Spass
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Kuntz, Kuntz, Kuntz ... die spinnen, die Deutschen! Screenshot: YouTube/LightningSeedsVEVO

17 Anglizismen, die du falsch verwendest

28.06.14, 10:52 18.08.17, 16:38

Wenn du in Konversationen mit Engländern und Amerikanern ab und an fragende Blicke bekommst, hat dies womöglich gute Gründe: Viele Nichtmuttersprachler verwenden Anglizismen zum Teil kreuzfalsch.  

1. Handy

Bild: Giphy

Jaja, das Mobiltelefon. So genannt, weil es so praktisch in der Hand liegt. Steht angeblich auch für «handheld phone» Leider nein: Auf Englisch ist «handy» kein Substantiv, sondern ein Adjektiv und bedeutet: «praktisch», «handlich», «gäbig». Das mag auch auf ein Mobiltelefon zutreffen, aber dennoch versteht dich in England niemand, wenn du «I can’t find my handy!» rufst. Dort nennt man die Dinger «mobile (phone)».

2. Giveaway

Bild: Shutterstock

Gerne organisiert die Marketingabteilung das Verteilen von Giveaways, also das Verschenken von Gratismustern an potenzielle Kundschaft. Nur: Das ist falsch. «Oh what a giveaway!» bedeutet so viel wie «Ach, wie entlarvend!».

3. Bodybag 

Bild: Shutterstock/Keystone

Anscheinend wird dieser Ausdruck in Deutschland für «Rucksack» oder ähnliche Tragetaschen benutzt. 

Haha. 

Leider bedeutet «body bag» auf Deutsch «Leichensack». In englischsprachigen Ländern fragt man besser nach einem «backpack» oder gar nach einem «rucksack» – das Wort gibt es dort nämlich auch.

4. On the Run 

Vermutlich meinten die Promo-Verantwortlichen von Esso, dies bedeute so viel wie «auf dem Sprung». Leider nein. Wenn jemand «on the run» ist, befindet er sich auf der Flucht – meistens vor der Polizei. Den Ausdruck, den die Esso-Leute eigentlich wollten? «On the go» – das bedeutet nämlich so viel wie «während man unterwegs ist».  

5. String

Bild: Shutterstock

«Trägst du einen String?»

«No, I’m wearing a thong

Capisce?

6. Slip

Screenshot: Leo

«Abgleiter», «Ablaufbahn», «Ausrutscher» ... etliche Definitionen hat das englische «slip», aber «Damenunterhose» ist keine davon. Ziehen dir lieber «panties», «briefs», «knickers» und dergleichen an!



7. Oldtimer

«Ah, you are driving an oldtimer, ja?» fragt der Deutschsprachige den leicht verwirrten Angelsachsen, der sich überlegt, wie das technisch funktionieren soll, einen «old-timer», einen älteren Menschen also, zu fahren. Hätte der Mensch doch einfach «vintage car» gesagt!

8. No-brainer

GIF: Giphy

Hirnlos? Nein. Ein «no-brainer» bezeichnet etwas, das dermassen einfach oder selbstverständlich ist, dass man dafür nicht gross hirnen muss.

9. Beamer

«Ich habe mir für die WM einen Beamer gekauft» insinuiert gänzlich unterschiedliche finanzielle Verhältnisse auf Deutsch und auf Englisch. Den deutschen Beamer nennen die Angelsachsen «projector» (für rund 500 Franken bekommt man ganz brauchbare Modelle), während der englische «beamer» Slang für einen BMW ist (für 500 Franken bekommt man nichts Brauchbares).

Bild: Pixwik

10. Public Viewing 

Nochmals WM: Jede zweite Bar hat ihr Public Viewing. Auf Englisch eine heikle Konnotation, versteht man darunter doch eine öffentliche Aufbahrung . 

Bild: AP

11. Castingshow

Castingshows gibt es in Grossbritannien, dem Mutterland der Castingshows, nicht. Sie heissen dort «talent shows».

12. Shooting

Sorry, liebe hiesige Modebranche, aber ein Shooting ist eine Schiesserei. So richtig mit Opfern und so. Ein Termin, bei dem ein Fotograf Fotos macht, ist ein «shoot». Ohne «-ing». Ein kleiner Unterschied, der über Leben und Tod entscheidet.

Aufräumen nach dem Shooting in Isla Vista, Kalifornien, am 24. Mai 2014. Vorne der Beamer des Täters. Bild: JONATHAN ALCORN/REUTERS

13. Tumbler

Tja, was Sie meinen, nennt sich in der englischsprachigen Welt «tumble dryer». Den «tumbler» gibt es auch – das Whiskyglas. 

Bild: Shutterstock

14. Shootingstar

Auf Englisch ist ein «shooting star» eine Sternschnuppe, also etwas, das am Firmament kurz leuchtet und schnell verglüht. Was nicht immer zutrifft auf den deutschen Shootingstar, der ja ein Senkrechtstarter ist. 

15. Hometrainer

Gibt man diesen Begriff bei der Google-Bildersuche ein, erhält man in der Tat Fotos von Heimtrainern, allerdings ausschliesslich solche, die von deutschen, niederländischen oder belgischen Websites stammen. Will man dieselben Bilder auf englisch erhalten, schreibt man am besten «exercise bike» in das Suchfenster. Ein «hometrainer» existiert auf Englisch schlichtweg nicht. 

16. Streetworker

Wie bitte? «Streetwalker»? Also eine Prostituierte? Denn Streetworker kennt man nicht im Englischen. Den netten Sozialarbeiter, der unter den harten Jungs vermittelt, nennt man «social worker». 

17. Shitstorm

Im deutschsprachigen Raum wurde «Shitstorm» zum Wort des Jahres 2011 gekürt – dies in seiner Duden-Definition als «ein Sturm der Entrüstung in einem Kommunikationsmedium des Internets». In englischsprachigen Ländern wird die Metapher für diverse Formen von eher schwerwiegenden Katastrophen benutzt und gilt als ziemlich obszön. Stellen dir doch mal vor, du würdest statt «Shitstorm» immer die wörtliche deutsche Übersetzung benutzen, nämlich «Sturm aus Scheisse». Vielleicht verstehst du jetzt besser, weshalb der Begriff einem Angelsachsen weniger leicht über die Lippen kommt als einem Deutschen. 

Hol dir die App!

Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

Abonniere unseren Daily Newsletter

12
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
12Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • catch 20.08.2017 11:23
    Highlight BMW wird im EN Slang nicht Beamer sondern Bimmer genannt...
    1 3 Melden
  • Spiegelfabrik 19.08.2017 08:30
    Highlight Übrigens: Das Wort "hirnen" ist Schweizerdeutsch und gibt es im Hochdeutschen nicht;-)
    10 4 Melden
  • Gummibär 25.06.2017 20:46
    Highlight Das Buch "Mother Tongue" von Bill Bryson gibt einen sehr unterhaltsamen Einblick in diese Sprache die auf die eine oder andere Art von etwa 360 Millionen als Muttersprache gesprochen wird.
    7 0 Melden
  • Martin Steiger 29.06.2014 12:20
    Highlight «Giveaway» hat auf Englisch durchaus auch die Bedeutung, dass etwas verschenkt wird, nachzulesen beispielsweise unter http://www.merriam-webster.com/dictionary/giveaway.

    Einige weitere falsche Freunde:

    - Mobbing (eher Bulyying auf Englisch)
    - Smoking (Tuxedo)
    - Messie (Hoarder)
    - Wellness (Spa usw.)
    - Showmaster, Quizmaster usw. (TV host)

    Auf Deutsch sind all diese Wörter selbstverständlich korrekt, erst auf Englisch werden daraus falsche Freunde …
    19 2 Melden
  • Nope 29.06.2014 01:33
    Highlight Kann mich nicht erinnern jemals "Ach wie entlarvend" gesagt zu haben ☺️
    12 0 Melden
  • TeoLolstoy 28.06.2014 14:22
    Highlight Also meiner Erfahrung nach wird Giveaway auch im englischen Sprachraum gebraucht, so geschehen beim Giveaway von GoG.com :)
    12 2 Melden
    • speedy_86 21.08.2017 08:23
      Highlight GoG.com ist allerdings eine polnisch/zypriotische Firma. Deren Muttersprache ist wohl bei den wenigsten English.
      0 0 Melden
  • pun 28.06.2014 13:55
    Highlight handy soll im australischen englisch auch wichsen bedeuten :) - hat mir mal ein australier erzählt.
    10 0 Melden
    • Timiböög 19.08.2017 08:00
      Highlight Handy -> Handjob
      9 0 Melden
  • Zeit_Genosse 28.06.2014 13:21
    Highlight Der Slang und der Unterschied zwischen US- und GB-Englisch spielen auch noch mit.
    16 0 Melden
  • Hugo Wottaupott 28.06.2014 12:06
    Highlight zu giveaway: wär interessant an einer "gift"verteilung teilzunehmen...
    4 5 Melden
    • OvechKing 02.07.2014 13:23
      Highlight hä? Wo ist denn da das Wort Gift enthalten?
      4 6 Melden

Fail! 11 Influencer, die noch verpeilter sind als du

Sie sind soooooo fame – und manchmal genauso verpeilt wie du: die Influencer. 

Um ihren #amazing and #inspiring Lifestyle zu finanzieren, verkaufen die Influencer ihren Tausenden Followern Werbung so sexy wie möglich. Immer nah an der eigenen #Brand natürlich, Diggi.

Was viele beim Story-Machen gerne mal vergessen: Influencer sind auch nur Menschen – und sind manchmal einfach nur verpeilt.

Kleiner Shoutout an dieser Stelle:  Vor allem Perlen des Influencer Marketings und …

Artikel lesen