Session
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
A mother washes the face of her four-year-old boy, pictured on Juliy 9, 2011 in Daillens in the canton of Vaud, Switzerland. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Der unverheiratete Vater muss künftig nicht nur Alimente für das Kind zahlen, er muss auch die Mutter finanziell unterstützen ... Bild: KEYSTONE

 Neue Regeln zum Kindesunterhalt 

Ledige Mütter sollen vom Kindsvater für Betreuung bezahlt werden

Der unverheiratete Vater muss künftig nicht nur Alimente für das Kind zahlen, er muss auch die Mutter finanziell unterstützen – oder die unverheiratete Mutter den Vater, wenn dieser das Kind betreut. 



Die Kinder unverheirateter Eltern sollen beim Unterhalt die gleichen Rechte haben wie jene verheirateter Eltern. Nach dem Nationalrat hat am Dienstag auch der Ständerat neue Regeln zum Kindesunterhalt gutgeheissen. Kern der Vorlage sind neue Pflichten für ledige Väter: Kinder von nicht verheirateten Paaren sollen beim Unterhalt dieselben Rechte haben wie Kinder von Ehepaaren.

A father holds his six-month-old baby Moris, pictured on September 16, 2011, in Unterfelden in the canton of Aargau, Switzerland. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

... oder die unverheiratete Mutter den Vater, wenn dieser das Kind betreut.  Bild: KEYSTONE

Heute hat fast jedes fünfte Kind unverheiratete Eltern. Ledige Mütter müssen für ihren eigenen Unterhalt selber aufkommen, während geschiedene Mütter Unterhaltszahlungen des Vaters erhalten. Für die Kinder lediger Mütter kann dies zum Beispiel bedeuten, dass sie nach der Trennung fremd betreut werden, weil die Mutter Geld verdienen muss. 

Mit der Revision sollen neu beim Unterhalt die Kosten für die Betreuung berücksichtigt werden. Es handelt sich um eine Art Erwerbsausfallentschädigung für jenen Elternteil, welcher das Kind mehrheitlich betreut. Auch der unverheiratete Vater muss die Mutter des Kindes finanziell unterstützen – oder die unverheiratete Mutter den Vater, wenn dieser das Kind betreut. Der Betreuungsunterhalt kommt zum finanziellen Unterhalt für das Kind hinzu. (whr/sda)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Interview

«Wenige grosse Antennen generieren mehr Strahlung als viele kleine Anlagen»

Der Ständerat berät über eine Anhebung der Strahlenschutz-Grenzwerte. Für den ETH-Forscher Manuel Murbach ist dies der falsche Weg. Er spricht sich für ein kleinzelliges Netz aus, das weniger Strahlung erzeuge und für 5G unerlässlich sei.

Die Swisscom sorgte letzte Woche mit der Ankündigung für Aufsehen, schon dieses Jahr punktuell mit 5G zu starten. Was halten Sie davon?Manuel Murbach: Ein Zusammenhang mit der Abstimmung im Ständerat ist sehr wahrscheinlich. Die Swisscom betreibt ein starkes Lobbying. Sie warnt, dass die Schweiz bei der 5G-Technologie den Anschluss verpasse, wenn die Strahlengrenzwerte nicht angehoben werden. Der Druck auf die Ständeräte ist sehr gross. Sie werden von verschiedener Seite bearbeitet, auch …

Artikel lesen
Link zum Artikel