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Bayern Munich's former president Uli Hoeness waits for the beginning of an extraordinary general meeting of the German Bundesliga first division soccer club in Munich May 2, 2014. REUTERS/Lukas Barth (GERMANY - Tags: SPORT SOCCER HEADSHOT)

Nach der Rede von Hoeness gabs Standing Ovations. Einige der Mitglieder halten «Danke, Uli»-Plakate hoch. Bild: Keystone

Ende einer Ära

Hoeness hält bei FC-Bayern-Versammlung eine emotionale Rede: «Wenn ich zurück bin, werde ich mich nicht zur Ruhe setzen»

Uli Hoeness hat sich vor dem Antritt seiner Haftstrafe mit einer emotionalen Rede vom FC Bayern verabschiedet – aber nur auf Zeit. «Ich werde für alles gerade stehen. Wenn ich zurück bin, werde ich mich nicht zur Ruhe setzen», kündigte der 63-Jährige an.

Ein Artikel von

Spiegel Online

Uli Hoeness will nach Verbüssung seiner dreieinhalbjährigen Haftstrafe wegen Steuerhinterziehung offenbar zu Fussball-Rekordmeister Bayern München zurückkehren. Das kündigte der 62-Jährige auf der ausserordentlichen Mitgliederversammlung des Clubs am Freitagabend in München an.

«Das war's noch nicht.»

Uli Hoeness

«Ich will mich nicht sauberer machen als ich bin. Ich habe einen grossen Fehler gemacht und werde für alles gerade stehen. Und dann, wenn ich zurück bin, werde ich mich nicht zur Ruhe setzen. Das war's noch nicht», rief er den rund 1000 FCB-Mitgliedern entgegen. Diese beantworteten Hoeness' Ankündigung mit Standing Ovations.

Hoeness war nach seiner Verurteilung Mitte März von allen Ämtern zurückgetreten. Am Freitag sollte Karl Hopfner zu seinem Nachfolger als Präsident gewählt werden. «Wenn ich jetzt gehe, dann gehe ich mit ruhigem Gewissen», sagte Hoeness: «Ich mache mir um diesen Verein keine Sorgen.»

«Plötzlich war ich ein Arschloch, ein Schwein, ein Mann, der den Leuten das Geld aus der Tasche zieht ...»

Uli Hoeness

Hoeness kündigte an, während seiner in Kürze beginnenden Haftzeit über sich nachdenken zu wollen. Aufgrund der jüngeren Vergangenheit hege er regelrechten Hass gegen verschiedene Menschen. Diesen wolle er loswerden. «Plötzlich war ich ein Arschloch, ein Schwein, ein Mann, der den Leuten das Geld aus der Tasche zieht, den Leuten das Geld vorenthält», sagte er über die Berichterstattung der Medien. Dem Gericht, das ihn verurteilt hatte, mache er keine Vorwürfe.

MUNICH, GERMANY - MAY 02:  Former president of Bayern Muenchen Uli Hoeness (R) takes a bow after his speech as CFO Karl Hopfner (C) and vice president Rudolf Schels applaud to him at the extraordinary members meeting of FC Bayern Muenchen at Audi-Dome on May 2, 2014 in Munich, Germany.  (Photo by Alexandra Beier/Bongarts/Getty Images)

Uli verabschiedet sich vom FC Bayern. Bild: Bongarts

Vor seiner eigenen Rede hatte Hoeness die rund zehnminütige Rede Hopfners zu seinen Ehren in der ersten Reihe zwischen Vorstandsmitglied Jörg Wacker und dem ehemaligen bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber verfolgt.

«Kopf, Bauch, stets Herz und immer Seele von Bayern München.»

So beschrieb Nachfolger Hopfner seinen Vorgänger.

Hoeness sei «Kopf, Bauch, stets Herz und immer Seele von Bayern München», sagte Hopfner: «Lieber Uli, du hast eine tolle Familie, du hast aber auch eine Familie, die zu dir steht in unserem Club.»

Hopfner liess Hoeness eine mögliche Rückkehr offen. «Für die dir bevorstehende, sehr schwere Zeit wünschen wir dir alle Kraft. Du kannst in aller Ruhe entscheiden, was du danach machen möchtest», sagte er.

So reagiert die Twitter-Welt

(mib/dpa/sid/qae)



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    Alle Leser-Kommentare
  • René Bernheim-Hammer 03.05.2014 11:48
    Highlight Highlight Uli, nutze die Gefängnisstrafe und geh' in dich!
    Benutzer Bild
  • Der Tom 02.05.2014 21:25
    Highlight Highlight Die werden den hoffentlich nicht mehr raus lassen. Wäre zu hart für normalverdienende die das Geld für Steuern und andere Gebühren kaum aufbringen können.
    • Jay_Jay 03.05.2014 10:15
      Highlight Highlight Wieso sollten sie ihn nicht wieder frei lassen? Einer der jemanden totschlägt (alex in Berlin) kriegt 2 1/2 Jahre. Das Leben ALLER Beteiligter ist für immer geändert. Hoeneß hat keinem MENSCHEN sondern dem Staat geschadet, kriegt 3 1/2 Jahre.
      Und nun wollen Sie mir wirklich erklären, dass Steuerhinterziehungen schlimmer ist als jemanden um zu bringen?!? Nur so nebenbei: In der Schweiz wäre er nie und nimmer ins Gefängnis gekommen, denn hier ist Steuerhinterziehungen KEINE Straftat sondern eine Gesetzesübertretung.
    • Pascal Mona 21.07.2014 08:02
      Highlight Highlight Ich gebe dir zwar grundsätzlich recht Jay_Jay, aber ob er in der Schweiz keine Gefängnisstrafe erhalten hätte weiss ich nicht wirklich. In der Schweiz erhält man zwar für Steuerhinterziehung keine solche Strafe, ABER für Steuerbetrug kann es durchaus Gefängnisstrafe geben! Die Unterscheidung Steuerhinterziehung/Steuerbetrug gibt es in DE (und wohl auf der ganzen Welt) gar nicht, somit kann man gar nicht sagen ob es in der CH eventuell sogar als Steuerbetrug geahndet worden wäre (ausser du kennst effektiv die Einzelheiten, wie Hoeness die Steuern hinterzogen hat...)

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