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Basel's disappointed players thank the fans after the UEFA Champions League second qualifying round second leg match between Switzerland's FC Basel 1893 and Greece's PAOK FC in the St. Jakob-Park stadium in Basel, Switzerland, on Wednesday, August 1, 2018. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Niedergeschlagene Basler nach dem Aus gegen PAOK: Die Champions League ist weg. Bild: KEYSTONE

Der FC Basel steckt in der tiefsten Krise seit über 20 Jahren

Eine paralysierte Mannschaft und eine verunsicherte Führungsetage: Der FCB steckt in einer so tiefen Krise wie seit Nati-B-Zeiten nicht mehr. Vor allem, weil der Verein neben dem Platz fast alles verloren hat, was ihn einst auszeichnete – eine Analyse.

03.08.18, 08:38

Céline Feller / bz Basel



Rund zwei Wochen ist es her, da war beim FC Basel noch alles in Ordnung. Zumindest so weit dies der Fall sein kann, wenn man in der ungewohnten Rolle des Jägers in eine Meisterschaft geht – und mit drei Testspiel-Niederlagen im Gepäck. Der FCB zeigte sich trotz der schwierigen Situation positiv und ehrgeizig, nur die höchstmöglichen Ziele waren gut genug: Rückeroberung des Meistertitels, Erreichen des Cupfinals und Teilnahme an einem europäischen Wettbewerb – bevorzugterweise an der Champions League. Und dort solle man dann überwintern – klar.

Zwei Wochen ist das her. Jetzt ist alles anders. Schien die letzte Saison, mit ihren tiefgreifenden Krisen, anfänglich nur ein Ausrutscher zu sein, zeichnet sich je länger je mehr ab, dass sie eher der Anfang eines Abwärtstrends ist, der viel schneller seinen Lauf nimmt, als sich das irgendjemand hätte vorstellen können. Am wenigsten Marco Streller und Bernhard Burgener. Unter ihrer Führung hat der FCB vieles verloren, was ihn ausgezeichnet hat.

Zentral ist dabei nicht der sportliche Erfolg beziehungsweise der Misserfolg. Es ist viel mehr das Drumherum, das Auftreten und die Art und Weise, wie dieser Klub geführt wird. In der Ära Heusler/Heitz war der FC Basel der Vorzeigeklub schlechthin. Das kongeniale Duo stand für Entscheide, die Hand und Fuss hatten. Sie waren das Kompetenzzentrum eines Vereins, der über Jahre grösser war, als das im Schweizer Umfeld normal ist. Zu verdanken war dies einer Führung, deren Wert, Intelligenz und Souveränität erst jetzt wirklich zum Vorschein kommt. Sie haben ebenfalls Fehler begangen, aber solche, die nicht so schwer wogen.

Die neue Führung reagiert nur, statt aktiv und mutig zu agierenDas Duo Streller/Burgener wollte für mehr Identifikation sorgen. Stattdessen droht der Verein seine Identität zu verlieren. Der Erfolg bleibt aus. Während die alte Führung stets agierte – mutig auch im Erfolgsfall Trainer freistellte – reagiert die neue nur. Als Folge hat selbst der unerschütterliche Optimist Streller zuletzt etwas zurückgerudert.

ARCHIVBILD ZUR MELDUNG, DASS DER FC BASEL SICH VON TRAINER WICKY TRENNT --- FCB-Cheftrainer Raphael Wicky, Sportdirektor Marco Streller und Praesident Bernhard Burgener, von links, bei der Saisonvorschau-Medienkonferenz des FC Basel Stadion St. Jakob in Basel, am Mittwoch, 18. Juli 2018. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Das Bild ist zwei Wochen alt: Mit Trainer Wicky gingen Streller und Burgener in die Saison. Bild: KEYSTONE

Es ist ein Zeichen von Verunsicherung im Verein. Diese überträgt sich auf das Team und schlägt sich in dessen Auftreten nieder. Gegen PAOK Thessaloniki setzte der FCB einen neuen Massstab – nach unten. Die Mannschaft war paralysiert und verlor das zukunftsweisende Spiel. Die Ratlosigkeit spiegelt sich nicht nur in den Taten auf, sondern auch in den Worten neben dem Platz. Captain Marek Suchy war fast sprachlos. Er resümierte lediglich, dass dieser FCB schlecht ist. Und entschuldigte sich bei den Fans. Erklären, warum die Krise da ist, konnte er nicht.

In einer solchen Situation braucht es Führungsspieler, die eine Mannschaft aufrichten können. Die proklamierten Leader jedoch sind mit sich selbst beschäftigt. Sie kämpfen mit Leistungstiefs und dennoch gleichbleibenden, ja sogar erdrückenden Erwartungen. Die Folge ist ein Kollektiv, das versagt. Es zeigt auf dem Platz im Dreitagesrhythmus eindrücklich, dass dieser Verein in seinen Grundfesten erschüttert ist.

Es wartet Arbeit auf Marcel Koller:

Sportlich ist der FCB in einer solch brutalen Krise wie zuletzt zu NLB-Zeiten. Während Köpfe rollen, intern von ausbleibendem Respekt der Führung gesprochen wird, beklagen die Fans, sich verarscht zu fühlen. Es ist eine besorgniserregende Lage, in der sich der FCB befindet. Interims-Trainer Alex Frei nahm am Mittwoch kein Blatt vor den Mund. Man sei zu naiv gewesen bei den Gegentoren. Nur: Man war es nicht nur dort. Selten waren die gesteckten Ziele weiter von der Realität entfernt. Auch, weil das Kader, das noch vor zwei Wochen als breit und stark genug bezeichnet wurde, plötzlich sogar für den Sportchef nicht mehr unantastbar ist.

Dennoch verteidigt Streller sich und das Kader. Der stolze FCB muss sich aktuell laufend rechtfertigen. Das ist Neuland und auch dabei überzeugt er auf keiner Ebene. Sowohl auf dem Platz als auch in der Chefetage ist man immer einen Schritt zu spät. Die Negativspirale dreht sich immer schneller und der FCB kommt dem Tempo nicht nach. Sobald Probleme erkannt sind, haben sich neue, akutere bereits aufgetan. Mit Marcel Kollers Verpflichtung hat man ein Problem gelöst – immerhin. Er muss jetzt für den Befreiungsschlag sorgen. Es kann aber sein, dass dieser – auch wenn die Saison erst gerade begonnen hat – bereits zu spät kommt.

Die Karriere von Marcel Koller

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Video: srf

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Brikne, 20.7.2017
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46
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46Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • salamandre 03.08.2018 18:00
    Highlight Basel war warlich in keiner Krise die letzten 20 Jahre, ein wenig Unsicherheit, aber jetzt ne Krise heraufbeschwören...
    1 3 Melden
  • nikolas 03.08.2018 14:23
    Highlight Ob Koller die richtige Wahl ist, lasse ich z.Z. noch offen. Spiele müssen erst gespielt werden, davor würde ich ihn noch nicht als Heilsbringer benennen.
    Fakt ist, während die Fussballwelt auf junge, hungrige und kollegiale Trainer setzen, wird bei Basel ein Trainer installiert, welcher eher zur alten Garde gehört. Seine Präsents macht mehr den Eindruck nach einem Christian Gross als nach einem Hüter, Magnin, Nagelsmann, Simeone oder Klopp.
    3 7 Melden
  • Jiri Lala 03.08.2018 14:21
    Highlight 20 jährige Krise hahaha lächerlicher FCB Streller Shirstorm überall...
    1 14 Melden
  • Nelson Muntz 03.08.2018 14:12
    Highlight Fast jeder andere Verein würde seine Farben für diesen “Absturz“ opfern... Baselkann locker Meister werden.Fallssie zur Winterpause immernoch nicht besser sind, dann ist es eine Krise.
    9 1 Melden
  • DerRaucher 03.08.2018 13:37
    Highlight Basels „Absturz „ ist das beste was der Super League passieren konnte. Die Liga ist endlich wieder attraktiv und offen. Mal ehrlich, ich denke es werden die letzten Jahre einige Gelegenheitsgucker das Interesse verloren haben. Diese Ära könnte nun Enden. Für wie lange ist aber noch ungewiss.
    19 0 Melden
  • der_senf_istda 03.08.2018 13:11
    Highlight So schlimm ist die Krise jetzt auch wieder nicht.
    Es war ein extremer Wechsel, der letztes Jahr vollzogen wurde, da sind Probleme nicht weiter überraschend.
    Der Verein hat immer noch den Rückhalt einer ganzen Region und schwimmt im Geld.
    "Krisen" sehen anders aus...
    9 3 Melden
    • Habedi 03.08.2018 13:30
      Highlight Naja der FCB hatte nun mal seit 20 Jahren keine ernste Krise mehr. Der Titel ist aber schon etwas reisserisch ;)
      8 0 Melden
  • Jiri Lala 03.08.2018 12:47
    Highlight Alles so unendlich dramatisieren... ein echter Shitstorm! Basel ist einfach einmal nicht Meister geworden und hatte einen schlechten Saisonstart..
    8 11 Melden
  • Tarek 03.08.2018 11:47
    Highlight Für mich als YB-Fan erinnert dies an die 'Phase 3' bei YB vor etwa 6-7 Jahren. Man holte Spieler wie Silberbauer für teures Geld, welche enttäuschten. Das selbe geschieht aktuell bei Basel mit Stocker und Co. Erst durch die konsequente Arbeit von Bickel und nun von Spycher hat YB auf die Erfolgsspur gefunden. Basel wird sich auch erholen und wohl bereits in diesem Jahr zum Titelanwärter werden, davon bin ich überzeugt. Für die Fussballschweiz ist es auf jeden Fall sehr spannend. Neben Basel und YB ist auch Zürich auf dem Vormarsch, was eine interessante Saison verspricht.
    41 4 Melden
    • welefant 03.08.2018 13:27
      Highlight naja also basel jetzt so mit dem yb zu vergleichen ist auch witzig.. oder lass uns mal die letzten 8 jahre betrachten...
      5 18 Melden
    • Tarek 03.08.2018 13:56
      Highlight Die aktuelle Situation in Basel ist durchaus vergleichbar mit jener bei YB vor einigen Jahren. Da spielen die vergangenen Jahre keine Rolle. Aber so gesehen ist es bei Basel ein noch viel tieferer Fall.. somit einverstanden - man sollte die beiden nicht vergleichen.
      13 1 Melden
  • Sheldon 03.08.2018 11:07
    Highlight Bei allem Lob für Heussler/Heitz für ihre top-Führung, die Übergabe haben sie mitzuverantworten. Hätten erkennen sollen, das das nicht gut kommen kann.
    31 7 Melden
    • Amboss 03.08.2018 11:31
      Highlight Das sehe ich ähnlich.
      Und vor allem ist es schwach, dass sein Rücktritt just in dem Moment war, als man die quasi sichere Champions League nicht mehr hat, also als das "Geschäftsmodell" des FCB über den Haufen geworfen wurde.
      Denn genau die sichere CL war das Rückgrat der Erfolge der letzten Jahre. Mit der CL hatte man immer genug Geld und, viel wichtiger, konnte Spieler holen, die eigentlich zu gut sind, um in der Schweiz zu spielen.

      Dass Heusler diesen Übergang in die "Post-Champions League"-Zeit nicht selber durchführt oder zumindest begleitet, kann man ihm schon kritisch vorwerfen...
      23 14 Melden
    • andre63 03.08.2018 11:45
      Highlight die haben erkannt dass das schiff am sinken ist und haben ebedieses wie die ratten verlassen...
      9 7 Melden
    • Hashtag 03.08.2018 12:24
      Highlight Amboss, Basel ist dank ihrem guten Koeffizient eigentlich immer gesetzt und hätte zum Beispiel in den CL-Playoffs gute Chancen..natürlich in der Form vor zwei Jahren und nicht jetzt. Nur dieses keine CL mehr Argument zieht doch nicht. Die neue Führung hatte es genau so in der Hand Meister zu werden und über die Playoffs in die CL einzuziehen.
      2 4 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Triumvir 03.08.2018 10:52
    Highlight Koller wird es richten, spätestens nächste Saison. Trotzdem müssen Burgener und Streller so schnell wie nur irgend möglich weg. Punkt.
    15 9 Melden
    • Sheldon 03.08.2018 15:57
      Highlight Wer bittesehr soll Burgener entlassen? Er ist ja faktisch der Besitzer.
      3 1 Melden
  • Linus Luchs 03.08.2018 10:47
    Highlight Man kann darüber diskutieren, was es ist, wenn jemand "Format" hat. Jedenfalls hatte René C. Jäggi Format, der den FCB in die neue Erfolgsära führte. Bernhard Heusler hat auch Format. Und Bernhard Burgener hat keines. Da kann er noch hundert Mal mit seinen Marken angeben, es wirkt immer so, dass er sich dahinter versteckt. Aber man hört und sieht bei ihm viel Unsicherheit. So kann er keine Führungsrolle ausfüllen.

    Bei Marco Streller stellt sich die Frage, ob er seine Emotionalität reduzieren und die kühle Analyse entwickeln kann. Er sollte sich ein Jahr lang von Georg Heitz coachen lassen.
    24 4 Melden
    • welefant 03.08.2018 13:31
      Highlight naja, burgener als einen solchen saftsack hinzustellen, ist auch sehr gewagt... weiss ja nicht welche führungsrolle du ausübst, aber von nix kommt nix. wenn burgener eine solche pfeiffe ist, hätte er vieles nicht erreicht..
      2 4 Melden
    • Linus Luchs 03.08.2018 13:59
      Highlight welefant, ich schreibe nicht, Burgener sei eine Pfeife. Er scheint ein sehr begabter Geschäftsmann zu sein. Das geht auch ohne rhetorisches Talent und ohne Charisma. Seine Erfolge mache ich ihm nicht streitig. Aber als FCB-Präsident braucht es mehr als Geld, um die Aktion zu kaufen. Es braucht eine klare und einigermassen kompetente Vorstellung, wohin die Reise gehen soll. Und die anderen müssen spüren, wer der Kapitän ist. Aber Burgener sitzt beim FCB im falschen Film. Fussballclubführung ist nicht seine Welt. Entsprechend verliess er sich von Anfang an auf Streller und die anderen Anfänger.
      7 1 Melden
  • el-pollo-diablo 03.08.2018 10:45
    Highlight Es gehört als mehr zum Sportchef-sein als ein gut sitzender Anzug und früher mal als Profi gespielt zu haben.
    21 8 Melden
    • Triumvir 03.08.2018 10:59
      Highlight Korrekt. Vereins– und Sportchefs müssen genügend Hirnschmalz und Weitsicht verfügen. Genau das haben aber Ex–Fussballer und Business–Men nur in den seltensten Fällen...
      19 1 Melden
  • birkir einsteinson 03.08.2018 10:07
    Highlight Der FCSG ist übrigens schon in der ersten Europa League Quali hängen geblieben. Nur scheint dieses Übel bei den Medien niemanden zu interessieren. Schnell noch ein Bash- Beitrag über den FCB schreiben. Lasst die jetzt mal in Ruhe arbeiten. Wenn wir in 2 Jahren keine Titel mehr holen, kann sich dann die Restschweiz noch genug über solche Titel amüsieren.
    27 66 Melden
    • welefant 03.08.2018 13:31
      Highlight oder in 30 jahren wie bei ybybybyb
      2 2 Melden
    • birkir einsteinson 03.08.2018 14:40
      Highlight Ja könnte durchaus passieren... Irgendwann musste diese Meisterserie enden. Dieses Jahr wird im schweizer Fussball sehr spannend und wegweisend sein. Die anderen Clubs täten jedoch gut daran sich auf sich selber zu konzentrieren. Sonst wird sich Basel wieder fangen oder YB kann sich oben so etablieren und startet selber eine Meisterserie.
      1 0 Melden
  • Dynamischer-Muzzi 03.08.2018 10:07
    Highlight Naja, diese "Krise" ist aber hausgemacht. Der FCB wollte sich verändern und einen neuen Weg gehen, dass funktioniert nun nicht ohne Nebengeräusche. Jedes Kind fällt unweigerlich paar mal hin wenn es laufen lernt, dass muss auch "der neue FCB" nun spüren.
    Und ich bin nun wahrlich kein Freund des FCB, aber auch sie werden wieder in die Spur kommen, dass ist ganz sicher. Ein Schritt in die richtige Richtung könnte schon mit der Verpflichtung von Koller gemacht sein.
    Ja und auch die Fans des FCB müssen mal in sich gehen, denn keine Veränderung verläuft ohne Probleme!
    31 4 Melden
  • Hans der Dampfer 03.08.2018 09:57
    Highlight Ich bin froh das die düstere CH Fussball Zukunft nicht eingetreten ist. Vor etwa 2 Jahren machte der Kulturplatz dazu einen Beitrag. Es ging darum das Fussball immer unpopulärer wird weil Basel alles und immer gewinnt - zumindest in der CH. Jede Ära geht einmal zu Ende.
    72 10 Melden
    • sapperlord 03.08.2018 10:52
      Highlight Das gefällt mir!
      10 6 Melden
    • welefant 03.08.2018 13:26
      Highlight und nun ist der fussball populärer und jeder club hat massiv mehr zuschauet?
      3 2 Melden
  • Fanta Diallo 03.08.2018 09:30
    Highlight Dem FCB läufts im Moment nicht. Überspitzte Journis können das Krise nennen. Aber diese "Krise" ist selbstgemacht. Der FCB musste etwas neues probieren - dazu brauchte es keinen grossen Mut - in einer Gurkenliga, mit der nachhaltigen Substanz des FCB. Darum kann sich der FCB auch erlauben dass ein Experiment missglückt. Aber dass jetzt der FCB aus der Bahn und um 20 Jahre zurückgeworfen wird und seine Leader position in Zukunft verliert, das sind feuchte und naive Träume aller jetzigen und etwaigen Interim-Meister und Journis die jetzt ein bisschen auf Panik machen.
    38 42 Melden
  • Eifach öpis 03.08.2018 09:09
    Highlight Marcel Koller wird dem Verein gut tun. Er wird seine Truppe im Griff haben und Marco Streller somit auch entlasten. Ich traue Herrn Streller noch immer zu ein guter Sportchef zu werden, denn er hat Charakter, Ehrgeiz, Anstand und ist ein überlegter und intelligenter Mensch. Er muss sich jedoch um seine Arbeit kümmern können und dabei nicht noch einen Trainerneuling Betreuen.
    Herr Spycher hat auch einen erfahrenen Coach gebraucht um Erfolg haben zu können.
    105 44 Melden
    • Apfel Birne 03.08.2018 11:53
      Highlight „Herr Spycher hat auch einen erfahrenen Coach gebraucht um Erfolg haben zu können„ Wie wollen Sie wissen, ob Ch. Spycher einen erfahrenen Trainer gebraucht hat um Erfolg zu haben...? Es war ja bis da der einzige Trainer der unter Spycher gearbeitet hat..!
      6 7 Melden
    • Eifach öpis 03.08.2018 12:14
      Highlight Herr Spycher macht seine Sache hervorragend. Da kann es auch keine zwei Meinungen geben. Aber auch er hat den Schritt vom Spieler direkt zum Sportchef gemacht und da bekanntlich keine Meister vom Himmel fallen, wird auch er gewisse Anfangsschwierigkeiten gehabt haben. Ein gestandener Trainer hilft da gewaltig. Ich will Herrn Spycher nichts unterstellen, aber ich gehe davon aus, dass er mit Wicky als Trainer auch mehr Probleme gehabt hätte.
      2 6 Melden
    • Brothamster 03.08.2018 13:01
      Highlight @Eifach öpis: Kleine Anmerkung, Herr Spycher war zuvor seit seinem Rücktritt 2014 als Talentmanager im Verein tätig, was ihm vermutlich beim Eingewöhnen half.
      6 0 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bruno Wüthrich 03.08.2018 09:00
    Highlight Der FCB kann bereits jetzt nur noch auf Schadensbegrenzung machen, denn Schaden ist bereits angerichtet. Marco Streller scheint den Beweis zu liefern, dass einer, der auf dem Platz ein Leader war, deswegen noch lange nicht einen Klub führen kann. Offensichtlich hat man in Basel zu sehr auf eine Wunschvorstellung als auf eine Strategie gesetzt. Es ist ein schöner Wunsch, vermehrt auf eigene Spieler setzen zu wollen. Hat man damit Erfolg, ist alles gut, - wäre sogar besser als zuvor. Doch der Erfolg ist dem Anhang wichtiger als der Einsatz von Eigengewächs. Vor allem im erfolgsverwöhnten Basel.
    76 23 Melden
    • Laborchef Dr. Klenk 03.08.2018 11:30
      Highlight Schön, dass Sie wissen, was dem Anhang wichtiger ist. Ich für meinen Teil muss sagen, dass die Basler Fans gerade am besagten Tiefpunkt gegen Paok genial reagiert haben. Wo vor zwei Jahren nach Unentschieden oder Niederlagen in der CL noch Pfiffe gegen die eigene Mannschaft zu hören waren, wurde nun auch in der Schlussphase jede gelungene Aktion beklatscht. Die Mannschaft wurde nicht aus dem Stadion gepfiffen, es wurde für den Einsatz applaudiert. Ich bevorzuge ein solches Verhalten, denn es ist viel ehrlicher. Und wenn nur noch 14'000 Fans kommen, dafür die Richtigen... Umso besser!
      10 4 Melden
    • Luca Brasi 03.08.2018 11:49
      Highlight Die "Eigengewächse" holt Herr Streller aus Frankreich oder wildert beim GC-Campus. Bevorzugt sind da Spieler der Spielervermittler-Zwillingsbrüder Degen.
      Den eigenen Nachwuchs schiebt man nach St. Gallen ab.
      16 2 Melden
    • Bruno Wüthrich 03.08.2018 14:19
      Highlight @ Laborchef: Wenn nur noch 14'000 Zuschauer kommen (aber dafür die richtigen), dann haben diese wohl für die nächsten Jahre das letzte Mal CL gesehen.
      Basel muss jetzt aufpassen, dass nicht YB die Rolle als Liga-Krösus übernimmt. Derzeit ist diese Gefahr noch überschaubar, weil a) ein Titel allein noch nicht genügt, um sich nachhaltig in Europa anzumelden, b) Basel derzeit noch genügend finanzielle Substanz hat, um Gegensteuer zu geben und c) YB international bisher immer versagte. Aber eben: YB hat kürzlich erstmals seit über 30 Jahren nicht versagt, als es darum ging, den Titel zu holen.
      5 0 Melden

Darum bleibt der FC Basel der grösste Schweizer Klub

Als Nicht-Basler kann man den FC Basel nur beneiden. Nach dem 1:7 gegen YB liegt der Verdacht zwar nahe, der Satz könnte mit Zynismus oder Sarkasmus gewürzt sein. Ist er aber nicht. Denn selbst ein 1:7, selbst eine Saison ohne Europacup und Meistertitel zwingt diesen Klub nicht in die Knie.

Gewiss, der Marktwert einzelner Spieler wird zusammensacken wie ein abgekühltes Soufflé. Die Transfererlöse werden einbrechen. Wahrscheinlich wird im Verlauf der Saison weiteres Personal ausgetauscht. …

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