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Der Bürogummi-Leak: Mail-Floskeln und was sie wirklich bedeuten

Im Büroalltag gibt es bekanntlich viele kleine Mühseligkeiten. Ein gefürchteter Kampf, den es dabei zu kämpfen gilt, ist die Mailkorrespondenz. Wir kratzen die Oberfläche weg und vermuten vage, was hinter den Floskeln steckt.



Per Mail kommunizieren spart Zeit und Aufwand, ist aber auch mit Momenten des Haareraufens verbunden. In diesen Momenten heisst es dann professionell die Contenance zu wahren.

Natürlich kann nicht immer darauf verzichtet werden, sachte Seitenhiebe schön zu verpacken und höflich auszuteilen ...

Was du schreibst

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Bild: watson / shutterstock

Eine wunderbar passiv-aggressive Art und Weise einen Sachverhalt abzuklären. Wäre unsere Gesellschaft nicht so unsäglich versessen darauf, stets die vergilbte Flagge der Höflichkeit verkrampft empor zu halten, wäre diese Floskel unverzüglich obsolet. Stattdessen:

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Niemand ist vollkommen. Gut deshalb, dass es scheinheilige Wortabfolgen gibt, die ein allfälliges Unvermögen beliebiger Art kaschieren und es so im sozialen Gefüge unserer schönen, neuen Welt akzeptabel oder zumindest akzeptabler erscheinen lässt. Eigentlich ist aber klar:

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Da nicht alle Arbeitnehmer in einer Form sakraler Synchronität ihrer Tätigkeit nachgehen, kann es zu teils eklatanten Differenzen kommen, was die wahrgenommene Idealgeschwindigkeit in Bezug auf das Abarbeiten von Pendenzen betrifft. Darum gibt es selbstverständlich verfloskelte Versuche, diese Geschwindigkeit zu synchronisieren. Was damit aber eigentlich gemeint ist:

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Ressourcen wollen gut eingeteilt sein. Kommt es dennoch aufgrund von Ungenauigkeiten zu einer Ressourcenverschwendung, zum Beispiel in Form von wiederholten Fragen zu eigentlich geklärten Sachverhalten, darf dies durchaus deutlich gemacht werden. Natürlich nur soweit es die Etikette zulässt. Ohne den Deckmantel der Höflichkeit läse es sich hingegen so:

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Es gibt es durchaus, dass zu drastischen Floskeln gegriffen wird, wenn es die Umstände verlangen. Die sozial adäquate Formulierung der Unzufriedenheit über die Inexistenz einer gewissen Regelmässigkeit im elektronischen Briefwechsel kann leicht variieren, der Fall ist dennoch jeweils klar. Eigentlich soll damit Folgendes gesagt werden:

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Problematisch kann es natürlich werden, wenn nicht auf derselben Ebene kommuniziert wird. In diesem Falle gilt es den kleinsten gemeinsamen Nenner zu finden, was oft heisst, dass die Komplexität reduziert werden muss. Dies darf durchaus spürbar gemacht werden, solange es höflich ist. Ansonsten läse es sich so:

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Gewisse Situationen erfordern es, Klartext zu kommunizieren. Und dies eigentlich nur, weil der Mensch auf der anderen Seite des Computers es nicht fertig bringt. Diese Überlegenheit in Sachen Durchblick darf getrost in neutrale Worte verpackt und kommuniziert werden. Ansonsten sähe es so aus:

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Es kommt die Zeit, da neigt sich die Korrespondenz dem Ende zu. Glücklicherweise gibt es auch dann eine sozial implizit anerkannte Formulierung, die signalisiert, dass es nun nichts mehr zu sagen gibt. Ohne Heuchelei bedeutet dies:

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Ab und an, da tun sich im geschäftlichen Alltagsleben Momente auf, die einem die Haare zu Berg stehen lassen. Doch auch hier verlangt es das unsere Gesellschaftsverständnis, dass der Ton diplomatischer Natur bleibt. Wäre dies nicht der Fall, würde sich dies so lesen:

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«Smalltalk ist eine verdammte Zeitverschwendung!» – Anna redet lieber Tacheles

Video: watson/Anna Whittlestone, Emily Engkent

17 kleine Freuden des Büroalltags

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