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Die Viren-Drohnen der Post sind wieder in der Luft – Absturzursache bekannt



Un technicien pose avec un drone lors d'une presentation par la Poste d'une livraison de paquets a l'aide de drones ce mardi 7 juillet 2015 a Bas-Vully. La Poste suisse, Swiss WorldCargo, (la division de fret aerien de Swiss) et Matternet, (un fabricant de drones base en Californie), ont lance un projet commun afin de tester l'utilisation de drones pour la livraison des paquets. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Sie fliegen wieder: Die Postdrohnen. Bild: KEYSTONE

Die Schweizerische Post nimmt ihre Drohnenflüge im Dienst der Medizin wieder auf, nachdem der Absturz einer Drohne im Januar in den Zürichsee geklärt ist. Ein Kurzschluss war die Ursache, wie die Sicherheits-Untersuchungsstelle Sust am Freitag mitteilte.

Am 25. Januar musste eine Drohne, die Laborproben über den Zürichsee transportierte, eine kontrollierte Notlandung einleiten und landete im Zürichsee. Gemäss dem am Freitag veröffentlichten Schlussbericht der Sust hatte mit grosser Wahrscheinlichkeit ein Kurzschluss zur Notlandung der Drohne geführt. Der Kurzschluss hatte die Stromversorgung zum GPS unterbrochen.

Die Sicherheitsmechanismen der Drohne hatten daraufhin einwandfrei funktioniert: Wie in einem solchen Fall vorgesehen, löste die Drohne die Notlandung selbst aus. Dazu stoppt sie die Rotoren und wirft ihren Fallschirm aus. Die hinunterschwebende Drohne macht mit einem schrillen Pfeifton und grellen Blinklichtern auf sich aufmerksam.

Die technische Störung trat bereits wenige Minuten nach dem Start auf, als die Drohne schon in sechzig Metern Höhe schwebte. Weil sie über dem See war, sank die Drohne ins Wasser und erlitt Totalschaden. Die Blutproben, welche die Drohne von der Klinik im Park zum Zentral-Labor hätte transportieren sollen, blieben unbeschädigt.

Redundanter Stromkreislauf eingebaut

Die Post und der Drohnen-Hersteller Matternet hatten nach dem Vorfall als freiwillige Vorsichtsmassnahme entschieden, alle Drohnen am Boden zu behalten, bis die Ursache geklärt ist. Nun nehmen die Post und Matternet die Flüge für ihre Kunden in Zürich und Lugano ab 15. April wieder auf, wie sie am Freitag mitteilten.

Das sind die eindrücklichsten Drohnenbilder

Matternet habe Anpassungen an den Drohnen vorgenommen. Diese sollen einen technischen Defekt an selber Stelle verhindern. Das GPS, der Kompass sowie der dazugehörige Stromkreislauf seien im neuen Drohnen-Modell V9 doppelt vorhanden. Matternet habe das Modell in den USA in den vergangenen Wochen ausgiebig getestet. Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) habe die Anpassungen am 8. März 2019 geprüft und abgenommen.

Über 3000 Flüge absolviert

Die Post ist nach eigenen Angaben mit autonomen und kommerziellen Drohnen eine Pionierin in der Schweiz - dies stets im Dienste der Medizin. Im Zentrum der Drohnenlogistik stehe der Transport von Laborproben, was dem Gesundheitswesen konkreten Mehrwert bringe. Denn besonders im Gesundheitsbereich seien Sendungen häufig dringend und die Geschwindigkeit könne entscheidend sein.

Mit der Dienstleistung der Post sei der Transport dieser dringenden Laborproben flexibel, schnell und ökologischer als jener auf der Strasse und damit für die Spitäler massgeschneidert. Die Post und Matternet hätten bisher in Lugano, Bern und Zürich über 3000 Flüge erfolgreich absolviert. (sda)

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Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • rodolofo 12.04.2019 13:09
    Highlight Highlight Muss ich für die Postdrohnen-Jagd ein Jagdpatent lösen?
    Oder wird der Abschuss solcher nervtötenden Dinger als Wohltätigkeit steuerlich belohnt?
  • Denk nach 12.04.2019 11:32
    Highlight Highlight Ich finde es gut, dass gezielt getestet wird und Fehler akribisch untersucht werden. Wertvolle Pionierarbeit deren know how später vielleicht wirklich was verändert.

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