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«Höre meine Gebote!», sprach das <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Fliegendes_Spaghettimonster" target="_blank">Fliegende Spaghettimonster</a>. Oder so ähnlich.&nbsp;
«Höre meine Gebote!», sprach das Fliegende Spaghettimonster. Oder so ähnlich. Bild: wikicommons

Die 10 eisernen Gebote des italienischen Essens

10.08.2017, 11:3311.08.2017, 06:06

Italienisches Essen wird weltweit gegessen und geliebt. Fast nirgends aber ist es so gut wie im Ursprungsland selbst. Fast nirgends, ausser in Italien, ist es richtig.

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Wie bei etlichen leckeren Cuisines aus aller Welt hat die italienische einen Siegeszug durch die Restaurant- und Heim-Küchen des Globus angetreten. Und freilich hat jedes Land dabei seine eigenen kulinarischen Vorlieben und Gewohnheiten eingebracht. Bloss stellen diese länderspezifischen Adaptionen ziemlich genau nie eine Verbesserung des Originals dar.

Tja, es gibt wenig Eindeutigkeiten in unserer modernen Welt, doch eine ist nun mal #italiansdoitbetter. Deshalb: Willst du es richtig machen, befolge diese 10 Gebote!

Du sollst keinen Cappuccino nach 10 Uhr morgens trinken.

Bild: Shutterstock

Okay, von mir aus bis 11 Uhr, wenn du ein Spätaufsteher bist. Aber danach gibt's nur noch caffè espresso! Latte macchiato? Das ist Kaffee für Leute, die keinen Kaffee mögen. Trink' lieber eine Ovi.

Du sollst kein Olivenöl ins Pastawasser tun.

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Bild: giphy

Braucht's nicht, da es sich um die einzelnen Nudeln einen glatten Film bildet, was dazu führt, dass die Sauce weniger gut haftet. Angst vor dem Verkleben? Benutze erstens genügend Wasser und dann – haha wow – einen Kochlöffel, um ab und zu zu verrühren!

Du sollst Pasta nicht als Beilage servieren. Risotto auch nicht, imfall.

Bild: Shutterstock

Pasta o riso sind als primi zu essen. Dementsprechend ist es auch keine Riesenportion (was, n.b., erklärt, weshalb Italien in den untersten Rängen der Übergewichtigkeit in Europa rangiert). Und danach, beim zweiten Gang – secondo –, gibt's das Stück Fleisch oder Fisch. Beim Risotto gibt es eine Ausnahme: Die risotto alla milanese wird als Beilage zu ossobuco serviert.

Du sollst deine Pasta nicht in der Sauce ertränken.

Falsch.
Falsch.Bild: simplysogood.com
Richtig.
Richtig.Bild: obi/watson

Die Sauce soll die Pasta komplementieren, nicht überwältigen. Teigwaren haben einen Eigengeschmack. Dieser soll erkennbar bleiben.

Du sollst neben mir keine anderen Götter haben.

Bild: oswald.ch

Liebe Schweizer, euer «Pasta Cinque Pi» ist ungefähr so italienisch wie das Apfelmus auf die Hörnli. Liebe Amerikaner, euer «Spaghetti with Meatballs» ist ungefähr so authentisch wie ein Pumpkin Spice Latte. Und weshalb zum Geier knallt ihr eine Pouletbrust auf die Pasta? Und «chicken parmigiano»? Was ist das überhaupt? Kurzum: Liebe Welt, hört auf, italienisches Essen zu verschlimmbessern! Das Original übertrefft ihr ohnehin nie. Stattdessen:

Du sollst regionale Spezialitäten ehren und kosten.

Eigentlich existiert «die italienische Küche» per se gar nicht. Stattdessen gibt es eine schier unglaubliche Vielfalt an regionalen Gerichten und Spezialitäten. Deshalb: Iss im Piemont die tajarin, und in Sizilien tust du statt Parmesan ricotta salata auf deine Pasta, okay?

Du sollst keinen Thousand Island Dressing oder ähnlichen Quatsch auf den Salat tun.

Gutes Olivenöl, etwas Essig, Salz – mehr braucht es nicht bei frischem Salatgemüse. Und, übrigens: Der Salat kommt nachher – nach dem Hauptgang. Das ist besser für die Verdauung.

Du sollst Käse und Meeresfrüchte nicht mischen.

Auf spaghetti allo scoglio, alle vongole, alle cozzecon tonno etc. kommt kein Parmesan. Ist doch logisch, Mann!

Du sollst die Worte «Thick Crust Pizza» nicht aussprechen.

Das Ding mit dem dicken Boden gibt's schon auch: Focaccia al taglio und Ähnliches heisst das dann (siehe Foto). Das ist Streetfood. Aber im Restaurant gibt es nur eine Sorte Pizzaboden: Die richtige.

Nonna hat immer Recht.

Vergesst Food-Historiker und Wikipedia-Einträge! Wenn es darum geht, die einzig richtige, authentisch und korrekte Zubereitung eines Gerichts zu eruieren, hat Nonna immer recht. Wenn sie von rotini spricht, dann sind das rotini. Auch wenn auf der Packung fusilli steht. 

Ach ja, die Nummer 11, «Du sollst die Pasta al dente kochen», das weiss nun wirklich jeder, oder?

Amen.

#ItaliansDoItBetter

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Streetfooding! Teil II:

Video: watson/Oliver Baroni, Emily Engkent
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122 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Rafi Hazera
10.08.2017 14:16team watson
von meinem Cappuccino gesendet
Die 10 eisernen Gebote des italienischen Essens
von meinem Cappuccino gesendet
1305
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Thadic
10.08.2017 19:23registriert Mai 2016
Macht doch bitte aus der "italienischen Küche" keine strikte Religion! Warum reden wir Italiener gerne über essen? Weil wir uns eben oft auch nicht einig sind wie das oder jene Gericht "richtig" zubereitet werden muss. Abgesehen davon soll sich eine Küche entwickeln und neue Impulse aufnehmen. Ich hoffe jedenfalls dass die die vielen Einwanderer aus Afrika und Asien die italienische Küche noch reicher machen als die schon ist.
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KING FELIX
10.08.2017 15:04registriert Februar 2017
Genau was die welt braucht, nach deutschen nazis und grammar nazis, nun die food nazis, welche bestimmen wem was wie zu schmecken hat.
Everyday....
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Frohlocket, die Fails sind da! Hier kommt die grosse Portion Spass zum Dienstag

Na ja. Die Titel vom Faildienstag waren auch schon besser. Aber wir sind ja schliesslich nicht da, um Titel zu lesen, sondern um die neuesten und failigsten Fails der Woche anzuschauen.

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