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Schönheitskur: Schutzengel vom Zürcher HB wird mit Radiergummi und Wattestäbchen gereinigt



Der «L'ange protecteur», der bunte Schutzengel der Künstlerin Niki de Saint Phalle im Zürcher HB, ist in die Jahre gekommen und braucht eine gründliche Reinigung. Die Schmutzschicht auf der 1,2 Tonnen schweren Figur wird Zentimeter für Zentimeter von Hand entfernt.

Konservator Christian Marty arbeitet am Schutzengel der Kuenstlerin Niki de Saint Phalle in der Haupthalle des Zuercher Hauptbahnhofs, am Freitag, 3. August 2018, in Zuerich. Seit mehr als 20 Jahren wacht der Schutzengel ueber die Reisenden. Nun ist es Zeit fuer eine Restauration, um den Wert der Polyester-Skulptur zu erhalten. (KEYSTONE/Sarah Ennemoser)

Zentimeter für Zentimeter müssen die Fachleute den Schmutz vorsichtig abtragen. Bild: KEYSTONE

Mit Staubwedel und Druckluftspray wird die über 11 Meter hohe Skulptur mehrmals jährlich gereinigt. Doch alle 10 bis 15 Jahre braucht die voluminöse «Nana» eine Spezialbehandlung. Dafür wurde sie in der Nacht auf Freitag von ihrem angestammten Platz, hoch über den Köpfen der Passanten in der grossen Halle, in Richtung Bahnhofquai gezügelt. Dort stören die Arbeiten weniger.

Eigentlich ist die Polyester-Skulptur für den Innenbereich gemacht, wie Restaurator Christian Marty am Freitag vor den Medien sagte. An ihrem Platz unter dem Dach der Bahnhofshalle muss sie jedoch Grill- und Raclette-Dämpfe genauso aushalten wie den Bremsstaub der Züge, Kondenswasser und Vogelkot oder sogar gelegentliche Schneeflocken.

«Radiergummi» gegen Schmutzschicht

Mit der Zeit hat sich so eine grau-schwarze Schicht auf der ganzen Figur gebildet, die nun entfernt werden muss. Dabei ist besondere Vorsicht angesagt, weil der Schutzengel mit Acrylfarbe bemalt ist, die in dünnen Schichten aufgetragen wurde und teilweise schwach gebunden ist.

Konservator Christian Marty betrachtet den Schutzengel der Kuenstlerin Niki de Saint Phalle in der Haupthalle des Zuercher Hauptbahnhofs, am Freitag, 3. August 2018, in Zuerich. Seit mehr als 20 Jahren wacht der Schutzengel ueber die Reisenden. Nun ist es Zeit fuer eine Restauration, um den Wert der Polyester-Skulptur zu erhalten. (KEYSTONE/Sarah Ennemoser)

Für die Reinigung wurde der Engel in der Nacht auf Freitag von ihrem angestammten Platz, hoch über den Köpfen der Passanten in der grossen Halle, in Richtung Bahnhofquai gezügelt. Bild: KEYSTONE

Die Farbe ist grösstenteils wasserlöslich und vor allem das Blau ist sehr matt, was die Reinigung zusätzlich erschwert, denn die samtartige Oberfläche soll erhalten bleiben. Mit einem speziellen «Radiergummi» aus Kreppkautschuk rücken die Restauratoren der Schmutzschicht zu Leibe. Dieser wird normalerweise für die Papierrestaurierung verwendet, um Klebstreifen zu entfernen.

Zentimeter für Zentimeter müssen die Fachleute damit oder mit Wattestäbchen und destilliertem Wasser den Schmutz vorsichtig abtragen – eine echte Fleissarbeit, für die sie ungefähr 14 Tage benötigen. Dabei arbeiten sie von einer beweglichen Plattform aus an der hängenden Skulptur. Nach dem Lifting wird der Schutzengel dann wieder an seinem angestammten Platz über die Reisenden wachen. (whr/sda)

Augenblicke – Bilder aus aller Welt

Hier wird eine U-Bahn-Station kurzerhand zum Swimmingpool

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Video: srf

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15Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Nevermind 04.08.2018 10:39
    Highlight Highlight Einmal mit dem Hochdruckreiniger drüber und dann neue Farbe draufsprühen.
  • Evan 04.08.2018 07:39
    Highlight Highlight 10 bis 15 Jahre? So lange steht sie schon da? Wird irgendwie mal Zeit für etwas neues :)
    • Launedernatur 04.08.2018 13:54
      Highlight Highlight Würde sie da stehen, wäre sie längst Opfer der Veranstaltitis im HB geworden. Jedoch hängt sie da, still und dreckig im Qualm der Fédéral-Stumpenraucher...
    • DemonCore 04.08.2018 17:10
      Highlight Highlight Ich glaube der Engel wurde in den 90ern aufgehängt.
    • Evan 04.08.2018 17:20
      Highlight Highlight Ist ja egal ob sie steht oder hängt 😂
  • Officer 03.08.2018 21:38
    Highlight Highlight Abhängen und in die Limmat mit dem Ding 😬
    • themachine 04.08.2018 00:20
      Highlight Highlight Ach, trotz aller Hässlichkeit gehört doch dieses Ding mittlerweile irgendwie zum HB....
  • River 03.08.2018 16:20
    Highlight Highlight Mit Wattestäbli!?!? Umweltsünder!
    • Paddiesli 03.08.2018 16:51
      Highlight Highlight Hab ich auch gedacht. Es kann aber gut sein, dass diese aus Holz sind, nicht aus Plastik. Hoffen wir mal...
    • Hillbilly 04.08.2018 09:40
      Highlight Highlight Kein Grund zur Sorge. Gemäss einer gemeinsam Erklärung der Koordinationsstelle für Umweltschutz (KofU) sowie der Kinder- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) im Kanton Zürich sind die Wattestäbchen vegan, volljährig, beim Steueramt angemeldet und seit diesem Jahr auch Mitglied der UNIA.
  • Scheller 03.08.2018 14:42
    Highlight Highlight Dachte sich die Künstlerin ernsthaft, dass die Skulptur in dieser Halle nicht verschmutzt wird? Oder wieso wurde diese Skulptur nicht mit beständiger Farbe angemalt?
    • River 03.08.2018 16:22
      Highlight Highlight Die Künstlerin hat die Skulptur für den Innenbereich geschaffen. Steht da. Nicht ihr Problem, wenn man sie Draussen aufhängt.
    • DomiNope 03.08.2018 16:26
      Highlight Highlight Hättest du denn daran gedacht?
    • riqqo 03.08.2018 16:39
      Highlight Highlight Die Skulptur wurde in Amerika gefertigt und in die Schweiz geschifft. Gut möglich, dass Niki de Saint Phalle nicht wusste, wo die Skulptur am Ende platziert sein wird, …
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