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Prozess in Meilen: Hat eine Frau (46) den Mord an der eigenen Mutter in Auftrag gegeben?



Vor dem Bezirksgericht Meilen ZH müssen sich heute Donnerstag vier Beschuldigte wegen der Tötung einer 73-jährigen Ärztin verantworten. Darunter ist auch ihre eigene Tochter. Sie soll die Tötung ihrer Mutter in Auftrag gegeben haben, um an das Erbe zu kommen.

Bezirksgericht Meilen. (Bild: watson)

Das Bezirksgericht in Meilen.

Beim Opfer handelt es sich um eine 73-jährige Frau, die in der Stadt Zürich eine Praxis als Hautärztin führte und allein in Küsnacht an der Goldküste wohnte. Ihr Leben endete in der Nacht auf den 20. August 2016.

Ihr Sohn, der sie besuchen wollte, entdeckte die Leiche. Der Staatsanwalt beschuldigt nun die heute 46-jährige Tochter. Sie soll die Tötung ihrer Mutter in Auftrag gegeben haben, weil sie auf das Millionen-Erbe spekuliert habe.

Vor Gericht stehen neben der Tochter ein 36-jähriger Bauarbeiter, ein 31-jähriger Barkeeper und ein 28-jähriger Motorradmechaniker. Diese drei sollen der Tochter bei der Verwirklichung ihres Planes geholfen haben. Alle vier Beschuldigten sind Schweizer.

Klarsichtfolie übers Gesicht

Laut Staatsanwalt wurde die Frau erstickt, indem ihr Klarsichtfolie übers Gesicht gespannt oder ein Kissen aufs Gesicht gedrückt wurde, während man sie an den Armen festhielt. Dann steckten die Männer Uhren, Geld und Bankkarten ein und flüchteten.

Die Beute teilten sie sich auf. Noch bevor die Konten gesperrt wurden, hob der Bauarbeiter mit den Bankkarten – zu denen die Tochter laut Anklage die Zugangsdaten lieferte – Geld ab und ging shoppen. Rund einen Monat nach der Tat wurde er als erster der vier Beschuldigten festgenommen.

Die Strafanträge des Staatsanwalts und die Anträge der Verteidiger werden erst während des Prozesses publik gemacht. Für die Verhandlung sind sechs Tage eingeplant. Das Urteil folgt zu einem späteren Zeitpunkt. (sda)

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