Schweiz
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Die Träume von 3 jungen Gangstern enden jäh am Bahnhof Glanzenberg

Ein Trio plante, 7500 Franken zu rauben. Bewaffnet mit einem Schlagstock. Der Richter des Bezirksgerichts Dietikon verurteilte gestern einen der Männer.

David Egger / ch media



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Am Bahnhof Glanzenberg besammelte sich das junge kriminelle Trio. Bild: Clara dos Santos Buser

Sie planten den grossen Coup. Wollten krass sein. Zu dritt 7500 Franken erbeuten. Aber sie vergassen die Fähigkeiten der Zürcher Kantonspolizisten. Einige warteten schon auf sie. Und liessen die Träume des jungen Trios jäh platzen. Sie verhafteten die drei in Dietikon am Bahnhof Glanzenberg.

Dort wollte das Trio einen Mann treffen. Unter dem Vorwand, ihm für 7500 Franken ein Kilogramm Marihuana zu verkaufen. Statt der Drogen hatten sie aber bloss einen Teleskopschlagstock dabei, Sonnenbrillen auf und Kapuzenjacken an. Mit dem Schlagstock hätte der Drogenkäufer eingeschüchtert, und nötigenfalls angegriffen werden sollen. Damit er das Geld so oder so gibt. Auch ohne Gegenleistung.

Gestern stand einer der drei jungen Männer – er kommt aus dem Bezirk Muri im Kanton Aargau – vor Richter Benedikt Hoffmann. Und erzählte, wie ihm sein erfolgreiches Geschäft mit Marihuana einen «Höhenflug» beschert habe. «Das Kriminelle, das Cool-Sein, ich war voll auf dieser Schiene.» In der 36-tägigen Untersuchungshaft im Frühling 2018 ist er nun offenbar zur Besinnung gekommen. Und hat sich den Marihuanakonsum zwangsweise abgewöhnt. Unfreiwillig, aber erfolgreich. Auch mit seinen früheren Gangster-Kollegen will er heute nichts mehr zu tun haben, wie er sagte. Mindestens einer der beiden anderen beteiligten kommt ebenfalls aus dem Kanton Aargau, aus dem Bezirk Bremgarten. Die Verfahren gegen die beiden laufen separat.

Neben der strafbaren Vorbereitungshandlungen zum Raub am Bahnhof Glanzenberg, dem Verkauf von Marihuana sowie dem Konsum von Marihuana hat der junge Schweizer zudem Waffen und waffenähnliche Gegenstände besessen. So etwa zwei Softairguns, einen Schlagring und ein Springmesser.

Und im Frühjahr 2018 plante er einen weiteren Raub, unternahm auch hier strafbare Vorbereitungshandlungen. Dafür involvierte er auch weitere Personen, so etwa zwei Späher und vier Schläger. «Beute suchen», «Menschen fesseln», «Haus-Plünderung» und weitere Aktionen umfasste der Plan, ebenso einen genauen Zeitplan und eine genaue Aufteilung der Beute.

Der Beschuldigte verteidigte sich gestern, er habe diesen Plan gar nicht umsetzen wollen. Das kaufte ihm das Bezirksgericht nicht ab. «Die Pläne sind sehr detailliert und es gibt keinerlei Hinweise, dass es sich um einen Jux oder ein Hirngespinst gehandelt hätte», sagte Einzelrichter Benedikt Hoffmann. Die Sache am Bahnhof Glanzenberg habe gezeigt, dass er bereit war, solche Taten umzusetzen.

Einen Freispruch gab es einzig in Bezug auf das Vergehen gegen das Waffengesetz: Hier flossen nur der Schlagring und das Springmesser ins Urteil ein, die beiden Softairwaffen nicht, da diese legal sind. Der junge Mann wurde zu 8 Monaten Freiheitsstrafe und zu einer Busse von 300 Franken verurteilt. Ausserdem muss er die Gerichtsgebühr von 1000 Franken sowie die 2100 Franken fürs Vorverfahren bezahlen. Das Gericht stellte dem reuigen Mann eine gute Prognose aus, dass er den Rank finden und nie mehr eine Gangster-Karriere anstreben wird.

Anni Lanz – die älteste Schlepperin der Schweiz

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Video: srf

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27
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    Alle Leser-Kommentare
  • Rasti 06.03.2019 18:27
    Highlight Highlight Ich warte nur noch, bis jemand Airsoft verbieten will weil man könne damit ja Leute einschüchtern oder sogar verletzten... Meldet das bitte eurem JUSO oder SP Politiker eures Vertrauens.
  • Nurmalso 06.03.2019 16:46
    Highlight Highlight Vieleicht funktioniert es ja mit ddm Gangster sein noch im Knast...

    In der Dusche beim Gangbang.

    Und weil es das Gefühl der Nächstenliebe da so schön ist, wollen ja alle Gangster unbedingt wider zurück in den Knast und tun alles dafür sogar "krass sein" wenn es sein muss...
  • Wander Kern 06.03.2019 15:41
    Highlight Highlight Vielleicht wollten sie der Politik nur zeigen, wie leicht man in der Schweiz nen Kilo Gras verticken kann. Um die Leute wachzurütteln!
  • Wander Kern 06.03.2019 15:30
    Highlight Highlight Die können froh sein, hat sie die Polizei erwischt. Als würde jemand für 7500.- Drogen kaufen ohne gewisse Massnahmen zur Eigensicherung...
  • Glenn Quagmire 06.03.2019 13:09
    Highlight Highlight Ist er als Aargauer nun im Team Spreitenbach?
  • Hallosager 06.03.2019 12:32
    Highlight Highlight Grosser Coup mit 7'500 Franken? Also das verdiene ich beinahe in einem Monat. Es mag ein guter Batzen sein, aber für Schweizer Verhältnisse absolut nichts 🤷‍♂️
    • glüngi 06.03.2019 13:32
      Highlight Highlight in einem monat... hier an einem abend... merkst du den unterschied?
    • Butschina 06.03.2019 13:44
      Highlight Highlight Nichts? und ich Dubel wäre mit der Hälfte schon mehr als zufrieden.
    • Uf em Berg 06.03.2019 15:38
      Highlight Highlight Würde mich ja sehr für Hallosager freuen, wenn ich auch nur eine Sekunde lang glauben würde, dass jemand, der das verdient, dies hier mitteilen würde....
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sheez Gagoo 06.03.2019 12:20
    Highlight Highlight Er ist auch kein guter Krimineller. Er hat sich bei Sachen erwischen lassen, die er noch gar nicht getan hat.
  • Posersalami 06.03.2019 11:14
    Highlight Highlight Pff, Spreitenbach ist krasser 😂
    • Hans Jürg 06.03.2019 13:03
      Highlight Highlight Schon der Name des Bahnhofes:
      KILLWangen Spreitenbach...
      tönt doch viel ghettomässiger als Glanzenberg.
  • why_so_serious 06.03.2019 10:53
    Highlight Highlight Welche Rolle spielt die Herkunft des Täters in dem Bericht?
    • D. Saat 06.03.2019 12:42
      Highlight Highlight Wie immer keine.
  • Johnny Geil 06.03.2019 10:44
    Highlight Highlight Die Spreitenbacher platzen vor Gangster-Neid :)
    • Johnny Geil 06.03.2019 16:28
      Highlight Highlight @Rhabarber: Fände ich nicht lustig. Verstehe aber den Zusammenhang nicht ganz...

      PS: Ich wohne in Dietikon, gleich beim Bahnhof. Die Lage ist stabil.
    • AdiB 06.03.2019 17:37
      Highlight Highlight @rhabarber, versuch bei solchen wanabes mal den nicolas cage blick. Mit diesem gesicht fragst du ganz nett, "kann ich ihnen helfen?". Und dabei noch murmeln. Glaub mir dies zieht sogar bei nervigen junkies.
      Benutzer Bild
  • Xonco aka. The Muffin Man - Eingebünzelt 06.03.2019 10:18
    Highlight Highlight Was für eine Bande voller Nichtsnutze.
  • andrew1 06.03.2019 10:10
    Highlight Highlight "Und liessen die Träume des jungen Trios jäh platzen" die armen. Wie kann die polizei nur so gemein sein? 😂
    Ist ja nicht so dass sie etwas schlimmes gemacht haben wie zu schnell zu fahren. (Ironie) dort hätte es dann bis zu vier jahre gegeben.
    • Astrogator 06.03.2019 11:07
      Highlight Highlight "Ist ja nicht so dass sie etwas schlimmes gemacht haben wie zu schnell zu fahren. (Ironie) dort hätte es dann bis zu vier jahre gegeben."
      Ein typisches Wutbürgergesetz, angefeuert von 20min und Blick um die "Balkanraser" hinter Gitter zu bringen....

      Und das klappt ja auch, bloss sind es nicht ausschliesslich Balkanraser sondern auch der Wutbürger fährt ein wenn er zu schnell fährt.
    • Suerehohn 06.03.2019 11:36
      Highlight Highlight Vielen Dank für diese weisen Worte!

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