Schweiz
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Formel-E-Rennen in Zürich? Die Euphorie war etwas verfrüht



ARCHIV - ZUM ERSTEN FORMEL E RENNEN IN DER SCHWEIZ IN ZUERICH AM SONNTAG, 10. JUNI 2018, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG - Renault E.Dams driver Sebastien Buemi, of Switzerland, takes some practice laps before the start of the FIA Formula E Long Beach ePrix car race, in Long Beach, Calf., Saturday, April 2, 2016. (AP Photo/Gus Ruelas)

Bald in Zürich? Vielleicht. Bild: FR157633 AP

Die Verwirrung um das geplante Formel-E-Rennen in der Stadt Zürich hat einen einfachen Grund: Etwas zu viel Euphorie bei den Initianten – ausgelöst durch einen wohlwollenden Brief der Stadt und die Aufnahme in den Rennkalender. Die offizielle Bewilligung fehlt noch.

«Wir waren wohl etwas gar euphorisch», begründete Roger Tognella, FDP-Gemeinderat, am Freitag gegenüber der Nachrichtenagentur SDA das Vorpreschen per Medienmitteilung am Donnerstagabend. Der Stadtrat habe natürlich Recht. Die rechtlich gültige Bewilligung liege noch nicht vor.

Die Euphorie entstand vor allem wegen eines Briefes der Stadt. Darin habe sich der Stadtrat wohlwollend zum Formel-E-Rennen geäussert und die Bewilligung in Aussicht gestellt, sagte Tognella.

Voraussetzung sei nur noch, dass man die Auflagen erfülle, etwa bezüglich Sicherheit. «Und wir sind der Meinung, dass wir diese Auflagen erfüllen können», sagte Tognella weiter. Seiner Meinung nach ist die Bewilligung deshalb so gut wie sicher.

Zürich steht schon auf dem Rennkalender

Der zweite Grund für das überhöhte Tempo in Sachen Kommunikation war der Motorsport-Weltverband FIA. Er nahm das für den 10. Juni geplante Rennen am Donnerstag in seinen Jahreskalender auf. «Wir arbeiten seit mehr als zwei Jahren darauf hin», sagte Tognella weiter. Vor lauter Freude über den Eintrag im FIA-Kalender sei dann die Mitteilung verschickt worden.

Ein Sprecher der Stadt Zürich musste die Euphorie am späten Donnerstagabend dann empfindlich dämpfen. Per Telefon informierte er die Redaktionen, darunter auch die Nachrichtenagentur SDA, dass der Inhalt der Medienmitteilung der Vereine e-mobil Züri und OK ePrix Zürich gar nicht stimme. Der Stadtrat werde erst in den kommenden Wochen entscheiden.

Ein Rennen mit Volksfest

Sofern die offizielle Bewilligung für das Rennen dann wirklich erteilt wird, wollen die Organisatoren einen «Top-Event mit internationaler Ausstrahlung» durchführen. Neben dem eigentlichen Autorennen ist ein Volksfest geplant, an dem auch über E-Mobilität informiert werden soll.

Bereits vor geraumer Zeit hat sich die Zürcher Kantonsregierung zu E-Rennen geäussert: Der Regierungsrat begrüsse grundsätzlich ein Elektroauto-Rennen, weil es zu einer «grösseren internationalen Ausstrahlung Zürichs» beitragen könne.

Ihm ist aber wichtig, dass das Vorhaben «mit vernünftigem Aufwand und ohne grössere Behinderungen des Verkehrs» abgewickelt wird. Zudem spiele die Sicherheit der Zuschauerinnen und Zuschauer und der Teilnehmenden eine wichtige Rolle.

Seit Anfang April 2016 dürfen in der Schweiz Rundstreckenrennen mit E-Mobilen gefahren werden. Der Bundesrat erteilte die dafür erforderliche Bewilligung. Solche Rennen würden im Interesse der Wirtschaft und des Forschungsstandortes Schweiz liegen. (sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Madison Pierce 22.09.2017 14:01
    Highlight Highlight Rundstreckenrennen verbieten wegen der Sicherheit, dann aber eine Ausnahme für Elektroautos machen. Kann man machen, dann darf man aber nicht mehr mit der Sicherheit argumentieren. (Gibt ja genug andere Gründe, die nachvollziehbar und nicht gelogen wären.)
    • John Smith (2) 22.09.2017 16:32
      Highlight Highlight Rundstreckenrennen wurden DAMALS wegen der Sicherheit verboten. Es ist unbestritten, dass die Sicherheit heute auf einem ganz anderen Niveau ist. Das Parlament hat es vor ein paar Jahren denn auch aus ganz anderen Gründen abgelehnt, das Verbot aufzuheben.
  • dorfne 22.09.2017 13:23
    Highlight Highlight Immer noch mehr Grossanlässe! Das lockt wieder Zehntausende an, verbunden mit Verkehrsbehinderungen und tausenden von Tonnen Abfall. Ich frage mich, wie man so die Klimaziele erreichen will. Woher kommt bloss diese unstillbare Sucht nach immer mehr Grossanlässen??
    • stamm 23.09.2017 21:01
      Highlight Highlight Dann können sie ja dafür ein Velorennen absagen....ist doch gut, gibt es mal was Neues und unserer kleinen Schweiz. Hat für alles Andere auch Platz!
  • Steimolo 22.09.2017 12:29
    Highlight Highlight töffrennstrecke will, nicht e-bullshit
  • Unserious_CH 22.09.2017 11:25
    Highlight Highlight Rundstrecken mit E-Fahrzeugen wird im Schnelldurchlauf erlaubt, aber das generelle Rundstreckenverbot (immernoch einzigartig auf der Welt!) wird nicht behandelt?
    • andrew1 22.09.2017 11:48
      Highlight Highlight Nicht einmal in frankreich wo ja der le mains unfall 1955 stattgefunden hat gibt es ein verbot. Der schweizer hat schon ein gestörtes verhältniss zu autos und geschwindigkeit. Um nicht zu sagen ein volk von autohassern.
    • trio 22.09.2017 12:39
      Highlight Highlight Das ist auch gut so!
    • Unserious_CH 22.09.2017 13:33
      Highlight Highlight @Chrigi-B
      Keinen Platz ist der meist genannte Grund. Lustigerweise braucht eine F1-Rennstrecke inkl Parkplätze etc. nicht mehr Platz als ein Golfplatz. Und wir haben über 50! Golfplätze in der Schweiz.
      Eine sehr lesenswerte und prämierte Maturarbeit zu diesem Thema lässt sich hier herunterladen:
      https://www.google.ch/url?sa=t&source=web&rct=j&url=http://www.toeff-magazin.ch/files_toeff/5568_0.pdf&ved=0ahUKEwju7fbO2LjWAhVM6xQKHYRCAj8QFgglMAA&usg=AFQjCNF7oC7obuAnWYr1Yw-rbnvPKmmnfw
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  • andrew1 22.09.2017 11:20
    Highlight Highlight Wir haben ein rundstreckenverbot in der schweiz, angeblich wegen der sicherheit. Ist denn ein rennen mit e-autos sicherer als mit benzienern? Ich wage es zu bezweifeln. Es geht wiedermal nicht um die sicherheit sondern um ökologie. Ein töfflifahrer mit max 30 kmh benötigt auch ein integralhelm, e-velofahrer in der schweiz nur einen leichten velohelm obwohl viele e-biker verunglücken. Hat alles nicht mit sicherheit zu tun sondern mit schickane gegenüber dem verbrennungsmotornutzer.
    • peeti 22.09.2017 11:54
      Highlight Highlight mimimi, ihr "Verbrennungsmotornutzer" werdet ja überall so benachteiligt...
    • trio 22.09.2017 12:38
      Highlight Highlight Und was ist schlecht daran? Verbrennungsmotoren müssten noch viel mehr sanktioniert werden. Schliesslich sterben jedes Jahr zig tausende durch deren Luftverschmutzung.
    • w'ever 22.09.2017 13:19
      Highlight Highlight @trio
      du weisst schon, dass die rohstoffgewinnung der batterien, die produktion und das entsorgen auch nicht über den grünen daumen läuft
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