Schweiz
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«Carlos» wird wegen Körperverletzung angeklagt



Der als «Carlos» bekannt gewordene Zürcher Jugendstraftäter muss sich erneut vor Gericht verantworten: Der mittlerweile 21-Jährige wird wegen Körperverletzung angeklagt.

Die Staatsanwaltschaft habe beim Bezirksgericht Zürich Anklage wegen eines Körperverletzungsdelikts erhoben, gab die Sprecherin der Staatsanwaltschaft am Montag gegenüber TeleZüri bekannt. Angaben zur Tat machte sie keine. Beim zuständigen Gericht war am Montagabend niemand erreichbar.

«Carlos» war seit August 2015 ein freier Mann. Das Bezirksgericht Dietikon ZH hatte ihn damals zwar zu einer Geldstrafe verurteilt, weil er in einer Gefängniszelle randaliert hatte. Weil er aber zuvor zu Unrecht inhaftiert worden war, war diese Strafe damit abgegolten.

«Carlos» war vor zwei Jahren durch einen SRF-Dokumentarfilm über den damaligen leitenden Zürcher Jugendanwalt landesweit bekannt geworden. Nach der Ausstrahlung entflammte eine hitzige Diskussion über Sinn und Kosten der Behandlung junger Straftäter. Besonders zu reden gab sein «Sondersetting» mit Thaibox-Training.

(sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • aschgyyge 15.11.2016 19:28
    Highlight Highlight und jetzt ratet mal wieviel carlos es gibt ;)
  • bröter 14.11.2016 23:51
    Highlight Highlight Es stellt sich wirklich die Frage, was man mit Personen wie Carlos tun soll. Entgegen der Meinung der Mehrheit halte ich ein Sondersetting für eine bessere Lösung als z.B. eine Verwahrung:

    1. Carlos ist noch jung und eine persönliche Veränderung ist nicht auszuschliessen.

    2. Auch wenn die Kosten für das Sondersetting hoch sind, es ist immer noch günstiger als eine Verwahrung.

    Am wichtigsten ist aber der Schutz der Gesellschaft. Wenn dieser nicht gewährleistet werden kann, ist das Gefängnis wohl die einzige Lösung.
    • Fumo 15.11.2016 08:09
      Highlight Highlight "Carlos ist noch jung und eine persönliche Veränderung ist nicht auszuschliessen."

      "Carlos" (ein ausländisch klingenden Tarnname der extra gewählt wurde um die Geschichte dramatischer zu gestalten) ist ein verwöhnter, schweizer Goldküstenkind. Eine Veränderung ist aufgrund der Wiederholungen seiner Taten inzwischen auszuschliessen.
    • Theor 15.11.2016 10:19
      Highlight Highlight Die Frage die ich mir stelle, ist eher die, wer über so etwas entscheidet. Es ist die alte Frage, ob das Recht über dem Volk steht, oder das Recht dem Volk zu dienen hat. Die Mehrheit der heutigen Bevölkerung scheint keine präventiven Behandlungen mehr zu wollen, sondern wieder die alte pönale Abstrafung.

      Experten der Psychologie sagen: Carlos kann sich noch besserb. Das Volk sagt: Scheiss drauf, der hatte seine Chance! Sperrt ihn kostengünstig weg!

      Auf wen ist nun zu hören?
    • Fumo 15.11.2016 11:10
      Highlight Highlight "Die Frage die ich mir stelle, ist eher die, wer über so etwas entscheidet."

      Derjenige der von "Carlos" Papa bezahlt wird, ganz einfach.
  • Angelo C. 14.11.2016 21:03
    Highlight Highlight Und, war auf Grund der Vorgeschichte etwas anderes zu erwarten - oder haben die hundertausenden von Franken, die man in diesen schrägen Vogel investiert hat, auch nur irgendetwas verändert oder gar positives generiert 🙄?!

    Nach sovielen gleichartigen Taten sollte man sich wohl die Frage nach der sog. kleinen Verwahrung stellen...

    Verschämt, oder um zumindest den Deckel auf dem Volkszorn zu halten, weigert sich die Staatsanwaltschaft gemäss TeleZüri beharrlich, Stellung zu nehmen, wie und wo das Delikt stattfand und ob der chronische Übeltäter derzeit wieder einmal mehr in Haft sei 🙁.



    • Kyle C. 15.11.2016 09:52
      Highlight Highlight Was sollte die Veröffentlichung denn genau bringen? Das Publikmachen seines Falles mag zwar auf teure Ausgaben hingewiesen haben. Und diese Diskussion mag auch gerechtfertigt sein. Aber ihn in den Boulevardmedien auszuschlachten hat das Ganze nur schlimmer gemacht. Ohne seine Taten rechtfertigen zu wollen, aber solche Sondersettings sind keine Seltenheit. Carlos musste aber den Kopf hinhalten um über sensationsgeile Medien den Zorn des ganzen Landes zu entfachen. Lasst es doch gut sein. Ich will das nicht wissen, und ob dem damaligen Opfer gedient ist damit, ist auch äusserst fraglich.

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