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Neuer Konzessionsentwurf: Die SRG soll sich mehr von Kommerziellen abgrenzen

19.12.17, 11:04 19.12.17, 11:16


Die SRG soll künftig mindestens die Hälfte ihrer Einnahmen aus den Gebühren für die Information einsetzen. Dies geht aus dem Konzessionsentwurf hervor, den der Bund am Dienstag in die Vernehmlassung geschickt hat.

Mit der vorgeschlagenen neuen Konzession sollen die Konturen des Service-public-Auftrags der SRG geschärft werden, schreibt das Bundesamt für Kommunikation (Bakom).

Die neue Konzession soll am 1. Januar 2019 in Kraft treten. Im Falle einer Annahme der No-Billag-Initiative am 4. März 2018 würde sie hinfällig, und es wäre die Aufgabe des Bundesrats, über das weitere Vorgehen zu entscheiden. Ansonsten soll sie bis Ende 2022 gelten.

Im Konzessionsentwurf schreibt der Bund der SRG unter anderem vor, ihre Angebote stärker von jenen der kommerziellen Anbieter zu unterscheiden. Zudem soll sie ihre integrativen Funktionen verstärken und sich vermehrt für politische und gesellschaftliche Funktionen öffnen.

Die Vernehmlassung dauert bis zum 12. April 2018. (sda)

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18
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18Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Schneider Alex 20.12.2017 08:49
    Highlight Wie kann man die SRG-Programme als unabhängig bezeichnen? Achten Sie einmal auf die Auswahl der Themen, die Zwischentöne in den Kommentaren und die Mainstream-Freundlichkeit der Moderatoren oder noch schlimmer das ewige SVP-Bashing aller Komiker (Thiel hat die SRG ja rausgeschmissen). Glauben Sie, dass der sonntägliche Tatort zur besten Sendezeit den pädagogischen Auftrag der SRG unterstützt?
    1 1 Melden
  • Schweizer Bünzli 19.12.2017 13:02
    Highlight "Die SRG soll künftig mindestens die Hälfte ihrer Einnahmen aus den Gebühren für die Information einsetzen." Sehr gut. Geht aber nur, wenn NoBillag verworfen wird. Sonst wäre diese Hälfte die Hälfte eines Viertels des heutigen Budgets, gesetzt der Fall, dass die Werbeeinnahmen bei einem Viertel des Programms überhaupt stabil blieben und nicht auch noch zurück gingen.
    5 4 Melden
    • Pro Billag 19.12.2017 15:59
      Highlight Falsch gerechnet, Schweizer Bünzli: Wenn es kein gebührenfinanziertes Angebot mehr geben darf, ist auch die Hälfte des Viertels gleich null. Dann gibt es keinen öffentlichen Rundfunk mehr.
      7 2 Melden
    • sigma2 19.12.2017 21:36
      Highlight Zum Glück. Der Staat soll sich so weit wie möglich aus unseren Leben heraushalten. TV und Radio machen, ist nicht die Aufgabe des Staats. Und ja, SRF ist ein Staatsfernsehen, da durch eine Steuer finanziert, auch wenn ihr sie Gebühr nennt. Es ist aber eine Steuer, eine Abgabe ohne bestimmte Gegenleistung.
      0 6 Melden
  • Pro Billag 19.12.2017 12:03
    Highlight Mehr Information, weniger Unterhaltung? Darüber kann man reden. Doch es ginge auf Kosten der Schweizer Kulturschaffenden und hiesse: weniger «Bestatter», mehr «Julia – Wege zum Glück».
    6 3 Melden
    • Roterriese 19.12.2017 18:40
      Highlight Von mir aus gerne weniger "Bestatter" und auch weniger "Julia - Wege zum Glück", wobei ich nicht mal weiss was letzteres ist
      3 1 Melden
  • Hannah Orelli 19.12.2017 11:59
    Highlight Es ist ja nicht so, dass die SRG nicht schon jetzt das Hauptaugenmerk auf der Information hätte. 605 Mio. CHF wurden 2016 dafür investiert (von 1.2 Mia. CHF Gebühreneinnahmen)
    (Zahlen aus dem letzten Geschäftsbericht)
    5 3 Melden
  • ricardo 19.12.2017 11:44
    Highlight Viele der geneigten No-Billag-Befürworter wollen der SRG bekanntlich einen "Schuss vor den Bug" verpassen. Bei Annahme der Initiative würde jedoch gar nicht mehr über den Service public diskutiert.
    Da die Konzessionen fortan ausschliesslich versteigert würden, käme nur noch der Besitzer mit dem dickeren Portemonnaie zum Zuge.
    11 6 Melden
    • sigma2 19.12.2017 21:39
      Highlight Sehr gut. Der Erlös einer solchen Versteigerung kann gut zum Abbau der Staatsschulden eingesetzt werden.
      1 5 Melden
  • meine senf 19.12.2017 11:30
    Highlight Gute Stossrichtung.

    Das übertriebene Abkupfern von Sendungen des deutschen Privat-TV (Casting Shows usw.) in den letzten Jahren hat wohl überhaupt erst den Boden für die No-Billag-Initiave bereitet.
    6 2 Melden
  • FrancoL 19.12.2017 11:29
    Highlight Wenn man den Artikel erfasst so zeigt sich doch dass der BUND nicht die SRG die Richtung bestimmt. Also liesse sich die Richtung durchaus bestimmen und klar beeinflussen, das wäre in der Kompetenz des Bundes also letztlich bei den Parlamentariern die diese Vernehmlassung beurteilen und absegnen müssen.
    Diese Parlamentarier sind ja immer noch vom Volk gewählt und sie haben den Wahlversprechungen zu folgen oder man kann davon ausgehen dass sie sonst nicht mehr gewählt werden. Das Parlament widerspiegelt die Gesellschaft, wenn nicht, hätten wir keine Demokratie mehr.
    Also ist die SRG zu lenken.
    5 2 Melden
  • Hashtag 19.12.2017 11:29
    Highlight Die Hälfte für die Information ist meiner Meinung nach zu wenig. Immerhin bewegt sich etwas.
    2 4 Melden
    • Schweizer Bünzli 19.12.2017 15:54
      Highlight Die Unterhaltung ist übrigens auch (noch) Bestandteil des Pflichtenhefts (Bundesverfassung!).
      7 3 Melden
    • meine senf 19.12.2017 17:50
      Highlight Überhaupt gar keine Unterhaltung mehr könnte auch contraproduktiv sein. Zwar soll es tatsächlich nicht primär um die Quote gehen. Wenn der Sender am Ende aber ein reiner Intellektuellen-Spartensender wäre, wird damit fast niemand mehr erreicht und die Gebühren würden erst recht kein Verständnis mehr finden.

      Am besten wäre es wie bei Watson: Man kommt wegen dem Picdump und bleibt wegen gehaltvollen Artikel.
      1 2 Melden
    • sigma2 19.12.2017 21:41
      Highlight Eben: Unterhaltung gibt es bei Watson & Co, Informationen bei SRF. Ich bin der Meinung, Unterhaltung ist nicht die Aufgabe des Staates.
      0 0 Melden
    • Hashtag 19.12.2017 21:56
      Highlight Unterhaltung ist ok, wenn sie auch einen kulturellen oder wertefördernden Aspekt hat. Ansonsten sollten Staatsmedien eine bildende und demokratiefördernde Rolle einnehmen.

      Bünzli in der Bundesverfassung haben wir vielleicht auch bald eine Kleidervorschrift. Was ich damit sagen will, nur weil es in der Bundesverfassung steht muss es nicht zwingend Sinn machen und so bleiben.
      1 0 Melden
  • Posersalami 19.12.2017 11:19
    Highlight Ich finde den Vorschlag gut! Leider kommt er wohl ein paar Jahre zu spät..
    7 0 Melden

Der nette Herr Molina

Ex-Juso Präsident Fabian Molina ist seit gut 100 Tagen im Nationalrat – und mit 27 Jahren der jüngste Parlamentarier im Bundeshaus. Grund genug, um mit dem Zürcher einen Kaffee zu trinken, ein paar Zigaretten zu rauchen und über die grossen Themen zu plaudern.

Fabian Molina sitzt schon seit einer Weile am Tisch nebenan, aber die äusserliche Unscheinbarkeit lässt ihn verschmelzen mit der lustig-zusammengewürfelten Ausseneinrichtung dieses Treatment-Cafés in den Ausläufern des Zürcher Kreis 4. Vielleicht liegt es auch daran, dass er in einem dieser Strandkörbe sitzt, die überall ausser auf Sylt und in vernachlässigten Hinterhofgärten fürchterlich deplatziert wirken, und zudem Kopf und Oberkörper ihrer Bewohner wegschlucken.

Kurz: man sieht ihn nicht.

Er …

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