Sex
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Bürosex in Christchurch / Twitter-Bild

Bild: Twitter

Knattern vor Publikum

Dieses Bild geht um die Welt  – warum es wichtig ist, beim Sex im Büro das Licht auszumachen

Eine gut besuchte Bar, ein hell erleuchtetes Büro im Haus gegenüber, zwei liebestolle Arbeitnehmer: Das ist alles, was man für diese heitere Sexgeschichte aus Neuseeland braucht. 



Langsam. Eine Bar, ein Büro ... Wer hat jetzt wen flachgelegt? 

Simpel: Zwei Angestellte der Versicherung Marsh Ltd. im neuseeländischen Christchurch sind sich am vergangenen Freitag nach Feierabend näher gekommen, wobei «Näherkommen» in diesem Fall heisst: Zwischen Schreibtischen, Kopierern und Bürostühlen sind sie übereinander hergefallen wie zwei läufige Streifenhörnchen.   

Ist doch schön für sie. Wo ist das Problem? 

Genau genommen gab es sogar zwei Probleme. 
a) Die beiden liessen für ihre Spezial-Überstunden das Licht an, und
b) im Haus gegenüber befindet sich die «Carlton Bar and Eatery», eine Kneipe mit warmer Küche (und ganz gutem Steak, wie man den Bewertungen bei Google entnehmen kann). «Die überraschten Gäste im Carlton hatten für die heisse Affäre auf der anderen Strassenseite Plätze in der ersten Reihe», meldet die australische Zeitung «Herald Sun». Rund 50 Besucher sollen in dem Lokal gewesen sein, als gegenüber die Show begann.     

OMG! Was haben die Leute im Restaurant gemacht? 

Das, was Menschen im 21. Jahrhundert immer tun, wenn etwas Spannendes passiert: Sie holten ihre Smartphones raus und dokumentierten den Koitus für die Nachwelt. Von der «Carlton Bar and Eatery» aus eroberte die Spätschicht bei Marsh Ltd. zuerst Twitter und Facebook – und von da aus Medien in aller Welt.  

«Über solche Angelegenheiten sehen wir nicht einfach hinweg.»

Chef des Unternehmens mit der speziellen Nachtschicht

Das ist ... das ist ja ... 

... «cringeworthy», sagt man wohl in Neuseeland dazu. Frei übersetzt sowas wie schauerlich. Warum das Liebespaar nicht einfach die Rollos runter- oder das Licht ausgemacht hat, darüber herrscht in der Weltpresse bislang Uneinigkeit. Womöglich hatten die beiden angenommen, sie wären durch die getönten Scheiben von aussen nicht zu sehen. 

Da lagen sie dann falsch. 

Weiss man, um wen es sich bei den beiden handelt? 

Leider weiss es auf jeden Fall ihr Arbeitgeber. Der Chef des Unternehmens, Grant Milne, sagte dem New Zealand Herald, Marsh Ltd. nehme den Vorfall sehr ernst. «Über solche Angelegenheiten sehen wir nicht einfach hinweg. Es wird eine Untersuchung geben, und von dieser Untersuchung ausgehend werden wir Massnahmen ergreifen.» Ein derartiges Benehmen werde von der Firma nicht geduldet, fügte er hinzu. Ein neuseeländischer Arbeitsrechtler sagte dem «Herald», die beiden Büro-Lover könnten wegen der Sache ihre Jobs verlieren. 

abspielen

Haben sich die Leute in der Bar wenigstens amüsiert? 

Es hört sich ganz so an. Augenzeugen berichteten dem «New Zealeand Herald», es habe Anfeuerungsrufe für das Paar gegeben. Sogar die Live-Band habe aufgehört zu spielen. Bei Reddit beschrieb einer der Gäste in schauerlichem Detailreichtum, wie die ungewöhnliche Live-Show ablief. «Um ehrlich zu sein: Nach etwa einer halben Stunde wurde es den Leuten langweilig, viele gingen zurück zur Tanzfläche», beschliesst er seine Schilderung. Die Band habe dann wieder angefangen zu spielen – passenderweise mit dem «Kings of Leon»-Song «Sex on Fire». «Das war das Lustigste, was ich seit langer Zeit gesehen habe», sagte eine Besucherin der Zeitung. «Es war ein grossartiger Abend».  

Ist das nicht ein total asoziales Verhalten? 

Das kann man so sehen. Schliesslich hätte man die Turteltäubchen gegenüber auch warnen können, statt Fotos von ihnen bei Twitter zu posten. Als «Bande geschmackloser und unkultivierter Petzen» bezeichnet dann auch die Autorin Pam Corkery die Kneipengesellschaft – räumt allerdings ein, dass man wohl einen Backstein an die Scheibe hätte werfen müssen, um das Liebespaar auf seine Situation aufmerksam zu machen. Dann doch lieber noch ein Foto. 

Ein allerletztes. (rls) 

Hatten Sie schon mal Sex am Arbeitsplatz?

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2 Kommentare
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Emma Amour

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