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Unihockey, Superfinals

Frauen:
UHC Dietlikon – Piranha Chur 7:2
Männer:
Wiler-Ersigen – Alligator Malans 7:6 n.P.

Uebersicht im Unihockey Frauen Superfinal zwischen UHC Dietlikon und Piranha Chur in der Swiss Arena in Kloten, am Samstag, 22. April 2017. (KEYSTONE/Patrick B. Kraemer)

Über 8000 Zuschauer sehen das Superfinal in der Swiss Arena in Kloten. Bild: KEYSTONE

Wiler-Ersigen dreht unglaubliche Partie und wird Schweizermeister

Der SV Wiler-Ersigen ist zum elften Mal Schweizer Meister im Unihockey. Er gewann den Superfinal in Kloten gegen Alligator Malans dank einer erfolgreichen Aufholjagd 7:6 nach Penaltyschiessen. Bei den Frauen wurde Piranha Chur von Dietlikon entthront.



Wilers Captain Tatu Väänänen und Nationalstürmer Patrick Mendelin trafen in der Penalty-Entscheidung als einzige. Bei den Malanser scheiterten sämtliche angetretenen Schützen an Wilers Keeper Nicolas Wolf.

Vorangegangen waren verrückte 70 Minuten, in den Malans lange wie der sichere Sieger aussah. 5:2 führten die Bündner bis zur 50. Minute, ehe die Berner mit einer Triplette innert 45 Sekunden (!) die Wende erzwangen. 5:5 stand es nach 60 Minuten und auch nach der zehnminütigen Verlängerung.

UHC Alligator Malans Stuermer Remo Buchli, Mitte, feiert seinen Treffer zum 2-5 gegen SV Wiler-Ersigen Torhueter Nicolas Wolf, links, im Unihockey Maenner Superfinal zwischen SV Wiler-Ersigen und UHC Alligator Malans in der Swiss Arena in Kloten, am Samstag, 22. April 2017. (KEYSTONE/Patrick B. Kraemer)

Da war die Welt für Malans noch in Ordnung: Remo Buchli erzielt das 5:2. Bild: KEYSTONE

Bis zur 50. Minute lieferte Malans ein nahezu perfektes Spiel ab. Der Aussenseiter schaffte nach einer durchzogenen, von Verletzungen geprägten Qualifikation das Kunststück, im wichtigsten Spiel seine beste Leistung abzurufen. Er agierte gegen den Qualifikationssieger spritzig, schnörkellos und gnadenlos effizient. Dank einer fast perfekten Chancenverwertung schuf er sich – ähnlich wie Wiler-Ersigen vor zwei Jahren beim 6:5-Finalsieg gegen den gleichen Gegner – bis Spielmitte ein 5:2-Polster. Doch dann meldeten sich die Berner - anders als die Bündner vor zwei Jahren – erfolgreich zurück. Deny Känzig, Daniel Sebek und Mendelin waren die Torschützen und Hauptdarsteller bei der Aufholjagd.

Es waren zunächst die erwarteten Joker, die bei den Malansern stachen. Die erste Linie mit dem internationalen Offensivtrio Buchli/Laely/Braillard, die hierzulande derzeit die Massstäbe setzt, erzielte drei der ersten fünf Treffer. Der finnische Topskorer Jarkko Nurmela aus dem zweiten Block die beiden anderen. Wiler-Ersigen startete zwar besser und führte dank Mendelin zunächst verdient, fand aber gegen die perfekt eingestellten und disziplinierten Bündner lange kaum Mittel. Erst das 3:5 zehn Minuten vor Schluss löste den Knoten.

UHC Alligator Malans Torhueter Martin Hitz, Mitte, kassiert den zweiten Treffer zum 2-2 im Unihockey Maenner Superfinal zwischen SV Wiler-Ersigen und UHC Alligator Malans in der Swiss Arena in Kloten, am Samstag, 22. April 2017. (KEYSTONE/Patrick B. Kraemer)

Malans-Torhüter Martin Hitz wird zum 2:2 bezwungen. Bild: KEYSTONE

Für Wiler-Ersigen war es der elfte Meistertitel. Alle Titel holte der Klub ab 2004, als er die Bündner Vormachtstellung ein erstes Mal durchbrach.

Den Piranhas die Zähne gezogen

Die Frauen vom UHC Dietlikon krönten ihre Saison mit dem Meistertitel. Nach zwei erfolglosen Anläufen entthronten sie am Superfinal in Kloten Piranha Chur mit einem 7:2.

Überragende Spielerin auf dem Feld war Dietlikons Ligatopskorerin Andrea Gämperli, die in der 13. Minute das 1:1 erzielte und vier Treffer vorbereitete. Durch ein frühes Tor von Churs Captain Seraina Ulber waren die anfänglich nervös wirkenden Dietlikerinnen zunächst in Rückstand geraten.

Piranha Chur Stuermerin Priska von Rickenbach, vorne, stolpert im Unihockey Frauen Superfinal zwischen UHC Dietlikon und Piranha Chur in der Swiss Arena in Kloten, am Samstag, 22. April 2017. (KEYSTONE/Patrick B. Kraemer)

Piranha-Chur-Stürmerin Priska von Rickenbach stolpert – das Bild ist symptomatisch für das Superfinal gegen Dietlikon. Bild: KEYSTONE

Ab dem Mitteldrittel übernahm das Team der ehemaligen Internationalen Simone Berner dann das Diktat. Die Entscheidung fiel aber erst in der Schlussviertelstunde, als Dietlikon mit einem Doppelschlag vom 2:1 auf 4:1 davonzog. Wie Ende Februar im Cupfinal (5:0) resultierte am Ende ein klares Ergebnis mit fünf Toren Differenz.

Für die Zürcherinnen ist es der sechste Meistertitel und nach dem Cupsieg Ende Februar das vierte Double der Vereinsgeschichte. Sie lösten damit ihre Rivalinnen aus Graubünden, denen sie seit 2012 in drei Playoff-Finals und zwei Superfinals um den Meistertitel unterlegen waren, von der Spitze des Schweizer Frauen-Unihockeys ab.

Der Machtwechsel hatte sich im Lauf der Saison angedeutet, nicht aber davor. Mit Petra Weiss und Michelle Wiki hatten zwei absolute Leistungsträgerinnen Dietlikon im Sommer Richtung Schweden verlassen. Derweil die seit Oktober ungeschlagenen Qualifikationssiegerinnen die Abgänge der beiden besten Skorerinnen, in Zahlen den Verlust von 88 Toren aus der letzten Saison, mit einer deutlich stabileren Defensive und einem starken Kollektiv auffingen, erreichte Piranha Chur sein Niveau aus den letzten Jahren trotz Kontinuität im Kader nicht mehr ganz. Nach fünf Meistertiteln in Folge mussten die Bündnerinnen Dietlikon im dritten Superfinal zum ersten Mal den Vortritt lassen. (sda)

Die Telegramme

Wiler-Ersigen - Alligator Malans 7:6 (2:2, 3:0, 0:3, 0:0) n.P.
Kloten. - 8011 Zuschauer (ausverkauft). - SR Baumgartner/Kläsi.
Tore: 9. Mendelin (Hirschi) 1:0. 13. Buchli (Braillard) 1:1. 17. Braillard (Berry) 1:2. 20. Lastikka (Mendelin) 2:2. 27. Nurmela (Hartmann) 2:3. 29. Nurmela (Hartmann) 2:4. 30. Buchli (Braillard) 2:5. 51. (50:58) Sebek (Deny Känzig) 3:5. 52. (51:35) Mendelin (Lastikka) 4:5. 52. (51:43) Deny Känzig (Sebek) 5:5. -
Penaltyschiessen: Hartmann -, Väänänen 1:0; Friolet -, Lastikka -; Nurmela -, Mendelin 2:0; Berry -. - Strafen: Je 1mal 2 Minuten.
Wiler-Ersigen: Wolf; Sesulka, Wittwer; Hirschi, Väänänen; Tobias Känzig, Meister; Christoph Hofbauer; Louis, Matthias Hofbauer, Fankhauser; Lastikka, Zimmermann, Mendelin; Deny Känzig, Mutter, Sebek; Steffen, Rentsch.
Alligator Malans: Hitz; Tromm, Berry; Veltsmid, Camenisch; Koller, Künzli; Gartmann, Patrick Vetsch; Buchli, Braillard, Laely; Friolet, Hartmann, Nurmela; Nett, Nino Vetsch, Dominioni.
Bemerkung: 15. Lattenschuss Lastikka. (sda)

Dietlikon - Piranha Chur 7:2 (1:1, 1:0, 5:1)
Kloten. - 6811 Zuschauer. - SR Lehmann/Manser. -
Tore: 6. Ulber (Spichiger) 0:1. 13. Gämperli (Pedrazzoli) 1:1. 25. Lundström (Gämperli) 2:1. 46. (45:21) Güttinger 3:1. 46. (45:59) Pedrazzoli (Gämperli) 4:1. 47. (46:16) Von Rickenbach 4:2. 56: Gerig (Gämperli) 5:2. 59. Gerig (Gämperli/Piranha Chur ohne Torhüterin) 6:2. 60. (59:22) Rüegger (Zellweger/Piranha Chur ohne Torhüterin) 7:2. -
Strafen: keine.
Dietlikon: Schmid; Mertsalmi, Lundström; Sundholm, Bürgi; Walter, Streiff; Pedrazzoli, Gämperli, Gerig; Ackermann, Stella, Güttinger; Rüegger, Zwissler, Zellweger.
Piranha Chur: Heini; Gredig, Eskelinen; Marti, Sgier; Spichiger, Ulber, Dominioni; Putzi, Von Rickenbach, Ludwig; Zwinggi.
Bemerkungen: Pfostenschüsse: 38. Eskelinen. 59. Sgier. 46. Timeout Piranha Chur. 59. Timeout Dietlikon. (zap/sda)

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4Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • maljian 23.04.2017 08:26
    Highlight Highlight Ich habe gestern das erste mal ein Unihockey-Spiel verfolgt und es war grossartig 😊

    Es wird wahrscheinlich nicht mein letztes Spiel gewesen sein.
  • Manuel Lieberherr 23.04.2017 08:21
    Highlight Highlight Super Werbung für den Unihockeysport!
  • c_meier 22.04.2017 23:36
    Highlight Highlight Und 95 % so: Wo liegt Wiler-Ersigen... :) Die Antwort: Es sind zwei eigenständige Gemeinden (Wiler b. Utzenstorf und Ersigen) im Gebiet zwischen Solothurn und Bern
    Gratulation an Wiler-Ersigen und Dietlikon!
    • Mia_san_mia 23.04.2017 12:40
      Highlight Highlight Ja wollte es eigentlich noch googeln 😄

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