Schweiz
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Neugeborenes Mädchen ins Einsiedler Babyfenster gelegt



Eine Frau legt am 9. Mai 2001 in Einsiedeln ein Kleinkind in das sogenannte Babyfenster (gestellte Szene). Das Regionalspital Einsiedeln und die Schweizerische Hilfe fuer Mutter und Kind (SHMK) haben am 9. Mai das erste Schweizer Babyfenster eroeffnet. Eine Mutter kann ihr Baby anonym und legal in einen uebergrossen Briefkasten an der Aussenwand des Spitals legen.  (KEYSTONE/Franco Greco) === ELECTRONIC IMAGE ===

Bild: KEYSTONE

Ein neugeborenes Mädchen ist am Sonntag um 11.24 Uhr ins Babyfenster des Spitals Einsiedeln gelegt worden. Der gesunde Säugling kam am selben Tag zur Welt und bleibt vorläufig für medizinische Abklärungen im Spital.

Die Kinder- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) sei umgehend informiert worden, teilten das Amt für Kindes- und Erwachsenenschutz Ausserschwyz und das Spital Einsiedeln am Montag mit. Ein Vormund übernehme die Rechte und Pflichten, die üblicherweise den Eltern des Kindes obliegen würden.

Die Mutter des Kindes kann sich bei der KESB in Pfäffikon oder bei der Stiftung Schweizerische Hilfe für Mutter und Kind (SHMK) melden, um mit ihrem Baby Kontakt aufzunehmen. Es werde ihr absolute Diskretion und unbürokratische Hilfestellung zugesichert, um für sie und das Kind die beste Lösung zu finden, heisst es in der Mitteilung.

Die leiblichen Eltern haben das Recht, bis zum Vollzug einer Adoption das Kind zurückzufordern. Eine Adoption kann frühestens nach einem Jahr Pflege und Erziehung durch die künftigen Eltern erfolgen.

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Video: srf

Es ist das 13. Mal, dass ein Neugeborenes anonym in die Einsiedler Babyklappe gelegt worden ist. Letztmals geschah dies im Juli 2016.

Das Babyfenster Einsiedeln gibt es seit 2001 und ist das älteste der Schweiz. Danach zogen Bern, Davos GR, Olten SO, Zollikon ZH, Bellinzona, Basel und Sitten nach.

Die Mütter können ihr Neugeborenes anonym in das Fenster legen, dieses schliessen und sich entfernen. Mit Verzögerung wird im Spital Alarm ausgelöst. Die Babyklappen verstehen sich als Hilfsangebot für Mütter in extremen Notlagen und sollen helfen, Kindstötungen oder -aussetzungen zu verhindern. (sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • little.saurus 27.08.2018 13:22
    Highlight Highlight Ist der Sinn dahinter nicht, dass man anonym und ohne Verurteilung das Kind hineinlegen kann? Wieso findet Ihr es für notwendig bei jedem Kind die genaue Zeit und Ortschaft abzugeben?
    • Garp 27.08.2018 14:56
      Highlight Highlight Vielleicht kann ja der Mutter oder den Eltern geholfen werden, dass sie wieder zusammenfinden, wenn sie gute Unterstützung bekommen. Bestraft wird keiner, der sein Baby abgibt.
    • DerSimu 27.08.2018 15:47
      Highlight Highlight Würdest Du das auch sagen, wenn Du dich dein ganzes Leben fragst, wer deine Eltern sind?

      Es geht ja nicht darum, jemanden zu verurteilen, sondern dem Kind irgendwann Gewissheit über Ihre Eltern zu geben.
    • little.saurus 27.08.2018 16:14
      Highlight Highlight Das geht übrigens auch ohne es Publik zu machen...
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