Schweiz
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Wie ein Vermieter die Stadt Zürich abzockt: Eine Reportage aus den Flüchtlingshäusern an der Bucheggstrasse

Schamlose Vermieter nutzen die Not von Flüchtlingen aus, um Kleinstwohnungen zu Wucherpreisen an den Mann zu bringen. Die Stadt ist dagegen machtlos. Ein Augenschein in drei Häusern an der Bucheggstrasse in Zürich. 



Seit ihr Vater auf eigene Kosten den grauen Linoleum-Boden durch Laminat ersetzt hat, nimmt Nalika* manchmal Freundinnen mit nach Hause. Sie schämt sich weniger, seit auch die gelben Flecken an der Decke, die ihr Vater vorher immer wieder mit weisser Farbe übermalt hat, nicht mehr auftauchen. Er hat das Wohnzimmer ganz blau gestrichen. 

Leider fehlt das Fenster. Vor etwa eineinhalb Jahren hat ihr Vermieter es zugemauert. Er hatte ihr und ihren Eltern und zwei Brüdern versprochen, dass sie dafür ein Zimmer mehr erhalten würden. Davon war später nie wieder die Rede. 

Bucheggstrasse, urs walter tschenett

Um die Elektrizität kümmert sich Nalinkas Vater selber.  Bild: watson/rar

Die 14-jährige Nalika aus Sri Lanka lebt mit ihrer Familie seit acht Jahren in dieser kleinen 3,5-Zimmer-Wohnung in einem heruntergekommenen Haus an der stark befahrenen Zürcher Bucheggstrasse – für 1632 Franken pro Monat. Ihr Vermieter heisst Urs Tschenett, und was Nalinka passiert, hat System. 

So viel System, dass selbst die Stadt Zürich und die Asylorganisation AOZ, die für die Sozialhilfe und Unterbringung von Asylsuchenden, vorläufig Aufgenommenen und anerkannten Flüchtlingen zuständig sind, machtlos sind. 

Gleich über Nalika und ihrer Familie bewohnen Amal* und ihre Mutter aus Somalia den Estrich. Aus dem Hahn in der winzigen Kochnische kommt nur kaltes Wasser. Die gammlige Toilette teilen sich die beiden mit einer anderen Familie. «Morgens ist es mühsam, wenn ich duschen will und das Bad besetzt ist», sagt Amal. Die 18-Jährige macht ein Praktikum als Hauswirtschafterin. Sie hat eine uneingeschränkte Aufenthaltsbewilligung. Ihre Mutter ist anerkannter Flüchtling. Von anderen Flüchtlingen habe sie von den Häusern an der Bucheggstrasse gehört.

Bucheggstrasse, urs walter tschenett

Küche der 1.5-Zimmer-Wohnung von Amal und ihrer Mutter. Kostenpunkt: 1400 Franken pro Monat.  Bild: watson

Sie nahmen lieber diese als gar keine. Mühsam, dass kein Schrank in die abgeschrägte Estrich-Wohnung passt. «Aber wenigstens haben wir keine Kakerlaken, wie die im Keller», sagt Amal. Die ungefähr 35 Quadratmeter grosse Wohnung kostet sie und ihre Mutter monatlich 1400 Franken – exakt den Maximalbetrag, den die Sozialhilfe für einen Zweipersonen-Haushalt übernimmt. AOZ-Direktor Thomas Kunz geht davon aus, dass der Vermieter die Zinsen gezielt an dieser Maximalgrenze ansetzt, sagt er gegenüber dem «Tages-Anzeiger».

Bucheggstrasse, urs walter tschenett

Leben auf 35 Quadratmetern: Wohnzimmer und Küche von Amal, dahinter ein kleines Schlafzimmer für sie und ihre Mutter.  Bild: watson

Ein Haus weiter – im Keller – reagiert zunächst niemand auf ein Klopfen. «Das ist eine Wohnung, gehen Sie weg», vernimmt man kurz darauf hinter der verschlossenen Tür. «Uns geht es gut. Aber wir können die Tür nicht öffnen. Fragen Sie mal oben, ob die einen Schlüssel haben.»

Bucheggstrasse, urs walter tschenett

Einen Keller hat niemand an der Bucheggstrasse. Diese sind zu Wohnungen umfunktioniert.   Bild: watson

Die oben haben keinen Schlüssel. Sacdiya* ist alleine mit ihren beiden Kindern zu Hause. Der Somalier, mit dem sie ihre 2,5-Zimmer-Wohnung teilt, sagt am Telefon, sie solle ihr Zimmer lieber nicht fotografieren lassen. Sie könnte rausgeschmissen werden. Er bezahlt für sein Zimmer 900 Franken – den Maximalbetrag für einen Einpersonen-Haushalt vom Sozialamt. Das kleinere Zimmer gehört Sacdiya. Wegen ihrem einen Kind schlug der Vermieter ihr noch 200 Franken Miete drauf. Den Säugling hat der Vermieter noch nicht bemerkt. 

Sacdiya weiss, dass ihr Vermieter sie ausnutzt. «Aber ich bin froh, überhaupt eine Wohnung zu haben», sagt sie. Genau wie Filan*. Sie bewohnt mit ihrer 14-jährigen Tochter ein Zimmer im Untergeschoss des Neubaus, der die beiden alten Häuser an der Bucheggstrasse verbindet. Er ist der Grund, warum die kleine Nalinka ihr Wohnzimmerfenster verloren hat. Im Treppenhaus mit minimalstem Ausbaustandard überwiegen Beton und fleckige Wände. Der Briefkasten lässt nur erahnen, wie viele Menschen hier wohnen. 

Bucheggstrasse, urs walter tschenett

Ein Zimmer für Filan und ihre jugendliche Tochter. Küche und Bad teilen sie mit sechs Fremden. Kostenpunkt: 1400 Franken. Bild: watson

Die 5-Zimmer-Wohnung mit Küche und kleinem Bad teilen sich Filan und ihre Tochter mit sechs Fremden. Ihr Zimmer kostet exakt 1400 Franken. Im Zimmer nebenan wohnt eine Somalierin mit ihren zwei Kindern. Miete: 1250 Franken. Vis-à-vis ist vor ein paar Tagen ein Vater mit Frau und Kind aus seinem rund acht Quadratmeter grossen Zimmer mit kleinem Klappfenster ausgezogen: 900 Franken waren ihm zu viel. «Das Zimmer wird nicht lange leer bleiben», sagt Filan. 

Die Zimmer an der Bucheggstrasse bleiben nie lange leer. Anerkannte Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommene müssen sich wenn möglich selber um ihre Mietverträge kümmern. Vermieter Tschenett lässt sich gültige Mietverträge unterschreiben. Und verzweifelte Flüchtlinge unterschreiben vieles. 

Zu seinen Mietkalkulationen will Tschenett keine Auskunft geben.

*Namen von der Redaktion geändert

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39Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Donald 02.06.2015 20:39
    Highlight Highlight Und warum bezahlt die Sozialhilfe so etwas? Könnte man sich das nicht auch fragen?
    • Saraina 04.04.2017 08:56
      Highlight Highlight Weil es keine Alternative gibt? Weil das Sozialamt nicht die Mitarbeiter hat, um jede einzelne Wohnung jedes Klienten selber zu besichtigen?
  • Chlinae_Tigaer 02.06.2015 14:57
    Highlight Highlight Zitat; Schamlose Vermieter nutzen die Not von Flüchtlingen aus. Zitatende

    Schamlose Vermieter nutzen nicht nur die Not von Flüchtlingen, sondern ebenso die Not vieler Schweizer aus. (Ja, das gibt's tatsächlich... Schweizer die in Not sind, unglaublich gelle. Und es gibt mehr davon als man denken würde.)

    Aber das ist natürlich nie so reisserisch wie als das die Not von Flüchtlingen ausgenutzt wird.

    Und interessiert auch (fast) niemanden.
  • Robert K. 02.06.2015 11:31
    Highlight Highlight Die Stadt ist dagegen machtlos. NEIN. Sie könnte die Liegenschaften als ganzes anmieten und weitervermieten. Dieses Vorgehen würde die Kosten für die Unterbringung von Flüchtlingen senken.
  • Karl33 02.06.2015 11:15
    Highlight Highlight Im Gegensatz zum Tagi getraut sich Watson nicht, den Namen des Vermieters zu nennen. Finde ich schwach. Sind da ev. finanzielle Abhängigkeiten von den Geldgebern und Werbekunden aus der Immobilienlobby wichtiger als die Information der Leser?
    • Karl33 02.06.2015 11:40
      Highlight Highlight sorry, gesehen, ist doch da. schwach von mir. ich entschuldige mich bei der redaktion.
    • Rafaela Roth 02.06.2015 12:48
      Highlight Highlight ;)
  • Roman Rey 02.06.2015 11:08
    Highlight Highlight An die, die den Flüchtlingen ein Messie-Syndrom unterstellen: Habt ihr schon Mal alle eure Besitztümer plus die eurer Familie in einem Wohnungszimmer untergebracht?
    • Rafaela Roth 02.06.2015 12:48
      Highlight Highlight Danke, Roman!
    • Chlinae_Tigaer 02.06.2015 15:06
      Highlight Highlight Ich wusste gar nicht, das Flüchtlinge mit Teppichen und Ventilatoren und Laptops, Sofas, Tischen, Lampen usw usw flüchten.

      Die Vollmüllung liegt definitiv nicht an der Grösse der Wohnung, oder gar am Vermieter, sondern liegt allein an den Mietern.
      Auch wenn diese keine Messies sind, liegt es doch an ihnen. Und an niemandem sonst.
    • Chlinae_Tigaer 05.06.2015 11:56
      Highlight Highlight Also an jene, die da ein Minus gegeben haben... ihr seid dann wohl die Extrem-Radikal-Ultra-Linken?

      Da ihr nicht mal einsehen wollt, das es in der Küche aus Hygienischen Gründen keine Teppiche hat (nicht so wie auf einem Bild klar zu erkennen ist).

      DAS meinte ich, um nur ein Beispiel zu nennen.

      Zitat; Die Vollmüllung liegt definitiv nicht an der Grösse der Wohnung, oder gar am Vermieter, sondern liegt allein an den Mietern. Zitatende

      Aber vielleicht drückt ihr ja auch nur aus Prinzip ein Minus, ohne den Beitrag wirklich zu lesen, oder zu verstehen.
  • Lowend 02.06.2015 11:04
    Highlight Highlight So bald irgendwo die Worte "Flüchtling" oder "Asyl" usw. stehen, darf man sofort die widerlichen Kommentare der rechten Saubermänner und deren sozialdarwinistische Hasspredigten lesen, die alles daran setzen, die Opfer zu Tätern zu machen und sich nicht zu schade sind, selbst die grössten Abzocker und Verbrecher in Schutz zu nehmen, nur weil sie den richtigen Pass haben. Im Grunde sind diese rechten Schweizer Auftragshetzer noch armseliger, als die geldgierigen Vermieter dieser Bruchbuden?
    • poga 02.06.2015 12:08
      Highlight Highlight Zum Glück bist ja du da und errinnerst uns daran.
    • Lowend 02.06.2015 12:15
      Highlight Highlight Mach ich doch gerne, poga!
    • Babalu 02.06.2015 21:33
      Highlight Highlight Lowend, du sprichst mir aus der Seele.
  • ⚡ ⚡ ⚡☢❗andre ☢ ⚡⚡ 02.06.2015 10:33
    Highlight Highlight Aufgepasst an die Knallköpfe, die den Bewohnern oder Asylsuchenden irgendwelche Vorwürfe mache: Der Vermieter bereichert sich auf deine und meine Kosten, weil unsere Steuern die Miete zahlen. Logisch, einem Flüchtling ist schon geholfen, wenn er nicht mehr flüchten muss, aber findest du es nicht unfair, was mit deinen Steuerngelder hier gemacht wird?
    • Kronrod 02.06.2015 11:24
      Highlight Highlight Findest Du nicht, die Stadt ist auch ein wenig mitverantwortlich, wenn sie so mit unserem Geld umgeht?
  • Sagitarius 02.06.2015 10:14
    Highlight Highlight Das einzig problematische ist hier das Preis/Leistungs-Verhältnis!
    Da sollte man ansetzen!
    Das der Vermieter hier scheinbar die Wehrlosigkeit der Mieter ausnutzt, ist in meinen Augen eine Disaster und das die entsprechenden Ämter da zuschauen und sich hinter des Selbstverantwortung der jeweiligen Betroffenen versteckt macht die Sache auch nicht besser!
    Im weiteren könnte der Mieter auch ein wenig für Ordnung sorgen!
    • SanchoPanza 02.06.2015 11:19
      Highlight Highlight die Ämter sind schon froh wenn sich überhaupt einen Vermieter finden der Flüchtlinge wohnen lässt! Glaubst da reissen sie sich drum?! Die Ämter sind SEHR darauf bedacht möglichst kostengünstige Lösungen zu finden (auch wegen solcher Berichterstattungen), aber wenn die Flüchtlinge niemand akzeptiert muss man nehmen was es hat. Sie können nicht die Vermieter zwingen günstigere Wohnungen anzubieten!
  • zombie1969 02.06.2015 09:54
    Highlight Highlight "Schamlose Vermieter nutzen die Not von Flüchtlingen aus, um Kleinstwohnungen zu Wucherpreisen an den Mann zu bringen"
    Konkret:
    Schamlose Vermieter nutzen Wirtschaftsflüchtlinge aus, um Kleinstwohnungen zu Wucherpreisen auf Steuerzahlers Kosten an den Mann zu bringen.
    • Lowend 02.06.2015 10:47
      Highlight Highlight Und wer vertritt die Interessen der Vermieter im Parlament und welche Partei bekämpft denn jede Verbesserung der Rechte für die Mieter?
  • Kronrod 02.06.2015 09:25
    Highlight Highlight Die Lösung ist doch einfach: bessere Wohnungen suchen. Wenn das Preis/Leistungsverhältnis so mieserabel ist, wie Watson behauptet, dürfte das kein Problem sein.
    • ⚡ ⚡ ⚡☢❗andre ☢ ⚡⚡ 02.06.2015 11:29
      Highlight Highlight Finde mal jemand der an einem Flüchtling eine Wohnung vermietet....
    • Kronrod 02.06.2015 14:15
      Highlight Highlight Die Stadt hätte genügend eigene Wohnungen - es ist eine Frage des Willens.
  • Kronrod 02.06.2015 09:18
    Highlight Highlight In einem solchen Artikel den echten Namen des Vermieters zu nennen, ist journalistisch fragwürdig.
    • der nörgler 02.06.2015 09:43
      Highlight Highlight wieso? gilt bei ihm die Unschuldsvermutung? Was der abzieht ist eine Sauerei und der Schweiz nicht würdig. Unser Staat ist auf Grundwerten wie Solidarität aufgebaut. Leute, die sich auf Kosten anderer bereichern wollen, und zwar auf schäbigste Art und Weise, müssen damit rechnen, dass das nicht gut ankommt. Natürlich muss darüber mit vollem Namen berichtet werden. Auch er hätte in der Vergangenheit die Möglichkeit gehabt, sich anständig zu benehmen. Wenn er es nicht tut muss er halt mit den Konsequenzen leben.
    • Karl33 02.06.2015 11:16
      Highlight Highlight Ich sehe den Namen des Besitzers Urs. T nirgends genannt. Bisher hat sich nur der Tagi getraut, diesen zu nennen.
    • Kronrod 02.06.2015 11:30
      Highlight Highlight Um Selbstjustiz vorzubeugen. Was, wenn zum Beispiel ein aufgebrachter Watson-Leser die Pneus des Vermieters aufschlitzt? Wäre Watson dann gänzlich unschuldig an dem Vorfall? Was, wenn sich dazu noch herausstellte, dass Watson versehentlich den Namen falsch geschrieben hat und es einen anderen erwischt hat? Aus solchen Gründen sind Journalisten meist vorsichtig mit Namensnennungen. Alles schon vorgekommen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • thompson 02.06.2015 09:13
    Highlight Highlight Unglaubliche Zustände. Dieser Typ gehört in den Knast.
    Aber auch ein klares Zeichen an die Wirtschaftsflüchtlinge. Hier gibt es keinen Platz...
  • Wilhelm Dingo 02.06.2015 09:09
    Highlight Highlight Sorry: auch wenn das Haus nicht schön ist, bewohnbar ist es allemal wenn auch überteuert. Auch wenn man eng zusammen wohnt könnte man problemlos für Ordnung und Sauberkeit sorgen. Warum werden z.B. die kaputten Matratzen nicht von den Bewohnern entsorgt? Zeit hätten viele mehr als genug. Würde mich nicht wundern, wenn das Sozialdepartement ab und zu einen Putzdienst und das ERZ vorbei schickt...Dieser Bericht bestätigt leider nur die Vorurteile.
    • AdiB 02.06.2015 17:23
      Highlight Highlight und von welchem geld sollen sich dan diese flüchtlinge und asylanten neie matratzen kaufen? unser sozialamt ist in wirklichkeit nicht so sozial.
    • Saraina 04.04.2017 09:11
      Highlight Highlight Da dürfte bereits das Geld fürs Entsorgen der kaputten Matratze ein Problem sein. Und dass "Menschen aus armen Ländern" einen schlechteren Ordnungssinn haben, kann ich von meinen Reisen in solche Länder gar nicht bestätigen.

      Wahr ist aber, dass erlittener Verlust und grosse Not dazu führen kann, dass Dinge gehortet werden, die man "noch mal brauchen kann". Und solche Dinge werden in unserer Wohlstandsgesellschaft massenhaft auf der Strasse, in Brockenhäusern und auf Flohmärkten entsorgt.
  • dä dingsbums 02.06.2015 09:01
    Highlight Highlight Das AOZ könnte eine Weisung erlassen, dass keine neuen Mietverträge für Zimmer und Wohnungen in diesen Liegenschaften abgeschlossen werden dürfen. Dann würde sich das Problem mit der Zeit von selbst lösen und man würde die bestehenden Mieter nicht schaden.
    Wenn sich nichts ändert, macht dieser skrupellose Unmensch einfach weiter.
  • breeaakdancc 02.06.2015 09:01
    Highlight Highlight ich finde es traurig, dass es solche Sachen in der Schweiz vorkommen. Vielen Dank für diesen Beitrag. Ein Interview mit dem Vermieter wäre noch spannend.
    • Rafaela Roth 02.06.2015 09:42
      Highlight Highlight Der Hausbesitzer wollte sich bis anhin nicht äussern. Wir bleiben dran.
  • Amboss 02.06.2015 08:56
    Highlight Highlight Ich meine, mich zu erinnern, dass es eben beabsichtigt ist, Sozialhilfebezügern nicht eine Wohnung zuzuweisen, sondern dass sie sich selbst um eine kümmern und den Vertrag abschliessen dürfen.
    Es ging dabei, um das Thema Würde. Man wird nicht vom Staat bevormundet, sondern darf selbst Verträge abschliessen, die Wohnung auswählen usw...
    Das sind Auswirkungen davon.
    • exeswiss 02.06.2015 17:54
      Highlight Highlight es gibt einen betragsrahmen wieviel die wohnung maximal kosten darf. das der vermieter an die maximalgrenze der erlaubten mietgrenze geht, ist bei dem hauszustand nicht nur ethisch verwerflich sondern unter aller sau.
    • Amboss 02.06.2015 20:57
      Highlight Highlight @exeswiss: Klar ist es das. Es ist eine riesige Schweinerei. Aber was kann man dagegen machen?
      Scheint mir nicht so einfach zu sein. Man will ja eben genau nicht, dass ein Beamter die Sozialhilfe-Empfänger bevormundet und zu zum Mietvertrag sein ok gibt.
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