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Vor dem 2. Halbfinal: Auftritt von Madonna beim ESC weiter unklar



Wie es aussieht, könnte früher bekannt sein, ob der Berner Luca Hänni in den ESC-Final einzieht, als dass klar ist, ob Madonna an der Veranstaltung in Tel Aviv auftritt. Ihr für Samstag angekündigter Besuch steht laut dem israelischen Fernsehen weiter auf der Kippe.

Die Sängerin habe den entsprechenden Vertrag bisher nicht unterzeichnet, berichtete Kanal 12 am Donnerstag. Eine Sprecherin des 64. Eurovision Song Contest bestätigte dies zunächst nicht. Am Mittwoch hatte sie allerdings gesagt, der Vertrag sei noch nicht unterschrieben.

Dem Fernsehbericht zufolge hat die Europäische Rundfunkunion (EBU) als Veranstalterin deutlich gemacht, dass Madonna nicht in der Veranstaltungshalle mit der ESC-Bühne proben darf, solange der Vertrag nicht unterzeichnet ist. Bereits am Mittwoch hätte es demnach fast einen Eklat gegeben, weil die EBU Madonna den Zutritt zur Halle verbieten wollte. Letztlich habe der Popstar dann aber zwei Stunden geprobt, berichtete das Fernsehen.

Das Problem mit der Vertragsunterzeichnung soll den Berichten zufolge sein, dass Madonna angeblich ihren Hit «Like a Prayer» singen will. Doch nicht alle Rechteinhaber an dem Song hätten bisher der EBU dazu ihre Zustimmung gegeben.

Die 60-Jährige war in der Nacht zum Mittwoch in Israel gelandet. Madonna will nach Angaben der britischen PR-Firma Number 10 strategies zudem einen Song von ihrem neuen Album singen. Die Kosten für den Auftritt von schätzungsweise rund 1.15 Millionen Euro will demnach der israelisch-kanadische Geschäftsmann Sylvan Adams tragen.

In den vergangenen Wochen hatten israelische Medien berichtet, das Problem mit dem Vertrag sei, dass Madonna ein Lied mit «politischen Inhalten» präsentieren wolle. Die EBU betont jedoch immer wieder, der ESC sei unpolitisch.

Beim Finale treten 26 Länder an. Ob es der Schweiz für einen Einzug reicht, wird sich im heutigen zweiten Halbfinale zeigen. Der Berner Sänger Luca Hänni tritt mit seinem Song «She Got Me» an. (sda/dpa)

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