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FCZ-Schläger machen gezielt Jagd auf GC-Anhänger

Übergriffe von gewaltbereiten Ultras der beiden Stadtclubs nehmen in Zürich zu. Häufig werden GC-Anhänger Opfer von Angriffen durch FCZ-Fans. Zur Anzeige kommen die Vorfälle selten. Die Stadtpolizei hat Schwierigkeiten, die Situation in den Griff zu bekommen.
24.04.2018, 10:55

Am Wochenende spielten die Grasshoppers gegen Lugano. Nach dem Match wurden beim Lochergut in Zürich zwei GC-Fans von mehreren Personen verprügelt, wie die Stadtpolizei gestern mitteilte. Seit Monaten gehören gewaltsame Übergriffe fast zur Tagesordnung bei Heimspielen des Vereins. Gemäss einem Bericht des «Tages-Anzeigers» zeigen dennoch nur wenige Opfer ihre Angreifer an – aus Angst vor Vergeltungsschlägen.

Bei den Angreifern handelt es sich demnach um FCZ-Ultras. Unter Zusicherung von Anonymität berichten mehrere GC-Fans, dass auch Teenager verprügelt werden, die keiner radikalen GC-Gruppierung angehören. Die kriminellen Ultras verfolgen die Matchbesucher vom anderen Fanlager gezielt, rauben sie aus und verprügeln sie. Zwar gebe es auch Vorfälle, bei denen FCZ-Fans Opfer von Gewalt durch GC-Ultras geworden seien, allerdings nicht im selben Ausmass, wie es im Bericht weiter heisst.

Stadtpolizei machtlos

Die Stadtpolizei hat Schwierigkeiten, Herr der Lage zu werden. In den letzten Monaten wurden GC-Fans – sowohl gewöhnliche Matchbesucher als auch Ultras – mehrfach an öffentlich kommunizierten Treffpunkten angegriffen. Obwohl sie vor Ort anwesend war, griff die Polizei kaum oder erst spät ein. Einmal hätten die Sicherheitskräfte gar einen anonymen Hinweis ignoriert, der frühzeitig auf die Notrufnummer 117 einging. Der telefonische Hinweis sei zu wenig konkret gewesen, um weitergeleitet zu werden, sagt Marco Cortesi, Sprecher der Stadtpolizei, gegenüber dem «Tages-Anzeiger».

        Die Strukturen der einzelnen Fangruppierungen sowie einzelne Exponenten seien der Polizei zumindest teilweise bekannt, so Cortesi. «Das sind aber keine Beweise dafür, dass diese Personen auch Straftaten begangen haben.» Zudem sei es problematisch, dass nur die wenigsten Fälle zur Anzeige gebracht würden. Aktuell arbeiten mehrere Gremien an Massnahmen zur Lösung des Problems. Eines wird durch die Stadt geleitet, eines durch die Clubs. Die Stadtpolizei ist in beide involviert. (aargauerzeitung.ch)

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