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Aktivisten stürmen Hörsaal der ETH Zürich und werfen mit Kuhmist und Urin um sich 

Aktivisten stürmen Hörsaal der ETH Zürich und werfen mit Kuhmist und Urin um sich 

29.08.2016, 12:4429.08.2016, 15:59
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Gegen 11.15 Uhr stürmten mehrere vermummte Personen in den grossen Saal der ETH Zürich, der mit ca. 300 Personen besetzt war. Die unbekannten Täter warfen mehrere stinkende Gegenstände in den Hörsaal. Erste Abklärungen der Polizei ergaben, dass es sich dabei um Kuhmist, faule Eier, Urin und weitere zur Zeit unbekannte Substanzen handelt.

Zudem wurden die Wände des Saals versprayt. Verletzte Personen gibt es anscheinend nicht. Der Hörsaal musste jedoch umgehend geräumt und der Kongress unterbrochen werden. Vor dem Gebäude wurde ein Transparent angebracht. Die vermummten Personen konnten unerkannt aus der ETH flüchten.

Die Stadtpolizei Zürich hat eine Fahndung eingeleitet und zwei Personen angehalten. Zur Zeit wird abgeklärt, ob sie mit dem Vorfall etwas zu tun hatten. Der entstandene Sachschaden dürfte mehrere tausend Franken betragen.

Der Vorfall ereignete sich während des dreitägigen Kongresses der Europäischen Gesellschaft für Züchtungsforschung Eucarpia.

Die Debatte um gentechnisch veränderte Lebensmittel (GMO, genetically modified food) sorgt immer wieder für erhitzte Reaktionen. Anti-GMO-Aktivisten beklagen unter anderem, dass die grüne Gentechnologie unbekannte Gesundheitsrisiken berge und einen inakzeptablen Eingriff in die Natur darstelle. Befürworter der GMO sehen in der Technologie eine Möglichkeit, die Lebensmittelknappheit zu bekämpfen. (aeg/wst)

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82 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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alessandro
29.08.2016 13:25registriert März 2014
Ein bisschen unreflektiert dieser artikel. Warum waren denn die aktivisten da? Was ist es überhaupt für ein kongress? Das entnehme ich aus der twitter-einbindung... warum wohl einer einen von saatgutfirmen wie monsanto und syngenta gesponserten kongress unterbrechen will?
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TanookiStormtrooper
29.08.2016 13:54registriert August 2015
Ich mag es irgendwie nicht, wenn der Titel gleichviel Informationen hat, wie der Artikel selbst...
Wie viele hier frage ich mich, "Was war das für ein Kongress?"
Man wird ja wohl nicht einfach aus Spass Kuhscheisse in irgend einen Hörsaal werfen?
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Marcelo
29.08.2016 15:32registriert Januar 2015
Es gibt einige gute Gründe, um auf die heutige Saatgutproduktion hinzuweisen:

1.) Die meisten eingesetzten GVO erhöhen nur den Gebrauch von Pestiziden oder bauen das Pflanzenschutzmittel direkt in die Pflanze ein.

2.) Verlust der eigenständigen Pflanzenvermehrung.

3.) Landflächen werden "versäucht" und der Bauer danach auf Patentrechte verklagt.

4.) Machtkonzentration

5.) Verlust der Klima- und Biodiversität des Saatguts (anfälliger auf Krankheiten).

Dank dieser ekelhaften Aktion bleibt der breiten Bevölkerung allerdings nur eines im Gedächtnis: Gentechgegner = Fäkalienwerfende Chaoten.
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