Spass
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

«Hund» abzugeben: US-Student adoptiert versehentlich einen Wolf

13.10.16, 18:10 14.10.16, 06:50


«Kostenlos Welpen abzugeben» stand auf einem Schild in der US-Stadt Tucson. Ein junger Mann sieht dies und meldet sich bei der aufgeführten Adresse.  

Kaum hat er Neo mit seinen aufgestellten Ohren und seinen bernsteinfarbenen Augen zum ersten Mal gesehen, kann der Hundeliebhaber aus Arizona nicht anders und nimmt das Tier mit nach Hause.

Neo und seine aufgestellten Ohren:

bild via the dodo

Schnell stellt sich jedoch raus, dass es sich bei Neo nicht um einen gewöhnlichen Hund handelt. Er ist sehr ängstlich gegenüber anderen Menschen und schleicht wenn immer möglich um sein neues Herrchen herum.   

Da sein Besitzer jedoch ein Vollzeitstudium absolviert und nebenbei noch aushilfsweise arbeitet, bleibt Neo oft allein zu Hause.

Täglich springt er über den Gartenzaun, um die Nachbarshunde zu besuchen. Selbst ein höherer Zaun nützt nichts gegen die Triebe des Vierbeiners. Er verbeisst das Gehege oder gräbt Löcher in den Boden, um zu entwischen. 

bild via the dodo

Der Besitzer steht dem seltsamen Verhalten seines Haustiers ratlos gegenüber. Da es immer grössere Schwierigkeiten mit dem Tier gibt, ist der junge Student schliesslich gezwungen, Neo in ein Tierheim zu bringen.  

«Sie wissen schon, dass das nicht wirklich ein Hund ist, oder?»

Der leitende Tierarzt der Humane Society of Southern Arizona stellt dem «Hunde»-Halter die erschreckende Frage: «Sie wissen schon, dass das nicht wirklich ein Hund ist, oder?» 

Neo ist ein sogenannter «High Content»-Wolfshund, eine Kreuzung von Hund und Wolf, bei welcher der genetische Wolfsanteil höher ist als der Hundepart. 

Die bernsteinfarbenen Augen, die Spitze Nase und die schlaksige, aber sehr kräftige Statur verraten des «Pudels» Kern. bild via maxim

Nicht nur die physischen Merkmale, sondern auch sein Verhalten deuten auf Neos wahren genetischen Code hin: Das starke Verlangen die Nachbarshunde zu besuchen etwa ist nicht ausgeprägte Spiellust, sondern das typische Charaktermerkmal dieser Tiere, im Rudel zu leben. Auch das Desinteresse an anderen Menschen ausser seines Herrchens und das Ablehnen von Leckereien sind Signale für Neos nahe Verwandtschaft Isegrim.

Da es in den meisten Staaten der USA verboten ist, Wolfshunde zu halten, kommt Neo in eine Auffangstation der Organisation Wolf Connection

Unter seinen neuen Gspändli wirkt Neo ausserordentlich glücklich:

Die ehrenamtlichen Mitarbeiter von Wolf Connection bemühen sich, den Wolfshunden ein möglichst artgerechtes Zuhause zu bieten. Nächtliches Vollmond-Geheule inklusive.

Diese RICHTIGEN Hunde scheinen auch sehr glücklich zu sein. Ob Wölfe auch so schön grinsen können?

Auch wenn es dem Tierschutz fast nicht gerecht werden kann, ist das Halten von Wolfshunden mit möglichst grossem Wolfsanteil in vielen Ländern ein grosser Trend. Die Vorstellung, ein Stück rohe Natur im Haushalt zu haben, scheint für viele Leute reizvoll zu sein.  

Ab der fünften Generation gelten Wolfshybriden als «normale» Hunde. «Wie hoch der genetische Wolfsanteil wirklich ist, lässt sich nur schwer feststellen», sagt Genetiker Carsten Nowak von der Senckenberg-Gesellschaft für Naturforschung gegenüber der Zeit.

Für das Leben in der Obhut von Menschen sind die meisten Wolfshunde jedoch überhaupt nicht geeignet. Der illegale Handel mit diesen Tieren blüht aber trotzdem. 

(jin)

Der zur Zeit populärste Hipster-Account auf Instagram gehört ... einem echten (!) Hund!

Ganz viel Hund und wenig Wolf gibt's hier:

Schweizer Touristen wollen nicht zahlen: Ferien-Hunde werden am Flughafen eingeschläfert

Studie beweist: Hunde lieben ihre Besitzer viel mehr als Katzen

Freundschaften, die ein Leben lang halten: Diese 12 Bilder beweisen ewige Liebe

14 Hunde, die mächtig stolz auf ihren Nachwuchs sind 

Vom Strassenhund zur stolzen Hundedame: Wie Kelsey zurück ins Leben fand

Dieser Labrador möchte nur, dass sein Besitzer ihm vergibt und alles wieder gut wird

Nein! Pfui! Aus! Die 11 grössten Fehler, die Hundehalter machen 

80-Jähriger fährt adoptierte Hunde mit selbstgebasteltem Traktorzug «spazieren»

21 Hündchen, die wirklich überall schlafen können

Kommen wir nun zur herzigsten Spritztour ever – Daisy fährt

23 Hunde, welche schon beste Freunde mit den Babys sind 

Diese treue Hündin lässt ihre beste Freundin nicht im Stich und wartet eine Woche lang an ihrer Seite auf Hilfe

Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Daily Newsletter

Themen
2
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2Alle Kommentare anzeigen

Dieser Mann hilft Büsis, indem er sich ein Nickerchen im Tierheim gönnt

Terry Lauraman döst immer wieder mal mit Katzen auf dem Sofa ein – und genau darum ist er jetzt ein Internet-Star! Der ehemalige Lehrer aus Green Bay im US-Bundesstaat Wisconsin besucht fast jeden Tag das Safe Haven Pet Sanctuary. Das ist ein Tierheim, das sich um von ihren Besitzern verstossene Büsis  kümmert. 

Auf Facebook schreibt das Heim, Terry sei eines Tages hereingekommen und habe gefragt, ob er die Katzen streicheln und bürsten dürfe. Meistens sei er dabei eingeschlafen. …

Artikel lesen