DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Okay, liebe Werber, Vergewaltigung und K.o.-Tropfen? Gaaanz schwarze Stunde!



Bei den Werbern ist, so geht die immer wieder bestätigte Sage («Sie nennen ihn ‹Staubsauger›, unter drei Gramm Koks pro Tag macht er's nicht.» – Zitat von einer Zürcher Party über einen Werber), immer Winter. Und ganz besonders bizarr wird ihre verschneite Fantasie offenbar zur Weihnachtszeit. So geschehen im Weihnachtskatalog der amerikanischen Kaufhauskette Bloomingdale's und bei SuperGurl, einem in Singapur beheimateten Webshop für Teenie-Mode. 

Bloomingdale's schlägt einem jungen Mann vor, den Eggnog seiner Freundin mit K.o.-Tropfen zu versetzen, wenn niemand zuschaut. Und was dann passiert ... In Amerika nennt man sowas «Date Rape». Also eine als Verabredung getarnte Vergewaltigung.

SuperGurl wurde bei seinem Black-Friday-Ausverkauf noch direkter: «Rape us now» stand da neben einer jungen Frau in einer sich anbietenden Pose. Natürlich liess der Shitstorm nur sehr kurz auf sich warten. Der Kreativdirektor von SuperGurl entschuldigte sich umgehend – und beschuldigte einen Untergebenen, einen Grafiker der Werbeabteilung. 

«Ich anerkenne hiermit, dass wir einen echten Fehler begangen haben, und dass unser Slogan der Gemeinschaft junger Frauen von heute nicht die richtigen Werte vermittelt», schrieb der Kreativdirektor. Der Slogan «Rape us now» wurde durch «Don't say never» ersetzt. Was iiiiirgendwie ein bisschen in eine ähnliche Richtung geht. 

Exzessives Weihnachtsshopping ist also vergleichbar mit der Vergewaltigung einer Frau. Das. Ist. Krank. Sehr. Krank.

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Wie der Schönheitswahn auf Instagram einer jungen Aargauerin die Lust am Leben nahm

Ein neues, angeblich tolleres Aussehen auf Instagram ist einfacher denn je. Umso leichter ist es aber auch, in Depressionen zu verfallen. Tina Umbricht aus Gränichen wollte nicht mehr leben, weil sie sich zu hässlich fand. Wie sie immer tiefer in den Teufelskreis geriet – und sich schliesslich daraus befreite.

Auf einmal wird ihr alles zu viel. In ihrem Kopf rattert es. Sie weiss nicht weiter. Eine Stimme sagt ihr, sie müsse abnehmen, sie müsse sich verändern. Sie solle auf Instagram die Bilder der anderen anschauen und genauso werden. Sie will nicht. Sie fängt an zu hyperventilieren. Die Luft wird knapp. Ihr wird schwarz vor Augen. Das Nächste, an das sie sich erinnert, ist, wie sie heulend in ihrem Zimmer sitzt. Das Handy noch in der Hand. Sie ist zusammengebrochen, sagt man ihr. «Instagram …

Artikel lesen
Link zum Artikel