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Pakistan legt Grundstein für Grenzkorridor für indische Sikh-Pilger



In Pakistan hat Ministerpräsident Imran Khan am Mittwoch den Grundstein für einen Grenzkorridor mit Indien gelegt. Dieser soll indischen Anhängern des Sikh-Glaubens den Besuch eines ihrer heiligsten Schreine im pakistanischen Kartarpur Sahib erleichtern.

Der Pilgerort liegt rund drei Kilometer von der indisch-pakistanischen Grenze entfernt. Der Grenzkorridor soll auch helfen, die zerrütteten Beziehungen zwischen den Erzfeinden zu verbessern.

In einer Rede anlässlich der Grundsteinlegung sagte Khan, die blutige Vergangenheit Pakistans und Indiens solle die beiden Länder nicht davon abhalten, in Zukunft freundschaftlich zu denken. «Das wird der Korridor des Friedens, der unsere beiden Länder zusammenbringt», sagte Khan. Indien und Pakistan haben drei Mal Krieg gegeneinander geführt und sind bis heute verfeindet.

Der neue Korridor wird den pakistanischen und den indischen Punjab, den Geburtsort des Sikhismus, verbinden. Der Wanderprediger Guru Nanak gründete die monotheistische Religion im 15. Jahrhundert. In Kartarpur Sahib verbrachte er die letzten 18 Jahre seines Lebens und verstarb auch dort. Derzeit gibt es weltweit rund 27 Millionen Sikhs, die meisten davon leben in Indien.

Der Korridor verbindet Kartarpur Sahib mit einer Sikh-Pilgerstätte auf indischer Seite. Dera Baba Nanak liegt einen Kilometer von der Grenze entfernt. Künftig können indische Sikh-Pilger visafrei mit einem Ein-Tages-Pass Kartarpur Sahib besuchen.

Bisher waren dafür Visum und eine Spezialgenehmigung erforderlich. Zudem war die Anreise lang, da es zwischen Indien und Pakistan keine Direktflüge gibt. Der Grundstein auf indischer Seite wurde bereits am Montag gelegt.

Mit der Fertigstellung des Korridors wird auf pakistanischer Seite im nächsten Jahr gerechnet. Laut Aussenministerium entfällt aber bereits ab sofort die Notwendigkeit der Spezialgenehmigung für Sikh-Pilger. (sda/dpa)

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