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Willst du dich alt fühlen? «...Baby One More Time» ist 20 – dazu 20 Fun Facts!

Britney Spears' Hit, der ihr zum Durchbruch verhalf, hielt vor 20 Jahren Einzug in die Schweizer Charts. Wir feiern dies mit 20 Fakten, die du vermutlich nicht kanntest.



Ich mochte Britney Spears damals nicht. Damals, vor 20 Jahren, als ihre Debutsingle Einzug in die Schweizer Charts feierte. Logisch nicht, dänk – ich war zu alt für solchen Teeniepop-Kram. Hitparade hörte ich sowieso nicht. Und die Promokampagne, die grosses Aufheben machte, dass diese 17-Jährige, die da suggestive Tanzbewegungen zum Besten gab, in Tat und Wahrheit eine jungfräuliche Christin war, nervte sowas von. Dass das Teeniepublikum auf einen solchen Quatsch reinfiel! (Ich war wohl damals schon ein Grumpy Old Man.)

ABER ...

... aber, bereits damals musste ich eingestehen: Man kann's drehen und wenden wie man will, «...Baby One More Time» ist ein verdammt gut komponierter Song. Und wohl oder übel auch ein Meilenstein der globalen Populärkulturgeschichte.

20 Jahre ist das schon her. Boah. Der Song selbst wurde bereits am 23. Oktober 1998 veröffentlicht, doch am 28. Februar 1999 tauchte er erstmals in den helvetischen Charts auf – auf Platz 14. Zwei Wochen später war die Single dann auf der Eins, wo sie schliesslich neun geschlagene Wochen blieb ...

... was gewissermassen bereits der erste Fun Fact wäre. Doch hier haben wir 20 weitere:

Es gibt zig Versionen von Britneys Hit. Diese hier ist vielleicht die beste:

Die Coverversionen von Travis, Fountains of Wayne oder Bowling for Soup wurden ziemlich bekannt. Doch dieser MTV-Mini-Clip, in einem Londoner Kebab-Shop gefilmt, ist schlicht genial.

Einer der Songwriter war mehr als skeptisch.

rami yacoub musik produzent songwriter britney spears https://www.dirac.com/dirac-blog/2018/7/24/an-interview-with-acclaimed-music-producer-songwriter-rami-yacoub

Bild: dirac.com

«...Baby One More Time» wurde vom schwedischen Produzenten- und Songwriter-Team Rami Yacoub und Max Martin produziert. Als Yacoub Spears zum ersten Mal traf, erlebte er sie als schüchterne Highschool-Schülerin, die mit ihrer Mutter ins Studio kam und diese beim ersten Treffen das ganze Gespräch führen liess. Dementsprechend unsicher war Yacoub, ob dieses Kind den Song hinkriegen würde. Als er wenig später vom Plattenlabel mitbekam, dass sie darum gebeten hatte, das gesamte Konzept für das Musikvideo zu ändern, befürchtete er das Schlimmste.

Aber hey – es kam schon gut. 😂

Dank dem Video gab es einen Schönheits-OP-Boom.

Kurz nachdem das Video herauskam, verzeichneten die Schönheitskliniken von Los Angeles einen deutlichen Anstieg an Bellybutton Lifts, eine Operation um die Entfernung von Bauchnabel zu Schamgegend zu vergrössern. Kostenpunkt um die 2'500 Dollar.

«...Baby One More Time» war nicht nur für Britney der erste grosse Durchbruch.

Songwriter Max Martin accepts his award at the 48th Annual Songwriters Hall of Fame Induction and Awards Gala at the New York Marriott Marquis Hotel on Thursday, June 15, 2017, in New York. (Photo by Evan Agostini/Invision/AP)

Bild: Evan Agostini/Invision/AP/Invision

Es war auch die erste weltweite Nummer eins für den schwedischen Produzenten Max Martin. Dieser Herr ist seither ununterbrochen als Songwriter und/oder Produzent in den Charts – mit «I Want It That Way» von den Backstreet Boys, etwa, oder Bon Jovis «It's My Life», «I Kissed a Girl» von Katy Perry, «One More Night» von Maroon 5, Taylor Swifts «Blank Space» uvm. Zur Zeit ist Martin etwa mit Ariana Grandes «Break Up With Your Girlfriend, I'm Bored» vorne mit dabei. Sollte dieser Song in den USA auf die Eins gehen, würde er mit Beatles-Produzent George Martin (kein Verwandter) gleichziehen als Produzent mit den meisten Nummer-Eins-Hits auf den US-Billboard-Charts.

«Britney Spears» ist ein Anagram von «Presbyterians».

Fun Fact.

Der Song war ursprünglich für jemand anderen gedacht.

«...Baby One More Time» wurde ursprünglich für die R'n'B-Girlgroup TLC geschrieben, doch die reichten den Song weiter. Sängerin T-Boz dazu: «Ich dachte mir damals, ich mag den Song, aber ist er ein Hit? Ist er TLC? Kein Disrespect für Britney – der Song war prima für sie. Doch die Zeile ‹hit me baby one more time› – würde ich sowas singen? Sicher nicht

Ohnehin wurden einige von Britneys bekanntesten Hits ursprünglich anderen Stars angeboten.

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Bild: giphy

Britney profitierte sehr von der in Popmusik üblichen Kultur des Weiterreichens von Songs: «Slave 4 U» war ursprünglich für Janet Jackson vorgesehen, während Kylie Minogue die erste Wahl für «Toxic» war. Dafür lehnte Britney «Umbrella» ab ...

Gestatten, Alotta Warmheart!

britney spears hotel mood meme bikini zigarette 
https://me.me/i/mood-britney-spears-watching-a-wedding-reception-from-her-hotel-7700981

Bild: me.me

Wie bei Promis üblich, pflegt Britney in Hotels unter einem Pseudonym einzuchecken. Eines ihrer häufiger benutzten: Alotta Warmheart.

Das Wort «Baby» kommt 25 Mal im Song vor.

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Bild: giphy

Nur, falls ihr euch das mal gefragt habt.

Britneys Gesangsvorbild für den Song? Dieser Herr hier:

Am Tag vor der Gesangsaufnahmen hörte Britney immer wieder Soft Cells Version vom Song «Tainted Love», weil sie den Klang von Mark Almonds Stimme nachbilden wollte.

Ach ja, das mit der Schuluniform? Britneys Idee.

Laut Videoregisseur Nigel Dick war ursprünglich vorgesehen, dass sie Jeans, T-Shirt und Sneakers trug. Fräulein Spears meinte aber: Sollte ich nicht eine Schuluniform tragen? And the rest, so sagt man, is history.

Die ursprüngliche Video-Idee war aber gaaaanz anders.

superhero superheroine superheldin roboter monster comics

Bild: shutterstock

Nigel Dicks erstes Drehbuch sah Klein-Britney als Superheldin vor, die mit einem Roboter-Monster kämpfte.

Britneys Schwarm im Video? Ihr Cousin.

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Bild: giphy

Chad Spears heisst der Herr. Damals war er Model für Abercrombie & Fitch. Klar, man hätte auch ein anderes Model casten können, ... ach, was soll's.

Das «…Baby One More Time»-Video wurde in der gleichen Schule gedreht wie «Grease».

Editorial use only. No book cover usage.
Mandatory Credit: Photo by Shutterstock (1599066a)
Grease
Film and Television

Bild: Shutterstock

Venice High School in Los Angeles – der Ort, wo ikonische Teenie-Musicals gedreht werden, offenbar.

Eigentlich wollte Britney lieber etwas Singer-Songwriter-mässiges machen.

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Bild: giphy

Britney wollte ursprünglich gar keine Popmusik machen. Sondern «mehr so Sheryl-Crow-Musik, aber jünger», wie sie einst in einem Interview mit «Rolling Stone»-Magazin zu Protokoll gab. Ihr Label soll sie in Richtung Pop gesteuert haben – etwas, dem sich Britney freilich nicht widersetzte.

Vermutlich mögen sich aber die wenigsten an den Inhalt des «Rolling Stone»-Interviews erinnern, ...

... denn die meisten waren zu sehr vom Titelbild abgelenkt. Was das mit dem Teletubby auf sich hatte? Das weiss niemand mehr so recht.

Der Song kam genau zum richtigen Zeitpunkt heraus.

MTV spielte immer noch Videos. Das Internet als Promovehikel war bereits da, doch für Musik musste man immer noch bezahlen. Albumverkäufe waren stärker denn je. Die Single ging Platin in den USA, das Album gar 14-fach Platin mit weltweiten Verkäufen von 25 Millionen. Es ist wohl das meistverkaufte Album, das je von einem Teenagermädchen aufgenommen wurde – ein Rekord, der aufgrund der veränderten Musikkonsumationsgewohnheiten wahrscheinlich nie gebrochen werden wird.

OMG OMG da ist eine versteckte Botschaft!!!

Laut gewissen Menschen, die nichts besseres zu tun haben mit ihrer offenbar im Überfluss vorhandenen Freizeit, ist in «...Baby One More Time» eine versteckte Botschaft enthalten: Spielt man die Zeile «with you I lose my mind; give me a sign» rückwärts ab, hört man «Sleep with me, I'm not too young».

Britneys Zunge bekam einen eigenen Fanclub.

Weil ... ach, irgendwie weird, oder?

«...Baby One More Time» war der letzte Song des Milleniums, der auf «Top of the Pops» gespielt wurde.

Boah, schaut mal diese Top-20-Abfolge an! Das hört sich an wie Madeleine's Spotify-Playlist!

BONUS: Ja, die Backflips macht sie selbst.

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Bild: giphy

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32Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Todesstern 08.03.2019 01:01
    Highlight Highlight Wir werden nicht alt, nur reifer 😁
  • Papa Swappa 08.03.2019 00:25
    Highlight Highlight mir ist erst heute bewusst geworden, wie viel "ABBA" eigenlich in diesem song steckt!
    pre-hook und refrain - eigentlich voll cheesy-abba-musical-vibe, schön versteckt unter diesen r&b-funky-teeny-gewand - hat ja immer wieder gut funktioniert, auf r&b-groove ein wenig schweden-harmonik aufpropfen ;-)
  • Ramy 07.03.2019 17:57
    Highlight Highlight 18:
    Benutzer Bild
  • Calvin Whatison 07.03.2019 11:19
    Highlight Highlight Es heisst hier alt! Ichbin 20 2x nämmli 🤣🤣🤣
  • DanielaK 07.03.2019 09:55
    Highlight Highlight Ich mochte die noch nie, dabei war ich damals im perfekten Alter. Aber dieses "Weiber- Schmacht- Getue mochte ich noch nie besonders, egal bei wem. Meine Tochter hört sie manchmal auch. Im Auto ist nach spätestens 3 Songs Schluss, mehr ertrage ich nicht auf einmal.😂 Mag sein, dass die Songs technisch gesehen gut sind, da kann ich nicht mitreden, sorry.
  • Nietnagel 07.03.2019 07:58
    Highlight Highlight Ich musste lachen als ich sah/hörte, dass CoB den Song gecovert hat. Diese Idee muss wohl in der Sauna entstanden sein unter dem Einfluss von finnischem Vodka...

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  • Sveniboy 06.03.2019 20:23
    Highlight Highlight Wiso hat die Liste mit den 20 Jahr alten Songs nur ein Lied?
    Hab ich die richtige Liste dieses Jahr verpasst?
    Freu mich jedes Jahr, finde immer wieder vergessene Perlen.
    • DanielaK 07.03.2019 09:51
      Highlight Highlight Ich glaube, da war schon mal was, ja. Oder war das noch im 18? Zeit, wo bist du?
  • Demo78 06.03.2019 20:07
    Highlight Highlight I was born to make you Happy 😍
    Hab‘s wirklich geglaubt 🙊🙈🙉
    • Demo78 07.03.2019 11:31
      Highlight Highlight 😂😂😂😍
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  • ands 06.03.2019 20:02
    Highlight Highlight Die beste Coverversion kommt von den Wise Guys:
    Play Icon
  • kEINKOmmEnTAR 06.03.2019 19:44
    Highlight Highlight So ganz verstehe ich Watson Redaktion nicht; in jedem zweiten Artikel geht es um die Benachteiligung und Sexualisierung der Frau aber 8,12 und 16 wurden ohne Probleme in die Liste mit aufgenommen...

    Wichtig: Ich möchte weder für noch gegen etwas sein mit diesem Kommentar, sondern lediglich auf die Doppelmoral von Watson aufmerksam machen (Klicks vs. feministische Artikel).
  • adf32 06.03.2019 18:08
    Highlight Highlight Noch ein hübsches Cover von Ahmet & Dweezil Zappa:
    Play Icon
  • no-Name 06.03.2019 17:45
    Highlight Highlight Viedeo von nr. 19 is verstörend!! 😳
    • TactixX 06.03.2019 20:06
      Highlight Highlight "Viedeo" find ich verstörender 🤨
    • Pümpernüssler 07.03.2019 03:01
      Highlight Highlight Sowie TactixX
  • noemihalboffen808 aka Grammarnazi aka http:// 06.03.2019 16:10
    Highlight Highlight It's Britney B*tch 😛
  • MichiBoerlin 06.03.2019 15:44
    Highlight Highlight Teletubby...? Welches Teletubby ;-P
  • swisskiss 06.03.2019 15:24
    Highlight Highlight "... erlebte er sie als schüchterne Highschool-Schülerin." Etwas viel Legendenbildung wenn man weiss, dass Spears mit Aguilera und Timberlake Stammbesetzung im Disneys Mickey Mouse Club war und dort die eigentliche Karriere begann.
    • no-Name 06.03.2019 17:56
      Highlight Highlight Leider nicht ganz Mythenbildung.

      Ja, ihre Karriere hat schon viel früher begonnen, was aber nicht bedeutet, dass sie das nötige Selbstvertrauen dafür hatte. Und ihre Zusammenbrüche haben ja gezeigt, dass sie wohl nicht ganz sich selbst war. Reich und erfolgreich bedeutet nicht selbstbewusst und glücklich.

  • TanookiStormtrooper 06.03.2019 15:10
    Highlight Highlight Da fehlt jetzt aber der Link zu Madeleines Spotify Playlist. 😜
    • Madeleine Sigrist 06.03.2019 15:55
      Highlight Highlight Das willst du nicht sehen und auch nicht hören, glaub mir.
    • Bits_and_More 06.03.2019 16:28
      Highlight Highlight Watson zeigt Spotify Playlists und die Community ratet, wessen Liste es ist?!
    • obi 06.03.2019 16:50
      Highlight Highlight @Bits_and_More: I'm in.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Baeri19 06.03.2019 15:04
    Highlight Highlight Danke für die Fun Facts, damit kann ich beim nächsten Britney Spears Fan Club treffen wieder profilieren!
  • Don Quijote 06.03.2019 14:53
    Highlight Highlight Fact #21: Britney wird dieses Jahr 38 Jahre alt. Das heisst, sie hat mehr zwischen ihrem „Baby one more Time“ und jetzt gelebt, als zwischen der Geburt und dem Song. Wir werden alle alt! 😱
    • Goon 06.03.2019 18:58
      Highlight Highlight Am 2. Dez. 1981 geboren. Warum ich das weiss? Ist auch mein Geburtsdatum 😉
  • lucasm 06.03.2019 14:44
    Highlight Highlight Schon 20 jahre... wie die zeit vergeht.
  • kupus@kombajn 06.03.2019 14:38
    Highlight Highlight Bei Baby one more time habe ich auch noch weggezappt. Bei I'm a slave 4 U und Toxic bin ich dann aber spätestens auf MTV hängengeblieben.

    Aber was anderes: es gibt Schönheitsoperationen, bei denen man den Abstand zwischen Bauchnabel und Schamgegend vergrössern kann? Echt jetzt?! Wozu denn eine OP? Nach den Weihnachtsfeiertagen ist dieser Abstand bei mir automatisch grösser.

Wenn Frauen über Autoren schreiben, wie sonst nur Männer über Autorinnen schreiben

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Aber anstatt in …

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