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So sieht Conchita Wurst nicht mehr aus 😱 Er ist jetzt wieder ein Mann

Elisabeth Kochan / watson.de



«Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei» – und das auch in diesem Fall, denn Kunstfigur Conchita Wurst, die 2014 für Österreich den Sieg beim Eurovision Song Contest holte, hat sich seitdem zweimal komplett neu erfunden. Künftig möchte Conchita als Mann auftreten. 

Austrian singer and Eurovision Song Contest winner Conchita Wurst performs on stage during U.N. Secretary-General Ban Ki-moon's visit to the United Nations in Vienna at the International Center in Vienna, Austria, Monday, Nov. 3, 2014. (AP Photo/Ronald Zak)

Das war einmal: Conchita Wurst als Frau mit Bart  Bild: AP/AP

2015 war erstmals Schluss mit Wurst: In seinem Buch «Ich, Conchita – Meine Geschichte. We are unstoppable» nannte er sich nur noch «Conchita», ohne Nachnamen. Die Kunstfigur, die 2014 noch in Drag-Montur auf der Bühne in Kopenhagen mit «Rise Like a Phoenix» den ESC gewann, schaffte erst ihren lustigen Nachnamen ab – und möchte heute auch nicht mehr als Frau betrachtet werden.

Er identifiziert sich jetzt als Mann, verriet er im Interview mit Bild – und diese Verwandlung ist auf aktuellen Fotos deutlich zu sehen:

Die lange Wallemähne ist ab, der Bart deutlich länger, und das Make-up viel dezenter:

Wie kam es dazu?

Seit seinem Sieg beim ESC hat sich für Conchita vieles verändert – nicht nur beruflich, sondern ebenso privat. Nachdem ihn ein Ex-Freund erpresst hatte, outete sich Conchita öffentlich als HIV-positiv; ein mutiger Schritt, für den er in den Medien bejubelt wurde.

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heute ist der tag gekommen, mich für den rest meines lebens von einem damoklesschwert zu befreien: ich bin seit vielen jahren hiv-positiv. das ist für die öffentlichkeit eigentlich irrelevant, aber ein ex-freund droht mir, mit dieser privaten information an die öffentlichkeit zu gehen, und ich gebe auch in zukunft niemandem das recht, mir angst zu machen und mein leben derart zu beeinflussen. seit ich die diagnose erhalten habe, bin ich in medizinischer behandlung, und seit vielen jahren unterbrechungsfrei unter der nachweisgrenze, damit also nicht in der lage, den virus weiter zu geben. ich wollte aus mehreren gründen bisher nicht damit an die öffentlichkeit gehen, nur zwei davon will ich hier nennen: der wichtigste war mir meine familie, die seit dem ersten tag bescheid weiss und mich bedingungslos unterstützt hat. ihnen hätte ich die aufmerksamkeit für den hiv-status ihres sohnes, enkels und bruders gerne erspart. genauso wissen meine freunde seit geraumer zeit bescheid und gehen in einer unbefangenheit damit um, die ich jeder und jedem betroffenen wünschen würde. zweitens ist es eine information, die meiner meinung nach hauptsächlich für diejenigen menschen von relevanz ist, mit denen sexueller kontakt infrage kommt. coming out ist besser als von dritten geoutet zu werden. ich hoffe, mut zu machen und einen weiteren schritt zu setzen gegen die stigmatisierung von menschen, die sich durch ihr eigenes verhalten oder aber unverschuldet mit hiv infiziert haben. an meine fans: die information über meinen hiv-status mag neu für euch sein – mein status ist es nicht! es geht mir gesundheitlich gut, und ich bin stärker, motivierter und befreiter denn je. danke für eure unterstützung!

Ein Beitrag geteilt von conchita (@conchitawurst) am

Und auch in Hinsicht auf seine geschlechtliche Identität hat sich in Conchitas Leben vieles getan: «Es hat sich irgendwann unangenehm angefühlt, als Frau gesehen zu werden – genau wie es sich vorher unangenehm angefühlt hat, als ‹Er› angesprochen zu werden. Jetzt finde ich es befremdlich, wenn mich jemand ‹Sie› nennt.»

Der Auslöser dafür war der Sport, mit dem Conchita vor drei Jahren begann, um die viele Zeit im Flugzeug auszugleichen. «Damals war es eine grosse Mühe für mich, trainieren zu gehen und heute kann ich schon fast nicht mehr ohne. Daraufhin hat diese Gesamtveränderung ihren Lauf genommen.»

Seinen Künstlernamen behält Conchita, der eigentlich Thomas Neuwirth heisst – zumindest vorerst. Langfristig kann es sein, dass auch der dem neuen Image zuliebe weichen muss: «Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass ich nicht darüber nachgedacht habe – weil Conchita eben ein Frauenname ist.»

Wie gefällt euch Conchitas neuer Look?

Apropos Wurst: «Schweizer essen Salat anders als Kanadier?» Ja, das tut ihr!

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Video: watson/Emily Engkent

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43
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43Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Beasty 07.09.2018 01:06
    Highlight Highlight Watson?! Er definierte sich schon immer als Mann. Er war eine Kunstform, ein Travestit. Ihr vermischt hier extrem Trans und Travestit...
    25 3 Melden
  • Favez 06.09.2018 23:50
    Highlight Highlight https://bildblog.de/78487/so-sieht-journalismus-heute-aus/
    User Image
    18 0 Melden
    • D(r)ummer 07.09.2018 11:53
      Highlight Highlight Fazit: Jeder Tag hat ein anderes Datum, weil gestern nicht Heute ist.
      10 1 Melden
    • Gummibär 07.09.2018 18:54
      Highlight Highlight Auch der sieht nicht mehr so aus
      User Image
      4 0 Melden
  • Fabio74 06.09.2018 21:12
    Highlight Highlight sag nur Rise like a Phoenix...
    7 1 Melden
  • Mrxtothez 06.09.2018 20:20
    Highlight Highlight Vor drei Jahren wollte er nicht als Mann angesprochen werden, da er sich als Frau fühlte. Nun ist das Gegenteil der fall. Wie kann das sein? Wäre es möglich dass, das Ganze von Anfang an nur eine Show für die Öffentlichkeit war und ist?
    19 9 Melden
  • Ms. Song 06.09.2018 18:23
    Highlight Highlight Er schafft es , beide Geschlechter gleichzeitig harmonisch darzustellen. Das fasziniert mich.
    79 27 Melden
  • Pirat der dritte 06.09.2018 17:32
    Highlight Highlight Einfach ein cooler Typ.
    44 40 Melden
  • Garp 06.09.2018 17:28
    Highlight Highlight Ist mir eigentlich Wurst. Hauptsache er weiss, wie er sich wohl fühlt. Geht uns alle eigentlich gar nichts an, selbst wenn er eine prominente Person ist. Ah, Du bist nicht mehr Conchita, Du bist nun Thomas? Ok!
    60 2 Melden
  • Fischra 06.09.2018 17:21
    Highlight Highlight Also da ich muss sagen. Als Mann macht er sich irgendwie schon besser.
    29 14 Melden
  • Waedliman 06.09.2018 17:07
    Highlight Highlight Ich fand Tom als Conchita attraktiver als den damaligen Tom. Und nun ist Tom zum Kerl gereift und zum Anbeissen. Lass Conchita sterben und gib uns den wilden Stier!
    35 16 Melden
    • Fabio74 06.09.2018 18:39
      Highlight Highlight ich find den Tom heiss... mir gefällt wie er ist, was er tut
      21 9 Melden
  • Toerpe Zwerg 06.09.2018 17:00
    Highlight Highlight Sexy girl, sexy guy.
    58 18 Melden
  • ujay 06.09.2018 16:44
    Highlight Highlight Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei.......
    20 16 Melden
  • River 06.09.2018 16:05
    Highlight Highlight Wie wärs mit Concho als neuer name?
    29 8 Melden
    • Raembe 06.09.2018 18:30
      Highlight Highlight Concho im poncho😂
      27 1 Melden
  • FrancesB 06.09.2018 16:02
    Highlight Highlight Ich finde den neuen Look total cool.
    50 16 Melden
  • Klirrfactor 06.09.2018 16:02
    Highlight Highlight Er geht seinen Weg, ganz klar und Respekt dafür. Ich verstehe aber nicht, was er genau will.
    161 14 Melden
    • Waedliman 06.09.2018 17:08
      Highlight Highlight Muss man ja auch nicht. Tom sucht sich selbst und probiert einfach aus. Das, was Madonna stets gemacht hat, darf auch ein Tom aus Österreich.
      64 6 Melden
    • RatioRegat 06.09.2018 19:27
      Highlight Highlight Er womöglich auch nicht. Muss er auch nicht.
      27 2 Melden
    • The Count 06.09.2018 19:47
      Highlight Highlight Ich denke er versteht das selber nicht, das ist aber schon so seit er sich durch die Medien wurstelt.
      6 1 Melden
  • Citation Needed 06.09.2018 15:59
    Highlight Highlight Sehr starke Reaktion auf den Erpressungsversuch.
    121 7 Melden
    • The Count 06.09.2018 19:50
      Highlight Highlight Ein bisschen overacting, aber dass er sich selbst dazu bekennt ist toll.
      4 1 Melden
  • incorruptus 06.09.2018 15:59
    Highlight Highlight Ich finde es toll, dass er so offen lebt und zu sich steht. Was mich jedoch allgemein stört, ist, dass sich Leute als Mann oder als Frau "identifizieren", obwohl die gentechnische Trennung eindeutig ist.

    Man kann sehr wohl über das äussere selbst bestimmen. Die Einteilung in männlich und weiblich bleibt jedoch aufgrund der eigenen Chromosomen als Fakt.

    Personen mit aussergewöhnlichen Chromosom-Kombinationen ausgenommen natürlich
    51 66 Melden
    • Citation Needed 06.09.2018 16:38
      Highlight Highlight Wenn es sich falsch anfühlt, trotz eindeutiger Chromosomen, dann seh ich nicht ein, was es mir bringen sollte, jemanden gegen ihre/seine Empfindung mit dem andern Geschlecht zu identifizieren.
      Stell Dir einen Mann vor, der nach geschlechtsangleichender OP im Pass als Frau geführt wird - Chromosomen sind dann noch immer 'gentechnisch' Mann - sprichst Du sie dann immernoch als er an, obschon im Pass weiblich steht?
      In diesem Fall ist für mich die Info im Pass der Fakt, nicht das XY.
      Und weil's im Gleichen geht, sage ich auch schon 'sie' statt er, wenn jemand sich entsprechend fühlt.
      46 10 Melden
    • Waedliman 06.09.2018 17:09
      Highlight Highlight Es ist doch eigentlich völlig egal, wer wen wie sieht. Wichtig ist, dass jeder mit sich selbst im Reinen ist. Und das hängt stark davon ab, dass andere ihn oder sie einfach so akzeptieren.
      35 3 Melden
    • Mutzli 06.09.2018 19:00
      Highlight Highlight @Mircs Auch auf der Ebene der Chromosome bzw. Gene ist die Sache keineswegs einfach Weiss/Schwarz bzw. Weiblein/Männlein. Seien es die zig Intersexmenschen, oder XY-Frauen da keine Testoteronproduktion, XXY- Männer etc. pp. In der Geschlechterforschung ist man eher dran, das ganze als Kontinuum zu betrachten mit zwei starken Fokussen à la gaussche Verteilung.
      15 3 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • w'ever 06.09.2018 15:53
    Highlight Highlight erstgemeinte frage. will conchita/thomas als er oder sie bezeichnet werden?
    21 8 Melden
    • Fabio74 06.09.2018 15:57
      Highlight Highlight Da er ein Mann ist als er vemutlich mal
      35 6 Melden
    • Magenta 06.09.2018 15:58
      Highlight Highlight Steht ja im Text. Heute ist es ihm unangenehm, als "sie" gesehen/angesprochen zu werden.
      45 1 Melden
    • w'ever 06.09.2018 16:09
      Highlight Highlight @magenta
      danke
      hab ich überlesen
      17 2 Melden
  • abc10 06.09.2018 15:50
    Highlight Highlight wenn ich ehrlich bin, ist das mir ziemlich Wurst.
    434 23 Melden
    • Chris Olive 06.09.2018 16:46
      Highlight Highlight Mmmhhh... Dein Leben muss echt langweilig sein, wenn du Artikel liest und kommentierst, die dir Wurst sind...
      33 49 Melden
    • abc10 06.09.2018 17:30
      Highlight Highlight 😂😂😂
      23 1 Melden
    • Swisswolverine 07.09.2018 17:21
      Highlight Highlight Aber immerhin ist dir der Artikel einen Kommentar wert... ;-)
      1 0 Melden
  • exeswiss 06.09.2018 15:49
    Highlight Highlight nennt man das genderfluid?
    32 5 Melden
    • SJ_California 06.09.2018 17:06
      Highlight Highlight Oder "fusion gender" (in Anlehnung an fusion kitchen")
      6 3 Melden
  • Calvin Watsn 06.09.2018 15:39
    Highlight Highlight Chapeau Thomas. 👍🏻
    48 14 Melden
  • N. Y. P. D. 06.09.2018 15:36
    Highlight Highlight Mir imponiert, dass er seinen Weg geht. Er kann es nun mal nicht allen recht machen.

    Respekt.
    466 36 Melden
    • Blitzmagnet 07.09.2018 13:41
      Highlight Highlight Etwas unlogisch. Wenn Wurst nur eine Fantasiefigur war und nicht er selber, wieso ändern und kicht einfach eine neue Figur ausdenken..
      Ich glaube er identifiziert sich sehr stark damit.
      2 0 Melden

Who runs the world? 148 Frauen, die ihr euch zum Vorbild nehmen könnt 

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In Zusammenarbeit mit: Jelena Gučanin, Nana Karlstetter, Mahret Kupka, Julia Pühringer, Theresia Reinhold, Hedwig Richter, Nicole Schöndorfer, Margarete Stokowski und Brigitte Theissl.

Je verwirrender die Welt scheint, um so stärker wird dem Menschen die Sehnsucht nach einer Ordnung. Nach einer Einordnung. Nach anderen Menschen, die ihm Ideen, Anregung und Halt geben. Die ihm Leuchtturm sein können, in der immer wiederkehrenden, scheinbar schrecklichsten aller Zeiten.

Verständlich also die …

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