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Freistoss Spray

Die Einführung des Freistoss-Sprays in der Schweiz: Nur eine Frage der Zeit. Bild:

Freistoss-Spray

Schiri-Boss Bertolini lässt durchblicken: Bald wird auch in der Schweiz gespritzt

Der Schweizer Testbetrieb mit dem Freistoss-Spray läuft bereits – aber noch lässt die UEFA auf sich warten. Wenn es nach Schiedsrichter-Boss Bertolini geht, kommen sie in der Challenge-League-Vorrunde aber bereits zum Einsatz.



Sie sind der heimliche Star der Weltmeisterschaften – und sollen bald auch in der Schweiz zum Einsatz kommen: Die Schaum-Sprays, mit welchen die Schiedsrichter in Brasilien die Freistoss-Mauern in die Schranken weisen. 

«Die Einführung der Sprays ist definitiv ein Thema», sagt Carlo Bertolini, Chef der Schweizer Spitzenschiedsrichter auf Nachfrage von watson. «Wir warten derzeit allerdings noch auf den abschliessenden Entscheid. Aber man hat die Sprays bei der U-17-EM in Malta getestet und für die UEFA ist eigentlich klar, dass sie in der Europa League und Champions League zum Einsatz kommen.»

«Die Einführung der Sprays ist definitiv ein Thema.»

Carlo Bertolini

Freistoss-Spray WM

Schaumsprays in der Schweiz: Das freut auch gewisse Passivsportler.

«Was machen wir bei schneebedecktem Rasen?»

Während die Mühlen der UEFA gemächlich mahlen, bleibt man in der hiesigen Schiedsrichterkommission nicht untätig. «Auch wir experimentieren schon mit dem Spray», sagt Bertolini. Die Erfahrungen seien durchwegs positiv. «Aber», mahnt Bertolini, «es gibt noch einige offene Punkte». Zum Beispiel: «Das Freistoss-Spray gibt es nur in Weiss. Was also machen wir im Winter bei schneebedecktem Rasen?»

Was ist eigentlich drin in den Sprays?

Der Schaum besteht zu rund 80 Prozent aus Wasser. Der Rest: Butangas (ca. 20 Prozent) und Tenside. Das Butan ist dafür verantwortlich, dass der Schaum beim Sprühen expandiert. Ist der Wasseranteil verdunstet, löst sich der umweltverträgliche Schaum rückstandslos wieder auf – das ist nach ungefähr 20 Sekunden der Fall.

wikipedia

Persönlich befürwortet Bertolini die Hilfestellung für den Schiedsrichter. «Etwa, weil man dem Schiedsrichter so auch Druck wegnehmen kann. Auf die Mauer bräuchte er sich zukünftig bei Ballfreigabe nicht mehr zu konzentrieren. Er könnte sich noch stärker dem Geschehen im Strafraum widmen.»  

«Wir wollen mit dem Einsatz schon kommende Saison in der Challenge League beginnen.»

Carlo Bertolini

Mehrkosten: 4000 Franken pro Jahr

Auch die Resonanz der Vereine auf die angestrebte Innovation ist ausnahmslos positiv. Bei den jüngsten Treffen mit Trainern und Spielern habe er eine positive Haltung dem Spray gegenüber festgestellt. Desgleichen bei der Swiss Football League.

Die Einführung des Sprays stellt der Tessiner sich wie folgt vor: «Wir beginnen schon kommende Saison in der Challenge League, möglichst bereits in der Vorrunde, mit ihrem Einsatz und sammeln weitere Erfahrungen.». Seien die Erfahrungen positiv, und davon ist auszugehen, würden die Sprays zeitnah auch in der Super League eingesetzt. 

Und die Mehrkosten? Bertolini: «Wir bräuchten zwei Dosen pro Spiel. Kostenpunkt pro Dose: 11 Franken.» Macht, grob gerechnet, rund 4000 Franken pro Jahr für die Spiele der Super League. Das dürfte man bei der Liga knapp noch berappen können.

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2Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Cox 08.07.2014 19:49
    Highlight Highlight Warum es das Freistossspray braucht ist mir immernoch nicht klar.
    Die Linienrichter haben vor dem Freistoss genügend Zeit, um zu schauen, ob die Mauer/der Ball verschoben wird. Zusätzlich gibt es noch den 4. Offiziellen.
    Das es mit den Spray schneller geht wage ich zu bezweifeln.
    • Otti 08.07.2014 22:46
      Highlight Highlight Sowohl Assi wie auch 4. Offizieller haben aber andere Aufgaben. Ausserdem steht der 4. Offizielle definitiv nicht auf der Höhe. Die Einführung macht definitiv Sinn und verlangsamt das Spiel keineswegs!

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