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ARCHIV - ZUM LAUFENDEN BERUFUNGSVERHANDLUNG IM FALL IGNAZ W. STELLEN WIR IHNEN DIESES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG - Experten des Forensischen Instituts Zuerich untersuchen im Auftrag des Obergerichts Uri mit einem gerichtlichen Augenschein den Tatort mit Schussrekonstruktion im Fall des Erstfelder Barbetreibers Ignaz Walker, am Montag 28. September 2015 in Erstfeld. Walker ist des versuchten Mordes und der versuchten vorsaetzlichen Toetung angeklagt. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Experten des Forensischen Instituts Zürich untersuchen im Auftrag des Obergerichts Uri den Tatort mit Schussrekonstruktion. Bild: KEYSTONE

Prozess um Urner Barbetreiber: Das Bundesgericht lag «teilweise kreuzfalsch» 



Im Prozess um einen Barbetreiber, der einen Killer auf seine Frau angesetzt haben soll, hat der Verteidiger am Donnerstag vor dem Urner Obergericht erneut einen Freispruch verlangt.

Das Obergericht hatte den Barbetreiber 2016 freigesprochen, doch hat das Bundesgericht das Urteil aufgehoben. Dies heisse nicht, dass sein Mandant schuldig gesprochen werden müsse, sagte Verteidiger Linus Jaeggi. Der Beschuldigte selbst sagte vor Gericht: «Ich war es nicht.»

ARCHIV - ZUM LAUFENDEN BERUFUNGSVERHANDLUNG IM FALL IGNAZ W. STELLEN WIR IHNEN DIESES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG - Ignaz Walker posiert vor dem Rathaus in Altdorf am Montag, 22. Februar 2016. Der Prozess gegen den angeklagten Erstfelder Barbetreiber wird heute fortgesetzt. Das Obergericht Uri verurteilte Walker im September 2013 wegen versuchter vorsaetzlicher Toetung und versuchten Mordes in Mittaeterschaft zu einer Freiheitsstrafe von 15 Jahren und erhoehte damit die vom Landgericht verhaengte Strafe um 5 Jahre. Im Dezember 2014 hiess das Bundesgericht eine Beschwerde Walkers teilweise gut, hob das Urteil auf und schickte den Fall zur Neubeurteilung ans Obergericht Uri zurueck. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Der angeklagte Ignaz Walker. Bild: KEYSTONE

Bundesgericht ist «nicht unfehlbar»

Der Verteidiger sagte, das Obergericht habe den mutigen Entscheid, seinen Mandanten freizusprechen, unlogisch und lückenhaft begründet. Aus dem Bundesgerichtsentscheid folge deswegen nicht, dass ein Schuldspruch nötig sei. Das Bundesgericht urteile nicht über Schuld und Unschuld.

Der Verteidiger kritisierte aber auch das Bundesgericht. Dieses habe mit seinem Urteil seine Befugnisse überschritten und teilweise kreuzfalsche Darlegungen gemacht. Das Bundesgericht sei – wie der Papst – nicht unfehlbar, sagte er.

ARCHIV - ZUM LAUFENDEN BERUFUNGSVERHANDLUNG IM FALL IGNAZ W. STELLEN WIR IHNEN DIESES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG - Das Dorf Erstfeld mit dem Nachtclub Taverne, Mitte, in der Abenddaemmerung, aufgenommen am Montag, 28. September 2015. Experten des Forensischen Instituts Zuerich untersuchen im Auftrag des Obergerichts Uri mit einem gerichtlichen Augenschein den Tatort mit Schussrekonstruktion im Fall des Erstfelder Barbetreibers Ignaz Walker, am Montag 28. September 2015 in Erstfeld. Walker ist des versuchten Mordes und der versuchten vorsaetzlichen Toetung angeklagt. (KEYSTONE/Urs Flueeler)..

Das Dorf Erstfeld mit dem Nachtclub Taverne. Bild: KEYSTONE

Bereits der dritte Prozess

Der Beschuldigte steht vor dem Obergericht, weil er einen Killer auf seine Frau angesetzt haben soll. Die Frau war im November 2010 auf offener Strasse durch Schüsse schwer verletzt worden. Ein Kroate wurde 2012 vom Urner Landgericht als Auftragsschütze zu einer Freiheitsstrafe von achteinhalb Jahren verurteilt.

Es handelt sich um den dritten Prozess in dieser Sache vor dem Urner Obergericht, weil das Bundesgericht zwei Mal Beschwerden gegen Urteile gutgeheissen hat. Das Verfahren begann am Donnerstag zäh. So waren sich Verteidigung und Oberstaatsanwaltschaft nicht einig, wer von ihnen als erster plädieren müsse. whr/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Yamamoto 17.11.2017 09:14
    Highlight Highlight Vielleicht wäre es sinnvoll, wenn der Bund kleine Kantone in Sachen Strafverfahren zur Konkordatsbildung zwingen würde. Meiner Meinung nach darf der Föderalismus in solchen Verfahren der Rechtsstaatlichkeit nicht vorgehen. Es ist problematisch, wenn vermutlich RichterInnen, Staatsanwälte/Staatsanwältinnen und Polizisten/Polizistinnen per Du sind oder Richterämter nur nebenamtlich besetzt werden. Ausserdem haben viele kleine Kantone nicht einmal professionelle Jugendstrafbehörden. Da urteilen dann einfach die normalen Richter, obwohl im Jugendstrafrecht andere Grundsätze gelten.
  • Steffan Griechting 16.11.2017 15:01
    Highlight Highlight Soviele schlimmen Dinge passieren jeden Tag! und Schuld sind immer nur die Urner oder die SVP!!!
    Es sollte lieber mal den Linken an den Kragen gehen......
    habe fertich
    • Tomjumper 16.11.2017 18:46
      Highlight Highlight Lies die Weltwoch, oder die BaZ dass sollte dir wohl mehr entsprechen als richtige Nachrichten das tun.
    • Hierundjetzt 16.11.2017 18:54
      Highlight Highlight Der Kanton Uri ist mit seinen 36'000 Einwöhnerchen komplett überfordert.

      Bei 36'000 Einwohner kann man wohl kaum von "unabhängiger Justiz" sprechen. Das Richteramt wie die Staatsanwaltschaft wird dort nur Teilzeit ausgeübt, daneben ist man noch Kuhirte oder beurkundet als Notar Kaufverträge für Bauernhöfe.

      Die Justiz ist also solches komplett überfordert weil man kein professioneller Ablauf gewährleistet.

      Ich meine 3 Revisionen!

      Und der Dorfpolizist überträgt mal ebenso fremde DNA auf die Tatwaffe. Habt Ihr dort eigentlich nur Singen und Klatschen in der Schule? CSI Üri?
    • The IT Guy 16.11.2017 19:35
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