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Das Wasser formt die Erde und der Klimawandel beschleunigt dies



Das Naturmuseum St. Gallen zeigt in einer Sonderausstellung, wie Wasser seit Jahrmillionen die Erde formt. Der Klimawandel beschleunigt die natürlichen Prozesse, was Besucher anhand interaktiver Stationen simulieren können.

Als Regen oder Schnee fällt es aus den Wolken, sammelt sich als Grundwasser im Boden, gefriert an den Polen und in den Hochgebirgen zu Eis, fliesst in Flüssen zum Meer, verdunstet schliesslich, steigt als Wasserdampf in den Himmel auf und bildet Wolken, aus denen es an anderer Stelle wieder als Regen oder Schnee zur Erde niedergeht.

In diesem Kreislauf ändert das Wasser mehrmals seinen Aggregatszustand zwischen flüssig, fest und gasförmig. Gesteuert wird dieser ständig wechselnde Zustand durch die Temperaturen, die in den verschiedenen Regionen der Erde, in der Luft, sowie am und im Erdboden herrschen.

Den Rahmen der Ausstellung (18. Mai bis 18. August) bilden grossformatige Fotografien von Bernhard Edmaier. Die Flugaufnahmen zerfurchter Alpengletscher, weitläufiger Flussdeltas oder fantastischer Wolkengebilde hat der bekannte Profifotograf und Geologe in verschiedenen Regionen der Erde aufgenommen. Sie zeigen Wasser als die wichtigste landschaftsgestaltende Kraft auf der Erde.

In einem interaktiven Teil, produziert vom Museum «Mensch und Natur» in München, werden Fragen zum Wasser beantwortet - auch ungewöhnliche wie: «Wieviel wiegt eine Wolke?» Die Antwort erstaunt: Obwohl sie nur aus Wasserdampf besteht, bringt es eine Schönwetterwolke in der Grösse eines Kubikkilometers auf ein Gewicht von 1000 Tonnen.

Klimawandel heizt Kreislauf an

Ein wichtiges Thema der Ausstellung ist der Klimawandel. Durch die steigenden Temperaturen verändert sich die Verteilung von flüssigem und gefrorenem Wasser, sowie von Wasserdampf in der Atmosphäre.

«Viele Beobachtungen und Modellrechnungen deuten klar darauf hin: Die Erderwärmung heizt den Wasserkreislauf an», sagte Museumsdirektor Toni Bürgin am Donnerstag vor den Medien.

Mehr Wasser aus den Ozeanen verdunstet, mehr Niederschläge fallen über Land und damit nimmt auch der Abfluss des Wassers zu. Es kommt verstärkt zu Wetterextremen. Überschwemmungen und Stürme nehmen zu.

Durch den Klimawandel steigt der Meeresspiegel an, Permafrostböden tauen auf, das Eis der Gletscher an den Polen und in den Alpen schmilzt. Den dramatischen Eisschwund im Alpenraum dokumentieren die Vorher-Nachher-Bilder des Berner Fotografen Simon Oberli, der den Rückgang der Gletscher seit 15 Jahren fotografiert.

Vom Gletscherfloh zur Mördermuschel

An sechs Stationen werden die wichtigsten Wasserlebensräume anhand eines Tieres vorgestellt: Der kleine Gletscherfloh, der sich im Eis der Alpen am wohlsten fühlt; die Bachforellen, die gegen den Strom schwimmen; der Biber, das grösste, einheimische Nagetier in den Auen; die Ringelnatter, die sich an Seen zuhause fühlt; der Graureiher am Flussdelta und schliesslich die Mördermuschel im Meer. (sda)

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