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MUNICH, GERMANY - MARCH 31:  Xherdan Shaqiri (L-R), Franck Ribery and Arjen Robben of Muenchen in action during a training session of FC Bayern Muenchen ahead of their UEFA Champions League quarter final first leg match against Manchester United at Saebener Strasse on March 31, 2014 in Munich, Germany.  (Photo by Lennart Preiss/Bongarts/Getty Images)

Bild: Bongarts

Vor dem CL-Viertelfinal-Knüller 

Bayern München gegen den «angeschlagenen Boxer» Manchester United

Bayern München strebt den achten Auswärtssieg in der Champions League in Folge und somit den nächsten Rekord an. In den Viertelfinal-Hinspielen ist der FCB bei Manchester United Favorit. Ausgeglichener kündigt sich das zweite Duell an zwischen Barcelona und Atlético Madrid.



Natürlich ist der Final der Champions League 1999 immer ein Thema, wenn es um Manchester United und den FC Bayern München geht. Die dramatische Wende zugunsten der Engländer in der Nachspielzeit hat sich ins Gedächtnis der Fans eingebrannt. In der Folge hat es Manchester United aber nicht geschafft, sich als Bayerns Angstgegner zu etablieren. Seither behielt der englische Meister nie mehr das bessere Ende für sich. Zweimal setzten sich die Bayern in der K.o.-Phase durch (2001, 2010), einmal gab es in Gruppenspielen zwei Remis (2002). 

«Alle Spieler ausser mir», so ManU Legende Ryan Giggs an der Pressekonferenz auf die Frage, was der Unterschied sei zwischen dem Duell 1999 und demjenigen von morgen.  YouTube/LaLigaAction

In diesen Duellen begegneten sich die Rekordmeister Englands und Deutschlands auf Augenhöhe. 2:2, 1:1, 2:1, 0:1, 1:2, 1:1, 0:0, 1:2, 3:2 lauteten die bisherigen Ergebnisse in der Champions League. Eine Ausgeglichenheit, welche in den Viertelfinals 2014 nicht unbedingt erwartet wird. 

Hier die kriselnden Engländer, die in der Premier League bloss Platz 7 belegen und in der nächsten Saison womöglich erstmals seit 1990 nicht im Europacup vertreten sein werden. Dort die Rekordjäger aus Deutschland, die soeben zum 24. Mal Meister wurden. 

«Wir sind nicht Favorit, wenn wir so spielen wie gegen Hoffenheim.» 

Bayern-Coach Pep Guardiola.

Auf beiden Seiten gewichtige Absenzen

Vor dem Hinspiel haben beide Teams wichtige Absenzen. Bei Manchester fehlt Topskorer Robin van Persie ebenso wegen einer Knieverletzung wie Thiago Alcantara bei den Bayern. Die Deutschen können den Ausfall des Spaniers wohl eher kompensieren als die Engländer das Fehlen des Holländers. 

Arjen Robben und Karl-Heinz Rummenigge warnen vor dem angeschlagenen Gegner. YouTube/FC Bayern München

Dennoch warnt Bayerns Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge: «Manchester wirkt wie ein angeschlagener Boxer. Aber der kann mit einem einzigen Schlag einem Gegner Schmerzen zufügen. Ohnehin: Da steht kein Nobody auf dem Platz.» 

Auch Flügel Arjen Robben gibt sich vorsichtig: «Es gefällt mir überhaupt nicht, wenn es heisst, Manchester sei nicht so gut und wir würden es schon in die Halbfinals schaffen.» Und sein Trainer Pep Guardiola sagte: «Wir sind nicht Favorit, wenn wir so spielen wie gegen Hoffenheim.» In dieser Partie am letzten Samstag verspielte Bayern nach der Pause eine 3:1-Führung und gab in der Bundesliga erstmals seit 19 Spielen Punkte ab. 

Iberisches Duell auf Augenhöhe

Im zweiten Viertelfinal-Hinspiel vom Dienstag muss die Ausgeglichenheit nicht herbeigeredet werden. Der FC Barcelona und Atlético Madrid sind in der Primera Division nach 31 Runden nur durch einen Punkt getrennt, in der Meisterschaft trennte man sich in Madrid Mitte Januar 0:0 und auch die beiden Spiele im Supercup im vergangenen Sommer endeten mit Unentschieden (0:0, 1:1). 

«Wir spielen mit dem Messer zwischen den Zähnen.» 

Atlético-Trainer Diego Simeone.

Atlético Madrid reist zwar als Liga-Leader zum europäischen Duell, doch ist Barcelona leicht zu favorisieren. Diesem Rating liegt ein Name zugrunde: Lionel Messi. Als der Argentinier in der ersten Saisonhälfte erst angeschlagen und dann längere Zeit verletzt war, kam auch der FC Barcelona nicht richtig auf Touren. 

Dani Alves gibt sich kämpferisch: «Wir wollen alle drei Titel gewinnen. Einige haben uns schon vor nicht allzu langer Zeit abgeschrieben. Doch dieses Team beweist, dass es immer neue Kapitel aufmachen kann. Am Ende wird alles gut werden.» YouTube/SNTV

Lionel Messi gegen Diego Costa

Doch nun hat sich dies geändert. Messi und Barcelona spüren den Frühling. Der Superstar schoss in den letzten zwölf Partien 17 Tore, er war beim 4:3 vor Wochenfrist im Clasico gegen Real Madrid überragend und vor den entscheidenden Spielen der Saison in Top-Form. 

Die Antwort von Atlético Madrid auf Lionel Messi heisst Diego Costa. Der gebürtige Brasilianer traf in dieser Saison in allen Wettbewerben schon 32 Mal, sieben Tore erzielte er in der Champions League, drei davon in den Duellen mit Milan in den Achtelfinals. Barcelona gegen Atlético ist indes nicht nur der Vergleich zwischen Messi und Costa, sondern auch die Gegenüberstellung zweier verschiedener Philosophien. 

Hier das schöngeistige Kurzpassspiel der Katalanen, dort das aggressiv-defensive Konterspiel der Madrilenen. Dazu die Trainer: «Wir spielen im Gleichgewicht und mit Ordnung», sagte Barcelonas Gerardo Martino. Und Atléticos Diego Simeone: «Wir spielen mit dem Messer zwischen den Zähnen.» (si/syl)

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