Schweiz
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Fall Seefeld

Tobias Kuster ist auf der Flucht.
bild: kantonspolizei zürich

Tötungsdelikt im Zürcher Seefeld: «Wir stuften ihn als nicht gefährlich ein»

Im Seefeld in Zürich ist am 30. Juni ein 42-jähriger Mann auf offener Strasse umgebracht worden. Am selben Tag nahm die Polizei einen Verdächtigen fest. Sie geht aber davon aus, dass Tobias Kuster, der an diesem Tag in Hafturlaub war, auch etwas mit der Tat zu tun hat. 

Die Polizei sucht noch immer nach dem 23-jährigen Tobias Kuster. Der Mann wird verdächtigt, am Tötungsdelikt, das letzten Donnerstag im Zürcher Seefeld begangen wurde, beteiligt gewesen zu sein. Am Montagnachmittag haben die Behörden zum Fall kurzfristig eine Medienkonferenz einberufen. Sie blieben einige Antworten schuldig. 

Regierungsraetin Jacqueline Fehr, Vorsteherin der Direktion der Justiz und des Innern, informiert an einem Point de Presse zu Fragen rund um das Toetungsdelikt im Zuercher Seefeld, im Medienzentrum Walcheturm in Zuerich am Montag, 4. Juli 2016. Ein Gefangener der JVA Poeschwies, der am 23. Juni nicht wie vereinbart aus dem Hafturlaub zurueckgekehrt war, wird verdaechtigt, an einem Toetungsdelikt vom 30. Juni beteiligt gewesen zu sein. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Jacqueline Fehr von der SP.
Bild: KEYSTONE

Man dürfe nicht auf die Lockerungen im Strafvollzug bei endlichen Strafen verzichten, sagte die Zürcher Justizdirektorin Jacqueline Fehr (SP). Zusammen mit Verantwortlichen des Amtes für Justizvollzugs informierte sie über den Fall des nicht mehr in die Strafanstalt Pöschwies zurückgekehrten Häftlings Tobias Kuster. «Wir müssen bei Menschen, die keine lebenslange Strafe absitzen, an diesen Lockerungen festhalten», sagte Fehr. «Auch wenn wir wissen, dass wir damit ein Risiko eingehen - es ist ein deutlich kleineres, als wenn man jemanden ohne Vorbereitung auf das Leben in Freiheit frei lässt.» Eine der wichtigsten Aufgaben des Justizvollzugs sei es, Häftlinge auf ein deliktfreies Leben in Freiheit vorzubereiten, sagte Fehr.

«Rückblickend müssen wir nun aber feststellen, dass wir mit der Einschätzung falsch lagen.»

Thomas Manhart, Leiter Amt für Justizvollzug Zürich

Pro Jahr werden im Kanton Zürich rund 500 Personen aus dem Strafvollzug in die Freiheit entlassen, pro Tag sind dies zwei bis drei Entlassungen. Der Häftling habe alle Voraussetzungen für einen unbegleiteten Urlaub erfüllt, sagte der Leiter des Zürcher Amtes für Justizvollzug, Thomas Manhart. Als man ihm diesen gewährt habe, sei man weder von Flucht- noch von einer anderen Gefahr ausgegangen. Der Mann habe auch schon mehrere begleitete Urlaube vertrauensvoll absolviert.



Der Chef des Amtes fuer Justizvollzug, Thomas Manhart, beantwortet an einem Point de Presse Fragen rund um das Toetungsdelikt im Zuercher Seefeld, im Medienzentrum Walcheturm in Zuerich am Montag, 4. Juli 2016. Ein Gefangener der JVA Poeschwies, der am 23. Juni nicht wie vereinbart aus dem Hafturlaub zurueckgekehrt war, wird verdaechtigt, an einem Toetungsdelikt vom 30. Juni beteiligt gewesen zu sein. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Thomas Manhart.
Bild: KEYSTONE

Rückblickend müssen wir nun aber feststellen, dass wir mit der Einschätzung falsch lagen», sagte Manhart.

Kuster hat sich mehr als eine Woche nicht gemeldet 

Der 23-Jährige Kuster war am Donnerstag, 23. Juni, nicht wie vereinbart aus seinem ersten unbegleiteten, eintägigen Hafturlaub in die Justizvollzugsanstalt Pöschwies zurückgekehrt. Er wird verdächtigt, am Tötungsdelikt im Zürcher Seefeld vom 30. Juni beteiligt gewesen zu sein. Nachdem Ermittlungen der Polizei am Tatort einen dringenden Tatverdacht ergeben hatten, wurde er öffentlich zur Fahndung ausgeschrieben. «Vorher hatten wir keinen Anlass zu glauben, dass von dem Mann eine Gefährlichkeit ausgehe», sagte Manhart.

Ein 25-Jähriger, der ebenfalls mit dem Tötungsdelikt in Zusammenhang steht, befindet sich seit Donnerstag in Untersuchungshaft. In welcher Beziehung er und Kuster zueinander stehen, wollte der zuständige Staatsanwalt, Adrian Kägi, vor den Medien nicht sagen. Auch bezüglich Hintergrund der Tat, Tatablauf und Motiv ist noch nichts bekannt. 

Kuster befahl Opfer, Grab zu schaufeln

Kuster wurde ursprünglich zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt; wegen Freiheitsberaubung, versuchter räuberischer Erpressung, Diebstahl, Hausfriedensbruch, Wiederhandlung gegen das Waffengesetz, Drogendelikten und vielem mehr. 

Der Hauptvorwurf an ihn ist, dass er als Boss einer Bande mit vier Komplizen die Entführung eines Dealers einfädelte. Sie wollten ihm Geld abknüpfen und zerrten ihn in einen Wald in Winterthur. Unter anderem befahlen sie ihm, mit einem Spaten sein eigenes Grab zu schaufeln. Sie liessen ihn gefesselt zurück mit der Drohung, bei Nichtbezahlung würde das Spiel weitergehen. (feb/sda). 

Hier kannst du den Ticker zur Medienkonferenz nachlesen: 

Ticker: Der Fall Seebach – Pressekonferenz

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43
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    Alle Leser-Kommentare
  • Spooky 07.07.2016 00:30
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  • malu 64 05.07.2016 01:41
    Highlight Highlight Sogar ein Mörder wird einmal freigelassen. Ist doch normal, dass man sozialen Kontakt und
    Hafturlaub für Wohnungs und Stellensuche
    braucht. Wenn einer seinen Hafturlaub für
    Racheaktionen missbraucht, hat er seine
    Agressionen nicht unter Kontrolle. Falls er so
    unberechenbar ist, wie geschildert wird, dürfte
    er keine Kollegen haben welche im freiwillig
    Unterschlupf gewähren. Also wird sein Ausflug
    bald zu Ende sein.


  • Fanta20 04.07.2016 22:57
    Highlight Highlight Nüchtern betrachtet: Es ist wohl allen klar, dass kein Mensch diese von Natur aus extrem sensible Arbeit im Bereich Strafvollzug fehlerfrei ausüben kann. Es ist daher mehr als unredlich, ständig die zuständigen Institutionen (welche übrigens gute Arbeit leisten) anzuprangern; zumindest nicht, solange innerhalb des rechtlichen Rahmens agiert wurde. Das bringt einfach nichts! Lautstarke Forderungen nach jedwelcher Verantwortungsübernahme von Herr X oder Frau Y sind meistens dumme, politische Profilierungsversuche und tragen in keiner Weise zur Lösung eines Problems bei.
  • NumeIch 04.07.2016 22:44
    Highlight Highlight Hafturlaub ist eine gute Massnahme den Menschen auf die Freiheit nach der Verbüssung seiner Haft vorzubereiten, was in vielen Fällen auch sehr gut funktioniert. Entsetzt bin ich erneut über Frau Rickli die diesen Fall dazu benutzt sich in die Medien zu bringen und mit erhobenen Zeigefinger gegen das System wettert. Wenn ein Autofahrer jemanden überfährt kommt Keinem in den Sinn, auch Frau Rickli nicht, gegen alle Autofahrer zu wettern und womöglich ein generelles Fahrverbot zu fordern.
    Meine Gedanken sind beim Opfer und dessen Angehörigen.
  • christian_denzler 04.07.2016 21:20
    Highlight Highlight Ich bin ja wirklich ein leidenschaftlicher Gutmensch aber Haft und Urlaub gehören nicht einmal in den selben Satz.
  • Der Rückbauer 04.07.2016 20:36
    Highlight Highlight Wenn das Opfer eine 16-jährige gewesen wäre? Ein Aufheulen, nicht? Hier wird nur "vom Schutz der Bevölkerung" gesprochen.
  • Roaming212 04.07.2016 20:30
    Highlight Highlight Langsam merke ich wie viele Kommentarschreiber hier auf watson nicht mehr alle Tassen im Schrank haben und in einer heilen Welt leben. Letzte Woche wurden hier Pädophile verteidigt nun Straftäter. Sind ja alles gute Menschen und sind nur krank oder können nichts dafür.
    • Bonifatius 04.07.2016 20:40
      Highlight Highlight Wer verteidigt dann den Täter? Vielleicht solltest du selbst einmal deine Tassen im Schrank ordnen, bevor du hier jemandem so etwas unterstellst. Bei einer Pädophilie gehen Experten tatsächlich von einer psychischen Störung (also Krankheit) aus, doch noch längst nicht alle sexuellen Gewalttaten gegenüber Kindern werden von Pädophilen begangen und noch längst nicht alle Pädophile sind auch Täter... Bevor du wieder aufschreist, das ist übrigens keine Verteidigung, nur eine Definition.
    • Oban 04.07.2016 20:52
      Highlight Highlight Es geht nicht ums verteidigen von Straftätern sondern um die resozialisierung.
      Ein Straftäter der zu Freiheitsentzug verurteilt wird, der sitzt nicht einfach in der Einzelzelle. Würde er so bestraft werden, könnte es gut sein das er dort weitermacht wo er aufgehört hat wenn er rauskommt. Daher wird in mehreren Stufen ein Häftling aufs Leben ausserhalb vorbereitet, hier sowie auch in den meisten ziviliesierten Länder der Welt. Die heisst, Beschäftigung, Therapie sowie auch begleitete und später unbegleitete Urlaube. Das alles um das Risiko zu mindern das er wieder straffälig wird.
    • Roaming212 04.07.2016 21:50
      Highlight Highlight Und weiter gehts schon ihr Gutmenschen :D ihr seid alle ganz toll wirklich :)
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  • Piwi 04.07.2016 19:51
    Highlight Highlight Wir haben einerseits die Haftstrafe, die als Bestrafung (Freiheitsentzug) und Schutz der Bevölkerung wirken soll. Andererseits soll der Strafvollzug eine Resozialisierung sicherstellen, d.h. man will einen Rückfall in die Straffälligkeit verhindern.
    Ob Resozialisierungsmassnahmen nötig sind soll der Richter entscheiden, und falls ja, soll diese NACH verbüssen der Haft umgesetzt werden, solange nötig, mit schrittweisen Freiheitsprivilegien wie Hafturlaub. Während einer Haftstrafe selbst hat man solche Privilegien schlicht nicht verdient.
    • Bonifatius 04.07.2016 20:27
      Highlight Highlight Jemand nach seiner abgesessenen Haft ohne zusätzliches Verfehlen einzusperren ist illegal! Falls eine weitere Freiheitsbeschränkung (z.B. Verwahrung) angeordnet werden sollte, müssten Gutachten von Psychiater vorhanden sein, die von einer Gefährdung gegenüber anderen oder sich selbst ausgehen. In dubio pro reo ist unser Grundsatz in der Schweiz, auch wenn das viele nicht wahrhaben wollen.
    • Piwi 04.07.2016 20:53
      Highlight Highlight Ist eine Resozialisierung nötig? Das sollen Richter gestützt auf Expertengutachten urteilen. Falls nicht, kann man sie am Tag X problemlos entlassen, dann erübrigen sich aber auch Hafturlaube (ausser zu Beerdigungen o.Ä.) während dem Einsitzen.
      Falls doch, soll eine unterstützte Begleitung in die Freiheit (Arbeit, Wohnen, soziales Umfeld) befristet und unter Auflagen durchgeführt werden. Diese Phase kann nicht ewig dauern (soll keine Verwahrung sein), aber länger bei höherer Rückfallgefahr. Ist aber nur meine Meinung als Laie.
    • malu 64 05.07.2016 02:01
      Highlight Highlight Wir sind hier nicht in Russland oder bei den Amis. Straffällige welche zu Haftstrafen verurteilt wurden haben Familie, Kinder, Freundinnen und Verwandte.
      Pro Jahr werden tausende von Hafturlauben gewährt. Manchmal kehren die
      Insassen nicht mehr freiwillig zurück.
      Dann sind alle Urlaube gestrichen. Jeder hat ein Recht auf Hafturlaub, ausser er
      gilt als gemeingefährlich oder er könnte
      flüchten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bonifatius 04.07.2016 18:41
    Highlight Highlight Das Problem war m. M. nach nicht der Hafturlaub, sondern die sehr kurze Strafe von 5 Jahren bei einem langen und schwerwiegenden Gewaltdeliktkatalogs. Hier aber nur den Fehler bei den "linken Gutmenschen" finden zu wollen ist wieder einmal eine typische Reaktion der Sicherheitsfanatiker, welche ironischerweise die Gleichen sind, die stets Gelder für den Strafvollzug senken wollen. Die Sicherheit der Bevölkerung ist immer in der Balance zum Persönlichkeitsrecht des Individuums zu setzen. Absolute Sicherheit wird es niemals geben können.
  • Lowend 04.07.2016 18:32
    Highlight Highlight Und schon schreien die Profihetzer von der protofaschistischen Hassfront: "Wir fordern die totale Sicherheit und wir fordern sie totaler, als total!" und beweisen damit nur, dass sie sogar aus abscheulichen Verbrechen wie es diesem Mord ist, ihr dreckig braunes politisches Süppchen kochen. Widerlich!
    • 7immi 04.07.2016 19:48
      Highlight Highlight @ lowend
      mit deineräusserung bewegst du dich auf keinem besseren niveau als die von dir angeprangerten. auch du nutzt das ganze zur verbreitung von hetze. es geht hier nicht um "kuscheljustiz", "gutmenschen", "linken" oder "rechten", "hetzer" oder was auch immer. es geht um einen schlimmen zwischenfall, der grundsätzlich verhinder hätte werden können. nun muss man eine lösung finden, dies in zukunft zu verhindern. da hilft weder deine hetze noch die von rechts. kühle köpfe sind gefragt...
    • Martiis 04.07.2016 20:27
      Highlight Highlight 7immi: Und wie hätte der Zwischenfall grundsätzlich verhindert werden können? Sichere Prognosen über das zukünftige Verhalten von Menschen gibt es nicht. Alle lebenslang verwahren kann man auch nicht. Die Streichung des Hafturlaubs wird Rückfälle nicht verhindern. Also wie willst du solche Zwischenfälle grundsätzlich verhindern?
    • 7immi 04.07.2016 21:30
      Highlight Highlight @martiis
      indem er keine freigänge bekommen hätte und er von den psychologen richtig beurteilt worden wäre. klar, alles nur hypothetisch. was mich aber stört: hier spielen psychologen, welche sich selbst als wissenschaftler sehen (kleiner seitenhieb von einem naturwissenschaftler ;) ), russisch roulette mit unschuldigen. vielleicht sollte man das mal überdenken. auch die resozialisierung vor dem kompletten absitzen der strafe zu beginnen kann ich nicht nachvollziehen.
      als lösungsansatz würde zb. eine elektronische fussfessel vorstellen. so könnte zumindest niemand flüchten...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Str ant (Darkling) 04.07.2016 17:26
    Highlight Highlight Lass mich raten das wird keine Konsequenzen haben für die die diese Fehlentscheidung zu verantworten haben.

    Es ist ja nur jemand gestorben dabei
    • Bonifatius 04.07.2016 18:46
      Highlight Highlight Der Fehler hat der Verdächtige begangen, in dem er den Mann umgebracht hat. Häftlinge sind Menschen - und Menschen sind unberechenbar, besonders wenn sie unter Persönlichkeitsstörungen leiden. Die sicherste Lösung wäre sie alle wegzusperren - am besten bevor sie überhaupt straffällig werden. Willst du eine solche Gesellschaft?
    • Str ant (Darkling) 04.07.2016 20:32
      Highlight Highlight @bonifatius Fakt das die Person bereits ihr Gewaltpotenzial an den Tag gelegt hat und es keine philosophische Frage ist ob sie gefährlich ist!

      Jemand hat diese bereits verurlteilte Person raus gelassen und jetzt ist ein anderer Mensch deswegen Tot das ist dir schon bewusst oder ?

      Wie bereits erwähnt sind Menschen unberechenbar deswegen muss das Allgemeinen Wohl bei bereits verurteilten Straftäter immer vorgehen.

      Wenn er eine Person getötet hätte die dir nahe steht kannst du mir kaum Weismachen das dich das nicht kümmern würde und das niemand die Verantwortung dafür tragen soll
    • Bonifatius 04.07.2016 20:55
      Highlight Highlight @Str ant: Die Verantwortung trägt der Täter, es sei denn er ist nicht schuldfähig. Wie du gelesen hast werden jährlich hunderte Menschen "raus gelassen" die ihre Strafe verbüsst haben. Das ist Fakt und mit dem müssen wir leben können, oder nur noch drakonische, lebenslange Strafen verhängen. Ich kann nicht sagen, was mich kümmert, wenn jemand mir Nahes durch ein Gewaltverbrechen sterben würde. Das wäre eine Ausnahmesituation. Aber es würde mir sicher nichts nutzen wenn jemand dadurch den Job verliert. Viel eher sollten sie nach dem Täter fahnden können - mit genügend geschultem Personal.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Grundi72 04.07.2016 17:17
    Highlight Highlight Linke Kuscheljustiz eben..

    Frau Fehr dieses Amt zu überlassen ist fast so tragisch wie dem Hausbesetzer-Typen in der Stadt Züri das Polizei-Department zu geben.
    • Bonifatius 04.07.2016 20:33
      Highlight Highlight Richard Wolff macht seinen Job gut. So gut, dass sowohl Bürgerliche als auch extreme Linke frustriert sind. Bürgerliche, weil sich Wolff (für sie) überraschenderweise keine groben Schnitzer leistet und extreme Linke, weil Wolff linke Gewalt nicht toleriert.
  • SwissGTO 04.07.2016 16:28
    Highlight Highlight Die Sicherheit der Bevölkerung sei das Wichtigste. Warum wurden wir dann erst 2 Tage nach der Tat informiert?
    • Bonifatius 04.07.2016 19:01
      Highlight Highlight @geshitstormt: In der Schweiz werden Persönlichkeitsrechte hoch gehalten. Dies wird von der Bevölkerung so erwünscht und ist keine persönliche Entscheidung von Frau Fehr. Eine öffentliche Fahndung wird deshalb nicht gleich ausgeschrieben, wenn der Häftling einige Tage nicht anruft. Er hätte die Tat auch nach seinen 5 Jahren Haft verüben können. Im Nachhinein wird immer von "Fehlentscheidungen" schwadroniert, meistens ohne jegliche Ahnung vom rechtlichen Ablauf. Die Erfolgsquote von 98 Prozent spricht für sich.
  • ostpol76 04.07.2016 16:24
    Highlight Highlight Viele und schwere Delikte! Und trotzdem Hafturlaub nach so kurzer Zeit?
    Ich habe wirklich langsam das Gefühl man wird in der Schweiz nur noch für Delikte im Strassenverkehr hart bestraft.
  • Flunderchen 04.07.2016 16:02
    Highlight Highlight Lasst doch auch noch gleich die Pedophilen raus und die anderen Schwerverbrecher. Langsam fühle ich mich nicht mehr sicher, wie kann man nur so eine Person noch Hafturlaub gewähren?!
    • Amboss 04.07.2016 16:53
      Highlight Highlight @Flunderchen:
      Du bist einer derer, die von der Materie null und nichts Ahnung haben und sich dann NACH einen Ereignis lautstark melden.
      (PS: Und sich danach in ein Auto setzt und sich einer so einer tausendfach grösseren Gefahr aussetzt...)

      Ein bisschen mehr Vertrauen haben unsere Institutionen schon verdient.
      Hier ist was schief gegangen. Das muss unbedingt knallhart anaylsiert werden.

      Aber sag mir, was ist deine Lösung? Einfach drinbehalten bis Haftstrafe vorbei, dann rausstellen und sagen: "Nicht mehr mein Problem". Das kanns ja auch nicht sein.
    • Bobo B. 04.07.2016 17:08
      Highlight Highlight @Amboss: Das ist so eine Sache mit dem Vertrauen. Aber weil Ähnliches ja nicht schon ein paar Mal geschehen ist, warten wir gerne auf die knallharte Analyse und den sich daraus ergebenden und sicherlich ganz einschneidenden Konsequenzen.
    • acvodad 04.07.2016 17:26
      Highlight Highlight Das kanns vielleicht nicht sein, aber bei jemandem, der Leute entführt und sie zwingt, ihr eigenes Grab zu schaufeln, würde ich mir so einen Urlaub zweimal überlegen.
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