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A civilian inspector checks the passengers' tickets in the S3 train on the way between Zurich and Lenzburg, Switzerland, during a top priority check of the Zurich Public Transport Group's (ZVV) transport network, pictured on February 2, 2009. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Ein Kontrolleur ueberprueft am 2. Februar 2009 waehrend einer Schwerpunktkontrolle auf dem Netz des Zuercher Verkehrsverbunds ZVV in der S3 auf der Strecke zwischen Zuerich und Lenzburg die Billette und Abonnements einiger Fahrgaeste. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Stichprobe-Kontrollen, wie es dies bereits im Nachtnetz der S-Bahn gibt, soll es ab Juni auch in den Nachtbussen geben. Bild: KEYSTONE

Bis jetzt konnte man sich in Zürcher Bussen noch vor dem Nachtzuschlag drücken, aber ab Juni gibt's eine Busse

Im Nachtbus der Stadt Zürich konnte man sich bisher vor dem Nachtzuschlag drücken – eine Busse musste man kaum fürchten. Ab Juni ändert sich dies.



Wer im Raum Zürich am Wochenende spät in der Nacht unterwegs ist, zahlt nebst dem regulären Billet auch einen Nachtzuschlag von fünf Franken. Einige Nachtmenschen versuchen sich davor zu drücken, in dem sie sich in der Masse der einsteigenden Fahrgäste verstecken oder Ausreden präsentieren. Bislang mussten solche Schwarzfahrer in Nachtbussen kaum mit einer Busse rechnen. Man zahlte stattdessen den Nachtzuschlag nachträglich oder wurde vom Sicherheitspersonal aus dem Bus verwiesen. 

«Letzteres hat zu negativen Reaktionen geführt. Für die Betroffenen ist es keine gute Lösung, wenn man spät nachts auf die Strasse gestellt wird», sagt André Meier, Leiter Betrieb Netz bei den Verkehrsbetrieben Zürich (VBZ). Mit der Einführung des SwissPass ab dem 1. Juni will der Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) die Fahrausweis-Kontrollpraxis ändern.

Hast du dich schon mal vor dem Nachtzuschlag gedrückt?

Die Ticketkontrolle soll neu nicht mehr vom Fahrpersonal oder von Sicherheitsmitarbeitern beim Einstieg der Fahrgäste in den Bus durchgeführt, sondern durch eine reguläre Fahrausweiskontrolle durch KundenberaterInnen ersetzt werden. Die Änderung bedeutet konkret, dass der Fahrgast den Bus normal besteigen kann und erst nach der Abfahrt kontrolliert wird. Wer bei einer solchen Kontrolle ohne Nachtzuschlag erwischt wird, zahlt eine «Busse» von mindestens 75 Franken. 

SwissPass-Kontrolle dauert länger

ZUR MELDUNG, DASS „SWISSPASS“-KUNDEN AUF AUTOMATISCHE VERLAENGERUNG VERZICHTEN KOENNEN, STELLEN WIR IHNEN AM DONNERSTAG, 23. APRIL 2015, FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG -  Jeaninne Pilloud, Leiterin SBB Personenverkehr, zeigt den SwissPass vor einer Medienkonferenz ueber den SwissPass in Bern am Dienstag, 10. Maerz 2015.  (KEYSTONE/Thomas Hodel)

SBB-Personenverkehr-Chefin Jeannine Pilloud im Interview: «SwissPass ist bloss eine ‹dumme Karte›, sie kann nicht viel.»  Bild: KEYSTONE

Wie die VBZ auf Anfrage bestätigt, hat die Änderung der Kontrollpraxis massgeblich mit der Einführung des SwissPass zu tun. Ab dem 1. Juni will die SBB die Halbtax- und Generalabonnements durch eine elektronische Karte ersetzen, die nur noch mit einem entsprechenden Lesegerät kontrolliert werden können. 

«Wir gehen davon aus, dass der Kontrollprozess mit dem SwissPass länger dauert, als dies bei den herkömmlichen Tickets der Fall ist», erklärt Meier. Vorteil der Stichprobenkontrolle sei daher eine bessere Betriebsstabilität sowie weniger Warteschlangen beim Buseinstieg. «Wir hätten zudem alle Nachtbusse mit einem entsprechenden Lesegerät ausstatten müssen.» Dies spare man sich mit den Stichproben durch Angestellte des Kundendiensts.

Der SwissPass soll ab Juni stufenweise eingeführt werden. Der Fahrausweis, der neu einen Datenchip enthält, soll auch die Nutzung von Partnerdiensten wie Mobility Carsharing, PubliBike und Skitickets ermöglichen. Kritisiert wird der SwissPass unter anderem vom Schweizerischen Konsumentenschutz, der vor Datenmissbrauch warnt. 

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