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Z'graggen: «Hier und da gegen den Föhn arbeiten»



Im Bundesratswahlkampf steht Heidi Z'graggen besonders im Fokus. Die Überraschungskandidatin der CVP ist überzeugt, in den ersten Hearings nicht nur mit Gemeinsamkeiten gepunktet zu haben.

Die anderen Fraktionen seien sich durchaus bewusst, dass sie aus der CVP komme. Das sei es darum gegangen, wo man sich treffe, aber auch, wo man sich unterscheide, sagte sie gegenüber Journalisten.

Laut Z'graggen betrafen die Fragen in den Hearings vor allem aktuelle Themen wie das CO2-Gesetz oder das Rahmenabkommen. Sie war am Dienstag bei den Grünen, den Grünliberalen und der SVP angetreten. Versprochen habe sie nichts, sagte Z'graggen. Sie habe ihre politischen Haltungen vertreten.

Die Tatsache, dass sie als einzige Kandidatin nicht dem Bundesparlament angehört, hat Z'graggen nicht als Nachteil empfunden. Sie sei eine Macherin, sagte sie. Als Regierungsrätin sei sie auch mit der Bundespolitik vertraut.

Von ihren Bundesratsqualitäten scheint Z'graggen jedenfalls überzeugt. «Wenn man eine Regierung führen soll, wenn man Lösungen gemeinsam finden soll, dann muss man hinstehen und hier und da gegen den Föhn arbeiten», sagte die Urnerin.

Nie Versprechungen machen

Ein positives Fazit nach ihrem letzten Hearing bei den Grünen zog auch Viola Amherd. Es seien sehr interessante Gespräche in einer guten Atmosphäre gewesen. Sie habe ihre Positionen vertreten, ohne sich zu verbiegen. Das sei sowieso aussichtslos. «Man kennt mich im Haus.» Überraschende Fragen seien keine gestellt worden.

Gefragt, ob sie den Fraktionen Versprechungen gemacht habe, sagte Amherd: «In der Politik sollte man nie Versprechungen machen.» Sie werde sich aber mit aller Kraft in den Dienst des Bundesrates stellen, versprach sie.

Karin Keller-Sutter sagte nach dem letzten Hearing des Nachmittags - bei der GLP -, es sei interessant gewesen. «Ich habe die Antworten gegeben, die ich aus eigener Überzeugung geben konnte.» Ähnlich hatte Keller-Sutter auch die Anhörung bei den Grünen kommentiert.

Die thematischen Schwerpunkte seien in den Gesprächen mit den drei Fraktionen unterschiedlich gewesen, bilanzierte Keller-Sutter. Zur Frage, ob sie ihrer Favoritenrolle gerecht geworden sei, sagte Keller-Sutter: «Das wurde ich nicht gefragt.»

Hans Wicki sagte nach den drei Hearings, es sei überall interessant gewesen, und er habe gute Antworten gegeben. Kommenden Donnerstag habe er einen Termin bei Alliance F, sagte der einzige offiziell nominierte Mann im Rennen. Er gehe gerne hin, denn: «Wer ist schon nicht gerne bei Frauen?» Er sei gerne bei Frauen. (sda)

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