Schweiz
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Staatliches Puff in Zürich: Idee findet auch bei Bürgerlichen Anklang

Geht es nach der SP, soll die Stadt eine Liegenschaft für ein städtisches Bordell zur Verfügung stellen. Auch Bürgerliche können sich vorstellen, mit Steuergeldern ein Puff zu betreiben.



Die Sozialdemokraten wollen die Stadt Zürich verpflichten, eine Liegenschaft für ein städtisches Bordell zur Verfügung zu stellen. Dies berichtet die «Schweiz am Sonntag» in ihrer gestrigen Ausgabe. «Die überwiegende Mehrheit der Sexarbeiterinnen arbeitet freiwillig und selbstbestimmt, dies ist wichtig, wird jedoch mit den jetzt geltenden Reglementierungen immer mehr verhindert», sagt SP-Gemeinderätin Christine Seidler.

Ihr schwebt ein Bordell vor, das «von den Sexarbeiterinnen selbstverwaltet und im Kollektiv geführt wird». Sie betont, das Projekt sei realistisch. Bevor sie den Vorstoss einreichte, habe sie mit dem Stadtrat Kontakt aufgenommen. Dieser habe ihr signalisiert, dass die Stadt entsprechende Möglichkeiten habe.

Auch in bürgerlichen Kreisen findet die Idee, das älteste Gewerbe zu unterstützen, Anklang. FDP-Fraktionschef im Zürcher Gemeinderat, Michael Schmid, hält gegenüber TeleZüri fest: «Es spricht grundsätzlich nichts dagegen, dem Sex-Gewerbe Räumlichkeiten zu vermieten». Während die SVP bereits signalisierte, dass sie nichts von einem staatlichen Puff hält, findet Schmid den Vorschlag «auf jeden Fall prüfenswert». (cma/az)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Blaumeise 25.04.2016 10:24
    Highlight Highlight Ein Freudenhaus sollte so selbstverständlich als Dientsleistungsbetrieb behandelt werden, wie eine Bankfiliale, ein Reisebüro, eine Arztpraxis oder eine Coiffure.
    Grundlage für die Ausbeutung von Frauen im ältesten Gewerbe, ist seine Illegalität. Fällt die Illegalität weg, dann wird Ausbeutung von Frauen ebenso gering sein, wie in Bankfilialen, Reisebüros, Arztpraxen und Coiffuren.
  • dracului 25.04.2016 07:16
    Highlight Highlight Das älteste Gewerbe wäre nicht so alt geworden, wenn es keine Nachfrage gäbe. Und auch einige, der moralisch so erhabenen SVPler, nehmen solche Dienstleistung in Anspruch. Hier ist einfach kein Platz für eine Doppelmoral und Verdrängung von Realitäten. Alles was den Sexarbeitern hilft, damit sie nicht in die Illegalität gedrängt oder von Zuhältern unterdrückt werden, muss getan werden!
  • Asmodeus 25.04.2016 06:48
    Highlight Highlight Sehr gut.

    Nichts hat bessere Chancen den Menschenhandel einzudämmen als staatlich geführte Puffs.

    Wenn die Kunden genau wissen, dass das Etablissement gut geführt ist und die Anbieterinnen nicht dazu gezwungen werden, kann man eventuell das Gewerbe aus den Grauzonen hinaus ziehen.

    Es muss natürlich auch sichergestellt werden, dass auf die Hygiene und die Gesundheit geachtet wird.
  • Stichelei 25.04.2016 06:37
    Highlight Highlight Die Idee ziehlt in die richtige Richtung. Wichtig wäre, dass der Staat einfach die Rahmenbedingungen fixiert, damit die Sexarbeiterinnen zu marktüblichen Bedingungen Gewerberaum mieten können und darin selbstbestimmt und sicher ihrer Arbeit nachgehen können. Langfristig muss aber das Sexgewerbe entkriminalsiert werden, damit diese Berufe wie jede andere selbstständige Tätigkeit ausgeübt werden können.
  • jaähä 25.04.2016 04:46
    Highlight Highlight Gute Idee. Wo der freie Markt keine fairen Bedingungen erzielen kann, muss man verstaatlichen.

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