DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Polizei-Razzia in der An'Nur-Moschee in Winterthur, am Mittwoch, 2. November 2016. 
Am fruehen Mittwochmorgen hat die Kantonspolizei Zürich zusammen mit der Stadtpolizei Winterthur die An'Nur-Moschee in Winterthur durchsucht. Es handelt sich um den

Am 2. November fuhr die Polizei vor der Winterthurer Moschee auf. In der Folge nahm sie vier Personen fest. Bild: KEYSTONE

«Wusste nicht, was er sprach» – so verteidigt der An'Nur-Präsident den radikalen Imam

Nach seiner Freilassung aus der U-Haft gibt der Präsident der An'Nur-Moschee ein Interview. Dabei weist er jegliche Verantwortung von sich.



Anfang November nahm die Polizei während einer Razzia vier Mitglieder der An'Nur-Moschee fest. Drei davon sind wieder auf freiem Fuss. Einzig Imam Shaik Abudrrahman, der die Moschee zuletzt in die Bredouille gebracht hatte, bleibt weiterhin in U-Haft. Ihm wird vorgeworfen, zum Mord aufgerufen zu haben.

Ilir H., Präsident der Winterthurer An'Nur-Moschee, der nach seiner Verhaftung seit vergangenem Donnerstag wieder auf freiem Fuss ist, nimmt in einem Interview mit dem «Blick» Stellung. 

«Er hat einfach eine unpassende Rede aus dem Internet heruntergeladen und wusste nicht, was er sprach.»

Ilir H., Interimspräsident An'Nur-Moschee

Keine Verantwortung

Ilir H. spielt dabei die Aussagen des Imams herunter. Der Imam könne kein Arabisch. Er habe einfach eine unpassende Rede aus dem Internet heruntergeladen und «wusste nicht, was er sprach.»

Zur Erinnerung: Laut «Weltwoche» sagte der äthiopisch-stämmige Imam in einer Predigt auf Arabisch: «Jene aber, die nicht in die Gemeinschaft zurückkehren und nicht dort beten, sollten getötet werden.»

Ilir H. weist jegliche Verantwortung von sich. Er sei nur für Administratives und Finanzielles zuständig. «Der Inhalt der Predigten liegt nicht in meiner Verantwortung.»

Ermittlungen immer noch im Gange

Auch dass sich die Jugendlichen, die schliesslich von Winterthur aus in den Dschihad gezogen sind, radikalisierten, hat er nach eigenen Aussagen nicht bemerkt. «Es könnten Videos auf Youtube gewesen sein, die sie zur Dschihad-Reise bewogen haben.»

Laut der Zürcher Staatsanwaltschaft laufen die Ermittlungen gegen alle vier Festgenommenen weiter. Aus der U-Haft entlassen worden sind Ilir H. und die anderen beiden nur, weil die Befragungen durch sind.

(rwy)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Klimastreikende blockieren UBS und CS am Paradeplatz – 30 Personen vorläufig festgenommen

Die Klimastreikenden machen Ernst: Heute Morgen sind etwas über 100 Personen auf dem Zürcher Paradeplatz aufmarschiert. Ihr Ziel: Die Zugänge zu Credit Suisse und zur UBS blockieren. Sie wollen damit auf deren Investitionen in fossile Energien aufmerksam machen. Diese werden von den Aktivistinnen und Aktivisten scharf kritisiert.

Die Polizei ist mit einem Grossaufgebot vor Ort. Sie hat die Klimastreikenden gegen 8.15 Uhr aufgefordert, die Zugänge wieder freizugeben. Nachdem die Klimastreikenden …

Artikel lesen
Link zum Artikel