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epa07532479 Dortmund's head coach Lucien Favre reacts during the German Bundesliga soccer match between Borussia Dortmund and FC Schalke 04 in Dortmund, Germany, 27 April 2019.  EPA/FRIEDEMANN VOGEL CONDITIONS - ATTENTION: The DFL regulations prohibit any use of photographs as image sequences and/or quasi-video.

Lucien Favre musste mit ansehen, wie sein Dortmund noch von Bayern eingeholt wurde. Bild: EPA/EPA

Analyse

Lucien Favres Elfenbeinturm und 4 weitere Gründe, weshalb Dortmund nicht Meister wird

Borussia Dortmund hat den Meistertitel trotz 9 Punkten Vorsprung verspielt – das 2:2 gegen Bremen war wohl der entscheidende Ausrutscher zu viel. Der BVB scheiterte in der Rückrunde an Unvermögen, einem gnadenlosen Konkurrenten und etwas taktischer Sturheit. Eine Analyse.



Bayern München wird 2019 Deutscher Meister. Das ist nach dem Sieg gegen Hannover vom Wochenende und dem gleichzeitigen Remis von Dortmund gegen Bremen so gut wie sicher. Der FCB braucht aus den letzten beiden Spielen in Leipzig und gegen Frankfurt noch einen Sieg oder zwei Unentschieden.

Bild

tabelle: srf

Dass Dortmund zwei Spieltage vor Schluss überhaupt noch um die Meisterschaft spielt, hätte zu Beginn der Saison kaum jemand gedacht. Nach der schwachen letzten Saison mit Peter Bosz und Peter Stöger (Platz 4 mit 55 Punkten) hat Lucien Favre die Mannschaft stabilisiert und wieder zu einem ernsthaften Herausforderer der Bayern geformt. 9 Punkte lag Dortmund zwischenzeitlich vor dem Rekordmeister – und begann zu träumen.

Doch die Träume vom 9. Meistertitel zerbrachen Stück für Stück – 5 Gründe, weshalb.

Die Mentalitätsspieler auf der Suche nach der Mentalität

Am 9. Februar begann etwas zu zerbrechen. Dortmund führte gegen Hoffenheim nach 75 Minuten mit 3:0 – musste noch drei Gegentore hinnehmen und spielte schliesslich nur 3:3. Der Vorsprung auf Bayern schmolz auf 5 Punkte. Der BVB trägt Schaden davon – es folgt ein mageres 0:0 gegen Nürnberg, zwei Wochen später eine unnötige 1:2-Niederlage in Augsburg.

Die im Sommer verpflichteten und in der Hinrunde hochgelobten «Mentalitätsspieler» Axel Witsel (30) und Thomas Delaney (27) konnten dem Team nicht (mehr) den Halt geben, den es brauchte. Im Spitzenspiel gegen Bayern liess man sich gleich 0:5 abschlachten und muss die Tabellenführung abgeben, im Revierderby gegen Schalke gab es letzte Woche eine 2:4-Klatsche.

epa07489129 Dortmund's Thomas Delaney, Dortmund's Axel Witsel and Dortmund's Jadon Sancho react  during the German Bundesliga soccer match between FC Bayern Munich and Borussia Dortmund in Munich, Germany, 06 April 2019.  EPA/RONALD WITTEK CONDITIONS - ATTENTION: The DFL regulations prohibit any use of photographs as image sequences and/or quasi-video.

Thomas Delaney und Axel Witsel konnten das Team nicht immer zusammenhalten. Bild: EPA/EPA

Dortmund, so hatte man oft das Gefühl, fehlte in wichtigen Momenten die Mentalität – wie am Wochenende beim 2:2 gegen Bremen. Der BVB gab einmal mehr in dieser Saison in einem Spiel Punkte ab, in dem er niemals Punkte abgeben durfte. Einmal mehr offenbarte der BVB grosse Probleme, eine komfortable Führung nach Hause zu bringen.

«Unser Leistungsniveau geht von sehr gut bis schlecht. Ich kann das nicht erklären, warum uns kleine Dinge so aus der Ruhe bringen.»

Thomas Delaney

Oft reicht ein harter Schiedsrichterentscheid, ein unglückliches Gegentor oder ein Patzer, um die ganze Mannschaft ins Wackeln zu bringen. Hier fehlte in der Rückrunde die moralische Stabilität. Delaney und Witsel wurden einerseits wegen physischen Aspekten geholt, aber auch als Spieler, die dagegenhalten, wenn es nicht läuft – wenn das Team Führungsstärke braucht. Diesen Part konnten beide Spieler in der Rückrunde kaum noch erfüllen.

Die fehlbaren jungen Wilden

Gegen Bremen geht die Niederlage auf die Kappe von zwei Schweizern. Roman Bürki patzte beim 1:2, Manuel Akanji beim 2:2. Beide Fehler dürfen so natürlich nicht passieren. Nicht, wenn du die Ambition hast, Meister zu werden.

Zumindest beim 23-jährigen Manuel Akanji, der wegen der Rotsperre gegen Marco Reus als Captain auflief, darf man mangelnde Erfahrung geltend nehmen. Der Nati-Spieler, der als Aussenverteidiger ran musste, versuchte einen Ball abzulaufen, Ludwig Augustinsson brachte den Fuss ran, Claudio Pizarro reagierte schneller als Abdou Diallo und traf zum Ausgleich.

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Pizarro trifft nach dem Akanji-Bock zum 2:2. Video: streamable

Zusammen mit Julian Weigl (23), Abdou Diallo (23) und Raphael Guerreiro (25) bildete der Schweizer eine junge Abwehr. Eine Abwehr, die lange überzeugte, am Ende aber doch wackelte und irgendwann einbrach. Rechnet man Ende Saison all die individuellen Fehler zusammen, welche Dortmund gemacht hat, es sind wohl genau die Punkte, welche zu den Bayern fehlen.

«Wir sollten nicht so müde sein in den Beinen und im Kopf.»

Christian Pulisic

Neben dem jungen Durchschnittsalter hat Dortmund vor allem auch einen Mangel an Erfahrung, was den Palmarès angeht. Während für die Bayern-Spieler Titelgewinne eine Selbstverständlichkeit sind, wäre es für die meisten Dortmund-Spieler ein Novum. Sie wissen (noch) nicht, wie man Titel holt.

Die Zerbrechlichkeit des Marco Reus

Mit ein Grund für die starke Dortmund-Hinserie war Marco Reus. Der Captain erhielt von Lucien Favre alle Freiheiten, dankte diese mit 11 Toren und 7 Assists – und das Wichtigste: Er blieb für einmal unverletzt, machte in der Hinrunde sämtliche Partien. Marco Reus ist der einzige Spieler im Kader, der in Topform die absolute Weltklasse erreicht. Eine Identifikationsfigur für Mannschaft, Fans, den ganzen Verein.

epa07532335 Dortmund's Marco Reus (C) is sent off by referee Felix Zwayer (L) during the German Bundesliga soccer match between Borussia Dortmund and FC Schalke 04 in Dortmund, Germany, 27 April 2019.  EPA/DAVID HECKER CONDITIONS - ATTENTION: The DFL regulations prohibit any use of photographs as image sequences and/or quasi-video.

Marco Reus sieht im Revierderby die rote Karte. Bild: EPA/EPA

Teile der Wintervorbereitung und den Rückrundenstart verpasste Reus wegen einer Bänderdehnung – wenig später fiel der deutsche Nationalspieler mit einem Muskelfaserriss im Adduktorenbereich erneut aus. Von 15 Rückrundenpartien war Reus nur 9 Mal dabei und wirkte nicht immer zu 100 Prozent fit. In der Rückrunde kommt er immerhin noch auf 5 Tore und 3 Vorlagen. Das ist kein schlechter Wert – doch Dortmund hätte einen gesunden Reus in Topform gebraucht. Der Tiefpunkt des sonst so vorbildlichen Captains folgte durch ein überhartes Foul gegen Schalke, welches mit der roten Karte bestraft wurde. Reus fehlte gegen Bremen und wird auch das Heimspiel gegen Düsseldorf verpassen.

Favres taktischer Elfenbeinturm

Die Dortmunder Version 2018/19 ist ein fragiles Gebilde. Und ganz oben im taktischen Elfenbeinturm sitzt Lucien Favre. Der Schweizer ist ein Perfektionist, der eine Spielidee hat und genau weiss, wie er diese umsetzen möchte. Er ist ein Typ wie Pep Guardiola, der dem Gegner seine Spielweise aufzwingen will. Lucien Favre ist überzeugt von seinem System. Einige bezeichnen es als detailversessen, andere als stur, wie sehr Favre teilweise auf seinen Ideen beharrt.

Nach der 2:0-Pausenführung gegen Bremen stellte Favre um, opferte das hohe Pressing einer viel passiveren Ausrichtung. Das funktionierte gut, Dortmund verpasste mit seinem schnellen Umschaltspiel das 3:0 mehrmals knapp. Als Bremen-Trainer Florian Kohfeldt nach einer Stunde Claudio Pizarro und Kevin Möhwald brachte, verpasste es Favre, zu reagieren. Bei Werder agierte Linksverteidiger Augustinsson so offensiv, dass die Verteidigung praktisch zu einer Dreierkette wurde. Während Bremen die rechte Seite überlud, gab es Platz auf links. Beide Tore fielen nach Spielverlagerungen in eben diesen offenen Raum auf Augustinsson.

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Das 1:2 durch Möhwald. Video: streamable

Natürlich profitierte Werder von den BVB-Fehlern, dennoch ging der Matchplan von Kohfeldt voll auf, während sich Favre fragen musste, wie das Spiel nochmals spannend werden konnte.

Dass Favre bisweilen etwas stur sein kann, beweist die chronische Standard-Schwäche seines BVB. In der Rückrunde kassierte Dortmund acht Gegentore – doch Favre bleibt dabei, nur raumorientiert und nicht mannorientiert zu verteidigen.

«Wir Spieler haben immer wieder Argumente gebracht, um vielleicht etwas zu ändern. Da haben wir auch den Trainer miteinbezogen. Aber irgendwann gehen uns die Argumente aus.»

Roman Bürki

In Deutschland hat Favre sowieso einen schweren Stand, ihm wird unterstellt, dass ihm das Sieger-Gen fehle. Als er nach der Niederlage gegen Schalke die Meisterschaft abschrieb, wurde er in den deutschen Medien hart kritisiert. Ein Kolumnist der «Bild»-Zeitung forderte sogar seine Entlassung.

Die Titelhamster aus München

Schnell wird vergessen, wie gut die Dortmund-Saison trotz dem Einbruch in der Rückrunde war. 70 Punkte aus 32 Spielen, das ist ein Schnitt von 2,19 Punkten. Zum Vergleich, in Klopps umjubelter erster Meistersaison 2011 holte Dortmund 75 Punkte – in dieser Saison liegen noch 76 drin.

epa07546920 Players of Bayern Munich celebrate a goal  during the German Bundesliga soccer match between Bayern Munich and Hannover 96 in Munich, Germany, 04 May 2019.  EPA/LUKAS BARTH-TUTTAS CONDITIONS - ATTENTION:  The DFL regulations prohibit any use of photographs as image sequences and/or quasi-video.

Die Bayern sind noch zu stark für Dortmund. Bild: EPA/EPA

Doch die Bayern zeigen eine überragende Rückrunde und haben 37 von 45 möglichen Punkten geholt. Dortmund wird unter anderem nicht Meister, weil Bayern einmal mehr eine starke Saison zeigt. In der nächsten Spielzeit werden es die Dortmunder wieder versuchen. Mit einem Lucien Favre, der den Sprung vom sehr guten zum grossartigen Trainer machen kann.

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    Alle Leser-Kommentare
  • CuJo 07.05.2019 12:08
    Highlight Highlight Ich kann grundsätzlich nicht verstehen, WIESO man Favre so stark kritisiert. Er hat die Mannschaft innert kürzester Zeit zu einem Spitzenteam geformt. Der einzige Fehler, den ich ihm wirklich vorwerfe, ist seine Aufstellung beim Spitzenspiel in München. Das Problem des Teams ist, dass es zu jung ist und auf den entscheidenden Positionen noch zu wenig breit aufgestellt ist. In der Abwehr fehlt links ein guter AV bzw. rechts ein guter Ersatz für Pisczek. Vorne fehlt ein kopfballstarker Stürmer als Alternative zu Paco.
    Völlig vernachlässigt hat der Autor übrigens die Anfälligkeit bei Standards.
  • Barracuda 07.05.2019 02:23
    Highlight Highlight Die Abwehr ist das grösste Manko. Alles andere ist Wichtigtuerei. Fehlendes Siegergen? Das sowie die statistischen Spielereien sind für die Tonne, Zappella!
  • yeahmann 06.05.2019 23:24
    Highlight Highlight Chillts mal! Noch ist nichts entschieden!
  • SillySalmon 06.05.2019 23:10
    Highlight Highlight Nächste Saison wird es leider wahrscheinlich für den BVB noch schwieriger sein Meister zu werden. Da der Herr Hoeness, wie von ihm angetönt, grosse Geschütze auf dem Transfermarkt auffahren wird.
    • CuJo 07.05.2019 12:12
      Highlight Highlight Wir werden sehen. Wenn wir Sancho halten und uns auf den wichtigen Positionen (linker Aussenverteidiger, Alternativspieler für Reus und kopfballstarker Mittelstürmer als Backup zu Paco) punktuell verstärken können, haben wir im nächsten Jahr wieder gute Chancen auf einen Titel. Pulisic scheint mit Hazard bereits ersetzt zu sein.
  • Don Alejandro 06.05.2019 21:33
    Highlight Highlight Cupout, frühes CL-out und auf der Zielgraden von den Bayern abgefangen. Das tut weh. Aber man muss auch sehen, dass Favre sehr vieles gut gemacht hat. Schlussendlich eine gute Saison. Der BVB hat Spannung reingebracht und im Windschatten sind einige andere Clubs gut gereift, bspw. Leipzig und auch die Eintracht im Uefa-Cup. Ball flachhalten, hoffentlichbwird nächste Saison genauso spannend.
  • Marco Singer 06.05.2019 20:27
    Highlight Highlight Vor nicht allzu langer Vergangenheit wurde der neue BVB gefeiert und der Trainer als Heilsbringer verklärt. Wir durften lesen: „5 Gründe warum der BVB unter Favre Meister wird!“ Ich habe damals gesprochen: Saison besteht aus hin und Rückrunde, man mit Hurrafussball nicht Meister wird. Verhöhnt und verlacht von meinen Expertenfreunden wurde ich. Auch gesagt habe ich, Favre hier ein Strohfeuer abfackelt. Häme und Spott . Ich sprach also, Kovač bei weitem der bessere Trainer ist. Kopfschütteln und Unverständnis geerntet habe ich.

    Recht ich hatte und es wunderschön fühlt sich an.

    Mia san mia!
    • fandustic 07.05.2019 09:08
      Highlight Highlight Nicht ganz....Kovac ist nicht der bessere Trainer, er hat einfach den besseren Kader;)
    • CuJo 07.05.2019 12:15
      Highlight Highlight Jaja und der Bayernfan bei mir in der Bude hat mir bei 7 Punkte Rückstand bereits zum Titel gratulieren wollen. Habe dann gesagt es sei noch nichts entschieden, er soll doch bitte bis Ostern warten.
      ......und nur weil Bayern jetzt vorne ist heisst das ja definitiv nicht, dass Kovac deshalb der bessere Coach ist.
  • DerRaucher 06.05.2019 19:27
    Highlight Highlight Favre hat ein unglaublich hohes ansehen in der Schweiz, aber das muss jetz doch mal raus. Ich nenne die erste Saisonhälfte den Favre Effekt. Er bringt einem Team die ersten Monate extrem viel. Alle Teams die er gecoacht hat erlebten anfangs einen Aufschwung. Danach zeichnete sich überall das selbe Bild ab ob in Gladbach oder Nizza, man verschwand im Mittelmaß. Favre mag kein schlechter Trainer sein, aber für die das ganz große Ding fehlt ihm einfach das kleine bisschen. Titel hat er auch lediglich in der Schweiz geholt, wo er seit mittlerweile 14 Jahren nicht mehr ist.
  • MoistVonLipwig 06.05.2019 17:07
    Highlight Highlight Der BVB stellt eine junge Mannschaft, holt einen Trainer um diese jungen zu formen und mit dem Ziel in 2-3 Jahren den Titel zu holen. Kommunizieren dies auch sehr klar zu Beginn der Saison.
    Erstaunlicherweise spielen sie bereits in der ersten Saison um den Titel mit und verpassen dies unter anderem auch aufgrund des jungen, unerfahrenen Kaders und nun machen alle grosse Augen und suche Fehler?
    • MoistVonLipwig 06.05.2019 17:36
      Highlight Highlight Vom letzten August:

      Auf die Frage, ob die Champions-League Qualifikation das Saisonziel von Borussia Dortmund sei oder ob der BVB sich sogar als Bayern-Jäger sieht, antwortet Sportdirektor Michael Zorc mit deutlichen Worten und nennt ein anderes übergeordnetes Saisonziel der Schwarzgelben: „Den Begriff des Bayern-Jägers benutzen wir nicht, weil wir uns nicht über die Beziehung zum FC Bayern definieren.“
      Zorc weiter: „Wir wollen aus unseren Möglichkeiten das meiste herausholen. Wir haben einen Neustart ausgerufen. Das bedarf dann auch erstmal einer Portion Geduld und Zeit."
  • Buyer's Remorse 06.05.2019 16:54
    Highlight Highlight Die jungen BVB-Spieler werden schon noch lernen Titel zu gewinnen, wenn sie in zwei Jahren bei den Bayer spielen...
  • Zugriff 06.05.2019 15:16
    Highlight Highlight Was mich halt es bitzeli stört:

    2. Halbjahr 2018, alle so: Favre ist ein Wundertrainer, einer der besten der Welt. Super-Taktik, kann mit den Spielern umgehen. Wenn Dortmund Meister wird, dann dank ihm.

    1. Halbjahr 2019 alle so: Favre ist ein Sonderling, ein Gränni, irgendwas mit taktischem Elfenbeinturm. Spieler kritisieren ihn. Wenn Dortmund nicht Meister wird, dann wegen ihm.

    Fakten:
    BVB 2013: 25 P. hinter Bayern
    BVB 2014: 19 P. hinter Bayern
    BVB 2015: 33 P. hinter Bayern
    BVB 2016: 10 P. hinter Bayern
    BVB 2017: 18 P. hinter Bayern
    BVB 2018: 29 P. hinter Bayern
    Derzeit sind es 4 P.
    • greeZH 06.05.2019 16:02
      Highlight Highlight 2016 erreichten sie jedoch 78 Punkte unter Tuchel und ich behaupte noch ein paar mehr hätten Guardiolas Bayern Schwächen gezeigt.
    • Cosmopolitikus 06.05.2019 18:36
      Highlight Highlight Genau, leider sehen das in good old Germany nicht alle so nüchtern und pragmatisch...
    • mukeleven 06.05.2019 22:04
      Highlight Highlight @zugriff: chefanalyst! schön aufgelegt, merci fuer fakten.
  • demian 06.05.2019 14:33
    Highlight Highlight Man darf auch nicht vergessen, dass Bayern den Titelkampf erst spannend gemacht hat mit vielen Punktverlusten gegen deutlich schwächere Teams.

    Aber man sollte die starke Saison nicht schlecht reden. Favre hat mehr als das Maximum aus der Mannschaft rausgeholt.

    Spannend wird es nächste Saison wenn Leipzig mit Nagelsmann vorne mitmischt.
    • Oberon 06.05.2019 17:34
      Highlight Highlight Ja sehe auch so, nur ist es halt nicht einfach wenn man die Möglichkeit des Meistertitels vor den Augen hat und durch einige schlechte Entscheidungen oder Ereignisse diese verliert.

      Aber grundsätzlich eine gute Saison für den BVB, die nächste wird man jedoch um einiges härter bewerten müssen. Trotzdem finde ich Favre einen sehr guten Trainer der auch zu BVB passt.
    • CuJo 07.05.2019 12:09
      Highlight Highlight Ach der Nagelsmann, völlig überschätzt der Mann.
  • fandustic 06.05.2019 14:20
    Highlight Highlight Die Abwehr war der Schwachpunkt, da geschätzt mit 20 verschiedenen Variationen gespielt werden musste (aufgrund Verletzungen). Hinten rechts verteidigten Piszczek, Hakimi, Wolf, Pulisic und Akanji in dieser Saison. In der IV Diallo, Zagadou, Akanji, Toprak und Weigl. Hinten links Schmelzer, Hakimi und Diallo. Einspielen kann man sich so unmöglich. Dazu sehe ich bei den Standarts die manglende Körpergrösse als grössten Nachteil. Ausser Zagadou ist kein Spieler annähernd 190cm oder grösser. Die Mär von nur im Raum verteidigen stimmt nicht, dies hat Favre mehrmals erklärt.
  • Ziasper 06.05.2019 14:15
    Highlight Highlight Man muss ehrlich anerkennen, dass Dortmunds Kader schlicht und einfach zu schwach ist. Favre hat Dortmund dazu gebracht, dass durchschnittliche Spieler über ihren Möglichkeiten auf hohem Niveau gespielt haben eine Zeit lang. Aber um die Bayern den Titel zu entreissen braucht es definitiv mehr Qualität im Kader. Denn kaum jemand hatte vor Saisonbeginn damit gerechnet, dass Dortmund den Bayern gefährlich werden könnte.
    • Real John Doe 06.05.2019 16:18
      Highlight Highlight Sehe ich auch so. Das Problem ist doch, dass ausser den Bayern niemand in DE für gestandene Profis attraktiv ist. Nur die Bayern bringen einen wie Hernandez dazu in die Buli zu wechseln. Zudem können sie solche Leute dann auch langfristig binden. Dortmund und die anderen sind auf Talente oder Glücksgriffe (und deren Weiterverkauf) angewiesen. Einen Sancho z.B. werden die Dortmunder wenns wirklich gut kommt noch eine Saison halten können. Sie erhalten dann zwar gutes Geld aber in der gleichen Qualität können sie ihn dann nicht ersetzen...
    • CuJo 07.05.2019 12:19
      Highlight Highlight Dann muss Aki Watzke sich halt irgendwann mal hinstellen und signalisieren, dass man nicht länger nur Ausbildungsclub und zweite Wahl in DE sein will. Dann kauft man halt mal einen grossen Namen und signalisiert, unter die Grossen gehören zu wollen. Alles eine Frage der Liquidität...aber zum Glück auch der Vernuft. Die Frage ist was Bayern macht. Die ganz grossen Spieler wollen ja nicht mal mehr zu Bayern. Es stellt sich die Frage, welchen Weg man gehen möchte und den Weg, den sie in England momentan gehen, ist definitiv irgendwann mal zuende. Vielleicht stoppt ja der Brexit diesen Wahnsinn.
  • Ehringer 06.05.2019 14:10
    Highlight Highlight Bei einem Bayern, dass einigermassen konstant spielt, war der Meistertitel für dieses Dortmund nie eine Option, das war schon zu Beginn der Saison so. Favres überragende Leistung diese Saison ist, dass ein solcher Artikel zwei Runden vor Schluss überhaupt geschrieben wird. Er hat das Team an eine Position geführt, die zu Beginn des Jahres undenkbar war.

    Favre ist für mich bereits ein grossartiger Trainer. Ein Meistertrainer jedoch eher weniger. Ich glaube, er ist eher einer, der eine schwächelnden Mannschaft aufbauen und junge Spieler integrieren kann. Meister werden aber nicht.
    • Kunibert der fiese 06.05.2019 18:13
      Highlight Highlight Gut, favre müsste halt auch mal eine mannschaft mit gutem material/spieler haben.
      Nicht dass es in dortmund schlechte spieler hat, aber wäre er trainer bei city, bayern oder real, dann denk ich wird er meister. Mit dem fcz hats ja auch geklappt.
    • Ehringer 06.05.2019 18:39
      Highlight Highlight Das mag sehr wohl sein. Aber ich nehme Favre vor allem als einen Trainer wahr, der eine ziemlich enge taktische Vorstellung hat und nur selten wirklich variiert. Das ist perfekt, um einer krieselnden Mannschaft halt zu geben oder jungen Spieler die nötige Konstan zu bieten, die die fehlende Erfahrung wettmacht, aber ob es für ganz oben reicht, ist die Frage, möglich wäre es sicher.

      Favre ist für mich jedoch einfach der perfekte Trainer um Mannschaften (und Spieler) aufzubauen, ich finde sogar, sein Talent würde bei einer Topmannschaft mit grossen Spielern vergeudet.
  • messanger 06.05.2019 13:56
    Highlight Highlight Die Sache mit den Standardistuationen ist blödsinn. Jedes Team verteidigt mit einer Mischung aus Raum- und Manndeckung. Die Schwäche des BVB entsteht u.a. aus der mangelnden Grösse (nur Zagadou ist sehr gross). Ausserdem haben die Gegner den BVB besser analysiert und sie forcieren diese Probleme stärker.

    Darüber hinaus hat der BVB in der Hinrunde über seinen Verhältnissen gelebt (vgl. z.B. Expected Goals). In der Rückrunde haben sich diese Werte wieder etwas normalisiert.
    • zellweger_fussballgott 06.05.2019 14:15
      Highlight Highlight 100% Word. Mann gegen Mann verteidigt keine Mannschaft. Da hat man gar keine Chance. Favre hat vier Spieler im Raum der Rest ist mannorientiert. Die einzige Frage ist vielleicht, ob die richtigen Spieler gegen den Mann verteidigen oder im Raum verteidigen.
      Übrigens stimmte oft das Timing und Sprungkraft etc. nicht, was Favre selbst sagte. Das wird man sicherlich anschauen.
  • SillySalmon 06.05.2019 13:51
    Highlight Highlight 9 PUNKTE Vorsprung verspielt, dass wurmt mich besonders.

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