Spass
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Der Bürogummi-Leak: Mail-Floskeln und was sie wirklich bedeuten

Im Büroalltag gibt es bekanntlich viele kleine Mühseligkeiten. Ein gefürchteter Kampf, den es dabei zu kämpfen gilt, ist die Mailkorrespondenz. Wir kratzen die Oberfläche weg und vermuten vage, was hinter den Floskeln steckt.



Per Mail kommunizieren spart Zeit und Aufwand, ist aber auch mit Momenten des Haareraufens verbunden. In diesen Momenten heisst es dann professionell die Contenance zu wahren.

Natürlich kann nicht immer darauf verzichtet werden, sachte Seitenhiebe schön zu verpacken und höflich auszuteilen ...

Was du schreibst

Image

Bild: watson / shutterstock

Eine wunderbar passiv-aggressive Art und Weise einen Sachverhalt abzuklären. Wäre unsere Gesellschaft nicht so unsäglich versessen darauf, stets die vergilbte Flagge der Höflichkeit verkrampft empor zu halten, wäre diese Floskel unverzüglich obsolet. Stattdessen:

Was du meinst

Image

Bild: watson / shutterstock

Was du schreibst

Image

bild: watson / shutterstock

Niemand ist vollkommen. Gut deshalb, dass es scheinheilige Wortabfolgen gibt, die ein allfälliges Unvermögen beliebiger Art kaschieren und es so im sozialen Gefüge unserer schönen, neuen Welt akzeptabel oder zumindest akzeptabler erscheinen lässt. Eigentlich ist aber klar:

Was du meinst

Image

bild: watson / shutterstock

Was du schreibst

Image

bild: watson / shutterstock

Da nicht alle Arbeitnehmer in einer Form sakraler Synchronität ihrer Tätigkeit nachgehen, kann es zu teils eklatanten Differenzen kommen, was die wahrgenommene Idealgeschwindigkeit in Bezug auf das Abarbeiten von Pendenzen betrifft. Darum gibt es selbstverständlich verfloskelte Versuche, diese Geschwindigkeit zu synchronisieren. Was damit aber eigentlich gemeint ist:

Was du meinst

Image

bild: watson / shutterstock

Was du schreibst

Image

bild: watson / shutterstock

Ressourcen wollen gut eingeteilt sein. Kommt es dennoch aufgrund von Ungenauigkeiten zu einer Ressourcenverschwendung, zum Beispiel in Form von wiederholten Fragen zu eigentlich geklärten Sachverhalten, darf dies durchaus deutlich gemacht werden. Natürlich nur soweit es die Etikette zulässt. Ohne den Deckmantel der Höflichkeit läse es sich hingegen so:

Was du meinst

Image

bild: watson / shutterstock

Was du schreibst

Image

bild: watson / pixabay

Es gibt es durchaus, dass zu drastischen Floskeln gegriffen wird, wenn es die Umstände verlangen. Die sozial adäquate Formulierung der Unzufriedenheit über die Inexistenz einer gewissen Regelmässigkeit im elektronischen Briefwechsel kann leicht variieren, der Fall ist dennoch jeweils klar. Eigentlich soll damit Folgendes gesagt werden:

Was du meinst

Image

bild: watson / shutterstock

Was du schreibst

Image

Bild: watson / pixabay

Problematisch kann es natürlich werden, wenn nicht auf derselben Ebene kommuniziert wird. In diesem Falle gilt es den kleinsten gemeinsamen Nenner zu finden, was oft heisst, dass die Komplexität reduziert werden muss. Dies darf durchaus spürbar gemacht werden, solange es höflich ist. Ansonsten läse es sich so:

Was du meinst

Image

bild: watson / shutterstock

Was du schreibst

Image

bild: watson / pixabay

Gewisse Situationen erfordern es, Klartext zu kommunizieren. Und dies eigentlich nur, weil der Mensch auf der anderen Seite des Computers es nicht fertig bringt. Diese Überlegenheit in Sachen Durchblick darf getrost in neutrale Worte verpackt und kommuniziert werden. Ansonsten sähe es so aus:

Was du meinst

Image

bild: watson / shutterstock

Was du schreibst

Image

bild: watson / shutterstock

Es kommt die Zeit, da neigt sich die Korrespondenz dem Ende zu. Glücklicherweise gibt es auch dann eine sozial implizit anerkannte Formulierung, die signalisiert, dass es nun nichts mehr zu sagen gibt. Ohne Heuchelei bedeutet dies:

Was du meinst

Image

bild: watson / shutterstock

Was du schreibst

Image

bild: watson / shutterstock

Ab und an, da tun sich im geschäftlichen Alltagsleben Momente auf, die einem die Haare zu Berg stehen lassen. Doch auch hier verlangt es das unsere Gesellschaftsverständnis, dass der Ton diplomatischer Natur bleibt. Wäre dies nicht der Fall, würde sich dies so lesen:

Was du meinst

Image

bild: watson / shutterstock

«Smalltalk ist eine verdammte Zeitverschwendung!» – Anna redet lieber Tacheles

Play Icon

Video: watson/Anna Whittlestone, Emily Engkent

17 kleine Freuden des Büroalltags

Das könnte dich auch interessieren:

In diesem Land wohnt nur ein einziger Schweizer. Wir haben mit ihm gesprochen

Link to Article

Das Sexismus-Dinner des FC Basel sorgt weltweit für Schlagzeilen

Link to Article

7 ausgefallene Punsch-Rezepte, die du diesen Winter unbedingt ausprobieren solltest!

präsentiert vonBrand Logo
Link to Article

Führerscheinentzug nach 49 Minuten – so witzelt die Polizei über den «Tagesschnellsten»

Link to Article

Diese 13 Bilder zeigen, wieso «Doppeladler» völlig zu Recht das Wort des Jahres ist

Link to Article

Über Zürich fliegen jetzt die Viren-Drohnen

Link to Article

Der Super-Beau, der in weniger als 15 Minuten alles verkackt!

Link to Article

7 Duschmomente, die uns (vermutlich) allen bekannt vorkommen 

Link to Article

Jetzt ist es da! Das geilste Polizeiauto der Schweiz

Link to Article

Doch noch geeinigt! 30 Minuten vor Ablauf der Deadline rief Nylander in Toronto an

Link to Article

Nach SBI-Niederlage: Jetzt beginnt der nächste Streit in der Aussenpolitik

Link to Article

Welche dieser absolut dämlichen Studien gibt es tatsächlich?

Link to Article

«Meine 20 Jahre ältere Affäre erniedrigt mich»

Link to Article

Herzschmerz pur! 15 Leute erzählen, wie sie vom Seitensprung ihres Partners erfuhren

Link to Article

Ade Pelz: Schweizer zeigen Canada Goose die kalte Schulter

Link to Article

«Es war alles ein verdammter Fake»: Schweizer Adoptiveltern packen aus

Link to Article

Du regst dich über die Migros-Suppe auf? Dann kennst du diese Gender-Produkte noch nicht!

Link to Article

Queen Ariana Grande singt sich mit neuem Song auf den YouTube-Thron 👀

Link to Article

Viva la nonna! – weshalb ich mega Fan vom neuen Jamie-Oliver-Buch bin (dazu 5 Rezepte)

Link to Article

Brennende Leichen und blühender Aberglaube – ein Besuch in Indiens heiligster Stadt

Link to Article

Die Weihnachtswünsche dieser alten Leute sind so bescheiden, dass es dir das Herz bricht

Link to Article

So läuft das Weihnachtsessen mit den Arbeitskollegen ab. Immer. Jedes Jahr. Die Timeline

präsentiert vonBrand Logo
Link to Article

Wutbürger nehmen Grossrätin wegen Baby ins Visier– und so reagiert der Grossvater 

Link to Article

Warum die Chinesen die Amerikaner im KI-Wettrennen schlagen werden

Link to Article

11 Dinge, die du schon immer von einem orthodoxen Juden wissen wolltest

Link to Article

Miet-Weihnachtsbäume sind in Hipster-Hochburgen in – doch die Sache hat einen Haken

Link to Article

Netflix killt die nächste Superhelden-Serie

Link to Article

Knatsch im Bundesrat? Das zähe Ringen um die Schlüsseldepartemente

Link to Article
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

14
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
14Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Bruno Wüthrich 31.10.2017 08:41
    Highlight Highlight Ich bin nicht mit allem einverstanden:

    Wenn ich schreibe: "Für Fragen oder weitere Informationen stehe ich zur Verfügung", ist dies eine Aufforderung, anzurufen und Beschleunigung in die Sache zu bringen.

    Und etwas aus der Sicht des Empfängers:

    Wenn einer schreiben würde: "Oder um es einfacher auszudrücken...", würde ich denken, dann drück dich doch gleich einfacher aus, anstatt mich mit deinen verkomplizierten Sätzen zu langweilen, du Trottel.

    Übrigens: Beim "Vielen Dank im Voraus" bedanke ich mich tatsächlich. Weil ich froh bin, dass diese Sache für mich erledigt wird.
  • Süffu 30.10.2017 19:19
    Highlight Highlight Das wichtigste (und praktischste) ging vergessen: "blablabla so schnell wie möglich blablabla" = irgendwann.
    Der heilige Gral der Büroschreibkunst!
  • Gummibär 30.10.2017 15:21
    Highlight Highlight May this matter receive your urgent attention !

    Möge diese Angelegenheit Ihre volle Aufmerksamkeit erhalten!
  • The oder ich 30.10.2017 08:56
    Highlight Highlight In vergangenen Tagen, als es noch salbungsvoller zuging, schrieb man als Gipfel passiv-aggressiver Haltung die Grussformel "Mit der Ihnen gebührenden Hochachtung"
    User ImagePlay Icon
    • derEchteElch 30.10.2017 09:09
      Highlight Highlight Hochachtungsvoll.. eine Formulierung, die ich mal einem militärischen Vorgesetzten gegenüber verwendete. Er verstand ziemlich zügig, dass ich mit seiner Idee nicht einverstsnden war. Seit dem ist die Welt in Ordnung.. 😁
    • KeksloseKeksdose 30.10.2017 10:56
      Highlight Highlight Unser Archiv gibt folgenden Schluss-Satz zum Besten:

      "Ich grüsse Sie, mit vorzüglicher Hochachtung"

      Hach^^
    • einmalquer 30.10.2017 11:21
      Highlight Highlight Ich hatte mal einen Chef der mir beibringen wollte, dass man bei gewissen Personen keineswegs Hochachtungsvoll schreiben darf
      Achtungsvoll reiche aus....
  • derEchteElch 30.10.2017 07:54
    Highlight Highlight Super! Alle davon treffen auf mich zu. Besonders Nr. 8 und 9 verwende ich sehr häufig (eigentlich in fast jeder E-Mail als Schlusssatz) 😁 hehe.. he.. he.. hehe.. 😈
    • pamayer 30.10.2017 12:30
      Highlight Highlight ich ebenso. und meine es auch so mit dem besten dank zum voraus: mach(t) mal vorwärts...
    • Zerpheros 31.10.2017 02:59
      Highlight Highlight Da steht nur immer "im Vorraus" ...
      *schmerzen*
  • chrigu_ 30.10.2017 07:30
    Highlight Highlight Haha. Alles bereits so geschrieben...und gedacht :)
  • pamayer 30.10.2017 06:49
    Highlight Highlight Schön.



    Damit meine ich, dass mir der Artikel gefällt.
    • vmaster97 30.10.2017 12:11
      Highlight Highlight Gandalf?
    • pamayer 30.10.2017 12:29
      Highlight Highlight gandalf?
      ist das was zum essen?

Die schwerste Zeit für Pendler ist angebrochen – so (über-) lebst du in vollen Zügen

Wir Menschen werden immer mehr und die Züge immer voller. Leider ist es nicht umgekehrt. Deshalb kommen hier ein paar Überlebenstipps für den Pendler-Verkehr im Winter.

Das grösste Problem in überfüllten Zügen ist der Platz. Aber dafür gibt es jetzt eine Lösung: Nicht duschen. Das wird Platz schaffen. Wenn du nicht auf das Duschen verzichten möchtest, kannst du denselben Effekt mit stark aufgetragenem Parfüm erzielen.

Den Platz kannst du dir aber auch schaffen, indem du ein paar Hilfsmittel dabei hast. Denn es gibt Dinge, die halten Herrn und Frau Schweizer davon ab, in dein Abteil zu sitzen. Du brauchst:

Im Dschungel des öffentlichen Verkehrs lauern viele …

Artikel lesen
Link to Article