Spass
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Bin ich Ire? Grieche? Afghane? Ich habe zwei DNA-Tests gemacht – das kam dabei heraus

Bild: eng/watson

Online-Gentests, welche die eigene Herkunft bestimmen sollen, erfreuen sich grosser Beliebtheit. Taugen sie was? Ich hab's an mir selbst ausprobiert.



Woher komme ich?

Wer bin ich?

Was ist meine Geschichte?

Ooh ooooh butthurt reaktion reactiongif http://giphy.com/gifs/shawbrothersuniverse-martial-arts-shaw-brothers-the-delightful-forest-hshgHQ6D2gPAY

Bild: giphy

Mann, das ist sowas von #2017! Sowas von #millennial!

Vielleicht. Fakt ist, dass Themen wie Ahnenforschung sich aktuell grosser Beliebtheit erfreuen. TV-Serien wie «Who Do You Think You Are?», in der Promis ihre Herkunft erforschen, sind Publikumsrenner. Clips wie der hier gehen viral:

In der Tat ein hübsches Video – nicht zuletzt weil die Genetik tatsächlich das Totschlag-Argument par excellence gegen Rassismus ist. Bist stolzer Engländer? Armenier? Oder Bangladeshi? Ätsch – genetisch bist du deutsch! Türkisch! Indisch!

Nun, ich persönlich halte ohnehin wenig von Nationalismus und deshalb wäre es doch ganz lustig, wenn ich mittels DNA-Test herausfände, dass ich am Ende vielleicht gar kein Engländer oder Italiener oder wasweisich bin. Bloss, wie zuverlässig sind derartige Tests, von denen es online eine reichliche Auswahl gibt?

Ich beschliesse, zwei unabhängige Tests zu machen. Decken sich die Resultate beider, darf ich davon ausgehen, dass sie stimmen. Ich wähle zwei der grösseren Anbieter aus: MyHeritageDNA und 23andMe.

Das Vorgehen ist bei beiden identisch: Man erstellt ein Web-Profil und bestellt dann ein Personal Genome Kit. 71 Euro kostet der Spass bei MyHeritageDNA inklusive Versandkosten, bei 23andMe kommt man auf insgesamt 147.99 Dollar. Auf beiden Sites kann man bei Bedarf einen Stammbaum erstellen, dabei Namen, Verwandtschaftsgrad und so weiter aller bekannten lebenden und verstorbenen Familienmitglieder auflisten. Dies in der Absicht, ein kompletteres Bild über die Provenienz des eigenen Ichs zu bekommen. Ebenfalls funktionieren beide Anbieter auch als Social Network, in dem man sich mit Mitgliedern der engeren genetischen Familie vernetzen kann.

Innerhalb weniger Tage treffen dann zwei Pakete ein:

dna test genom genetik speuz spucke online 23andme myheritage abstammung

Bild: watson/obi

Bei beiden ist das Vorgehensprinzip dasselbe: Da reinspeuzen, versiegeln und im mitgelieferten wattierten Couvert zurücksenden.

dna test genom genetik speuz spucke online 23andme myheritage abstammung

Bild: watson/obi

Bei 23andMe ist das ein vorfrankiertes FedEx-Paket, das vom Kurier abgeholt wird; bei MyHeritageDNA muss man selbst frankieren und abschicken (deshalb wohl der grosse Preisunterschied).

dna test genom genetik speuz spucke online 23andme myheritage abstammung

Bild: watson/obi

«Ready to discover who you are?» Mit solchen bedeutungsschwangeren Fragen wird einem per Mail die Wartezeit bis zum Eintreffen der Resultate verkürzt. Hui, die Spannung steigt.

Aufgrund des langsameren (billigeren) Postwegs dauert es bei MyHeritageDNA gut 5 Wochen. Weniger als zwei Wochen nach der Registrierung aber heisst es von 23andMe bereits:

«We're excited to let you know that the 23andMe reports for Oliver Baroni are now available.»

Bevor wir dazu kommen, zuerst meine Herkunft, wie man sie mir stets von Familienseite erklärte: 1/2 Brite (davon 1/4 Engländer und 1/4 Waliser), 1/4 Italiener, 1/8 deutsch-jüdisch, 1/8 unbekannt (letzteres bedingt dadurch, dass von meiner adoptierten Schweizer Grossmutter nur deren leibliche Mutter bekannt war). Aber das sind lediglich die Nationalitäten meiner Verwandtschaft, nicht deren genetische Herkunft. Was sagt nun 23andMe?

Amaze yourself my heritage dna https://you.23andme.com/reports/ancestry_composition/

Bild: 23andme.com

Jap, ich bin Whitey McWhiterson. So weit, so voraussehbar. Im Detail heisst das:

23andme.com ancestry genealogie dna test https://you.23andme.com/reports/ancestry_composition/

Bild: 23andme.com

Reichlich unspektakulär vielleicht, aber durchaus nachvollziehbar: Zum grössten Teil bin ich also Brite und ansonsten «broadly Northwestern European» (ergo kein Mittelmeerbewohner, kein Slawe, kein Skandinavier). Dass nur 3,7% Südeuropäer dabei ist, geht ebenfalls auf, da die Baroni aus Corbetta bei Milano wohl Lombarden waren und deshalb genetisch zu den germanischen Stämmen zählten.

Mit reichlicher Verspätung treffen dann die Resultate von MyHeritageDNA ein. Ob sie sich mit denen von 23andMe decken? 

MyHeritageDNA.com dna test genetik prvenienz herkunft genealogie oliver baroni

Bild: watson/obi

... a twat ... ja, was denn? 

MyHeritageDNA.com dna test genetik prvenienz herkunft genealogie oliver baroni

Bild: watson/obi

Oh.

Im Detail:

MyHeritageDNA.com dna test genetik prvenienz herkunft genealogie oliver baroni

Bild: watson/obi

Scandinavian? Echt jetzt?

Animiertes GIF GIF abspielen

Bild: giphy

Und wo sind die «French & German» hin? Und nun soll ich also doch zu einem beträchtlichen Teil Südeuropäer sein?

Ach, ist doch hübsch, dass ich Sarde, Grieche und ein klein wenig Afghane bin. Findi guet. Aber gerade deckungsgleich mit der eindeutig britsch-irisch-deutsch-französischen Herkunft von 23andMe ist das nicht gerade. Wie lässt sich diese Divergenz erklären?

Meine erste Vermutung liegt darin, dass MyHeritageDNA vielleicht einen historischen Schritt weiter geht. Ergo was bei 23andMe als «British & Irish» gilt, stellt sich bei näherer Betrachtung zum Hauptteil als skandinavisch heraus. Wäre nachvollziehbar – die Briten sind ja nicht irgendwelche Sprosse, die aus dem Boden spriessen, sondern ein buntes Mischvölkchen aus Kelten, Römern, Wikingern, Angeln, Sachsen, Normannen und vielen mehr. Und schon bin ich wieder bei der historisch-kulturellen Betrachtungsweise gelandet. Hier geht es aber um Genetik. 

Bild

«Amaze yourself» – so wird die Selfie-Generation geködert. bild: myheritgedna

Auf Anfrage gibt MyHeritageDNA ein langatmiges Statement ab, wie alle Menschen ohnehin 99,9% ihrer DNA teilen und wie bei den restlichen 0,1% man unterschiedliche Parameter benutzen kann um DNA-Übereinstimmungen festzustellen ... ergo ein Jekami-Disclaimer, das das Ergebnis alles und nichts bedeuten kann. Schwach.

23andMe spricht das Thema der unterschiedlichen Resultate in den umfangreichen FAQs gleich selbst an (ohnehin wirkt 23andMe etwas seriöser und fundierter als die Konkurrenz). Auch für den Laien verständlich wird etwa erklärt, dass die Briten und Iren die frischeste Zutat meines Gen-Cocktails sind, während man für die Franzosen und Deutschen ein Jahrhundert weiter zurück gehen muss.

Amaze yourself my heritage dna https://you.23andme.com/reports/ancestry_composition/

Bild: 23andme.com

Allerdings gelten diese Resultate nur mit 50% Confidence Level. Ergo: Mittels empirischer Quervergleiche zu anderen Tests werden Vermutungen angestellt (wissenschaftlich begründete Vermutungen zwar, aber dennoch bloss Vermutungen). Geht man allein von dem aus, was meine Spucke an DNA hergibt (90% Conservative Level) ist nur das Britisch-Irische als Subgruppe innerhalb von «broadly European» erkennbar.

Weiter weist 23andMe lediglich darauf hin, dass unterschiedliche Resultate anderer Anbieter in der Anwendung verschiedener Parameter zu begründen sind. Aber: 

«We have very high confidence in the results we share with you and the science those results are based on.»

Statement von 23andMe

Will heissen: Herkunftsanalyse mit der im Online-Test-Speichel zur Verfügung stehenden DNA ist eine ziemlich ungenaue Wissenschaft. In medizinischen Kreisen steht man dem ablehnend gegenüber (wie etwa in diesem Guardian-Artikel beschrieben). Besonders wenn es um die Resultate geht, die auf gesundheitliche Fragen Antworten liefern sollen (bei den meisten Anbietern kann man bei Bedarf weiterführende Untersuchungen vornehmen lassen, um genetische Veranlagungen, etwa von Brustkrebs oder Depression, festzustellen). Deshalb findet man auf Schritt und Tritt Gewährleistungsausschlüsse und Disclaimers, die statuieren, dass sämtliche Befunde in keinster Weise Diagnosen im medizinischen Sinne darstellen.

Trotzdem bleibt die Frage offen: Bin ich nun Brite oder Skandinavier? Oder was nun?

Bild

«Neanderthal ancestry»? Nice to have ... aber kaum identitätsbildend.

Klar, ein endgültiges wissenschaftliches Fazit dazu wäre hübsch. Aber über das eigene Ich sagt es letztendlich nichts aus. «Amaze yourself»? «Discover yourself»? «Oliver, you are ...»? Ach, das sind bloss berechnende Marketingsprüche für die narzisstischste aller bisherigen Generationen! Wenn man sich discovern (ja, das ist ein Wort, ab jetzt) will, dann ist die DNA sicher der falsche Ansatz. Lässt sich meine Vorliebe für Curry dadurch begründen, dass ich eventuell ein klein wenig pakistanische DNA habe? NEIN. 

Identität ist mannigfaltig definiert, aber am wenigsten spürbar durch eine etwaige genetische Verwandtschaft zu einer Volksgruppe mit der man zeitlebens kaum etwas zu tun hat (was übrigens die ganze doofe Debatte über Fahnentreue bei Doppelbürgerschaft ebenfalls hinfällig macht, aber dies nur nebenbei). Alltag, Freundeskreis, Gesundheit, Kindheit, Wohnort und und und – dies alles definiert WHO YOU ARE.

Sagt der afghanische Sarde 😉

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    Alle Leser-Kommentare
  • Mutzli 25.11.2017 13:14
    Highlight Highlight Die Populationsgenetik an und für sich ist schon ein äusserst unsicheres Gebiet und wenn man dann noch von einer einzelnen Person ein Profil erstellen will...Wenn mans aber en Detail anschauen will, ist z.B. die Wahrscheinlichkeit, dass der "skandinavische" Teil auf die UK zurückgeht sehr gering, da in der Durchschnittsbevölkerung, praktisch keine solchen Spuren mehr vorhanden sind. Wieso das so ist, sei es genetischer Drift oder andere Gründe, kann man nicht sagen. https://www.theguardian.com/science/2017/aug/09/if-africans-were-in-roman-britain-why-dont-we-see-their-dna-today-mary-beard
    • obi 26.11.2017 12:28
      Highlight Highlight Richtig. Und aus demselben Grund sind zum Erstaunen vieler keltische Gene im grössten Teil der britischen Bevölkerung enthalten, dies obwohl die keltische Kultur, Sprache etc. als erste durch wandernde Bevölkerungen verdrängt wurde und heute kaum noch wahrnehmbar ist.
      Guter Guardian-Artikel, btw. Danke!
  • Leon1 25.11.2017 13:06
    Highlight Highlight Alleine der Gedanke, man könne genetische Muster heutigen Landesgrenzen zuordnen ist einigermassen rassistisch ;)

    Wenn Zuordnungen überhaupt möglich sind dann höchstens ganz ganz grob so à la "zwischen Ural und Atlantik".

    Alles was darüber hinaus geht ist Kaffeesatzlesen bzw. eine moderne Methode der Scharlatanerei.

  • Knut Atteslander 25.11.2017 10:53
    Highlight Highlight Also 50% Confidence Level heist auf gut Deutsch wir haben eine Münze geworfen.
  • 's all good, man! 25.11.2017 10:34
    Highlight Highlight Well, letzten Endes sind wir halt einfach alle Afrikaner. 🙂
  • Nelson Muntz 25.11.2017 08:38
    Highlight Highlight @Baroni: Für jemanden mit ua. Wurzeln in 2 internationalen Hafenstädten würdest du unter dem Strich welchen Test empfehlen?

    PS: Alles im allem lässt sich die wahre Identität ganz einfach ermitteln: Für welche Nation schlägt dein Herz am meisten an einer WM/EM? 😉
  • Hugo Wottaupott 25.11.2017 06:43
    Highlight Highlight Haha! Geile "Choderdetektoren!"
  • Joe Smith 25.11.2017 00:04
    Highlight Highlight Die 250 Stutz hättest Du Dir sparen können: Ich kann Dir gratis verraten, dass Du, wenn man nur weit genug zurückanalysiert, mit unbestrittener, streng wissenschaftlich 100-prozentiger Sicherheit Afrikaner bist. Und damit ganz klar ein Papierlischweizer. Wie wir alle.
    • Joshuuaa 25.11.2017 09:37
      Highlight Highlight Inzwischen ist das mit dem Mensch aus Afrika, wie wir's gelernt haben umstritten... Neuere Funde könnten farauf hindeuten, dass wir Menschen vom Balkan stammen;)
    • Mutzli 25.11.2017 13:09
      Highlight Highlight @Joshuua Haben Sie einen Link zu einem Fachartikel? Ich hätte bis jetzt noch nie gehört, dass es ernst zunehmende Zweifel an der Out-Of-Africa Theorie gibt, würde mich sehr interessieren.
  • BlueRose 24.11.2017 22:53
    Highlight Highlight Schlussendlich sind wir alle aus Sternenstaub erschaffen und die Herkunft ist im Universum...

    Trotzdem interessanter Artikel... die Völkerwanderungen und irdische Herkunft sind immer informativ :)
  • Bucky 24.11.2017 21:02
    Highlight Highlight Baroni, erfinde dich doch einfach neu, nachdem du dich entdeckt und dabei gelernt hast, dass du doch nichts weisst. 😂 Der richtige Weg, sich zu "discovern" ist wahrscheinlich einfach der klassische Selbsterfahrungstrip. 😉
  • Ellen (1) 24.11.2017 20:57
    Highlight Highlight Würde trotzdem gerne mal so ein Test machen..
  • giguu 24.11.2017 20:30
    Highlight Highlight Kennt jemmd die Folge von Southpark, wo Randy Marsh mit einem Indianer knutscht, um solch ein Test zu fälschen? 😂
    • Red4 *Miss Vanjie* 24.11.2017 23:12
      Highlight Highlight Die war super aber fand witch hunt fast besser 😅 allgemein ist die aktuelle Staffel sehr gut
  • flv 24.11.2017 20:07
    Highlight Highlight Wenn man die europäische Geschichte ein bisschen besser kennt, sind diese Resultate nicht überraschend.

    Einige Eckpunkte, die wesentlich zur Durchmischung der Gendiversität in Europa geführt haben und man kann ja davon ausgehen, dass Sex -> Kinder das Resultat davon gewesen sind:

    Römisches Reich
    Grosse Völkerwanderung
    Hunnen, Mongolen etc
    Wikinger
    Osmanen
    Napoleonische Kriege
    ...

    Und jede dieser Armeen hatten Soldaten aus ihrem gesamten Reich dabei, die ihre Gelüste stillten.

    Daher wohl der Sarde (Römer, Napoleoner?), Brit-Skandinavier (Wikinger?) und der Afghane (Osmane, Hunne, Mongole?)
  • Gummibär 24.11.2017 19:28
    Highlight Highlight Oliver Baroni der Vandale.
    Benutzer Bild
  • Tooto 24.11.2017 19:02
    Highlight Highlight Ich bin Eidgenosse!!11!1!
    • SPANKYswissHAM 25.11.2017 14:15
      Highlight Highlight bestimmt! und alle deine vorfahren bestimmt auch! 😂🙈
  • RozaxD 24.11.2017 18:19
    Highlight Highlight Die heutige Gesellschaft ist tatsächlich narzisstisch.
  • Der müde Joe 24.11.2017 18:13
    Highlight Highlight Ich war mal so dermassen high, dass ich geträumt habe ich sei ein Cherokee Indianer - ob da was dran ist?🤔
    Aber wahrscheinlich lags einfach daran, dass ich vorher noch Assassin‘s Creed 3 gespielt habe.🤷🏻‍♂️
    • lily.mcbean 24.11.2017 18:33
      Highlight Highlight ;)
      Benutzer Bild
  • Red4 *Miss Vanjie* 24.11.2017 18:07
    Highlight Highlight Herr Baroni könnte Karriere als Stockfoto Model machen 😅
  • Grave 24.11.2017 17:47
    Highlight Highlight Weiss jemand wo man einen solchen test seriös machen lassen kann ?
    • flv 24.11.2017 19:47
      Highlight Highlight Ich gehe jetzt einmal davon aus, dass Herr Baroni als Journalist sich schlau gemacht hat und die beiden seines Erachtens seriösesten Anbieter ausgewählt hat. Die beiden Resultate sprechen Bände. Ich denke, wissenschaftlich korrekt sind die Analysen beide. Das Resultat ist eher ernüchternd: Es lässt sich nicht genau sagen. Aus der Genetik lässt es sich nicht herausinterpretieren, welche Gene wann von wem stammen. Nur dass.

      Wenn man die europäische Migration der letzten 2000 Jahre betrachtet, entsteht bei jedem ein ähnliches genetisches Bild.
  • ChiliForever 24.11.2017 17:40
    Highlight Highlight Da dachte ich doch glatt, daß wir uns weitestgehend in Europa über unseren freiheitlich-liberalen Gedanken mit all seinen Aspekten der individuellen Persönlichkeitsrechte definieren und nicht über Genetik. Wie man sich täuschen kann ...
    • Luca Brasi 24.11.2017 21:13
      Highlight Highlight Sind denn die Ozeanier nicht auch freiheitlich-liberal oder können das nur Europäer sein? *hust* Weissrussland *hust*
    • ChiliForever 24.11.2017 22:54
      Highlight Highlight Nun ja, die sind zum Großteil europastämmig ... ;)
      Und natürlich gibt's Demokratien außerhalb Europas, so wie in Europa Diktatur wie in Weißrussland.
      Die Genetik sollte da nur ohnehin keine Rolle spielen.
    • mein Lieber 25.11.2017 08:18
      Highlight Highlight Och Brasi... Stell die Keule wieder weg..
  • JJBenson 24.11.2017 17:26
    Highlight Highlight Schlussendlich ist eine Nationalität nichts anderes als eine soziale Konstruktion.

    Wenn du denkst, dass du zu 100% Schweizer bist weil bereits deine Vorfahren Schweizer waren: Deine Vorfahren haben bereits vor 3000+ Jahren existiert, die Schweiz jedoch nicht.

    Die nationalen/kulturellen/sozialen Unterschiede sind Ergebnis einer Erziehung und existieren daher nicht per se in der Welt, sondern in unserer Wahrnehmung der Welt. Sprich: In unseren Köpfen.

    Das einzige was wirklich "existiert" sind wir als Spezies Mensch auf einem Planeten irgendwo im Universum :)
  • Luca Brasi 24.11.2017 17:23
    Highlight Highlight Da Sie so bünzelig nachgehakt und ein Heiden Geld ausgegeben haben für Kram, über den Sie sich im Nachhinein ärgern, sind Sie zu 100% Schweizer. 😜
  • gunner 24.11.2017 16:59
    Highlight Highlight Da ist dann wohl noch die frage mit der DNA aus welcher zeit die das vergleichen. Wenn die den satz aus 1300 nehmen bist du brite, bei 750 n.chr. bist du skandinavier, weil die wikinger dazwischen teilweise nach britannien übersiedelten. Irgendwie interessant und doch nichtssagend, da die völker in der geschichte immer wieder wanderten und sich durchmischten. Was auch gut ist. Seit der kleinen jungen indisch-stämmigen fräulein in meiner rs mit dem breitesten walliserdütsch mach ich mir keine gedanken mehr. ;)
  • ARoq 24.11.2017 16:50
    Highlight Highlight Immerhin bist du 100%. Das ist ja auch etwas worauf man stolz sein kann.
    Benutzer Bild
    • ARoq 24.11.2017 16:55
      Highlight Highlight PS: Beim nächsten mal eine Probe von der Redaktionshündin Elli mitschicken.
  • TanookiStormtrooper 24.11.2017 16:39
    Highlight Highlight Grundsätzlich ist es doch sowas von Scheissegal von wo man jetzt kommt. Arschlöcher gibt es in jeder Ecke der Welt. Ware noch praktisch, wenn sich das nachweisen lässt...
    • iss mal ein snickers... 24.11.2017 17:29
      Highlight Highlight Amen, Bruder! Du sagst es...wo kann ich dies unterschreiben?
  • Beasty 24.11.2017 16:37
    Highlight Highlight Was mir im Text fehlt: was passiert nach dem Test mit meiner DNA? Wie sicher ist das ganze betreffend Persönlichkeitsschutz? Was war da deine Erfahrung bei der Recherche, Oliver?
    • obi 24.11.2017 16:42
      Highlight Highlight Ach, ich verteile seit Jahren meine DNA grosszügig herum OH SHUT UP OLIVER ...
    • obi 24.11.2017 16:43
      Highlight Highlight Sorry. Im Ernst - steht bestimmt in den Term of Agreement ... ich geh' nachschauen.
    • paburk 24.11.2017 16:53
      Highlight Highlight Und der Kollege von der Digitalabteilung langt sich gerade an den Kopf :-D
    Weitere Antworten anzeigen
  • Baba 24.11.2017 16:17
    Highlight Highlight Dieser Artikel hat mich davon abgebracht, einen solchen DNA Test machen zu lassen... Merci, ich werde die gesparten 71 Euro nun spenden 😊.
  • Billy79 24.11.2017 16:09
    Highlight Highlight Ich soll ja gemäss MyHeritage 40,6% Italienisch, 25,7% Britisch und Irisch, 22,8% Skandinavisch, 2,5% Finnisch, 6,2% Ashkenazi Jüdin und 2,2% vom Balkan sein. Meine Grosseltern kommen 2x aus Luzern, 1x aus Bern und 1x aus Österreich. Aber anscheinend sind wir nicht verwandt, Herr Baroni.
    • DerTaran 25.11.2017 01:08
      Highlight Highlight Bei so einem Resultat würde ich noch mal nachfragen, ob da alles mit rechten Dingen zugegangen ist. Bei deiner Familie, nicht bei MyHeritage.
  • Birdie 24.11.2017 16:03
    Highlight Highlight Den 23andMe-Test habe ich auch gemacht! Fand die Resultate ziemlich zutreffend, das Meiste war deckungsgleich mit dem was man weiss. Und mein Urgrossvater von dem man nichts weiss war scheinbar Ire oder Brite (historisch durch die irische Auswanderungswelle um 1900 erklärbar). 0.1% native South-American war noch dabei, was bei spanischen Vorfahren durchaus auch Sinn machen kann :)

    Insgesamt spannend zum es mal gemacht haben und seine Neugier zu befriedigen, aber wie es Baroni so schön sagt macht es nichts an seiner Identität aus - die wird nämlich durch das Jetzt bestimmt :)

  • Sauäschnörrli 24.11.2017 15:57
    Highlight Highlight 13% Sardinian?

    Oliver, darf ich vorstellen, deine verschollene Omi und ihre Geschwister.
    Benutzer Bild
  • Tenno 24.11.2017 15:55
    Highlight Highlight Bitte den Test mal noch mit einem Innerschweizer der Redaktion machen wo der UrUrUr..Grossvater noch eine Prostituierte mit Hellebarde in der Hand war und für den bestbezahlenden König etc. in den Krieg zog.
    Bin mal gespannt was da der Quervergleich hergibt.
    • Tschaesu 24.11.2017 16:26
      Highlight Highlight Komme zwar nicht aus der Innerschweiz aber wir haben einen Familienstammbaum (fein säuberlich in einem Ordner abgelegt) in dem man bis zum 13. Jahrhundert nachlesen kann, dass meine Verwandten (väterlichseits) stets im Toggenburg lebten. Würde mich darum doch auch sehr interessieren was die Mutterseite ans Tageslicht bringt :)
    • obi 24.11.2017 16:32
      Highlight Highlight @Tschaesu: Toggenburg? Nun, da stehen glaub die Chancen gut, dass da Hunnen-DNA dabei ist.
    • Sauäschnörrli 24.11.2017 16:51
      Highlight Highlight @Tschaesu: Vielleicht waren deine Vorfahren auch Österreicher die bei einer Völkerwanderung zu weit marschiert sind. Das ist zumindest meine Theorie bezüglich dem Appenzell.🤔
    Weitere Antworten anzeigen
  • Pana 24.11.2017 15:55
    Highlight Highlight Hast du vor dem Test einen alten Afhanen geküsst?

    PS: Ja, ich schaue gerade die neue South Park Staffel :P
    • lily.mcbean 24.11.2017 18:36
      Highlight Highlight Die Folge ist klasse!

Ungeschriebene Gesetze des Alltags – wer sie nicht befolgt, ist ein Twat

Höflichkeit, Freundlichkeit, Menschlichkeit und – vor allem – Common Sense diktieren:

Im ÖV, bei einem Lift, usw. Darf man als gesunden Menschenverstand kategorisieren. Und doch klappt's erstaunlich schlecht.

Toggi hat dies letzthin bestens erklärt:

Sei kein Dummy.

Du bist nicht alleine auf der Welt. Nur weil du keine Eile hast, heisst das nicht, dass du anderen ihr Fortkommen behindern sollst. Es gibt einen Grund, weshalb in Millionenstädten die Rolltreppen-Regel befolgt wird. Würde man das nicht tun, bräche die ÖV-Infrastruktur im Nu zusammen.

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