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Davos Cheftrainer Arno Del Curto, Mitte, instruiert seine Spieler in einem Time-Out kurz vor Schluss des fuenften Eishockey Playoff-Viertelfinalspiels der National League zwischen dem HC Biel und dem HC Davos, am Dienstag, 20. Maerz 2018, in der Tissot Arena in Biel. (KEYSTONE/Alessandro della Valle)

Findet Arno Del Curto die richtigen Worte, um Davos nochmals zu wecken? Bild: KEYSTONE

Analyse

Diese 7 Dinge muss Davos richtig machen, wenn es die Serie gegen Biel noch wenden will

Nach der Niederlage im fünften Spiel am Dienstag steht Davos in der Viertelfinalserie gegen Biel mit dem Rücken zur Wand. Doch natürlich kann Arno Del Curtos Team nach wie vor noch die Halbfinals noch erreichen.



Spiel 6 heute Abend

Biel führt in der Serie gegen Davos mit 3:2 Siegen und könnte mit einem vierten Erfolg zum ersten Mal seit 1990 wieder in die Playoff-Halbfinals vorstossen. Spiel 6 beginnt heute Abend um 20.15 Uhr (im watson-Liveticker).

«Wenn Davos gegen Biel gewinnen will, muss es entweder 60 Minuten in Überzahl oder gar 60 Minuten in Unterzahl spielen», schoss es mir am Dienstagabend durch den Kopf, als ich das fünfte Spiel in dieser Playoff-Serie verfolgte. Natürlich ist das gar überspitzt formuliert. Aber wenn man sich die Statistik der Special Teams anschaut, fühlt man sich doch bestätigt. 

Die Ausgangslage für Davos ist ziemlich unangenehm, denn Biel war bislang die bessere Mannschaft. Aber mit diesem Sieben-Punkte-Plan haben die Bündner vielleicht noch eine Chance, diese Serie zu drehen:

Individuelle Fehler abstellen

Es zieht sich ein Muster durch die Saison des HC Davos: Die Bündner begehen immer wieder unglaubliche individuelle Fehler, die dem Gegner Torchancen auf dem Silbertablett servieren. Auch am Dienstag schlichen sich solche Unkonzentriertheiten ein: Anton Rödin leistet sich vor dem 0:2 einen katastrophalen Fehlpass und Gilles Senn lässt sich beim 0:3 aus spitzem Winkel in der nahen Ecke erwischen. Will der HCD diese Serie noch gewinnen, muss er diese Fehler dringend abstellen.

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Video: streamable

Aggressiver verteidigen

Der EHC Biel hat das Spiel vom Dienstag über weite Strecken im Griff gehabt, wie die untenstehende Grafik zeigt. Insbesondere bei ausgeglichenem Spielerbestand waren die Seeländer überlegen. 

Das hatte auch damit zu tun, dass der HCD insbesondere im ersten und zweiten Drittel sehr passiv verteidigte. Das Team von Arno Del Curto gab dem Gegner zu viel Freiraum und das rächte sich, wie Rajalas Treffer zum 1:0 zeigt. Dabei sollten die Davoser mittlerweile wissen, dass man den Bieler Stürmern nicht so viel Freiraum geben darf.

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Video: streamable

Specialteams beibehalten

Wenn etwas funktioniert beim HC Davos, dann sind es die Special Teams. Das Powerplay ist in diesen Playoffs absolut überragend. Aktuell verwertet das Team von Arno Del Curto 42,86 Prozent seiner Überzahlgelegenheiten – ein unfassbarer Wert und klare Ligaspitze.

Bild

Bild: watson, infogr.am

Zudem wehren die Davoser 94,44 Prozent aller Unterzahlsituationen schadlos ab – ebenfalls Liga-Bestwert. Am Dienstag gegen Biel überstanden die Bündner vier Minuten doppelte Unterzahl unbeschadet. Tatsächlich hat man fast das Gefühl, dass Davos mit einem Mann weniger besser spielt als bei numerischem Gleichstand.

Toni Rajala

Der Finne hat in mittlerweile fünf Spielen gegen den HCD fünf Tore geschossen und zusätzlich noch zwei Assists gegeben. Man müsste meinen, die Davoser hätten mittlerweile begriffen, wie gefährlich dieser Mann ist. Doch beim 4:1 lassen die Bündner ihn einfach gewähren. Im nächsten Spiel müssen sie den Topskorer dringend in den Griff kriegen.

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Rajala kommt beim 4:1 völlig frei zum Schuss. Video: streamable

Undiszipliniertheiten abstellen

Obwohl das Boxplay gegen Biel hervorragend funktioniert, muss Davos dringend gewisse Undiszipliniertheiten abstellen. Topskorer Anton Rödin holte im dritten Spiel eine unnötige Disziplinarstrafe. In Spiel fünf nahm sich Gregory Sciaroni mit einem dummen Revanchefoul selbst aus dem Spiel – eine Sperre ist wahrscheinlich. Wenn sich die Davoser weiterhin selbst so schwächen, ist der Halbfinal-Traum bald ausgeträumt.

Marc Wieser

Eigentlich liest sich die Playoff-Bilanz von Marc Wieser gar nicht so schlecht. Nach fünf Spielen stehen dem 30-Jährigen zwei Tore und ein Assist zu Buche. Doch es wäre noch deutlich mehr möglich gewesen. Wieser hatte in dieser Serie schon mehrere Grosschancen zu verzeichnen, scheiterte aber immer wieder an Jonas Hiller, sich selbst oder seinem Stock. Will der HCD in den Halbfinal, braucht er wieder einen treffsicheren Marc Wieser.

Leader

Dino Wieser von Davos bejubelt seinen Treffer zum 1-0 Goalie Jonas Hiller von Biel, beim vierten Playoff-Viertelfinalspiel der National League  zwischen dem HC Davos und EHC Biel, am Samstag, 17. Maerz 2018, in der Vaillant Arena in Davos. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Dino Wieser fehlte dem HCD im fünften Viertelfinalspiel. Bild: KEYSTONE

Neben Marc Wieser braucht Davos aber noch weitere Leader. Derzeit müssen Félicien Du Bois und Magnus Nygren ihre Mannschaft im Alleingang tragen. Andres Ambühl ist verletzt, Dino Wieser ebenfalls angeschlagen. Zudem ist Broc Little, Topskorer der Regular Season, völlig ausser Form. Der HCD hofft, dass vielleicht Ambühl, mindestens aber Dino Wieser heute wieder im Einsatz stehen können.

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  • HC Davos41%

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17Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • fluppi 22.03.2018 15:33
    Highlight Highlight Lustigerweise schreibt Eismeister Fähnchen im Wind keinen Beitrag mehr über diese Playoffserie wo er doch vorher so viel zu erzählen und wissen wusste ^^

    Zitat:Tja, wenn der HCD als krasser Aussenseiter die Playoffs mit einem Auswärtssieg in Biel beginnt, dann deutet vieles darauf hin, dass diese Playoff-Messe schon fast gelesen ist. Und meine Prognose einmal mehr falsch war.
  • Dynamischer-Muzzi 22.03.2018 11:33
    Highlight Highlight Hier steht bloss geschrieben, was Davos alles anders/besser machen muss. Vergessen wird dabei aber, dass mit dem EHCB ein Gegner auf dem Eis steht, welche in dieser Saison eine absolute Überraschung ist. Schaut man aber genauer hin, ist es gar nicht so überraschend, dass die Bieler die Quali auf Platz 3 beendeten und nun den Matchpuck fürs Halbfinale auf der Kelle haben. Eine gute Vorbereitung im Sommer, clevere Transfers und mit Törmänen einen Trainer der weiss wie Playoffs gehen sind die Gründe für dieses Bieler Spiel. Druck hat nun Davos, aber keinesfalls Biel.
    Ici c'est Bienne!
    • MARC AUREL 22.03.2018 12:24
      Highlight Highlight Muzzi,klar ist es eine Überraschung... Transfers hin oder her... Törmänen war gar nicht geplant und musste einspringen weil Biel mit Maci auseinander fiel! Dazu die Gegner die schwächeln! Biel wird auch in Zukunft hart für die PO kämpfen müssen..
    • andre63 22.03.2018 12:51
      Highlight Highlight sicher marc.... umso mehr geniessen wir diese saison 😊❤💛
    • Dynamischer-Muzzi 22.03.2018 12:51
      Highlight Highlight Transfers sind sehr wohl wichtig für ein gut funktionierendes Team und mit Stoney als Sportchef ist da genau der richtige Mann auf dem Posten. Ob Biel nächste Saison wieder hart um die PO kämpfen muss, liegt auch an vielen anderen Punkten die im Laufe einer Quali von Bedeutung sind. Die Transfers für die neue Saison sind schon mal sehr vielversprechend.
      Und dennoch ist es nicht nur "dem Schwächeln" der Konkurrenz geschuldet das Biel so gut spielt, sondern der Disziplin und dem strengen einhalten der Vorgaben von Antti sowie des gut funktionierenden Spielsystems.
  • Hayek1902 22.03.2018 10:59
    Highlight Highlight Wow, spitzenwert bei der powerplay effizienz nach einer play off serie... Was nun, ist davos wirklich so gut oder biel einfach ein fribourg 2?
    • Adrian Buergler 22.03.2018 11:02
      Highlight Highlight @Hayek1902: Vermutlich eine Mischung aus beidem. Nygren und Du Bois sind (wieder) Scharfschützen von der blauen Linie und das Boxplay von Biel war schon während der Regular Season nicht gerade berauschend.
    • Goon 22.03.2018 11:08
      Highlight Highlight Davos hat die Special Teams aber auch gezielt trainiert vor den Playoffs.
    • Lümmel 22.03.2018 12:06
      Highlight Highlight @Goon: welches Team nicht?
    Weitere Antworten anzeigen
  • joe 22.03.2018 10:44
    Highlight Highlight Ich träume immer noch vom Final SCB vs. EHCB!
  • ralck 22.03.2018 10:37
    Highlight Highlight Also die Disziplinarstrafe von Rödin (59:59) hatte wohl kaum Einfluss auf das (bereits verlorene) dritte Spiel… :-)
    • Adrian Buergler 22.03.2018 10:44
      Highlight Highlight @riqqo: Das ist so. Dennoch sollte man seine Nerven im Griff haben um auch Sperren (wie jetzt bei Sciaroni) zu vermeiden.
    • ralck 22.03.2018 11:04
      Highlight Highlight Natürlich sollte man. Man weiss aber auch, dass Davos das nicht kann…
      Ich bin eher überrascht, dass Dino oder Enzo noch keine Matchstrafen holten. Bei Sciaroni ist man sich das in den Playoffs ja schon fast gewohnt; entweder ist er verletzt, auf der Strafbank oder gesperrt…
  • Bieler95 22.03.2018 10:35
    Highlight Highlight Allez Bienne hüt ab ih Halbfinal ❤️💛
  • andre63 22.03.2018 10:24
    Highlight Highlight allez bienne!!!
  • Goon 22.03.2018 10:19
    Highlight Highlight Heute letztes Heimspiel.......vor dem Halbfinal 😉😁

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