Schweiz
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In der Schweiz ist der Verkauf von Bier und Wein an unter 16-Jährige sowie von Spirituosen an unter 18-Jährige gesetzlich verboten. Trotzdem wird bei Testkäufen in rund 30 Prozent aller Fälle gesetzeswidrig Alkohol an Minderjährige verkauft. Symbolbild)

Würden Alkoholverbotszonen in Zürich Gewalt- und Litteringprobleme lösen? Der Zürcher Stadtpolizei-Kommandant findet, es wäre eine Diskussion wert. Bild: KEYSTONE

Warum es ein Alkoholverbot in Zürich schwer haben wird – erklärt in 4 Punkten

Wegen Littering, Sachbeschädigungen und Gewalttaten werden derzeit Alkoholverbotszonen rund ums Zürcher Seebecken diskutiert. Solche Verbote werden es jedoch schwer haben – das zeigt das Beispiel in Chur.



Am vergangenen Wochenende wurden in Zürich eine 18-jährige Frau und ein 21-jähriger Mann von einem Jugendlichen mit einem Messer angegriffen. Die Opfer wurden mit schweren Verletzungen ins Spital gebracht. Immer wieder muss die Zürcher Stadtpolizei wegen Scharmützeln rund ums Seebecken ausrücken.

Eine mögliche Lösung sieht der Stadtpolizei-Kommandant Daniel Blumer in «Alkoholverbotszonen», dies sprach er in der Sendung «Basler Zeitung Standpunkte» vergangene Woche an. Sein Vorschlag ist umstritten – und wird es auch sehr schwer haben, wie die folgenden vier Punkte zeigen.

Die Sache mit der rechtlichen Grundlage

Ein Knackpunkt bei Verboten von Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit ist die gesetzliche Grundlage. Denn auf Bundesebene gibt es keine, die ein zeitliches oder örtliches Verbot vorsieht. Deshalb ist es umstritten, ob die Städte überhaupt rechtmässig ein Alkoholverbot an öffentlichen Orten aussprechen dürfen.

2010 stimmten zwar 86 Prozent der Schweizer Städte für eine solche rechtliche Grundlage, passiert ist bislang jedoch nichts. Chur, die einzige Schweizer Stadt, die ein solches Alkoholverbot kennt, stützt sich auf die polizeiliche Generalklausel. Diese besagt, dass die Polizei Massnahmen aussprechen darf für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung.

Die Frage nach dem Sinn

In Chur hatte man 2008 genug. Damals versammelten sich zahlreiche Jugendliche in der Altstadt und um den Bahnhof, um sich in spontanen Saufgelagen, im Volksmund bekannt als «Botellons», bis zur Besinnungslosigkeit zu betrinken. Um dem entgegenzuwirken, führte die Bündner Stadt nach einem Ja an der Urne ein Alkoholverbot zwischen 0:30 bis 7 Uhr morgens ein.

Die Altstadt von Chur mit der Kathedrale und dem Bischofssitz, aufgenommen im April 2001. Die Kathedrale Chur, Bischofskirche des Bistums Chur, soll erstmals seit ueber 70 Jahren umfassend restauriert werden, wie der Bischof von Chur, Amedee Grab, an einer Medienorientierung am Mittwoch, 2. Oktober in Zuerich mitteilte. Die geschaetzten Kosten betragen 22 Millionen Franken, rund 10 Millionen muessen durch Spenden gesammelt werden. (KEYSTONE/Arno Balzarini)

In Chur gilt seit 2008 ein Alkoholverbot zwischen 0.30 und 7.00 Uhr morgens. Bild: KEYSTONE

Elf Jahre später steht das Verbot auf der Kippe – und wird von links bis rechts bekämpft. «Das Verbot ist eine reine Schikane und wirkungslos», sagt Andri Perl, Präsident der SP Chur. «Ein Verbot bietet nur ein weiteres Konfliktfeld mit der Polizei.» Perl ist der Meinung, dass es weder an der Polizei noch an der Stadtverwaltung liege, darüber zu entscheiden, wann die Menschen ihr Bier trinken dürfen und wann nicht.

Und auch der Churer Stadtpräsident ist kein Fan des Verbots: «Man trifft die falschen Leute, wenn man Bussen verteilt», so Urs Marti gegenüber SRF. Lärmbelästigungen und Gewalttätigkeiten seien die eigentlichen Probleme und diese liessen sich mit anderen Gesetzen effektiver bekämpfen.

Die Sache mit den Bussen

Doch es ist nicht nur die Politik, die das Verbot wieder loswerden will. Auch in der Praxis hat sich gezeigt, dass es sich kaum mehr bewährt. Gemäss dem Stellvertretenden Polizeikommandanten Roland Hemmi hat die Anzahl der Ordnungsbussen seit 2010 rapide abgenommen. «Vor neun Jahren haben wir noch 22 Ordnungsbussen verteilt, 2017 und 2018 waren es noch je eine.»

Grund dafür sieht Hemmi vor allem im Verhalten der Jugendlichen: «Vor 12 Jahren waren die Botellons noch gross im Trend, doch dieser ist total abgeflacht. Rituelle Besäufnisse in diesem Ausmass gibt es nicht mehr.»

Einen grösseren personellen Aufwand habe man bei den Kontrollen jedoch nicht gehabt, so Hemmi. «Wir haben keine Jagd auf Personen gemacht, sondern im Rahmen von ordentlichen Patrouillen auf das Verbot hingewiesen.» Häufig habe der Dialog, die Information und Sensibilisierung gereicht und es mussten gar nicht erst Bussen ausgesprochen werden.

Der Blick über die Grenze

Neben Chur gibt es diverse deutsche Städte, die Alkoholverbotszonen kennen. So darf am Bahnhof in München seit dem 1. August dieses Jahres rund um die Uhr weder Bier noch Schnaps konsumiert werden. Und in Bremen ist es verboten, in der innerstädtischen Grünanlage Bürgerpark Alkohol zu trinken.

Auch in Deutschland gibt es Kritik an den Verbotszonen. Duisburg wollte Bier und Schnaps aus der Innenstadt verbannen. Doch das Verbot wurde vom Verwaltungsgericht in Düsseldorf für nicht rechtens erklärt. Es sei nicht ausreichend belegt, dass durch Alkoholkonsum eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit bestehe, so die Begründung des Gerichts.

Zurück in der Schweiz: In Chur wird das Polizeigesetz einer Totalrevision unterzogen. Die Chancen stehen gut, dass das Alkoholverbot nächstes Jahr fällt.

Duisburg und Chur zeigen, dass es Alkoholverbotszonen schwierig haben werden. Und dass auch in Zürich in nächster Zeit wohl kaum damit gerechnet werden muss.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Älplermagrönli mit Öpfelmues 18.10.2019 12:00
    Highlight Highlight Irgendwie verstehe ich den Aufschrei nicht so ganz. Ich lebe seit einem Jahr in Irland und dort, sowie auch in der UK, ist öffentliches trinken (eigentlich) verboten und in den Laden gibt es Zeiten in denen Alkohol verkauft warden darf und wann nicht. Hat auch viel weniger Scherben am boden und mit Freunden gemütlich im Pub zu sitzen macht, in meinen Augen genauso viel Spass wie am Liffey ein Bierchen zu trinken (was ja trotz Verbot eh doch von vereinzelten gemacht wird). Es ist nun wirklich keine grosse Einschränkung.
    • Paprika_1988 19.10.2019 00:03
      Highlight Highlight Der grosse Unterschied: In UK gehst du alleine ins Pub, läufst mit neuen Bekanntschaften wieder raus.

      In der Schweiz säufst du dir alleine die Birne zu.

      Da ist mir das Pub sowieso sympathischer..
  • Unicron 18.10.2019 05:23
    Highlight Highlight Ich war letztens ein paar Tage in Lausanne, und die Läden dürfen da nur bis 20 Uhr Alkohol zum mitnehmen verkaufen, das ist super mühsam wenn man bei schönem Wetter nicht den ganzen Abend in einer teuren Bar sitzen will.
  • In vino veritas 17.10.2019 23:55
    Highlight Highlight Bitte was? Was kommt als nächstes? Ausgangssperre ab 22:00? Die allermeisten sind auch im betrunkenen Zustand nicht aggressiv, sondern lustig, redselig, müde, aufgedreht oder nervig. Diejenigen, welche aggressiv sind, sind es auch sonst, nur können sie sich nüchtern mehr oder weniger zurückhalten. Man kann doch nicht alle bestrafen, weil es einige versauen. Ausserdem würde sich das Problem bestenfalls verlagern, mehr nicht. Allenfalls müsste man mehr Präventionsarbeit leisten oder aggressive Individuen früher zum Psychiater schicken. In D und GB sieht man wunderbar, dass es nichts bringt.
  • theshark 17.10.2019 22:42
    Highlight Highlight Die Statistik zeigt es ja! Die Churer kommen nach Zürich! OK mehrheitlich sind das die Studenten, aber das sind ja auch GRrrr. Nb. Der beste Dialekt den es gibt, wohlverstanden. Schatz ich lebe di Dialeggt:-), seit 10 Jahren
  • Ruggedman 17.10.2019 19:16
    Highlight Highlight Bitte Prohibition einführen, wie zu Al Capones Zeiten.👍
    • Ich hol jetzt das Schwein 18.10.2019 08:45
      Highlight Highlight Ich will der Bierbaron werden!
  • Die_andere_Perspektive 17.10.2019 16:37
    Highlight Highlight Luzern - - > ab 22:00 wird beim Kiosk/coop ect kein Alkohol mehr verkauft. Keine Ahnung jedoch obs auch was gebracht hat...
    • Medizinerli 18.10.2019 11:00
      Highlight Highlight Naja, es geht. Wir haben dazumal unser Alkohol einfach vorher gekauft. Wobei ich sagen muss, wir waren (und sind heute) keine saufenden, pöbelnden Leute ;)
  • Paddiesli 17.10.2019 16:17
    Highlight Highlight Vor bald 100 Jahren hatte man mit der Prohibition auch gedacht, man könne die Probleme mit Alkoholverboten lösen.
    Sie wurden letztlich einsichtiger in den USA. Nur die Probleme haben noch Bestand.
  • wolge 17.10.2019 16:12
    Highlight Highlight Littering dürfte sehr gerne verboten und hoch gebüsst werden.
  • Patho 17.10.2019 15:34
    Highlight Highlight Bevor ihr mir das Bierchen mit Kollegen oder Weinchen mit einem Date verbieten wollt, fangt bei den Rauchern an... Wieveile Kippen auf den Liegewiesen/am Seeufer/im Wasser liegen ist unglaublich, zudem stinkt der Rauch und schädigt auch andere... Stellt besser mehr Alu- und Glas-Recyclingstationen an solche Orte, so dass man nicht einen Kilometer gehen muss, um die Dose/Flasche richtig entsorgen zu können... Dann wird es auch zu wesentlich weniger Littering kommen (dasselbe gilt auch für Gratis-WCs😉)
    • holden27 18.10.2019 09:26
      Highlight Highlight Nsja, hintragen geht ja auch, weshalb wegtragen nicht?
    • Ribosom 18.10.2019 20:03
      Highlight Highlight Und weil du so weit laufen musst, um eine Recyclingstation zu finden, entsorgst du deinen Müll halt einfach grad auf der Wiese?
      Entweder ganz richtig oder gar nicht entsorgen 😂
      Nimm das nächste Mal deinen Müll bitte mit. Wer saufen kann, kann den Abfall auch entsorgen.
  • Lebenundlebenlassen 17.10.2019 14:18
    Highlight Highlight Aus meiner Sich sollte man nicht Symptome bekämpfen sondern die Ursachen. Also dort ansetzen wo das Problem herkommt. Dies ist meiner Meinung nach die Vernschlässigung bei der Erziehung der Kinder und Jugendlichen.
    • Neruda 17.10.2019 21:39
      Highlight Highlight 26 Blitzer wurden scheinbar nicht zur Rücksicht erzogen...
  • fidget 17.10.2019 14:01
    Highlight Highlight Nur weil sich einige nicht benehmen können soll ein Verbot eingeführt werden? Das ist äusserst schade, wenn alle wegen ein paar wenigen bestraft werden. Einen Mehrwert sehe ich in einem Alkoholverbot nicht.
  • Aladdin Sane 17.10.2019 13:47
    Highlight Highlight Legalisiert endlich alle Drogen. Mit Mary-Jane, Emma oder Lucy wird man nicht aggressiv und prügelt sich auch nicht wegen Kleinigkeiten. Alkohol ist das grösste Übel, aber trotzdem ist es völlig legitim, sich dieses Gift in die Rübe zu knallen.
  • Gustav.s 17.10.2019 12:53
    Highlight Highlight Also in Chur gibt es ein Verbot und jetzt wird nicht mehr gesoffen, deshalb ist es wirkungslos? Was für eine Logik.
    Und das mit der Aufklärung: Ich hörte aus Jugendlicher und heute auch lieber eine Erklärung und Ermahnung als eine Busse zu bekommen. Auch wenn ich das ganze schon mehrmals gehört hatte.
    Man muss nur darauf achten nicht dasselbe dem Polizisten vom Vortrag aufzutischen.
  • Truthspitter 17.10.2019 12:28
    Highlight Highlight Am besten bis 21 Jahre verbieten, und bei den Erwachsenen, wo täglich trinken wollen/ müssen auch,hahaha
    Weshalb? Weil die Wenigsten damit umgehen können. Und wer täglich trinkt, sowieso abhängig ist, so Experten. Alkohol im Übermass ist weit gefährlicher, als es sich die Meisten eingestehen wollen. Und wo (In CH) der Alk in strömen fliesst, ist das Koks auch nicht weit weg. Sehr traurige Entwicklung, viele müssen sich damit betäuben, damit sie überhaupt runterfahren können.
    • one0one 17.10.2019 15:26
      Highlight Highlight Truthspitter heissen und dann so einen scharren verzapfen... Liiribaenz waere besser :)
    • Patho 17.10.2019 15:37
      Highlight Highlight Wenn ich mir deinen Kommentar so durchlese, hast du deine Finger wohl auch nicht von Alkohol/Koks/whatever lassen könnnen...😉
    • one0one 17.10.2019 20:32
      Highlight Highlight Du hast THC vergessen ;) das vergessene M ist geschenkt ;)
    Weitere Antworten anzeigen
  • THEOne 17.10.2019 12:28
    Highlight Highlight jawohl. alkoholverbot. für die ganze schweiz, besser die ganze welt. es leben die verbote.
    verbote, verbote,verbote. haben bis jetz ja JEDES problem ausnahmslos beseitigt und NIEMALS neue probleme geschaffen.
    • Cyberpunk 17.10.2019 13:03
      Highlight Highlight Was für ein Dramatiker du bist. Es geht mehrheitlich um die Halbstarken, welche zwischen 00:00-04:00 Uhr sich in einem Rausch hinhochschaukeln und anschliessend Leute anpöbeln/verhauen, Dinge zertrümmern (Infrastrukturen,Fahrräder,E-Scooters,Motorräder etc.etc.), Abfall & Lärm verursachen. Bei welchem jeglicher Respekt gegenüber den Stadtbewohnern/Sicherheitskräften/Rettungsdienste flöten gehen. Hast du eine bessere Lösung als Sperrzeiten ab gewisse Zeiten in gewissen Zonen?
    • THEOne 17.10.2019 14:41
      Highlight Highlight @cyberpunk
      sarkasmus... schonmal gehört...?
    • Tooto 17.10.2019 15:18
      Highlight Highlight @Cyberpunk
      Saufen zwischen 00:00 und 04:00 macht mir auch mit fast 30 noch unheimlich spass.

      Aber weil wohl 1‰ Leute anpöbeln, verhauen und Dinge wie E-Scooters demolieren, sollen wir alle anderen nicht mehr saufen?

      Und ja auch ein bisschen Lärm zwischendurch schadet doch niemanden. Wenn man an einem Ort wohnt an dem der nächtliche Lärm wirklich ein Problem ist, hat man wohl in der Vergangenheit eine falsche Entscheidung getroffen :)

      Aber es ist einfacher mit dem Finger auf alle anderen zu zeigen und sie Verantwortlich für schlechte Laune und Unzufriedenheit zu machen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Kiro Striked 17.10.2019 11:51
    Highlight Highlight "Häufig habe der Dialog, die Information und Sensibilisierung gereicht und es mussten gar nicht erst Bussen ausgesprochen werden."

    OMFG Dieser Eine Satz würdehalt die Ganze Drogenpolitik endlos Weiterbringen. Keine Verbote und Busse. Sondern Aufklärung, Sensibilisierung und auch Hilfsangebote.

    Aber Portugals Zahlen gehen dem Rest der EU und Schweiz ja am Hintern vorbei. Nein lieber noch mehr Verbote und Verbotszonen, Weil unterdrückung ja so gut Funktioniert.
  • leu84 17.10.2019 11:40
    Highlight Highlight Prohibition in der Schweiz? Nein danke. Aufklären ist wichtig, aber ein Verbot würde nichts bringen. Die Fälle in den Familien sind trägisch. Es wäre eigentlich die Aufgabe einer KESB, solche Familien zu unterstützen, aber nicht bestrafen.
    • Kyle C. 17.10.2019 13:19
      Highlight Highlight Dann ersetzt du eine Kontrollinstanz (Gesetz/Polizei) durch eine andere (KESB). Nicht jeder Jugendliche der säuft, kommt aus einer problematischen Familie. Darüber hinaus würde eine Einmischung der KESB noch tiefer greifen als ein öffentliches Verbot (von dem ich ja auch nichts halte). Nein, das wäre noch brisanter, wenn jeder saufende Jugendliche und seine Familie gleich zum Ziel der KESB wird. Nichts gegen die KESB, im Gegenteil, aber mir ist lieber wird mir gesagt wo ich nicht saufen darf als wenn mir gesagt wird, wie ich zuhause zu leben habe.
    • You will not be able to use your remote control. 17.10.2019 19:04
      Highlight Highlight > Prohibition in der Schweiz? Nein danke.

      Das Betäubungsmittelgesetz ist eine Prohibition.

      https://de.wikipedia.org/wiki/Prohibition
  • El Vals del Obrero 17.10.2019 11:30
    Highlight Highlight Man lacht in Europa immer über gewisse Sachen in den USA.

    Und macht sie dann leider mit 10 Jahren Verspätung doch nach.
  • Ich_bin_ich 17.10.2019 11:23
    Highlight Highlight Bitte nicht verbieten.
    Wenn sich unser Volk von Alkoholikern die Hirnzellen wegsäuft, bin ich der einzige Intelligente. Perfekt.
    • Boston5 17.10.2019 18:40
      Highlight Highlight Aha und der Intelligente weiss nicht, dass Alkohol keine Hirnzellen abtötet...
    • Ich_bin_ich 18.10.2019 05:02
      Highlight Highlight Da haben sie natürlich recht. Es ist nicht der Alkohol direkt der dem Gehirn schadet. Aber die Folgeerkrankungen und Begleiterscheinungen von Alkoholmissbrauch, schlagen aufs Gehirn.
  • NikolaiZH 17.10.2019 11:12
    Highlight Highlight Super Lösung liebe Stadtspolizei
    statt endlich anfangen, an den Hotspots hinter dem Utoquaibadi und an anderen vergleichbaren Orten rund um Seebecken mit den agressiven Jugendlichen zu arbeiten, statt brav an der Quai bei Bellevue ihre Poserrunden zu drehen, will man sich mit sinnlosen Gesetz profilieren von dem nur die anständigen betroffen werden, weil ihr in die Saufzonen eh nie reinfährt
    • Cyberpunk 17.10.2019 13:30
      Highlight Highlight „Poserrunden..“, klar. Was sollen sie deiner Meinung nach denn machen? Es ist öffentlicher Raum, einfach so mal jedes Wochenende Sauferzonen zerschlagen, würde das Gegenteil bewirken, nämlich Scharmützel und erweiterte teure Polizeieinsätze mit mehr manpower. Und wer zahlt das? Richtig, du als Steuerzahler. Ist das was du willst? Mit Sperrzeiten versucht man die schwierige Zeiten zwischen 00:00-04:00 Uhr ohne schweres Geschütz unter Kontrolle zu kriegen. Hast eine bessere Idee?
    • NikolaiZH 17.10.2019 18:13
      Highlight Highlight Cyberpank
      klar und vor 12 uhr werden die passanten nicht angepöbelt. Eine Krankheit muss man ursachlich und ni cht symptomatisch bekämpfen. Darüber hinaus kann diese Vorlage unter Schlägersäufer eben auch nur erweiterte und teuere Polizeieinsätze durchgesetzt werden
    • Cyberpunk 17.10.2019 22:27
      Highlight Highlight @NikolaiZH: Ursachlich bekämpfen heisst was? Du lieferst hier leere Floskeln als Lösung? Meinst wohl Anti-Alkohol/Prävention Kampagnen, oder sowas? Come on, get real. Gerade bei Jugendlichen, ziemlich realitätsfremd, findest du nicht? in jenem Punkt gebe ich dir recht, es ist keine optimale Lösung, respektive verlagert die Probleme anderswo hin. Bestimmt wäre eine Übergangsphase mit Sperrzonen/Sperrzeiten auch problematisch. könnte sich aber einpendeln. Und, es ist ein Ansatz. Oder nochmals, was ist dein Vorschlag?
  • ralck 17.10.2019 10:53
    Highlight Highlight Denkt hier laut an ein Depot à mind. 3.–/Dose… *flies away*
  • Count Suduku 17.10.2019 10:33
    Highlight Highlight schomol von Freiheit gehört?
    Benutzer Bild
  • anundpfirsich 17.10.2019 10:13
    Highlight Highlight Verbot da, Verbot det, höred doch emal uf! Wenners verbüted wirds na vill meh gmacht und heimlich irgendwo.
    • Arthur Philip Dent 17.10.2019 10:22
      Highlight Highlight Naja, damit wäre das Problem ja dann gelöst, das ist ja die Idee dahinter, dass das dann heimlich irgendwo gemacht wird und nicht in der Öffentlichkeit, wo es (deswegen) Ärger und Abfall gibt... 😉

      (kein pro-verbot-kommentar, nur so zu dem was du schreibst...)
    • anundpfirsich 17.10.2019 11:48
      Highlight Highlight @Arthur Philip Dent

      Warst ja selbst sicher auch mal Kind und weisst wie das war mit den Verboten.
    • ridega 17.10.2019 16:10
      Highlight Highlight @anundpfirsich: Du verstehst einfach nicht um was es geht. Sie wollen nicht den Alkohol an sich verbieten - sondern das trinken von Alkohol in der Öffentlichkeit. Also auf der Strassenbank darfst du nicht trinken - aber in der Bar natürlich schon.

      Also wenn du "heimlich" trinken würdest - wäre das ziel ja eben erreicht. Nur darauf wollte Arthur Philip Dent anspielen.

    Weitere Antworten anzeigen
  • sirlurkalot 17.10.2019 10:03
    Highlight Highlight Die Polizei hat den Bürgern nicht vorzuschreiben, wo und wann sie was trinken dürfen. Zumal es hier nichtmal mehr nur um ein Verkaufsvebot geht, sondern um ein Konsumverbot. Was kommt als nächstes? Wird einem über den Mittag das essen von Takeaway Gerichten am See verboten, weil die Verpackungen zurückgelassen werden? Keinen Fuss breit der Verbotskultur.
    • Charlie Brown 17.10.2019 11:13
      Highlight Highlight Verbote sind das Produkt von demokratisch legitimierten Prozessen. Die Polizei verbietet nichts aus Eigeninitiative.
  • CB55 17.10.2019 10:02
    Highlight Highlight Top Analyse!
  • Ass 17.10.2019 10:01
    Highlight Highlight Ist hier ja langsam wie in den U.S. And A.
  • koks 17.10.2019 10:00
    Highlight Highlight Wenns die Politik schafft, irgendeinen Bezug zwischen Alkohol und Klimahype herzustellen, dann gibts sofort eine Mehrheit für ein Alkoholverbot. Wir lieben Verbote zur moralischen Disziplinierung der Mitmenschen.
    • Count Suduku 17.10.2019 10:24
      Highlight Highlight Schonmal von Alkoholischer Gärung gehört? Praktisch eine CO2 Schleuder.

      In Räumen mit Gärbottichen wird darauf geachtet, dass es immer ein wenig Durchzug gibt.
  • Fruchtzwerg 17.10.2019 09:58
    Highlight Highlight Da lobe ich mir die Generation meiner Eltern (60+). Die betrinken sich lediglich zuhause oder bei Freunden mit Rotwein. Nicht draussen und mit Bier, wie der Pöbel. Und danach fahren sie - ungleich dem Pöbel - statt mit dem ÖV mit dem Auto nach Hause.
    • Me:ish 17.10.2019 10:36
      Highlight Highlight Darum: Weg mit der Promillegrenze beim Auto fahren! Ich denke man ist schneller tot, wenn man von einem Besoffenen überfahren als von einem abgestochen wird.
    • Hierundjetzt 17.10.2019 11:12
      Highlight Highlight ...und danach gepflegt die Alte abschlagen. Man ist ja zu Hause. Ja, das können unsere Ü50 perfekt, wie die Polizeistatistik zur häuslichen Gewalt eindrücklich Jahr für Jahr aufzeigt.

      Auch die Ausweisenzüge nehmen ab Ü40 extrem zu, weil, hey, Alte, ich chum imfal drus mit em Alk.

      ähä
    • Gubbe 17.10.2019 11:26
      Highlight Highlight Fruchtzwerg
      Nun, da scheint Ironie durch. Da ich zu der Generation deiner Eltern gehöre, kann ich dem 100%ig zustimmen. In unserer Drangzeit, gab es schon Gesetze, wurden aber nicht so rigoros eingehalten. Wir hatten immer einen Fahrer, der fahrtüchtig bleiben musste. Das war immer ich. Dies, weil ich nach mehr als einer Stange Bier, dem Schlaf zu neigte. Also lies ich auch die Stange. Aber noch heute mit Freunden, fahren etliche nach Hause. Unfallfrei. Sie sind des Rasens nicht gewohnt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • LCT 17.10.2019 09:58
    Highlight Highlight Wenn man Alkohol verbietet, hat man damit noch nicht die Menschen verboten, welche Sachbeschädigungen und Gewaltdelikte begehen und das ist ja schliesslich das Problem.

    Ein Verbot führt nur dazu, dass diejenigen, welche Alkohol und Gewalt trennen können das Nachsehen haben.

    Es gibt aber noch weitere Szenarien;
    was wen jemand sich einer am Bahnhof ansäuft und dann im Utoquai gewalttätig wird? In diesem Fall wäre dieses Verbot für rein gar nichts und der, zu behandelnde Umstand, besteht trotzdem.

    Wen ihr was verbieten wollt, verbietet euch selbst, liebe Politiker.
  • YesImAMillenial 17.10.2019 09:42
    Highlight Highlight voll, man könnte ja z.B. auch Cannabis oder andere Drogen verbieten, dann werden diese auch nicht mehr konsumiert....wait what?
    • reamiado 17.10.2019 10:33
      Highlight Highlight Hahaha 😂 😂 😂
    • Truthspitter 18.10.2019 01:48
      Highlight Highlight Das würde nicht zu grünen liberalen ZH passen, lieber den Drogenkonsum fördern. Siehe Langstrassen-Projekt; Jetzt wird am Wknd das 50-Fache gekokst etc. Good Job or false preachers? Hmmm
  • Der Durchgepeitschte! 17.10.2019 09:41
    Highlight Highlight «Das Verbot ist eine reine Schikane und wirkungslos», sagt Andri Perl, Präsident der SP Chur.

    Wär schön wenn ma ufm Regiarigsplatz in dr Nacht wieder gmüatlich as Ten-Pack suufa könnt.
    • Ohniznachtisbett 17.10.2019 10:09
      Highlight Highlight Aber kein Freestyle, wegen dem Lärm, gell!
  • Hamudi Dudi 17.10.2019 09:40
    Highlight Highlight Vielleicht kennt sich jemand hier aus. Wurden die Alkoholverbotszonen in Deutschland ausgerufen, um die Randständigen von diesen Plätzen zu vertreiben? Am HB München ist zur Ergänzung auch das herumtragen alkoholischer Getränke verboten.
    Generell halte ich nichts von Verboten dieser Art.
  • Me, my shelf and I 17.10.2019 09:37
    Highlight Highlight Alkohol macht aggressiv, keine Frage.

    Wenn beim Alkohol stärker angepackt wird, stört mich das nicht besonders. Für eine sinnvolle Drogenpolitik ist es einfach auch wichtig, dass bei unproblematisch(er)en Drogen wie Cannabis, LSD, Pilzen und MDMA anders an die Sache herangegangen werden muss.

    #LegalizeIt
    • Ohniznachtisbett 17.10.2019 10:13
      Highlight Highlight "Alkohol macht aggressiv, keine Frage". Ähhm es macht vielleicht gewisse Menschen aggressiv. Ich zum Beispiel werde mit Alkohol lustig, lache mich fast zu tode, euphorisch, seltener melancholisch, irgendwann müde, aber nie aggressiv. Und ich kenne viele andere Menschen denen es genau gleich geht. Hör doch auf so zu verallgemeinern. Ich sage ja auch nicht alle Kiffer sind potentielle Drogenopfer oder was auch immer.
    • Hamudi Dudi 17.10.2019 10:15
      Highlight Highlight So unter uns: Ich denke, die Akzeptanz für eine Cannabislegalisation wäre grösser, würde das Legalize it-Camp nicht ständig den Alkoholkonsumenten in den Rücken fallen.
    • leu84 17.10.2019 11:42
      Highlight Highlight Leute, die unter Akkoholeinfluss aggressiv werden, sind sicher im nüchternen Zustand auch keine Engel. Nur können sie sich etwas zügeln.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Lightning makes you Impotent (LMYI) 17.10.2019 09:29
    Highlight Highlight Wäre für eine Einschränkung des Alkoholverkauf am Abend und Wochenende. Sehe nicht ein, warum das am Wochenende fast ununterbrochen zu kaufen sein muss. Das würde viel bringen. Aber am See, wo man mal mit der Freundin hingeht und ein Weinchen trinkt, finde ich das unverhältnismässig. 99% der Menschen die dort etwas Wein oder ein Bier trinken, verhalten sich "sozial-adäquat" und wären dennoch davon betroffen. Warum nicht wieder die Kamera's aktivieren?
    • Max Dick 17.10.2019 09:39
      Highlight Highlight Ehm eventuell weil man spontan was zu trinken benötigt? Weil die besten Partys spontan fallen? Bitte den Erziehungs- und Verbotsstaat nicht noch weiter ausbauen. Danke.
    • Vecchia 17.10.2019 09:47
      Highlight Highlight Grundsätzlich einverstanden.

      Allerdings:
      Finde ich es schon interessant, wie Volksdroge Nr.1 gehandhabt wird.

      Wenn es nämlich hiesse
      "Aber am See, wo man mal mit der Freundin hingeht und ein Jointchen raucht,..."

      sähe es ganz anders aus, obwohl "sozial-adäquater" als Alkohol.

      (Nein, ich selbst kiffe nicht und bin diesbezüglich auch für strengen Jugend(!)schutz, sehe aber betreffend der Bedenken hier keinen Unterschied zwischen Alkohol und Cannabisch)
    • Lightning makes you Impotent (LMYI) 17.10.2019 10:14
      Highlight Highlight @MaxDick: Quatsch. Aber sicher nicht um 00:30 Uhr. Und wenn es auch ein Bedürfnis geben kann, hier überwiegen die Nachteile stark. Schau dir mal die Langstrasse an den Wochenenden an! Warum muss es billigen "Stoff" 24 Stunden geben? Es gibt fast kein Land wo das so möglich ist.

      @Vecchia: Ich rauche manchmal. Aber nicht mit der Freundin. Die findet das nämlich nicht so toll. Also lass ich es. Finde das aber auch okay.
  • The Destiny // Team Telegram 17.10.2019 09:29
    Highlight Highlight Es trifft oft die falschen.
    Nach dem Arbeitstag mit Kollegen an den See hocken und ein Bier trinken gibt es dann wohl nicht mehr.
    • Cyberpunk 17.10.2019 11:33
      Highlight Highlight Ich gehe davon aus, dass hier von Sperrzeiten die Rede ist. Das sollte deinem Feierabend Bier mit Freunden wohl kaum trüben. Das Saufgelage ab Mitternacht, was ab dann kritisch wird, bei welchem Halbstarke blindlings Sachbeschädigungen verursachen (Fahrräder, E-Scooters, Infrastrukturen & sonstiges zertrümmern etc.), Leute bedrohen/verprügeln, Abfall und Lärm bis um 04:00 Uhr verursachen, ohne jeglichen Respekt gegenüber anderen Stadtbewohnern, ...dass ist was man primär unterbinden will. Oder hast du andere Vorschläge?

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