Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Zwei Hunde töten im Muotathal neun Schafe

Zwei Huskys sind im Muotathal in einen Stall eingedrungen und haben mehrere Schafe getötet. Für Menschen sind die beiden Polarhunde nicht gefährlich. Auch im Aargauer rissen Hunde Tiere: Diese Woche ein Reh, im November Schafe.

Andreas Seeholzer / ch media



Im Muotatal sind zwei Huskys in einen offenen Stall eingedrungen und haben in einem wahren Blutrausch Schafe angegriffen und fünf der Tiere getötet. Die beiden Hunde konnten aus ihrem Zwinger entwischen, da darin hoher Schnee lag. Die Hunde stammen nicht von der Erlebniswelt Muotathal GmbH, welche in der Region Touren mit Schlittenhunden anbietet, sondern von einem privaten Hundebesitzer. Der Hundehalter konnte am Dienstag nicht für eine Stellungnahme gewonnen werden.

Am Dienst hatte auch die Kantonspolizei Aargau einen Fall gemeldet, bei dem ein Hund ein Reh gerissen hat. Es wird ermittelt. Die Kantonspolizei schrieb in der Mitteilung ironisch: «Meiner jagt sicher keine Rehe…», und zielte damit auf Hundehalter ab, die ihre Tiere widerrechtlich frei laufen lassen. Im November hatte ein Hund auch im Aargauer Mettauertal Schafe gerissen.

Ausgebüxte Hunde

Die beiden Huskys sind am vergangenen Donnerstag, am frühen Nachmittag, ausgebrochen. Auf ihrem Raubzug haben sie erst eine Katze in Stücke gerissen und später einen kleinen Hund angegriffen. Der kleine Hund überlebte die Attacke. Die Huskys liessen vom Jack Russel Terrier ab und rannten davon. Die Hundehalterin ging mit dem Tier zum Tierarzt, wo der Jack Russel genäht werden musste.

Schlimmer ist es den Schafen ergangen. Kurz vor 14 Uhr sind die beiden Huskys über das rund 1.2 Meter hohe Gatter in den offenen Stall eingedrungen und griffen an. «Sie sind in einen Rausch gekommen», sagte dazu der Kantonstierarzt Andreas Ewy auf Anfrage. «Es war kein schöner Anblick», erinnert sich der Schafhalter, der kurz nach dem Eindringen der Hunde vor Ort war: «Als ich kam, gingen die Hunde noch voll drauflos.»

Der Schafhalter konnte die beiden Huskys aber schnell besänftigen: «Ich habe geschrien, dann hörten sie auf.» Die beiden Hunde haben fünf Schafe getötet, vier derart schwer verletzt, dass sie getötet werden mussten. Fazit: Von 22 Schafen waren letztendlich neun tot, und nur drei blieben ganz unverletzt. Der Landwirt rief die Wildhut, diese wiederum die Polizei. Laut Angaben der Polizei hat der Schafbesitzer Anzeige erstattet.

November 2018: Hund reisst in Oberhofen AG gleich zwei Schafe

Das sagte Schäfer Roland Jufer gegenüber Tele M1. Video: © TeleM1

«Einer der massivsten Vorfälle»

Für Marco Gut, stellvertretender Kantonstierarzt und zuständig für den Fall, ist die Hundeattacke «einer der massivsten Vorfälle, mit der ich während meiner Tätigkeit zu tun hatte». Dennoch gelte es auch hier, «verhältnismässig» zu reagieren. In einem ersten Schritt seien sogenannte Sofortmassnahmen angeordnet worden, damit ein solcher Vorfall nicht mehr passieren könne.

In einen weiteren Schritt wird nun entschieden, welche definitiven Massnahmen bestimmt werden. Bis Ende Woche sollen diese Massnahmen angeordnet werden. Ob die beiden Hunde eingeschläfert werden, ist nicht klar. Für Menschen stellen die Huskys jedenfalls keine Gefahr dar, da sie nicht ihr Territorium verteidigt haben, sondern dem Jagdtrieb verfallen sind. (bzbasel.ch)

Aktuelle Polizeibilder

Der Luchs soll zum Abschuss freigegeben werden

abspielen

Video: srf

Das könnte dich auch interessieren:

Zwangsschulfrei wegen Masern: Schon 12 Fälle an Steiner-Schule – warum das kein Zufall ist

Link zum Artikel

Ihr spinnt! Wieso trinkt ihr im Restaurant kein Leitungswasser?

Link zum Artikel

Diese Schweizerin trug 365 Tage lang dasselbe Kleid

Link zum Artikel

Hinter den Kulissen von «Game of Thrones» haben sich alle lieb. Hier 15 Beweis-Bilder!

Link zum Artikel

Und jetzt: Die fiesen Sex-Fails der watson-User! 🙈

Link zum Artikel

Hier kommt ein Feel-Good-Dump für alle, die ein bisschen Aufmunterung gebrauchen können

Link zum Artikel

27 Sprüche, die zeigen, dass wir unbedingt auch Jahrbücher in den Schulen brauchen

Link zum Artikel

«Breaking Bad» kommt zurück – dazu die 10 besten Zitate von Jesse Pinkman

Link zum Artikel

Die Post lässt sich ein bisschen hacken – und macht sich zum Gespött der Hacker

Link zum Artikel

Sorry, aber wir müssen wieder über Trump und Faschismus reden

Link zum Artikel

«Eine Hure zu sein, war oft top», sagt Virginie Despentes aus Erfahrung

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

27
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
27Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • DonChaote 06.02.2019 20:48
    Highlight Highlight Wäre das im wallis passiert, dann würde man nun alle hunde zum abschuss durch jäger freigeben...
    • leu84 07.02.2019 09:14
      Highlight Highlight Nö, es war ja kein Wolf...
  • DichterLenz 06.02.2019 20:42
    Highlight Highlight Auch die wollten nur spielen und machen sonst sowas gar nicht.
  • Lisbon 06.02.2019 20:26
    Highlight Highlight Wie traurig :( Ich hoffe, der Halter muss sämtliche Kosten übernehmen exklusive happige Busse und dass solche Vorfälle endlich mal aufhören. Hundehalter, haltet keine Hunde als Souvenir, sondern seid euch eurer Verantwortung bewusst!
    • Albert J. Katzenellenbogen 07.02.2019 00:05
      Highlight Highlight Keine Ahnung von Huskys?
      Das Wort ausgebüxt überlesen oder nicht verstanden?
      🤫
    • Lisbon 07.02.2019 10:01
      Highlight Highlight Verstand den Artikel schon. Sie sind vom Zwinger ausgebüxt"..."da darin hoher Schnee lag". Ein Zwinger anscheinend ohne Dach und der Halter hat wohl stundenlang nicht aufgepasst. Der Hundehalter, egal ob er einen Husky oder Dackel hat, muss sichergehen, dass sein Hund nicht einfach abhauen kann. Der Schnee kam nicht überraschend und hat sich kaum innert 5 Minuten so angehäuft.
    • Albert J. Katzenellenbogen 07.02.2019 10:44
      Highlight Highlight Lisbon:
      Ob ein entsprechendes Versäumnis vorlag, wird man prüfen.
      Huskies den Schnee aus dem Zwinger zu räumen, ist eher schädlich.
      Dächer braucht ein Zwinger nicht, nur einen Unterstand/Hundehütte.
  • Echo der Zeit 06.02.2019 20:20
    Highlight Highlight "Für Menschen stellen die Huskys jedenfalls keine Gefahr dar, da sie nicht ihr Territorium verteidigt haben, sondern dem Jagdtrieb verfallen sind" Sagt jemand der zu Hundert Prozent sicher ist.
  • PHB 06.02.2019 20:04
    Highlight Highlight Dem Jagdtrieb verfallen? Katze in Stücke gerissen? Was ist mit dem Terrier?
    Auf solche Hunde (und erst recht auf solche Hundebesitzer) kann die Welt verzichten.
  • Kazu 06.02.2019 19:07
    Highlight Highlight Hunde sind Tiere und haben ganz natürliche Instinkte. Diese beiden Huskys waren einfach recht erfolgreich bei ihrer Jagd. Sie können nichts dafür und ich hoffe dass sie nicht eingeschläfert werden.
    • DonChaote 06.02.2019 21:28
      Highlight Highlight Ja, besser den hundebesitzer einschläfern und die hunde in den bergen (wallis?) auswildern...
    • Kazu 07.02.2019 21:14
      Highlight Highlight Auch der Hundbesitzer trägt meiner Meinung nach keine Schuld.
  • Quacksalber 06.02.2019 18:46
    Highlight Highlight Jetzt wo die Halter in fast keinem Kanton mehr in den Kurs müssen werden ganz sicher auch bald wieder Kinder Opfer sein.
    • DonChaote 06.02.2019 21:36
      Highlight Highlight @quacksalber
      Weil kurse, zu denen man gezwungen wird ja so viel bringen? Denken sie wirklich, diese hundehalter kurse hätten einen effekt (positiv oder negativ) auf die situation gehabt. Kann ich mir nicht vorstellen. Darum wurden sie vielerorts wieder abgeschafft. Dies bedingt natürlich, dass es einige leute gibt, welche nun vermehrt wieder gezielt nach hundethemen in polizeimeldungen suchen. Agendasetting nennt sich das ganze. Medienkunde, erstes semester.
      Denken sie die letzten jahre seien keine hundebissvorfälle passiert, nur weil sie in den medien nicht mehr prominent vertreten waren?
    • DonChaote 06.02.2019 23:54
      Highlight Highlight @quacksalber
      Oder kurz und provokativ gesagt:
      Egal, ich habe kinder sowieso noch nie gemocht ;)
  • grandvlad 06.02.2019 18:10
    Highlight Highlight Hund immer an die Leine. Ausser in eingezäunten Gelände nicht.
    • Baba 06.02.2019 19:21
      Highlight Highlight Die Hunde waren offenbar in einem Zwinger und konnten aber von dort wegen hohem Schnee abhauen...

      Was für eine Tragödie, die armen attakierten und zerfleischten Tiere 😢😢😢

      Kann wirklich 100 %ig sichergestellt werden, dass diese Hunde für Menschen keine Gefahr darstellen? Was wäre zB passiert, wenn im Schafstall noch ein Kind gewesen wäre? Unterscheiden Huskies im Blutrausch noch zwischen Mensch und Tier?
    • Kleine Hexe 06.02.2019 19:46
      Highlight Highlight 100%ige Sicherheit gibt es bei keinem Hund. Jeder Hund hat einen Kiefer mit Zähnen und kann theoretisch zubeissen.
      Trotzdem ist deine Frage durchaus berechtigt, auch wenn sie dir niemand beantworten kann.
  • DemonCore 06.02.2019 17:59
    Highlight Highlight Zu viele Hundehalter haben ihre Viecher nicht im Griff, meistens merken sie es nicht ein mal. Manchmal trifft es Wild- oder Haustiere. Manchmal auch kleine Kinder.
    • Albert J. Katzenellenbogen 07.02.2019 00:07
      Highlight Highlight Lesen sie nochmals nach.
  • maxi 06.02.2019 17:52
    Highlight Highlight krank! hoffentlich muss der hundebesitzer einen ordentlichen batzen zahlen.
    • Albert J. Katzenellenbogen 07.02.2019 00:07
      Highlight Highlight Haftpflichtversicherung.
    • maxi 07.02.2019 09:00
      Highlight Highlight ich hoffe nicht...
    • Albert J. Katzenellenbogen 07.02.2019 10:41
      Highlight Highlight In der Regel ja.
  • Hexenkönig 06.02.2019 17:47
    Highlight Highlight Und wieder einmal werden die Tiere (Hunde und Schafe) für die Fahrlässigkeit eines Besitzers bestraft.

    War hier nicht letzte Woche noch ein Artikel darüber, dass die obligatorischen Hundekurse in immer mehr Kantonen abgeschafft werden? Muss denn erst wieder ein Kind zu Tode gebissen werden, damit hier wieder genauer hingeschaut wird?
    Den Hunden kann man keine Schuld geben, wenn ihr Besitzer nicht weiss, wie mit ihnen umzugehen ist. Warum wird die Haltung ohne regelmässige und obligatorische Kursbesuche nicht gleichgestellt mit illegalem Waffenbesitz?
    • Albert J. Katzenellenbogen 07.02.2019 00:08
      Highlight Highlight Artikel gelesen und verstanden?
  • Kravallo 06.02.2019 17:33
    Highlight Highlight Liebe Walliser

    Erschiessen wir nun jeden Hund?

Zürcher Polizei stoppt Fahrzeug von Drogendealer mit Schuss

Im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens gegen mutmassliche Betäubungsmittelhändler wollten Polizisten der Stadtpolizei Zürich kurz am frühen Montagmorgen auf der A3 im Bözbergtunnel zwei Fahrzeuge anhalten und deren Insassen verhaften. Als eines der Autos die Polizeisperre durchbrach, kam es zu einer gezielten Schussabgabe auf einen Pneu des Fluchtfahrzeugs.

Trotzdem gelang es den Insassen zunächst, mit dem Auto die Flucht fortzusetzen. Kurze Zeit später konnten die Polizisten jedoch das …

Artikel lesen
Link zum Artikel