Schweiz
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Martin Neukom hat's geschafft: Der Grüne zieht in den Zürcher Regierungsrat ein. Bild: KEYSTONE

Dieser 32-jährige Grüne wird jüngster Zürcher Regierungsrat – wer ist Martin Neukom?

Martin Neukom schaffte bei den Zürcher Wahlen die Sensation: Der unbekannte Grüne schaffte den Sprung in den Regierungsrat – und brachte die FDP um einen Sitz.



Mit Martin Neukom (Grüne) schafft ein Senkrechtstarter den Sprung in die Zürcher Regierung. Der Winterthurer Kantonsrat sitzt erst seit vier Jahren im Zürcher Parlament, zuvor hatte er kein politisches Amt inne. Mit 32 Jahren ist er zudem einer der jüngsten Regierungsräte in der Geschichte der Schweiz.

Seine Kandidatur hatte Neukom im vergangenen Sommer unter das Zeichen des Klimawandels gestellt – und der Lauf der Dinge spielte ihm in den folgenden Monaten in die Karten. Auf einen heissen Sommer folgte ein trockener Herbst, und mit Greta Thunberg brachte eine junge Umweltaktivistin das Thema Klimawandel in ganz Europa ins Bewusstsein der Menschen.

Der Winterthurer sitzt seit 2014 im Kantonsrat. Den Weg über ein kommunales Parlament hat er ausgelassen. Nach nur vier Jahren im Kantonsparlament in die Regierung gewählt zu werden, ist eine Überraschung.

Als Schwerpunkte seiner politischen Arbeit bezeichnet Neukom neben dem Klimawandel die erneuerbaren Energien und den Kulturlandschutz. Aber auch Themen wie die soziale Integration, die Eindämmung der Gesundheitskosten oder stabile Staatsfinanzen liegen ihm am Herzen.

Im Dienste der Solarzellen

Der gelernte Maschinenzeichner arbeitet als Ingenieur in Winterthur in der Forschung an Solarenergie – «einer Schlüsseltechnologie im Kampf gegen den Klimawandel», wie er auf seiner Homepage schreibt.

Martin Neukom (Gruene) bedraengt von den Medien  im Mediencenter bei den kantonalen Wahlen in Zuerich am Sonntag, 24. Maerz 2019. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Im Zentrum der Aufmerksamkeit: Martin Neukom nach seiner Wahl am Sonntag. Bild: KEYSTONE

Seinen grössten politischen Erfolg feierte Neukom, als der Kantonsrat gegen die Stimmen von SVP und FDP ein Postulat überwies, in dem er gefordert hatte, bei allen kantonalen Gebäuden den Einsatz von Solaranlagen zu prüfen. Die 120 am besten geeigneten Dächer werden nun damit ausgerüstet.

An der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) hatte Neukomm denn auch ein Konzept zur Prüfung von Solarzellen entwickelt. Bei der Software-Firma Fluxim, wo er heute angestellt ist, forscht er weiter an der Nahtstelle von Licht und Elektrizität, nebenbei arbeitet er an seiner Doktorarbeit. Neukom wohnt in Winterthur.

Von 2008 bis 2012 war er Präsident der Jungen Grünen Schweiz. Mit seinem Wahlsieg holt der 32-Jährige für die Grünen den 2015 verlorenen Sitz in der Zürcher Regierung wieder zurück. Damals war Martin Graf abgewählt worden. (sda)

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47
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47Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Beeee 24.03.2019 22:05
    Highlight Highlight gseht gschid us
  • Sherlock_Holmes 24.03.2019 20:29
    Highlight Highlight Für die Hardcore-Strausse unter den Mitbürgern (Kopf bis zu den Schultern im Sand).

    Ab heute ganz grosses Kino am Neumühlequai 10:

    «Zurich has fallen» 😳
    – Die grüne Invasion hat die bürgerlichen Verteidigungslinien durchbrochen! 😱
    – Kann Zürich noch gerettet werden? Oder steht der Rückzug ins Reduit kurz bevor? 😰

    Wir wünschen euch eine gute Zeit und melden uns dann, ob wir den Weltuntergang überlebt haben.

    So, nun bitte ich mich zu entschuldigen – ich werde bei einem guten Glas Wein auf die nächsten vier Jahre anstossen. Einen schönen Abend allerseits. 🤗
    • sunshineZH 24.03.2019 20:46
      Highlight Highlight Prost auf die weiterhin stärkste Partei 🤗
    • atorator 24.03.2019 21:49
      Highlight Highlight Sonne: Und kriegt trotzdem nichts auf die Reihe...
    • Sherlock_Holmes 24.03.2019 21:57
      Highlight Highlight ... Danke – ich werde allerdings auf Martin Neukom anstossen. 😁
    Weitere Antworten anzeigen
  • leu84 24.03.2019 18:56
    Highlight Highlight Ein Praktiker der seine Materie versteht. Eine Seltenheit
  • 01vinc09 24.03.2019 18:36
    Highlight Highlight Martin ist ein so sympathischer Typ und die Stimme aller welche sich einen kompetenten Politiker in Sachen Klimaschutz wünschen. Das ist doch jetzt fast die ideale Aufteilung: wir Jugendlichen machen den alten Politikern Feuer unterm Arsch und ein junger, motivierter und für dieses Gebiet prädestinierter Politiker bringt konkrete Pläne. So geht zukunftsweisende Politik!
    • Chrigi-B 24.03.2019 20:31
      Highlight Highlight Hahahha, herrlich wen du ernsthaft denkst, dass die Erwachsenen nun auf Kinder und Jugendliche hören würden. Der Herr wurde gewählt, da kompetent.
    • 01vinc09 24.03.2019 22:38
      Highlight Highlight Martin ist selber noch halb Klimastreiker. Ich denke schon dass der ein oder andere Politiker sich bei uns einschleimen möchte um doch noch ein paar Stimmen zu bekommen. Und ja, er ist kompetent. Aber was bringt es einem Feuerwehrmann innerhalb von einer Minute jedes Feuer auf der Welt löschen zu können wenn es nirgendwo brennt oder zumindest niemand merkt dass es brennt?
  • reich&schön 24.03.2019 18:28
    Highlight Highlight Die verdiente Quittung für Gössis InstA- und Klima-Pirouetten der letzten Wochen.
    Viele potentielle FDP-Wähler sind vermutlich frustiert der Wahl ferngeblieben oder haben GLP gewählt.
  • amorosa 24.03.2019 18:21
    Highlight Highlight Der Kanton Zürich stand bis anhin auf mehreren Ebenen äusserst solide da. Der Linksrutsch im Parlament wäre noch einigermassen erträglich, da man viel mit Referenden bekämpfen kann. Doch mit dem Linksrutsch in der Regierung sehe ich schwarz für die nächsten 4-8 Jahre.

    Abwanderung von Firmen, verringertes Steuersubstrat, erhöhte Ausgaben, Aufblähung des Behördenapparats, vermehrte Toleranz gegenüber Asyl- und Sozialmissbrauch.

    Und wer bezahlts am Schluss? Natürlich der Steuerzahler, der jeden Morgen früh aufsteht und arbeiten geht. Und eben NICHT die linken Studenten und Klimahysteriker!
    • Freedom Fighter 24.03.2019 18:36
      Highlight Highlight Ein bisschen zu viel SVP-Parteibüechli gelesen?
    • Nicholas Fliess 24.03.2019 18:51
      Highlight Highlight Ein ganz grosses sonntägliches Mimimi also? Sind Sie ein schlechter Verlierer?
    • Imagine 24.03.2019 18:52
      Highlight Highlight Es gibt auch SteuerzahlerInnen, die nicht jeden Morgen früh aufstehen ;-) , und die froh sind, wenn es Leute im Regierungsrat hat, die sich für mehr Lebensqualität (d.h. Umweltschutz) und mehr Mitmenschlichkeit einsetzen.
      Go, Martin, go!
    Weitere Antworten anzeigen
  • pumpkin42 24.03.2019 18:06
    Highlight Highlight Seine Wahl finde ich gut. Dann kann er zeigen wie viele grüne Utopien er Wirklichkeit werden lassen kann. Damit lässt sich mehr beweisen als nur mit Worten hinter dem Rednerpult.
  • DieRoseInDerHose 24.03.2019 17:59
    Highlight Highlight Super - go Martin!
  • NanFly 24.03.2019 17:55
    Highlight Highlight Wird ja auch mal Zeit das diese Klimastreiks Wirkung zeigen!
  • Luger 24.03.2019 17:37
    Highlight Highlight Da wünsche ich euch Zürcher viel Vergnügen mit dem Grünen
    • Firefly 24.03.2019 18:13
      Highlight Highlight Danke! Ich hoffe dass bald das Road-Pricing eingeführt wird ;)
    • Freedom Fighter 24.03.2019 18:37
      Highlight Highlight Weniger als die Bürgerlichen kann er auch nicht bewegen....
    • Trump's verschwiegener Sohn 24.03.2019 19:09
      Highlight Highlight Als ob es zwingend etwas mit Stadt/Provinz zu tun hätte...Im Appenzell wurde die SVP auch gerade abgestraft. Die Leute wachen überall auf.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Chrigi-B 24.03.2019 17:37
    Highlight Highlight Hoffen wir mal er meint es ernst mit den Finanzen. Seine Stadt ist ja kein gutes Beispiel 😉
    • AlteSchachtel 24.03.2019 17:59
      Highlight Highlight Seine Stadt hat wenigstens noch bezahlbaren Wohnraum für Büetzer und seine Stadt muss ziemlich in Infrastruktur investieren, die von Bewohnern ländlicher Gemeinden genutzt werden.
      Es ist sehr einfach zu urteilen, wenn man die genaue Sachlage ignoriert.
    • Chrigi-B 24.03.2019 18:12
      Highlight Highlight Ich kenne die Sachlage haargenau.

      Sage da nur Busbahnhofüberdachung.

    • ands 24.03.2019 18:19
      Highlight Highlight Martin Neukom wohnt in Winterthur. Was hat er deswegen mit den Finanzen der Stadt Winterthur zu tun? Er hat nie ein politisches Amt in der Stadt Winterthur innegehabt. Ganz im Gegensatz zu Natalie Rickli übrigens...
    Weitere Antworten anzeigen

Ja, Herrgott nochmal, man darf fürs Klima streiken und in die Ferien fliegen!

Liebe Klima- und Umweltaktivisten-Kritiker, dieser Text ist für euch. Denn man kann sehr wohl für Klimaschutz kämpfen, ein Smartphone besitzen und in ein Flugzeug steigen.

Liebe User, wir müssen reden. Es gibt da etwas, das macht mich richtig wütend.

Da ist zum Beispiel die 16-jährige Schwedin Greta Thunberg, die mit ihrem Schulstreik gegen den Klimawandel Schüler auf der ganzen Welt inspiriert und politisiert. Thunberg reiste im Februar 65 Stunden von Schweden nach Davos, um das World Economic Forum zu besuchen. Während die schwedische Aktivistin Stunden auf Schienen durch vier Länder fuhr, wurde sie in den sozialen Medien kübelweise mit Häme überschüttet. …

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