Stummel: Astra installiert zusätzliche Signalisation nach Carunfall in Zürich



Nach dem schweren Carunfall am frühen Sonntagmorgen in Zürich werden zusätzliche Signalisationselemente eingerichtet. Vorerst werden diese für die Instandsetzungsarbeiten an der Unfallstelle installiert, sie könnten aber anschliessend auch dauerhaft bleiben.

Am Montag hatte das Bundesamt für Strassen (Astra) noch erklärt, dass an der Signalisation vorerst nichts geändert werde. Sie sei ausreichend, selbsterklärend und entspreche den Normen. Bei dem Carunfall am Ende der Autobahn A3 ist eine Frau gestorben, und es wurden mehr als 40 Personen verletzt.

Blick auf den Autobahnanschluss A3W der Sihlhochstrasse, am Dienstag, 18. Dezember 2018, in Zuerich. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Das «Ypsilon» wurde nie fertiggestellt. Nach jahrelangen Auseinandersetzungen wurde das Projekt beerdigt. Von den Plänen übrig blieb der bereits gebaute Autobahn-Stummel hoch über der Sihl. Bild: KEYSTONE

Die Abschlussmauer, in die der Car geprallt ist, wird nun instand gesetzt. Bis zum Abschluss dieser Arbeiten wird der sogenannte «Stummel» der Sihl-Hochstrasse zusätzlich markiert, wie das Astra am Dienstag mitteilte.

Betonblöcke und Kurvenpfeile

Neben der bestehenden, durchgezogenen Fahrbahnmarkierung wird eine durchgehende Reihe von Betonblöcken, so genannten Triblock-Elementen, aufgestellt. Dies erfolgt im Abstand von rund drei Metern, so dass neben den beiden Fahrspuren ein Pannenstreifen bestehen bleibt. Ausserdem wird ein mobiler Aufprallschutz installiert.

Ein Lastwagen liegt in der Sihl waehrend Bergungsarbeiten der Feuerwehr, unter der Sihlhochstrasse in Zuerich, am Montag, 29. Februar 2016. Ein Lastwagen ist am Montagnachmittag auf der Sihlhochstrasse verunfallt und von der Bruecke in den Fluss hinunter gefallen. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Im März 2016 gab es an dieser Stelle bereits einmal einen schweren Unfall. Anders als an diesem Sonntagmorgen gab die Abschrankung damals aber nach. Der Lastwagen durchbrach die Mauer, so dass er zehn Meter in die Tiefe stürzte und in der Sihl landete. Der Chauffeur erlitt schwere Verletzungen an den Beinen, überlebte aber. Bild: KEYSTONE

Dort, wo die Abfahrt von der Hochstrasse herunterführt, wird bis zum bestehenden Aufprallschutz eine Lücke belassen, damit Einsatzfahrzeuge sowie Unterhalts- und Winterdienstfahrzeuge durchfahren können. Hinter der Lücke sorgt eine zweite, kürzere Reihe von Triblock-Elementen für zusätzliche Sicherheit. Diese werden ergänzt durch vier nach rechts weisende, schwarz-weisse Kurvenpfeile.

Unfallanalyse

Wenn die Unfallanalyse ergibt, dass sich diese zusätzlichen Massnahmen aus verkehrlicher und betrieblicher Sicht bewähren, wird diese provisorische in eine definitive Lösung überführt, wie es in der Mitteilung heisst.

Blick auf den Autobahnanschluss A3W der Sihlhochstrasse, am Dienstag, 18. Dezember 2018, in Zuerich. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Auf die Tatsache, dass die Autobahn dort zu Ende ist, wird nicht speziell hingewiesen. Die Fahrspur biegt früh genug rechts ab. Wer jedoch links auf den Pannenstreifen gerät, kollidiert bald mit der Mauer. Eine Absperrung gibt es nicht, da der «Stummel» regelmässig von Polizei und Rettungskräften genutzt wird, um schnell die Richtung wechseln zu können und zu einer Unfallstelle zu gelangen. Eine Absperrung müsste jedes Mal ab- und wieder aufgebaut werden. Bild: KEYSTONE

Der Car war am frühen Sonntagmorgen bei winterlichen Verhältnissen ins Schleudern geraten und in die Mauer am Autobahnende geprallt. Diese Mauer verhinderte, dass das Fahrzeug auch noch zehn Meter hinunter in die Sihl stürzte. Die 37-jährige Italienerin, die bei dem Unfall ums Leben kam, wurde bei der Kollision aus dem Bus geschleudert und konnte nur noch tot aus dem Fluss geborgen werden. (whr/sda)

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Video: srf/SDA SRF

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42
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42Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Hardy18 19.12.2018 13:02
    Highlight Highlight Warum hat man den nicht weitergebaut? Weniger Lärm, weniger stau in der stadt... die jetzige Lösung ist auch viel besser und gesünder 😒
  • Peter Ge 19.12.2018 09:40
    Highlight Highlight Mich wundert das nicht, wenn ich das Bild so sehe, das es nicht zum ersten mal passiert ist, vor allem wie oft ist zufälligerweise nichts passiert.
    Man stelle sich vor,
    dunkel, Nebel, um einen herum Raser und Drängler. und dann als Fremder bei diesen Verhältnissen.
    • Peter Ge 19.12.2018 11:50
      Highlight Highlight An diesem Tag waren sicher alle Fahrbahnmarkierungen bei Schnee und Eis verschwunden.
  • chorax 18.12.2018 23:40
    Highlight Highlight Man stelle dort einen Auffangpuffer aus Wassercontainern und mit einem Kiesbett davor auf!
    • Devante 19.12.2018 08:44
      Highlight Highlight wenn ich mich richtig erinnere, gabs das sogar mal früher (+10j), nicht?
  • Peter Muster 18.12.2018 21:28
    Highlight Highlight einfach eine leitbaken montieren. aber das ist offenbar für die gross studierten zu einfach
  • *sua* 18.12.2018 20:04
    Highlight Highlight Auf den Bildern im Artikel sieht man am Brückenende eine grüne Bodenmarkierung. Die Zahlen 13 5, der Schriftzug PA VO und eine schwarze Pfote. Sind unsere Nationalstrassen neu auch eine Werbefläche, oder was ist das?
    • _mc 19.12.2018 06:20
      Highlight Highlight gehört zum foxtrail. habs auch gegoogelt.
    • skater83 19.12.2018 08:55
      Highlight Highlight ist teil eines foxtrails ind er stadt zürich - also nicht so wirklich werbefläche, würde auch wenig sinn machen, da hauptsächlich aus der Luft sichtbar... ;-)
  • RandyRant 18.12.2018 19:52
    Highlight Highlight "da der «Stummel» regelmässig von Polizei und Rettungskräften genutzt wird, um schnell die Richtung wechseln zu können "
    Also die Berufsfeuerwehr die für diesen Autobahnabschnitt zuständig ist, wird dort wohl nie wenden müssen weil die Wache direkt vor der Einfahrt (bzw. Autobahnanfang) liegt. Der anrückende Rettungsdienst kommt wohl zu 99,9% aus derselben Richtung und so oft wird auch die Polizei dort nicht (dringlich) wenden müssen.
    Ziemlich seltsame Begründung irgendwie.
  • 8000ZH 18.12.2018 19:43
    Highlight Highlight Wofür steht eigentlich das grüne Logo mit Bärentatze, welches vor der Mauer aufgemalt ist?
    • skater83 19.12.2018 08:56
      Highlight Highlight siehe Kommentare oben -> teil eines Foxtrails (Schnitzeljagd durch die Stadt)
  • c_meier 18.12.2018 17:50
    Highlight Highlight wie wäre es mit einem Artikel wohin dieser Stummel hingeführt hätte? wäre ja irgendwie geplant durch den Hauptbahnhof oder nicht? 🙈🙈
    (soweit ich weiss hat man den Tunnel unter den Gleisen teilweise bereits gebaut vor 20 Jahren?)
    • Anded 18.12.2018 18:25
      Highlight Highlight Ursprünglich war geplant, dass die Sihlhochstrasse alles der Sihl entlang bis zum HB geht, und der HB dan ÜBERquert wird zum Autobahndreieck Letten beim Milchbucktunnel. Darum der Stummel oben.
      Nachher wollte man die Sihlhochstrasse schon ab Sihlhölzli in einen Stadttunnel überführen (unter der Sihl, HB und Limmat). Darum hat man Ende 80er beim Bau vom Bahnhof Museumstrasse schon mal einen Tunnel unter dem HB gebaut.
      Die "aktuelle Planung" sieht vor, dass auch die ganze bestehende Sihlhochstrasse ab Brunau durch einen Tunnel ersetzt wird.
    • kdeana 18.12.2018 21:00
      Highlight Highlight hani mi au gfrogt, da wär intressant!
    • Hierundjetzt 18.12.2018 21:53
      Highlight Highlight Korrekt. Dort unter dem HB (heutige Velounterführung wäre die Autobahn durchgegangen, danach Richtung Einfahrt Milchbuck (Tunnel).

      Die Ganze Autobahn wäre auf der Höhe der Dächer (Börse, Kaserne etc) zu stehen gekommen.

      Kein Wunder das dies eine Planungsleiche wurde...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Vortex_86 18.12.2018 17:34
    Highlight Highlight Weiss jemand was die grüne Zeichnung da auf dem Boden bedeutet?
    Siehe Bild im Artikel... Nimmt mi irgendwie wunder... auch was die Hundepfote da zu suchen hat ?
    • skater83 19.12.2018 15:43
      Highlight Highlight kommentare im vorfeld lesen hilft... ;-) lese und du wirst fündig werden!
  • Ranaldo 18.12.2018 17:27
    Highlight Highlight Offenbar wurde der Stummel offengehalten, damit Polizei und Rettungsfahrzeuge hier schnell auf die Gegenfahrbahn wechseln konnten.
  • Joe Smith 18.12.2018 17:24
    Highlight Highlight Ich bin ja sonst der erste, der dem Fahrer die Schuld gibt. Aber in diesem Fall muss ich sagen: Bei schneebedeckter Fahrbahn und womöglich noch nachts hätte das durchaus auch mir passieren können. (Wer die Stelle nicht kennt und sich ein Bild von der Situation machen will, kann die Strecke einfach mal auf google Street View abfahren.)
  • Tartaruga 18.12.2018 17:13
    Highlight Highlight Ich hab mich schon nach dem Unfall mit dem Lastwagen gefragt, weshalb der "Stummel" nicht ganz abgesperrt wird.
    • El Vals del Obrero 18.12.2018 17:23
      Highlight Highlight Damit Polizei etc. dort wenden kann.

      Die Lösung mit den Betonblöcken mit gewissen Abständen ist aber gut. So ist (auch bei Schnee) deutlich erkennbar, dass man dort nicht durch soll, gleichzeitig kann Polizei trotzdem noch unkompliziert durch.
  • Ass 18.12.2018 17:01
    Highlight Highlight Und was ist mit der Fahrausbildung der Fahrer? Diese sind ja das Hauptproblem und nicht die Beschilderung!
    • El Vals del Obrero 18.12.2018 19:14
      Highlight Highlight Wenn man das Eine nicht lässt, kann man ja trotzdem auch das Andere tun.
    • Ass 18.12.2018 20:15
      Highlight Highlight Wenn man das Eine nicht lässt.... Gut geschrieben, aber das andere ist nicht notwendig. Es hat jetzt schilder!
  • derEchteElch 18.12.2018 14:17
    Highlight Highlight Was mir auffällt;
    In der Schweiz muss alles übersignisiert werden. Wirklich alles. Die Aussage des Astras, die Signalisation sei Normgerecht gewesen, ist schon richtig.

    Aber vergleicht mal das Ausland mit der Schweiz, dort gibt es viel mehr Kreuzungen mit Rechtsvortritt. Hier wird jede Kreuzung mit LSA, Kein-Vortritt-Markierungen oder „Mittellinien“ markiert, damit ja keiner sich über schlechte Signalisierungen beklagen kann.

    Dies führt meiner Ansicht nach zu einer Verdummung der Autofahrer, das sieht man schon, wenn jemand den Verkehr regelt. Alle sind plötzlich Ahnungslos und Verwirrt..
    • ostpol76 18.12.2018 14:34
      Highlight Highlight Schilderwald im Ausland 😉
      Benutzer Bild
    • kobL 18.12.2018 14:41
      Highlight Highlight Das Problem an dieser Stelle ist, dass es nur Markierungen auf der Fahrbahn hat und keine Schilder. Bei schneebedeckter Fahrbahn sieht man davon nichts mehr. In Hinwil stehen übrigens Leitbaken beim Autobahnende, die eben darauf hinweisen, dass die Strasse zu Ende ist. Und dort landet man nicht in einer Mauer, sondern in einer Wiese.
    • Bruno S.1988 18.12.2018 16:53
      Highlight Highlight Die Signalisation ist bei Schneebedeckter Strasse eben nicht ausreichend! Wenn man nicht Ortskundig ist, sieht der eigentliche Weg wie eine Ausfahrt aus und der "Stummel" wie die Fortsetzung der Strasse.

      Warum überhaupten motzen? In diesem Fall kann eine Übersignalisation leben retten!
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  • pfffffffff 18.12.2018 13:38
    Highlight Highlight Danke liebe Astra, aber warum nicht schon früher?

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