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Aussenseiterchancen erhalten: Schweizer Davis-Cup-Truppe hält auch ohne Federer und Wawrinka das 1:1

06.03.2015, 19:2506.03.2015, 19:51
Fäustchen für den Sieger: Coach Severin Lüthi gratuliert Schützling Henri Laaksonen.
Fäustchen für den Sieger: Coach Severin Lüthi gratuliert Schützling Henri Laaksonen.Bild: KEYSTONE

Das Schweizer Davis-Cup-Team gewann in Lüttich das erste Schlüsselspiel und verdiente sich so ein 1:1 nach dem ersten Tag. Henri Laaksonen besiegte Ruben Bemelmans mit 1:6, 6:7 (6:8), 6:4, 6:0, 6:2. Michael Lammer hingegen blieb chancenlos. 

Dieses Auftakteinzel von Henri Laaksonen mussten die Schweizer gewinnen, um die Aussenseiterchance auf den Gesamtsieg in Belgien am Leben zu erhalten: Laaksonen (ATP 344), nach der Abreise von Yann Marti der nominell stärkste Schweizer Einzelspieler, gegen jenen belgischen Akteur, der nur wegen Goffins Verzicht für den Einzeleinsatz im letzten Moment nachgerückt war.

Beinahe hätte Ruben Bemelmans (ATP 132) die Partie gewonnen. Nach einer Stunde und 42 Minuten führte der Belgier mit 6:1, 7:6, 3:2. Danach brach der 27-jährige komplett ein. Nach bloss zwei Stunden Spielzeit mit nicht übermässig vielen langen Ballwechseln plagten ihn Beinkrämpfe. Henri Laaksonen gewann 16 der letzten 19 Games und verwertete nach 177 Minuten den zweiten Matchball. 

Im zweiten Einzel lieferte der bald 33-jährige Michael Lammer wenig Argumente, die seinen Vorzug gegenüber Yann Marti rechtfertigten. Der Zürcher erwischte gegen Steve Darcis (ATP 102) einen guten Start und erspielte sich zu Beginn des ersten Satzes die ersten Breakmöglichkeiten, ging dann aber ohne grosse Gegenwehr mit 3:6, 1:6, 3:6 ein. 

Lammer muss sich steigern, damit die Schweiz am Samstag auch im zweiten Schlüsselspiel, dem Doppel, eine Überraschung hinlegen kann. Erwartet wird, dass Michael Lammer und Adrien Bossel für die Schweiz auf dem Platz stehen werden. (si)

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