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HANDOUT - VISUALISIERUNG --- Das Stadion mit Vorplatz des Siegerprojekts des Investorenwettbewerbes zum Hardturm-Areal. Der Investorenwettbewerb der Stadt Zuerich zum Hardturm-Areal ist abgeschlossen. Wie am Dienstag, 12. Juli 2016, bekannt wurde, hat der Stadtrat auf einstimmige Empfehlung des Preisgerichts entschieden, das Projekt

Schicksalstag für GC und FCZ: Bekommt Zürich wieder ein echtes Fussballstadion? Bild: HRS REAL ESTATE AG

Zürich stimmt über den Bau des Stadions ab – 8 Fragen und 8 Antworten zur Vorlage

Am Sonntag stimmt die Stadt Zürich über den Bau eines neuen Fussball-Stadions ab. Wir geben die Antworten auf die acht wichtigsten Fragen zur Vorlage.

markus brütsch / ch media



Was bringt die Stadtzürcher Bevölkerung derzeit in Wallung?

Die Abstimmung über das neue Fussballstadion! Schon seit Monaten ist das Projekt «Ensemble» Stadtgespräch. Es mobilisiert und spaltet die Stimmbürger. Während der FC Basel abcheckt, ob er den St. Jakob-Park kaufen kann und will, besitzt das reiche Zürich alles, nur kein tolles Fussballstadion. Jetzt nimmt es den dritten Anlauf.

Warum scheiterte 2009 das Projekt Pentagon?

2002 präsentierten die Stadt und Investor Credit Suisse (CS) das Pentagon-Stadion (Fünfeck) für 30 000 Fans mit einem Shoppingcenter und einem Hotel. Die CS wollte 370 Millionen Franken aufwenden und das Stadion sollte 2008 eine EM-Spielstätte sein. Die Stimmbürger stimmten dem Projekt mit 63,3 Prozent zu. Doch diverse Einsprachen verzögerten das Prozedere so sehr, dass die CS 2008 noch den Hardturm abreissen liess, ein Jahr später aber entnervt ausstieg.

Weshalb genügt der Letzigrund dem FCZ und GC nicht?

Das Letzigrundstadion wurde für 125 Millionen Franken mit einem Fassungsvermögen von 30 000 Zuschauern neu erbaut. Ausdrücklich als Provisorium, denn im Oval mit der Tartanbahn sollten weiter die Leichtathleten die Hauptgastgeber sein. In der Super League jedoch will kaum Stimmung aufkommen, weil das Geschehen auf dem Platz weit weg vom Publikum ist. «Der Letzigrund ist für Fussball ungeeignet», sagte FCZ-Präsident Ancillo Canepa. «Wir brauchen ein neues Stadion.»

Ancillo Canepa, Praesident des FC Zuerich, links, und Stephan Anliker, Praesident von GC,   begutachten das Projekt des Fussballstadions Hardturm an einer Medienkonferenz in Zuerich am Mittwoch, 13. September 2017. Auf dem Areal Hardturm plant die Entwicklerin und Totalunternehmerin HRS zusammen mit Partnern den Bau eines Fussballstadions sowie 174 gemeinnuetziger und 600 privater Wohnungen. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Die Club-Präsidenten Ancillo Canepa und Stephan Anliker stehen voll und ganz hinter dem Projekt.  Bild: KEYSTONE

Weshalb scheiterte 2013 das Projekt Hypodrom?

Nach dem Flop mit dem Pentagon gleiste die Stadt wenig später das Projekt Hypodrom auf. Sie wollte für 216 Millionen Franken auf dem Hardturmareal ein Stadion für 19 000 Zuschauer und eine gemeinnützige Siedlung bauen. Einer hauchdünnen Mehrheit von 50,8 Prozent war im September 2013 das Ganze aber zu teuer, und sie schickte den Hypodrom bachab.

Über was genau stimmen die Zürcher nun am Sonntag ab?

Die Stadt lancierte 2014 ein neues Investorenprojekt. Das Rennen machte «Ensemble», ein 570-Millionen-Franken-Objekt, das gänzlich von den Investoren bezahlt wird. Das Stadion mit 18'000 Plätzen gehört, so es kommt, zu 100 Prozent der Stadion Züri AG, die zu 100 Prozent der Baufirma HRS gehört. Es wird durch zwei 137 Meter hohe Türme mit Wohnungen, Gewerberäumen und einer Genossenschaftssiedlung querfinanziert. In der Südkurve stehen 4500 Stehplätze für die FCZ-Fans, in der Nordkurve ebenso viele für die GC-Fans bereit. Die Frage: Wollen die Zürcher dieses Geschenk überhaupt? Darüber wird nun abgestimmt.

So soll das neue Stadion aussehen: Das Projekt Ensemble

Warum sollten auch Nicht-Fussball-Fans Ja stimmen?

Weil der Steuerzahler nicht zur Kasse gebeten wird. Und weil auf Gigantismus wie in früheren Jahren verzichtet worden ist. Für die Fussballfans ist die Arena ein Bijou. Sie sind so nahe am Geschehen wie nur möglich. Dennoch ist die Sicherheit, was Fanrandale betrifft, grösser, weil das Stadion besser zu kontrollieren ist als der Letzigrund.

Was passiert, wenn das Stadion abgelehnt wird?

Für die Klubs wäre es bitter. Canepa spricht davon, dass er über die Bücher müsse, GC-Präsident Stephan Anliker stellt gar das Weiterführen des Profibetriebs infrage.

Was geschieht, wenn das Stadion angenommen wird?

Dann jubeln der FCZ und GC, die Fussballfans, Corine Mauch und die bürgerlichen Parteien. GC und der FCZ – beide bezahlen pro Saison je eine halbe Million Franken Miete – können in einer gemeinsamen Betriebs AG das Stadion nun selber bewirtschaften, rechnen mit 4500 Zuschauern mehr (FCZ bisher 10 000, GC 7000) und sehen die Chance, ihr strukturelles Defizit von bisher 5 bis 6 Millionen Franken aufzufangen.

Die Krux: Auch bei einem Ja fahren am Tag danach noch nicht die Bagger auf. Es ist davon auszugehen, dass es Einsprachen gibt und sich der Baubeginn bei Rekursen bis vors Bundesgericht so sehr verzögert, dass das Stadion erst 2023 eröffnet wird. Sofern die Investoren nicht irgendwann entnervt den Bettel hinschmeissen.

Wehmütige Bilder aus dem Hardturm

Rückblick auf das letzte Spiel in einem echten Zürcher Fussballstadion

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    Alle Leser-Kommentare
  • elco 25.11.2018 08:31
    Highlight Highlight JA JA JA !!!
  • elnino 25.11.2018 01:45
    Highlight Highlight Der letzte Satz stellt es passend fest: Trotz Ja an der Urne werden einzelne, unbelehrbare und renitente Rentner das ganze Projekt so lange mit ihren einsprachen verzögern, bis auch die neuen Investoren aufgeben werden..

    Manchmal müsste man das öffentliche Interesse doch einfach mal priorisieren
  • El diablo 25.11.2018 00:39
    Highlight Highlight Jetzt mal im Ernst. Welche Spiessbürger erheben immer Einsprachen bei einem Projekt, dass von der Mehrheit der Bevölkerung Zustimmung findet? Ich glaube für so viel Bitterkeit in einer Person, wie man so vielen Menschen den Spass verderben kann fehlt mir schlicht das Verständnis.
  • Snowwhitey 25.11.2018 00:12
    Highlight Highlight Ich lese hier nur Pro-Argumente...
  • michiOW 24.11.2018 23:39
    Highlight Highlight Zu Punkt 2: Ist da etwas verwechselt worden?
    Es kommen verschiedene Jahreszahlen vor.
  • Klirrfactor 24.11.2018 23:31
    Highlight Highlight Nehmt endlich das Stadionprojekt an. Es ist ja lächerlich, dass kein anständiges Stadion für Profifussball gegönnt wird. Und einige vergangene Einsprachen waren einfach unverständlich.

    Nein, ich bin kein Fussball Fan, aber ich gönne den beiden ZH Clubs dieses Stadion.
  • Laeddis 24.11.2018 23:18
    Highlight Highlight Wenn nach einer positiven Abstimmung(Ja) immer noch wegen einzelnen Rekurse das Stadium nicht gebaut werden kann... Wieso gibts dann eine Abstimmung
  • PC Principal 24.11.2018 23:02
    Highlight Highlight Es ist dringend notwendig, dass endlich mehr Wohnungen entstehen und dass in die Höhe gebaut wird. Die Wohnungsnot in Zürich ist so krass, dass meist dutzende Bewerbungen auf eine Wohnung kommen. Deshalb und nur deshalb steigen die Mieten. Normalverdiener werden zunehmend in die Agglo verdrängt, weil es in der Stadt schlicht zu wenige Wohnungen gibt. Das Stadion ermöglicht Wohnungen für 1500 Menschen, 500 davon gemeinnützig! Jede Wohnung, die zusätzlich gebaut wird, bedeutet, dass weniger Menschen verdrängt werden und dass sich der Wohnungsmarkt entspannt. So sinken Mieten!
    • Snowwhitey 25.11.2018 17:18
      Highlight Highlight Nur 299 sind gemeinnützig, und ein teil davon wird in liegenschaften der CS, also nicht auf dem Areal gebaut. Über 500 werden überteuerte Luxuswohnungen sein. Die Wohnungen sind ein Pseudoargument.
    • PC Principal 25.11.2018 18:58
      Highlight Highlight @Snowwhitey Die Wohnungen in den Türmen sing billiger als der Durchschnitt an neuen Wohnungen. In jedem Fall sorgen mehr Wohnungen dafür, dass weniger Normalverdiener aus der Stadt verdrängt werden, so wie es im Moment der Fall ist. Damit es Platz für alle hat, braucht es Hochhäuser!

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