Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

Die Bevölkerung liebt den Dirok Market an der Zürcher Limmatstrasse – der Immo-Riese Wincasa nicht so sehr. 
Bild: watson/rar

«Wir bleiben!» – wie sich der Zürcher Kreis 5 gegen einen Immo-Riesen auflehnt

Dem Kreis 5 reicht's: Die Immobilienverwalterin Wincasa versucht kleine Läden unter fragwürdigen Begründungen zur Schliessung zu zwingen. Die Mieter fürchten um ihre Existenzen. Die Kreisbewohner starten eine Petition. 



Die Kunden, die an diesem Donnerstagmorgen an der Kasse des Dirok Market im Zürcher Kreis 5 stehen, müssen nicht lange für eine Unterschrift überredet werden. «Petition – für den Verbleib vom Gemüseladen Dirok ohne schikanöse Auflagen», fordern die Unterzeichnenden. Innerhalb einer Viertelstunde ist das erste A4-Blatt fast voll. 

«Viel Glück», haucht eine junge Kundin, legt den Stift wieder hin und schnappt sich ihre Einkaufstüte voller frischem Gemüse. Fatma Yapici beisst sich auf die Lippen. Sie steht an der Kasse und versucht das Tagesgeschäft möglichst normal zu aufrecht zu erhalten. «Ich kämpfe, wir bleiben hier», sagt die 50-Jährige immer wieder, «noch ist nicht alle Hoffnung verloren.»

Bild

Fatma Yapici an der Kasse. Ein Kunde unterschreibt die Petition für den Dirok Market.
Bild: watson/rar

Dieser Laden ist ihre Existenz, seit 17 Jahren führt sie ihn gemeinsam mit ihrem Mann. Auch ihr Sohn hilft mit. Der kleine Lebensmittelladen ist beliebt im Quartier. Kaum machte der Tages-Anzeiger bekannt, dass die Immobilienverwalterin Wincasa die Familie unter Druck setzt, startete die Gruppe 5im5i die Petition. «Wir wollen, dass das Problem der Vertreibung von Läden aus dem Kreis 4 und 5 in der Öffentlichkeit besser wahrgenommen wird», sagt Sprecher Heinz Nigg. «Und, dass sich Widerstand gegen diese Vertreibung zu formieren beginnt.»

Das Vorgehen der Immobilienverwalterin Wincasa ist bizarr: Als der aktuelle Mietvertrag der Familie Yapici nach fünf Jahren erneuert werden sollte, verlangte sie plötzlich «ein neues Konzept» für den Lebensmittelladen. Begründung: Der nahegelegene Denner und die Migros verkaufen bereits Lebensmittel. 

Für Fatma Yapici ist das eine unmögliche Anforderung: «Was soll ein Lebensmittelladen denn tun, wenn nicht Lebensmittel verkaufen?», fragt sie. Ihr Sohn Mehmet macht sich Sorgen um seine Eltern: «Der Laden ist alles, was sie haben. Er lief gut und der Gewinn reichte zum Leben», sagt er im Video. Er glaubt, die Grossverteiler stecken hinter dem Ganzen, weil die Preise im Dirok tiefer sind. Die Eigentümer der Immobilie ist ein Immobilienfonds der Credit Suisse, in den Schweizer Pensionskassen anlegen. Im vergangen Jahr liess der CS-Fonds die Wohnungen über dem Laden von Grund auf modernisieren und die Mietpreise erhöhen. 

abspielen

Video: watson.ch

Dass es um Konkurrenz geht, glaubt Elena Marti nicht, Präsidentin der Jungen Grünen Zürich. Für sie ist klar: «Hier geht es um Aufwertung». Die orientalischen Läden sollen zahlkräftigeren Mietern weichen, die Gemüseauslagen von der Strasse verschwinden. 

Elena Marti hat sich, als sie am Morgen davon erfuhr, kurzentschlossen aufgemacht, um die Petition zu unterstützen und die Betroffenen zur Zusammenarbeit zu bewegen. Im EGE Import Export diskutiert sie mit Erol Kutlu. Ihm gehört der zweite orientalische Lebensmittelladen, nur ein paar Blocks vom Dirok entfernt. Auch ihn will Wincasa loswerden. 

abspielen

Video: watson.ch

Kutlu wirkt verzweifelt. Das grosse Lebensmittelgeschäft mit dazugehörender Metzgerei, Imbiss und Barbierladen ist sein Lebenswerk. Seit 24 Jahren wirtschaftet er hier – erfolgreich: Der Laden ist längst nicht nur für Türken und Kurden Anlaufstelle für nahöstliche Köstlichkeiten und Halal-Fleisch. «Ich verliere alles», sagt Kutlu, «Ich habe zwischen 500'000 und 800'000 Franken in diesen Laden investiert», sagt er.  

Bild

Erol Kutlu fürchtet sein Lebenswerk zu verlieren.
Bild: watson/rar

Auch von Kutlu wollte Wincasa ein neues Konzept, ohne Lebensmittelhandel. Kutlu prozessierte und verlor vor dem Bezirksgericht. Bis der Termin am Obergericht stattgefunden hat, will Kutlu bleiben. Wincasa hat die Räumlichkeiten bereits wieder zur Miete ausgeschrieben. 

Das könnte dich auch interessieren:

Alle gegen Trump: Demokraten treten an zum ersten TV-Duell

Link zum Artikel

Wer in Europa am meisten Dreckstrom produziert – und wie die Schweiz dasteht

Link zum Artikel

25 Bilder von Sportstars, die Ferien machen

Link zum Artikel

Mit diesen 10 Apps pimpst du dein Smartphone zum Büro für unterwegs

Link zum Artikel

Holland ist aus dem Häuschen, weil diesem Schwimmer gerade Historisches gelang

Link zum Artikel

Schneider-Ammanns Topbeamter gab vertrauliche Infos an Privatindustrie weiter

Link zum Artikel

Weshalb die Ära Erdogan jetzt schneller vorübergehen könnte, als du denkst

Link zum Artikel

Das sind die besten Rekruten der besten Armee der Welt

Link zum Artikel

9 «Ratschlag»-Klassiker, die du dir in Zukunft einfach mal sparen kannst

Link zum Artikel

Christian Wasserfallen nicht mehr FDP-Vize – wegen der Klimafrage?

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

45
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
45Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Alain L 12.03.2016 20:16
    Highlight Highlight Noch mehr Verdrängung der alteingesessenen Quartierläden trägt bei, dass Zürich immer langweiliger und charakterloser wird. Damit das nicht so weitergeht haben wir die Initiative www.shoplocal.ch gestartet.
  • ZHR8037 11.03.2016 08:51
    Highlight Highlight Hier noch die FB Gruppe, Retten wir Dirok Market
  • Kstyle 11.03.2016 08:18
    Highlight Highlight Die Stadt soll sich darum kümmern wie ein Gebiet auszusehen hat und nicht eine Immobiliengesellschaft. Das sind doch nur billige tricks um die Miete zu erhöhen. Was soll daraus werden ein weiter Hipsterladen???
  • Andeli 11.03.2016 07:25
    Highlight Highlight Wo ist die FB Gruppe? Statt hier zu labern, sollten wir der Familie nicht helfen, gerade so ein Konzept zuerstellen? Ich bin mir sicher, unter all den Komentatoren hat jemand, der dies kann. Interessiert?
  • Marin Baechli 10.03.2016 23:27
    Highlight Highlight Schweiz Style.
    • 有好的中国老虎 friendly chinese Tiger 11.03.2016 08:13
      Highlight Highlight ich denke eher Kapitalismus style.
      Mit chiki miki Läden macht man halt mehr Geld als mit so einem Laden. Aber wer solche Läden möchte, kann auch an die Bahnhofstrasse gehen, dort hat es mehr als genug.
  • ZHR8037 10.03.2016 23:25
    Highlight Highlight Wir müssen was gegen Wincasa machen. Hier die Facebook Gruppe für die Rettung vom Dirok Market im Kreis5. Bitte teilen, mehr Infos usw werden noch folgen.

    https://www.facebook.com/groups/1067717109917444/

    Gruss
    • Statler 11.03.2016 01:14
      Highlight Highlight Wie heisst die gruppe? Finde sie nicht in der facebook app und der link führt auf dem handy auf die fb-seite (und ich hab logo mein pw nocht zur hand)
    • Fumo 11.03.2016 08:17
      Highlight Highlight "und ich hab logo mein pw nocht zur hand"

      logo? für dich ist es echt logisch seinen PW "nicht zur Hand" zu haben? o.O
    • ZHR8037 11.03.2016 08:44
      Highlight Highlight Die Gruppe ist auf FB: Retten wir Dirok Market
    Weitere Antworten anzeigen
  • langestrasse 10.03.2016 23:13
    Highlight Highlight ganz ehrlich gesagt - ja, es geht um aufwertung! nicht dass der kleine laden schliesst, sondern sich gedanken macht wie er in ein neues gesamtkonzept der umgebung passt - kein liebloser plastikregal-billigladen sondern einer welcher der abstammung der inhaber mit ihrem lokalem charme gerecht wird. ich wohne an der langstrasse und kaufe grundsätzlich nur bei lokalen läden ein die mir das gefühl geben etwas von der kultur der inhaber mitzuerwerben, da schmeckt das gekochte auch gleich ganz anders - sonst kann ich auch zum grossverteiler gehen
    • maljian 11.03.2016 06:32
      Highlight Highlight Aber das ist ja nicht das Problem.

      Sie sollen ein neues Konzept ohne Lebensmittel einreichen und dann hast du den kleinen Laden so auch nicht mehr.
    • arriving somewhere but not here 11.03.2016 06:45
      Highlight Highlight Haha, das Gesamtkonzept der Umgebung... Klingt aber auch mehr nach "Plastic" und "künstlich" statt nach "natürlich" und "Kulturvielfalt"! 🤔
    • Kstyle 11.03.2016 08:21
      Highlight Highlight Das ist wie wen du vom Metzger verlangst er soll jetzt Bäcker werden. Was soll er verkaufen nochmehr Kleider?
  • De Felix 10.03.2016 21:24
    Highlight Highlight Die Aufwertung lässt grüssen 😠🖕🏿
  • Rabautax 10.03.2016 20:35
    Highlight Highlight Sehr schade... den das sind Läden die mit liebe geführt werden. Immer freundliches Personal und gute Beratung.
    • AJACIED 10.03.2016 21:24
      Highlight Highlight Was brauchst du beim Gemüse für eine Beratung?
    • whatthepuck 10.03.2016 23:16
      Highlight Highlight Soviele Blitze obwohl er einfach nur recht hat. Freundliches Personal ist ein klares Plus, aber die Beratung braucht doch niemand wenn er Spinat oder Tomaten kauft. Es ist zum Lachen manchmal...
    • Seebär 11.03.2016 00:53
      Highlight Highlight @AJACIED Ich Kaufe grundsätzlich bei kleinen Läden ein als bei grossen Multis, weil es persönlicher ist und eine Beratung bekomme wie ich das Gemüse kochen soll und was dazu passt. Die kleinen Läden arbeiten oft 365 Tage bis 22.00 Uhr, da weiss ich das mein Geld an Leute geht die hart arbeiten. Und wenn ich mal wieder mein Portemonnaie im Geschäft liegen lassen hab, kann ich es aufschreiben lassen. Ist doch sympatischer, oder nicht?
  • Big ol'joe 10.03.2016 20:14
    Highlight Highlight Das ist so mit der zweiten Säule! Wir zahlen in jeglicher Hinsicht!
    Wegen negativen Zinsen drängen institutionelle Anleger immer mehr in den Immobilienmarkt, blasen den auf und verdrängen jegliche Kultur. Folge: Hohe Mietkosten, unnötiger Wohnungsbau vor allem im oberen Preissegment und schlussendlich der Crash der Blase, welche auch wieder der Steuerzahler blechen muss! In der Zwischenzeit: Zerstörung jeglicher Initiativen von einfachen Menschen, welche einen urbanen Raum überhaupt erst beleben.
    Schluss mit der zweiten Säule, ja zum bedingungslosen Grundeinkommen!
    • Mehmed 11.03.2016 08:38
      Highlight Highlight die svp hat die aussperrung der bösen ausländer als lösung für ALLE probleme identifiziert (hohe mieten, dichtestress etc). andere scheinen das BGE als lösung für alle probleme anzupreisen.
      ich könnte jetzt noch das gelobte paradies anpreisen als lösung. dann haben wir alle was zum träumen und müssen die probleme in unserem alltag nicht lösen.
    • Big ol'joe 11.03.2016 09:05
      Highlight Highlight Ja ne, sorry. Das BGE ist natürlich keine Lösung für alles. Hab ich auch nicht gesagt. Ich sage: Das Kapitaldeckungsverfahren funktioniert nicht. Die Renten können nur über das laufende Volkseinkommen finanziert werden (Mackenroth, 1952).
      Als Lösung (oder Versuch) schlage ich das BGE vor, Säule 3 nach wie vor möglich. Aber institutionelle Anleger müssen aufgelöst werden.

      Natürlich BGE ist keine Lösung für Rassismus, Naturschutz, Verkehr etc. Aber ein neuer Schritt, weil die alten Rezepte wohl nicht mehr funktionieren.
  • nimmersatt 10.03.2016 19:49
    Highlight Highlight wenn sich pensionkassen gegen ihre eigene klientel wenden!
  • ZHighlander 10.03.2016 19:44
    Highlight Highlight Ist ja der Wahnsinn! Typisch Pensionskasse, jetzt wollen die mehr Geld damit sie den Pensionären ihre Renten bezahlen können. Und das beim heutigen, tiefen Zinsumfeld! Besser wäre es wohl gewesen, wenn das linke Schlagwort "Rentenklau" vor ein paar Jahren an der Urne nicht gezogen hätte und der Umwandlungssatz hätte gesenkt werden können.
    • Tilman Fliegel 11.03.2016 09:04
      Highlight Highlight Besser wäre gewesen, die AHV auszubauen, als mit der zweiten Säule Unsummen von Geld diesem institutionellem Investitionszwang zu unterwerfen.
  • Plöder 10.03.2016 18:51
    Highlight Highlight Gentrifizierung in Reinform
    Ich sag nur eins: "Gentrifiziert eure Mütter" ;-)
    Play Icon
    • JaneSodaBorderless 10.03.2016 21:07
      Highlight Highlight Yeah!
  • Gutelaunetyp 10.03.2016 18:41
    Highlight Highlight Einfach nur schade. Es verschwinden immer mehr kleine, aber wichtige Quartierläden, die einem Quartier erst den richtigen Pepp verleihen.
    • Lichtblau 10.03.2016 23:32
      Highlight Highlight Betreffend "Aufwertung": Gegenüber den stieren, überall gleichen Migros- oder Coop-Filialen sind solche individuellen "Gmüesler" geradezu der Inbegriff von Style. Das gilt ja wohl auch für die neuen Anwohner, die sich teure Wohnungen leisten können. Wer will schon Massenware, wenn er es speziell haben kann?
  • maljian 10.03.2016 18:36
    Highlight Highlight Ich weiss nicht wie die Situation vor 5 Jahren war, aber auch zu dem Zeitpunkt wird es schon einen Migros und Denner gegeben haben, und da war dann noch alles in Ordnung?

    Grade bei 17 und 24 Jahren, gibt es da nicht irgendwann ein Geeohnheitsrecht?
    Welche Begründung hat das Gericht bei dem Urteil geliefert?

    Ich hoffe es kommt für die Läden gut.
  • koks 10.03.2016 18:17
    Highlight Highlight tja, das wird erst der anfang sein, seit die paar grossen börsenkotierten immobilienkonzerne (hier sps als besitzerin der wincasa) begonnen haben, in zürich grundstücke zusammenzukaufen. der ganze äussere kreis 5 gehört zur mehrheit 4 solchen konzernen. die tun das nicht aus nächstenliebe, sondern um ihren aktionären hohe rendite zu bescheren. ironie in der sache: bei der letzten abstimmung haben wir genau diesen immobilienkonzernen steuergeschenke gemacht, mit der reduktion der grundbuchgebühren.
    • Andeli 11.03.2016 07:20
      Highlight Highlight Und ich ham mich einmal mehr gefragt, wer die Auflagen gelesen hat, oder ob diese verstanden worden sind.
  • Kibar Feyzo 10.03.2016 18:13
    Highlight Highlight Super Aktion Watson!
  • Zürischnure 10.03.2016 18:11
    Highlight Highlight Wahrscheinlich winkt eine Grati von Migros, dem gehört ja auch Denner.
    Sauerei.
    • Baba 10.03.2016 23:10
      Highlight Highlight Was hat jetzt die Migros mit der Wincasa zu tun??? 😒
  • seventhinkingsteps 10.03.2016 18:09
    Highlight Highlight Neiiiiin, kann man die Petition online unterschreiben? Solche Läden sind der Hammer, vor allem für importierte Gewürze. Die New Asia Läden sind auch genial, wenn man gerne mal asiatisch kocht, super Curry-Gewürze für 2 Franken pro riesen Sack. Das wäre ein grosser Verlust, ich habe keine Lust zuerst 3 Migros-Filialen abklappern zu müssen um ganzen Kardamom für den doppelten Preis zu finden oder irgendein überteuertes Sushi-Kit im Coop kaufen zu müssen. Ich muss mich jetzt schon an das der Nachfrage angepasste Migros-Sortiment in meiner reicheren Wohngemeinde anpassen.
  • Lexxus0025 10.03.2016 18:07
    Highlight Highlight Hier gibts eh nix anderes als migros/denner und coop. (Getarnt unter verschiedenen namen) Schon wenn man in züri nen laden mit ezigaretten eröffnen will wirds schwierig, jetzt kommen noch kleine lebensmittelläden dazu.
    Wieso schliessen sie dann nicht den denner, davon hats eh genug.
    Schönes duopol. Stadt sieht eben anders aus.
    • Fumo 11.03.2016 08:23
      Highlight Highlight Den Denner in der nähe schliessen? Wo soll denn die Migros das Alkohol und den Tabak verkaufen? ;)
  • Tilman Fliegel 10.03.2016 17:54
    Highlight Highlight Erstaunlich, dass der Vermieter vom Laden ein Konzept verlangen kann. Solange das Geschäft läuft und die Miete bezahlt wird, sollte doch alles ok sein.
    • Reto Disk 10.03.2016 18:50
      Highlight Highlight Genau das stösst mir auch sauer auf. Der Laden läuft gut, die Miete kommt rein, die Nutzung entspricht dem seinerzeit vereinbarten Zweck der Objektnutzung. In welchem Land leben wir denn, dass die Vermieter den Unternehmern "Konzeptänderungen" aufzwingen können?
    • Citation Needed 11.03.2016 00:33
      Highlight Highlight Als der Limmatplatz zu Drogenszene-Lettenzeiten runtergekommen war, nahm man wohl jeden Mieter gern. Jetzt, wo das Quartier boomt, will die Besitzerin optimieren.. Kurzlebige Dankbarkeit und Loyalität! Damals trugen die Mieter das Risiko. Jetzt, wo's aufwärts geht, will der Vermieter Kohle..

Das Gefecht zum Waffenrecht: «EU will Entwaffnung» – «Schützen haben Kindergartenniveau!»

Wenn die Schweiz die neuen EU-Waffenregeln nicht übernimmt, droht ihr der Ausschluss aus dem Schengen-Abkommen. Steht wirklich die Sicherheit der Schweiz auf dem Spiel? Im Streitgespräch schiessen Grüne-Nationalrätin Aline Trede und SVP-Politiker Hans-Ueli Vogt scharf gegeneinander.

In Bern entlockt Grünen-Nationalrätin Aline Trede (35) mit ihrem Humor auch mal bürgerlichen Ratskollegen ein Lächeln. Als sie in der watson-Redaktion auf ihren Kontrahenten, den SVP-Nationalrat und Rechtsprofessor Hans-Ueli Vogt (49) trifft, reisst sie keine markigen Sprüche. Zu aufgeladen ist das Thema.

Kommen wir gleich zur Sache: Wann haben Sie zum ersten Mal in Ihrem Leben eine Flinte hervorgeholt? Hans-Ueli Vogt: Als 14-jähriger Sekschüler ging ich ins Armbrustschiessen. Danach machte …

Artikel lesen
Link zum Artikel