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30. Maerz 2014; Vaduz; Fussball Challenge League -  FC Vaduz - FC Biel; Die Vaduzer Pascal Schuerpf (L), Kwang-Ryong Pak (M) und Markus Neumayr (R) freuen sich ueber das Tor zum 3:0 (Michael Zanghellini/freshfocus)

Vaduz ist drauf und dran, in die Super League zurückzukehren. Bild: Michael Zanghellini/freshfocus

Leere Ränge

Vaduz' zweiter Versuch, in der Super League zu reüssieren – zu erwarten ist jedoch ein zweites Delémont

Der FC Vaduz kann mit einem Sieg am heutigen Abend für eine Vorentscheidung im Kampf um den Aufstieg sorgen. Es wäre die Rückkehr der Einjahresfliege aus Liechtenstein. Bleibt abzuwarten, ob sie sich reüssieren können oder ob aus Vaduz das neue Delémont wird.



In der sechstletzten Runde der Challenge League kann der FC Vaduz mit einem Sieg gegen Servette seinen Vorsprung auf Verfolger Schaffhausen auf zwölf Punkte anwachsen lassen. Der Rückkehr des Ländles in die Super League steht somit fast nichts mehr im Weg. Seinen Platz hergeben muss dafür aller Voraussicht nach Lausanne-Sport. Ein Wechsel, welcher die Deutschschweiz nur wenig jucken wird.

05.03.2014; Vaduz; Fussball Testspiel FC Vaduz - FC Zuerich; Die Trainer Giorgio Contini (L, Vaduz) und Urs Meier (R, Zuerich) (Michael Zanghellini/freshfocus)

Vaduz-Trainer Giorgio Contini (links) darf sich vielleicht bald auch in der Meisterschaft mit Urs Meier (FCZ) unterhalten. Hier standen sich die beiden bei einem Testspiel gegenüber. Bild: Michael Zanghellini/freshfocus

Osten für Westen, mehr nicht

Es wäre eine Rückkehr des Einjahres-Touristen, welcher im Jahre 2008 zum ersten Mal in die Super League aufgestiegen war um bereits nach einem Jahr wieder die Segel zu streichen. Es wäre die Rückkehr des Exoten, welcher nur in der Schweiz spielen darf, weil er im heimischen Liechtenstein keine Konkurrenz besitzt.

Die grosse Euphorie würde Vaduz' Aufstieg in die oberste Spielklasse nicht mit sich bringen. In der Saison 2008/09 zeigte sich bereits, dass der FC Vaduz kein Zuschauermagnet ist. Im heimischen Stadion füllte das Team der Hauptstadt aus Liechtenstein gerade mal 35% der Plätze, was einen Schnitt von 2177 Zuschauern ausmachte. Hatte man die Grenznachbarn zu Gast, wanderten im Schnitt 7587 Zuschauer ins Stadion. Bei Lausanne sind die Zahlen in dieser Saison mit 4023 zuhause und 8763 in fremden Stadien nur ein wenig besser.

Nur wenige Vaduzerfans des Fanclubs

Die «Rheinwölfe» liessen sich in Vaduz nur in kleinen Rudeln blicken. Bild: Keystone

Auch bei den Auswärts-Fans dürfte sich die Euphorie in Grenzen halten. Zwar zahlt man im Auswärtssektor der Liechtensteiner nur 15 Franken statt 26 wie in Lausanne, dafür kommt bei der Zugfahrt der Super-League-Vereine im Schnitt eine halbe Stunde dazu – sofern man sein Herz nicht für Sion oder St. Gallen verschrieben hat. Es bleibt zu hoffen, dass Vaduz die spielerische Klasse, welche sie mit einem Torverhältnis von +36 vorweisen, in die Super League mitnehmen können.

Auch wenn es im Team keine Stars gibt, hat die Equipe von Giorgio Contini dafür viel Erfahrung aufzuweisen. Allen voran Franz Burgmeier, der Captain des Challenge-League-Leaders. Der 32-Jährige hat bereits sechs Saisons in der Super League bestritten, unter anderem zwei für Basel. Mit Markus Neumayr besitzt Vaduz einen Mittelfeldspieler, der eine Ausbildung bei Manchester United genoss. Seit er bei Vaduz unter Vertrag ist, zeigt seine Formkurve stark nach oben. Der ehemalige St. Galler Philipp Muntwiler, Abwehrchef Pavel Pergl und Goalgetter Pascal Schürpf vervollständigen die momentan wichtigsten Stützen der Rotweissen. Komplettiert wird die Erfahrung durch Torhüter Peter Jehle, der sechs Jahre für den Grasshopper Club Zürich zwischen den Pfosten stand.

Kann sich Vaduz mehr als ein Jahr in der Super League halten?

Kriens, Bulle, Delémont: Kurzbesuche in der Super League

Ob Vaduz sich wie es der FC Aarau vorgezeigt hat in der obersten Spielklasse festigen kann, wird sich zeigen. Zu einer Grossmacht aufsteigen werden sie aber bestimmt nicht. Fällt kein Super-League-Team in den Tiefschlaf oder geht Konkurs, muss sich Vaduz zusammenreissen, um nicht gleich in der ersten Saison den Weg zurück machen.

So erging es nämlich den folgenden Vereinen, die sich seit 1992 nur für eine kurze Zeit in der Super League blicken liessen. Für Furore konnten diese nicht sorgen und ihre Namen gingen fast so schnell wieder vergessen wie sie die Super League verliessen:

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    Alle Leser-Kommentare
  • EHA 13.05.2014 19:31
    Highlight Highlight Der FC Vaduz hat in dieser Saison ein wesentlich ausgeglichneres Team, als beim Aufstieg im Jahre 2008. Vier Offensivkräfte haben zehn und mehr Tore erzielt; insgesamt haben sich 16 Torschützen bereits eingereiht. Das Team ist relativ unberechenbar. Zudem hat FCV-Trainer Giorgio Contini der Mannschaft auch spielerisch ein Gesicht verliehen. Der FC Vaduz hat an Konstanz zugelegt, ist punkto Spielkultur deutlich verbessert und legt Wert auf viel Ballbesitz. Mal schauen, wie sie sich in der Super League mausern. Mit Liechtensteins Nationalspieler Michele Polverino und dem GC-Spieler Steven Lang vermeldete der Verein bereits zwei Verstärkungen.
  • Mr.K1 03.05.2014 11:06
    Highlight Highlight 1. Sie jammern der Statistik von 2008 nach wo ein so überhaupt nicht beliebter Trainer namens Litti das sagen hatte?
    2. es ist himmeltraurig dass Sie nicht mal wissen wie man Liechtenstein richtig schreibt!!!
    3. Vaduz hat prozentual gegenüber den Einwohner mehr Zuschauer als Basel und Zürich oder sonst eine Super League Verein, einzig Aarau ist ein bisschen besser!! Also, wieder keine Ahnung und sehr schlecht recherchiert!!
    4. Bezahlt der FC Vaduz sehr viel Geld um in der Clowns Liga mitspielen zu dürfen!!
    5. Nehmen die Schweizer dem Liechtensteiner auch sehr viele Arbeitsplätze weg, hören Sie uns da jammern?
    6. Spielen 10(!!) Schweizer beim FC Vaduz (10 Arbeitslose Fussballer weniger die Sie nicht finanzieren müssen!!)

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